jump to navigation

Soviel Hass und Häme… 12. Januar, 2014

Posted by Rika in araber-"palästinenser", gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau.
Tags: , , , , , ,
trackback

Verdrehung der Tatsachen und freche Lügen hat es angesichts des Todes eines ausländischen Politikers  in der deutschsprachigen Presse- und Medienlandschaft selten gegeben.

Es kommt mir so vor, als wollten  viele Journalisten noch mal ihr Mütchen kühlen an einem Mann, der in keines ihrer gängigen Schemata zu passen schien, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht eifrig genau die Schemata lastigen Vorurteile in ihren “Nachrufen” bedienen, die dazu geeignet scheinen, den Toten im nur denkbar schlechtesten Licht erscheinen zu lassen. Selbstverständlich greifen sie in ihren nachtragenden Worten auf die vielen Berichte zurück, die schon bei ihrem ersten Erscheinen durch die pro-palästinensische Brille gefärbt waren  und so – nahezu ungefiltert der arabischen Propaganda entsprechend – über die jeweiligen Ereignisse berichteten.

Schlimmer noch als die Berichterstattung in den (Online-)Medien sind die dort anzutreffenden Kommentare. Überbordender Hass auf einen Mann weitet sich aus, der wie kaum ein anderer politischen und militärischen  Pragmatismus,  Kompromissfähigkeit im Umgang mit den arabischen Friedenswilligen,   wie die Kompromisslosigkeit gegen die erklärten Gegner Israels  gleichermaßen verkörpert.

Ariel Scharon ist tot.

Er starb gestern im Alter von 85 Jahren.

Seiner Familie gilt mein Mitgefühl, seiner Person mein ehrender Respekt vor seiner großen Lebensleistung, die ganz sicher vor dem Hintergrund der realen Erfahrung von Gefahr für jüdisches Leben in einer feindlich gesinnten Umwelt  gesehen werden muss.

Ich verzichte darauf, hier die entsprechenden Links zu den “Nachrufen” oder zu den widerwärtigen Kommentaren in den sozialen,  arabisch-muslimisch dominierten Netzwerken zu setzen.

Diese Stellungnahmen aber seien hier  verlinkt:

Ulrich Sahm zum Tode Ariel Scharons.  Gefunden bei www.honestly-concerned.org

Claudio Casula: Larger Than Life,   bei “Spirit of Entebbe

“Ariel Scharon ist tot”   von “fidelche”  bei mission impossible

Unsere Nachrichten werden vermutlich dem deutschen Publikum die Freudenfeiern der Palästinenser  zum Tode Ariel Scharons vorenthalten,  hier der Hinweis darauf.  

About these ads

Kommentare»

1. Caruso - 12. Januar, 2014

Liebe Rika, es freut mich sehr, daß Du wieder gesund bist. – Ja, die deutschen Medien – ein Kapitel für sich. Und die Leserbriefe – unbeschreiblich. Ich lese diese fast täglich (Welt, SZ, Spiegel, Zeit, öfters auch andere) und es erschreckt mich der Haß immer wieder. Dann taucht in mir die Frage unwillkürlich auf, wie es sich mit der viel gerühmten Vergangenheitsbewältigung verhält. Selbstverständlich weiß ich, daß eine sehr große Schicht damit im klaren ist, nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herz, was meiner Ansicht nach das Ausschlaggebende ist. Aber was ist mit den anderen, die meinem Gefühl nach ziemlich überwiegen? Da sehe ich schwarz. Und das bezieht sich nicht nur auf D, sondern auch auf Österreich, wo ich lebe. Und auch auf die Schweiz.
Ich kann leider nicht Englisch, so weiß ich nicht, wie es dort ausschaut. Von meinen US-amerikanischen Freunde höre ich, daß dort die Lage nicht so schlimm ist. In Kanada auch nicht, obwohl nicht so gut wie in den USA. In Großbritannien ist es sehr gemischt (eine Großnichte lebt dort), in Frankreich ist die Lage sehr labil. Nun Schluß, ich will Dich nicht länger langweilen.
lg und alles Gute und Liebe im neuen Jahr wünscht Dir und Deinen Lieben die alte
caruso

2. Rika - 12. Januar, 2014

Liebe Caruso,
Ich danke Dir für Deinen Kommentar und die guten Wünsche – sie seien Dir herzlich mit gleichen guten Wünschen erwidert!

Was Deine pessimistische Sicht auf die “Vergangenheitsbewältigung” und die zunehmende antisemitische Haltung in Europa angeht (die sich ja mehr schlecht als recht als “Israelkritik” tarnt), muss ich Dir leider beipflichten, das erfüllt mich zunehmend mehr mit Sorge und großer Frustration.
Ich versuche mit meinen Mitteln dagegen anzukämpfen und hoffe sehr, dass das zumindest in meinem unmittelbaren Umfeld nicht vergeblich ist.

Wir haben zwar lange, lange, lange (noch) nicht die Umstände denen Dietrich Bonhoeffer ausgesetzt war als er davon sprach, dem “Rad in die Speichen” zu fallen….

In diesem Sinne…. grüßt Dich herzlich,
Rika

3. Caruso - 15. Januar, 2014

Danke, liebe Rika! Bin “froh”, weil ich mich bestätigt fühle und ich doch nicht die alte Unke bin, wie ich es manchmal denke. Und Dich finde ich großartig, wie Du für mehr Objektivität, für mehr Menschlichkeit kämpfst. Und ich wünscht mir, es gäbe viel mehr Menschen Deiner Sorte. – Auch Deine Analyse im nächsten Beitrag finde ich ganz prima!
Sei herzlichst gegrüßt von der alten
caruso


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 47 Followern an

%d Bloggern gefällt das: