Auf dem Eis… 14. Februar, 2012
Posted by Rika in aus meinem kramladen.Tags: Eisfest, Maschsee, Schlittschuh, Vergnügen
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Welch ein Glück!
Der starke Frost der vergangenen Tage hat dem Maschsee eine dicke Eisdecke beschert und tausenden von Menschen aus Hannover und Umgebung das Vergnügen bereitet, in jeder nur erdenklichen Weise auf dem Eis zu lustwandeln.
Der Meinige hatte schon am Mittwochmittag, kurz vor der offiziellen Freigabe, das Eis getestet und für gut und belastbar befunden – und viele andere hatten es ihm gleich getan. Am Mittwochnachmittag waren auch die kritischen Kontrolleure mit ihren Messergebnissen zufrieden und histen die Flagge, die allen Leuten signalisierte:
Der Maschsee ist zum Eisvergnügen freigegeben!

Freitagnachmittag - noch sind es "wenige" Leute, die sich auf dem Eis tummeln.
Und welch ein Vergnügen!
Alte und Junge, Sportliche und Furchtsame,

auf Schlittschuhen oder ohne, und nur zu Fuß, mit Schlitten oder Fahrrad, Bollerwagen, Kinderkarren und dem liebsten Haushund.

Es war ein friedliches, fröhliches, schier endloses Kreisen und Wandern, Gleiten und Gehen von tausenden von Menschen ganz ohne Hektik und Stress im strahlenden Sonnenschein des Nachmittags…
…
oder in der blauen Dämmerung des frühen Abends.

Hinter den Baumwipfel die imposante Dachkonstruktion des Stadions…

Noch steht in dieser Jahreszeit die Sonne so tief, dass die Bäume schon am Nachmittag lange Schatten werfen…

…und das Licht der Sonne unverhofften Glanz zaubert.
Natürlich gehört zum Eisvergnügen auf dem Maschsee auch die entsprechende Verköstigung: Bratwürstchen vor allem, heiße Getränke – Kakao und Glühwein, mit oder ohne Schuß -, Bier, Säfte und Brause.
Am Stand des Frauenrudervereins gab es außerdem frisch zubereitetes, heißes Schmalzgebäck mit viiiiel Puderzucker, lecker!

Und wenn man Glück hatte wie wir, konnte man Gebäck und Glühwein bequem im Strandkorb sitzend genießen…
Wenn ich einen leicht verfrorenen Eindruck mache, täuscht der NICHT! Es war nämlich sehr kalt und ich fror tatsächlich, hatte ich doch lediglich meinen Skianzug angezogen, auf wärmende Skiunterwäsche aber verzichtet, schließlich ziehe ich die beim Skifahren ja auch erst an, wenn es -15° und abwärts kalt ist. Aber die Kälte auf dem Eis und die fehlende Bewegung (das bisschen Laufen zählt nicht!) lehrten mich am Freitag, dass Schnee und Eis nicht dasselbe sind und ließen mich klug werden und dann an den beiden nächsten Tagen doch zu den wärmenden Utensilien greifen…
Der Maschsee, Hannovers “Haussee”, ist wirklich ein wunderbar lohnendes Ziel, zu jeder Jahreszeit!

Am Wochenende, schreibt die HAZ, waren rund 150000 Menschen auf dem See. Es war ein friedliches Fest auf dem Eis, betont auch die Zeitung. Leider ging das Fest nicht für alle Menschen auch schön und friedlich zu Ende. Es gab viele Stürze und die Rettungskräfte, die vorsorglich an strategischen Stellen positioniert waren, hatten auch tatsächlich viel zu tun.
Auch unsere Freundin zog sich bei einem Sturz einen Knochenbruch zu, der so kompliziert ist, dass sie heute operiert wird. Ich wünsche ihr Gutes und schnelle Genesung – und gehe fest davon aus, dass sie auch beim nächsten Maschsee-Eisvergnügen wieder mit von der Partie sein wird, dann aber vielleicht ohne Schlittschuh. Wir haben unsere längst an den berühmten Nagel gehängt, weil wir, im Gegensatz zum Skifahren, das Schlittschuhlaufen niemals gut beherrscht haben und wir uns auf Kufen nie so sicher wie auf Skiern fühlten, jedenfalls nicht sicher genug, um mal eben ein bisschen ganz locker und entspannt über den Maschsee zu gleiten.
Aber ganz sicher werden auch wir immer wieder über den Maschsee flanieren wenn er zugefroren sein wird.
Leider scheinen die Maschseeeistage schon wieder zu Ende zu gehen.
Denn heute kann sich das Wetter nicht entschließen, ob es uns Regen oder Schnee bescheren will, es mischt beides und das ist für das Eis natürlich gar nicht gut, zumal die Temperaturen sich langsam aber sicher dem Nullpunkt nähern mit der Tendenz “steigend”!
…
Aber beim nächsten klirrenden Frost und dicker Eisdecke wieder…

“ganz Hannover” und Rika mit dem Liebsten “auf Eis”…
Ich hoffe, meine Nichte und mein Neffe waren auch auf dem Eis