Linsensuppensubstitution…. 1. März, 2012
Posted by Rika in aus küche und keller, gesellschaft.Tags: Gott und die Welt, islamisch-christliche Trauungszeremonie, Kichererbsen, Linsensuppe, Mettendchen, Migranten nicht integriert, Räucherspeck
8 comments
Linsensuppensubstitution?
Yeappp!
Linsensuppe – kennt jeder, wenn auch nicht jeder ein Freund der Linsensuppe ist.
Was “Substitution” ist, kann das kleine Wörterbuch im Internet besser erklären als ich, jedenfalls den ursprünglichen Sinn, die eigentliche Bedeutung.
Ich beziehe mich hier auf eine einfache Beschreibung (Link s.o.): “Als Substitution bezeichnet man in der Logik allgemein die Ersetzung eines Ausdrucks durch einen anderen.”
Substitution bedeutet hier in diesem Beitrag aber nicht die “Ersetzung eines Ausdrucks” sondern “die Ersetzung einer Handlung”.
Und das geht so:
Einerseits würde ich gern über dies, dies, dies und das schreiben (und über viele andere gleichartige Themen), aber das verträgt meine Seelenlage gerade nicht… ich gerate dabei immer so leicht in eine eher negative Gemütsverfassung und kann mich dann selbst nicht leiden. Andererseits will ich aber schreiben, WEIL es meiner Seelenlage gut tut und ich durch das Schreiben aktiv einem Herzkaper oder Schlimmeren vorbeugen kann. Tja, das ist etwas paradox…
Und deshalb eben die Sache mit der Substitution: Über das, was ich eigentlich schreiben wollte, schreibe ich nicht. Ich schreibe über Linsensuppe.
Das auch die “Linsensuppe” selbst z.T. ein Substitut ist, werdet Ihr gleich merken.
Neulich, ein paar Tage vor meiner Fußopertion, als ich noch fit und es draußen noch schön kalt war, hantierte mein kleiner Enkelsohn mit meinen “Blindbacklinsen“. Ich beschäftige ihn immer mit irgendwelchen Küchenuntensilien, wenn er mir in der Küche oder beim Kochen “hilft”. Blindbacklinsen kann man wunderbar von einem Schüsselchen in das andere abfüllen, man kann sie rühren und rieseln lassen… der kindlichen Arbeitslust sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Und weil man die Blindbacklinsen auch mehrmals abbacken kann, ist das Spiel mit ihnen auch keine Vergeudung von Nahrungsmitteln… der Kleine kann mit meinem guten Gewissen rechnen!
Nun sah der liebste Gatte dem Treiben zu und kam auf den Geschmack! Nicht, dass er es dem kleinen Mann gleich tun wollte, nein, er hatte Lust auf Linsensuppe.
“Kein Problem”, sagte ich, “dann besorg doch schnell etwas Suppengrün und Mettendchen – ach, und natürlich auch Linsen, denn das sind meine Blindbacklinsen und die kann ich nicht mehr kochen!”
Der Liebste zog los und kam auch recht bald wieder – mit dem Suppengrün und den Mettendchen, aber ohne die Linsen! Vermutlich hat er das mit dem Blindbacken nicht verstanden oder mir auch gar nicht richtig zugehört. Er hatte gesehen, es sind Linsen im Haus, also muss ich die nicht kaufen.
Was tun?
Inzwischen hatte ich nämlich auch mächtig Appetit auf eine herzhafte Linsensuppe.
Aber Linsensuppe ohne Linsen?
Warum nicht?
Kichererbsen fanden sich noch in meinen Vorräten, ebenso kleine tiefgekühlte grüne Erbsen, auch ein paar Graupen warteten noch auf ihren bestimmungsmäßigen Verbrauch und genauso ein halbe Tasse Rote Linsen. Außerdem hatte ich (natürlich !) Zwiebeln im Haus, eine kleine Sellerieknolle (die ich eigentlich zu einem Rohkostsalat verarbeiten wollte) und eine Lage geräucherten Speck.
Auf geht’s!
Die Sellerieknolle halbieren, eine der Hälften putzen, waschen und in feine Würfel schneiden. 2 große Zwiebeln schälen und in grobe Würfel schneiden. Das Suppengrün waschen und klein schneiden,
In einem großen Topf ca 40 g Margarine schmelzen und ca 60 g mittelfeine Graupen kurz und kräftig anbräunen, Temperatur zurückschalten und in der oben genannten Reihenfolge das Gemüse nacheinander zu den Graupen geben und unter gelegentlichem Rühren garen.
Eine kleine Dose Kichererbsen öffnen, die Kicherebsen in ein Sieb gießen und abspülen, zu dem Gemüse geben. Die gleiche Menge Tiefkühlerbsen zugeben und die Roten Linsen.
Ca 1 – 11/2 l Wasser zugeben ( je nachdem wie sämig oder flüssig die Suppe werden soll auch mehr!) Einen Teelöffel Salz zugeben. Die Lage Speck in Würfel schneiden und zugeben.
Alles zum Kochen bringen und leicht köchelnd garen, bis auch die Graupen bissfest-weich sind! Dann erst die in Scheiben geschnittenen Mettendchen zugeben und vor dem letzten Abschmecken etwa 5 Minuten mitköcheln lassen.
Mit Pfeffer und Salz und etwas Majoran und ein bisschen Kümmel abschmecken.
Es war die beste “Linsensuppe”, die wir je gegessen hatten.
…. und wenn sie nicht gestorben sind mein Seelenfrieden es zulässt, werde ich ganz substitutionsfrei über schwierige Themen schreiben….
Nichts für Vegetarier… 17. Januar, 2012
Posted by Rika in aus küche und keller.3 comments
und auch nichts für Leute, die dem biodynamischen Kochen mit Leidenschaft frönen, sind viele der sogenannten “Partysuppen”, die aus frischem Gemüse, Fleisch, Gemüse aus der Dose, diversen Soßen und Suppen aus Flaschen und Tüten zusammengebraut werden.
Aber schmackhaft sind sie, diese (nach ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten doch eher grauenhaften Zusammenstellungen) herrlichen Kalorienbomben, die bei keinem größeren Familientreffen oder einem ähnlichen gesellschaftlichen Ereignis, das in den eigenen Vierwänden stattfindet, fehlen sollten. Man kann sie nämlich unglaublich gut vorbereiten, ohne dafür tagelang in der Küche zu stehen, man kann sie nach Belieben und Gutdünken erweitern mit allem “was sich nicht wehrt”, wie ich jene Lebensmittel zu benennen pflege, die man nicht wirklich “braucht”, die aber dennoch ihren Nährwert haben und damit einen guten Beitrag leisten, um viele hungrige Menschen arbeits- und kostengünstig zu sättigen. Schmecken soll es ja schließlich.
Seit knapp drei Jahren habe ich dieses delikate Süppchen in meinen “Fundus” aufgenommen, sprich in meine Rezeptsammlung für schnelle und leckere Suppen.
“Gyrossuppe“
Die Internetrecherche ermöglicht es heutzutage, nahezu jedes Gericht detailgenau und personengerecht auf “Rezept” zu erhalten, wer also neben meinen Angaben (die ich der Schwiegermutter meines Sohnes in erster Linie und meiner Lust am Variieren in zweiter Linie verdanke) weitere Nachforschungen anstellen möchte, mag getrost das Suchmaschinchen nutzen.
Ich mache es so:
Die Angaben beziehen sich auf einen Personenkreis von 12 Menschen mittleren Alters und mit gemäßigtem Essverhalten. Das ist die Personenzahl, die bei meiner Familie bei einem Familientreffen (mit der jeweiligen Bruder-/Schwager-/Schwägerinfamilie) mindestens zusammenkommt. Ich habe die Suppe auch schon für 20 Personen gekocht und auch nur für 8. Bei weniger als 4 Leuten, könnte ich mir denken, muss man eine Waage benutzen, um die diversen Zutaten dann noch im “richtigen” Verhaltnis zueinander zusammen zu stellen. Und erfahrungsgemäß schmecken soche Suppen sowieso am besten, wenn man sie für richtig viele Leute in großen Töpfen zusammenbraut! Da man sie ohne Probleme einfrieren und auch wieder auftauen kann, sollte man sie ruhig etwas üppiger vorbereiten als zu knapp. (Das Suchmaschinchen ermöglicht es, das “Originalrezept” für jede nur denkbare Personenzahl zu errechnen! Man kann es aber auch ganz leicht mit einem einfachen Dreisatz selbst hinkriegen.)
Zutaten und was man damit macht:
1,5 kg Schweineschnitzel unter kaltem, fließenden Wasser abspülen und anschließend gut trockentupfen. (Ich nehme dazu ein frisches Küchentuch, manche Leute bevorzugen die angeblich reißfesten Dinger aus der Werbung für die Papierindustrie.) Die Schnitzel in fingerbreite Streifen schneiden und je nach Größe des Schnitzel die Streifen nochmals quer halbieren.
3 Knoblauchzehen (wenn die Zehen sehr mickrig sind, lieber 1 – 2 mehr nehmen!) abziehen, pressen und mit
2 El Gewürzmischung “Gyrosgewürzsalz” und
6 El Olivenöl vermischen und zu den Schweineschnitzelstreifen geben, alles gut miteinander vermengen und ca 2 – 3 Stunden ruhen lassen. Es empfiehlt sich, dazu ein verschlossenes Gefäß, das gut in den Kühlschrank passt, zu nehmen.
Die Ruhezeit lässt sich nutzen, um die weiteren frischen Zutaten zu putzen, zu waschen und zu schneiden.
3 große Zwiebeln abziehen, halbieren (vom Nordpol zum Südpol) und in feine Spalten schneiden.
3 rote, 2 grüne und 2 gelbe Paprikaschoten waschen und in fingerbreite und etwa 4 cm langeStreifen schneiden.
Zwiebeln und Paprika können gemeinsam in einem Gefäß kalt gestellt werden.
Das “Originalrezept” sieht vor, dass das Fleisch nach seiner Ruhepause in einer Pfanne portionsweise angebraten wird und anschließend mit
ca 600 ml Sahne übergossen wird und in einer weiteren Pause (von ca 12 Stunden) in einem geschlossenen Gefäß marinieren soll. Es schadet aber dem gustatorischen Vergnügen nicht, wenn man aus Zeitgründen diese 12 Stunden (über Nacht am besten) nicht einhält.
Möchte man die Ruhepause in der Sahne einhalten, empfiehlt es sich allerdings, das Putzen und Schneiden des Gemüses erst am Tag der weiteren Verarbeitung vorzunehmen.
Und die sieht so aus:
In einem entsprechend großen Topf das vorbereitete Gemüse (Zwiebeln und Paprika) in Olivenöl andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. (Der Topfboden sollte knapp mit dem Öl bedeckt sein!)
Den Inhalt von 2 Beuteln Zwiebelsuppe “Meisterklasse” darüber streuen und ca 1 1/2 l Wasser zugeben, alles zum Kochen bringen und bei geringer Energiezufuhr ca 10 Minuten kochen lassen.
1 Glas Zigeunersoße (500 ml),
1 Glas Chillisoße (500 ml),
1 Glas Champgignons in Scheiben (750 g oder zwei entsprechend kleine Gläser),
2 Ds. Mais und
das vorbereitete Fleisch mit der Sahne zugeben und alles weiter köcheln lassen.
In der köchelnden Suppe 1 Pck Schmelzkäse ohne und 1 Pck Schmelzkäse mit Kräutern (je 200 g ) unter Rühren auflösen.
Heiß servieren.
(Die Zugabe des Wassers kann nach eigenem Belieben variiert werden, ja nachdem wie “flüssig” die Suppe werden soll.)
Zu dieser köstlichen Schlemmerei isst man am besten Weißbrot oder Fladenbrot.
Das Süppchen schmeckt auch am nächsten Tag noch sehr gut und / oder lässt sich mit etwas gekochtem Reis zu einer weiteren Mahlzeit aufhübschen…. Ich bin ein Fan der kreativen Resteverwertung!
“Wegen Bayernspiel Haus abgefackelt!” … 10. April, 2011
Posted by Rika in aus küche und keller, aus meinem kramladen.3 comments
… so oder ähnlich hätte wohl die bekannte Zeitung mit großen Lettern geschrieben, wäre das Verhängnis nicht im allerletzten Augenblick verhindert worden.
Aber der Reihe nach:
Bestens gelaunt und guter Stimmung kam der Liebste gestern aus dem Niedersachsenstadion nach Hause, 96 hatte gegen die Mainzer einen Sieg erspielt und war wieder an den Bayern vorbeigezogen. (Ich weiß, das Niedersachsenstadion heißt jetzt anders und ist auch kein Stadion mehr, in dem auch Leichtathletikwettbewerbe stattfinden konnten. Es ist jetzt eine Arena und dient einzig und allein dem Fußballkult und seinen Anhängern als Weihe- und Begegnungsstätte. Aber ich weigere mich beharrlich, auch noch Reklame für den Namensgeber zu machen, zumal der in gar keinem guten Licht steht und beschuldigt wird, arme Leute um ihr Vermögen betrogen zu haben! )
Aber ich schweife ab…
Der Gatte kam also und verkündete noch in der Haustür: “Ich mache uns jetzt Bratkartoffeln und dazu gibt es Sülze!” Gesagt, getan, bzw. in Angriff genommen, denn im Fernsehen lief bereits die für Fußballinteressierte spannendste Sendung der Woche: Sportschau mit Bundesligaberichterstattung.
Schnelligkeit und gutes Timing waren gefragt was das Kartoffelschälen und -schneiden anging.
Wer hier regelmäßig liest, weiß, dass ich auch an Fußball interessiert bin, mir zwar keine Liveübertragung anschaue, wohl aber die ausgesuchten Feinheiten der jeweiligen Begegnungen in der Nachschau, dann bin ich nämlich bereits über alle Ergebnisse dank des allwissenden Netzes bestens informiert und laufe nicht mehr Gefahr, vor Aufregung am Herzkasper zugrunde zu gehen.
Die Berichterstattung nahm Fahrt auf…
Spiel folgte auf Spiel…
der Ehemann pendelte zwischen Küche und Fußballbericht hin und her (der Wohnraum mit Essplatz und die Küche sind nur durch eine Wand mit Schiebetür voneinander getrennt), ich saß bräsig wg Fuß im Sessel! Die Kartoffeln waren geschält und geschnitten, der Bratvorgang eingeleitet. Ich hörte den Gatten am Herd hantieren und roch erhitztendes Fett.
In diesem Augenblick kam Bayern!
Bayern gegen Nürnberg.
Der Liebste linste um die Ecke … kam ganz ins Zimmer … setzte sich kurz hin…
Das Spiel nahm seinen Lauf… die Bayern gingen in Führung … (ja musste das denn sein?) … Nürnberg schoss doch noch den Ausgleich … das Spiel war aus und Robben sah ROT…
Der Liebste machte sich zurück auf den Weg zur Küche …
Ein Aufschrei!
Und dann roch ich es auch: Scharf beißender Qualm!!!
So schnell ich konnte humpelte ich in die Küche.
Geistesgegenwärtig hatte mein Held die in Flammen hell lodernde Pfanne ins Spülbecken gestellt und umgedreht… die Küche war schwarz von Qualm … immer noch schlugen große Flammen aus der umgedrehten Pfanne… mit einem Geschirrtuch schlug ich die Flammen aus…
Der Liebste riss das Fenster auf, öffnete Haus- und Terrassentür.
Ich musste husten und würgen.
Und dann der Blick ins Chaos…
Meine Küche, meine schöne Küche!
Rußgeschwärzt die Dunstabzugshaube und der Hängeschrank direkt darüber, schwarz auch die Fliesen, rußig die Unterseite der Hängeschränke und Rußfahnen auf den Türen.
Dann sickerte es so langsam in unser Bewusstsein: Um ein Haar wäre unsere Küche abgebrannt… und wer weiß, was noch passiert wäre…
Und alles nur wegen des Bayernspiels!
GOTT sei Dank, dass wir den Brand gerade noch rechtzeitig bemerkt und wir es geschafft haben, ihn zu löschen!
Heute konnten wir dann im Tageslicht die Schäden bestaunen:
Die Pfanne hat als einzige irreversiblen Schaden genommen! Schränke und Dunstabzugshaube werden mit Putzmitteln wieder sauber (das haben wir schon ausprobiert und zum Teil auch schon in Arbeit genommen, der Rest dann morgen), auf allen Schränken im gesamten Wohnbereich ist ein ganz feiner Rußfilm – das macht richtig Arbeit!!!
Die Tapeten scheinen auch deutlich grauer zu sein als vorher, aber wir wollten das Wohnzimmer ja ohnehin demnächst renovieren. Fenster müssen geputzt und Gardinen gewaschen werden. Osterputz muss eh sein!
Bleibt noch hinzuzufügen, dass wir eine Brandschutzdecke kaufen werden und nie, nie, nie mehr irgendetwas alleine in der Küche kochen oder braten lassen – mit Ausnahme der Kuchen im Backkofen… und Fett in der Pfanne schon gar nicht.
Und die Bundesligaschau sehen wir nur noch ohne gefährliche “Nebenbeiaktivitäten”! (Wenn ich bedenke, dass ich doch keinen Herzkasper riskieren will, aber beinahe einer Rauchgasvergiftung erlegen wäre, beinahe, vielleicht…)
Nachtrag:
Das Ergebnis der Münchener geht in meinen Augen trotz des Desasters in meiner Küche in Ordnung (eine Niederlage hätte ich auch nicht schlecht gefunden!), und dass van Gaal gehen muss, nein, das habe ich eigentlich nicht gefordert!
Hier kommt “Hermann”… 21. Januar, 2011
Posted by Rika in aus küche und keller.1 comment so far
Wie es sich für einen richtigen “Hermann” gehört, reicht man ihn, wenn man ihn einmal bekommen hat, weiter an Freunde und Verwandte, liebe Menschen eben !
Über evangelisch “bekommen”, reiche ich darum “Hermann” im Ganzen weiter:
Hallo, ich heiße Hermann und bin für die nächsten 10 Tage dein neues Familienmitglied! Wenn du mich gut pflegst und fütterst werde ich dir einen leckeren Kuchen und Hermannskinder schenken!
Bitte bewahre mich in einem Glas oder in einer ausreichend großen Plastikschüssel mit Deckel auf (ich will ja noch wachsen!)
Kälte mag ich nicht – also sperre mich nie in den Kühlschrank. Am wohlsten fühle ich mich bei dir in der Küche.
Alles klar?
Und so ist mein Tagesablauf:
1. Tag Heute brauchst du dich nicht um mich zu kümmern, wir müssen uns erst aneinander gewöhnen.
2.-4. Tag Ich brauche ein bisschen Bewegung, also rühre mich bitte täglich gut um!
5. Tag Der Hunger zwickt mich!!!
Füttere mich bitte mit: 1 Tasse Milch, 1 Tasse Zucker, 1 Tasse Mehl. Ich mag es, wenn du kräftig umrührst!
Denk daran dass ich noch wachse und lasse mich wenn nötig in eine größere Schüssel umziehen!
6.-9. Tag Jetzt muss ich erst mal verdauen. Dazu brauch ich täglich einen Verdauungsspaziergang (d.h. gut umrühren!)
10. Tag Heute ist es soweit!!!
Füttere mich bitte genau wie am 5. Tag.
Dann darfst du 3 Hermannskinder von mir wegnehmen (3 Tassen) und an liebe Freunde weiterverschenken. (Du kannst natürlich auch ein Kind für dich behalten!)
Nach der anstrengenden Geburt meiner Kinder habe ich großen Hunger. Füttere mich bitte mit:
1 Tasse Zucker, Vanillezucker, 1 Prise Salz, 3 Eier, 2 Tassen Mehl, 2 Päckchen Backpulver und einer Tasse Öl.
Diese Fütterung geht ganz schnell mit einem Schneebesen! Wenn du es besonders gut mit mir meinst, kannst du mich noch mit verschiedenen Zutaten verwöhnen:
½ TL Zimt, Raspelschokolade, gehackte oder geriebene Nüsse, Rosinen oder sogar eine Tasse geraspelte Äpfel kannst du mir ganz nach deinem Geschmack unterrühren…
Nun musst du mich noch in die gefettete Form bringen (Kasten- oder Ringform) und danach mache ich es mir im ca. 160 °C warmen Backofen eine gute Stunde gemütlich!
Guten Appetit!!!!
Ein kleiner Tipp am Rande: Sollen am Ende nur 2 Hermänner übrigbleiben, empfiehlt es sich, die Fütterungsmenge anstelle mit normalen Tassen einfach mit Espressotassen abzumessen!!!
Ich hab mal gegoogelt, wie der Teig anzusetzen ist, wenn man keinen geschenkt bekommt:
Teigansatz:
100 g Weizenmehl
1 EL Zucker
1/2 Pck. Trockenbackhefe (knapp 2 gestr. TL)
150 ml lauwarmes Wasser
Teigansatz: Mehl in einer verschließbaren Schüssel (Inhalt: etwa 1, 5 l, keine Metallschüssel) mit Zucker und Hefe vermischen. Lauwarmes Wasser hinzufügen und mit einem Rührlöffel (aus Holz oder Kunststoff) zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Schüssel mit dem Deckel verschließen. Den Teigansatz 2 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen, dabei ab und zu umrühren. Von nun an so weitermachen, als hätte man den Hermann-Teig geschenkt bekommen.
Und ob Aufbewahrung im Kühlschrank oder nicht – daran scheiden sich übrigens die Geister… Wenn die Küche zu warm ist, kann die Gärung des Teigs in eine Essigsäuregärung umschlagen (DAS riecht man dann…!) und im Kühlschrank verzögert sich der Gärprozess natürlich)
Soweit der komplett übernommene Text.
Toll finde ich, dass das Rezept für den “Ansatz” gleich mitgeliefert wird, so kann man “Hermann” getrost nach der Phase des begeisterten Backens und Essens einfach “verhungern” lassen, sprich, statt einer weiteren Fütterung s.o. einen zweiten kleineren “Hermann” backen und genüsslich verspeisen. Das ist nämlich das Tückische an der Idee mit der Weitergabe und Fütterung, irgendwann ist man selbst des “Hermann” überdrüssig, mag ihn einfach nicht mehr sehen und essen schon gar nicht. Aber auch alle Freunde sind mit “Hermann” versorgt, die ganze Nachbarschaft “hermannt” und es gibt niemanden mehr, dem man die Köstlichkeit weiterreichen könnte. Köstlich ist “Hermann” nämlich und durch die zahlreichen Variationsmöglichkeiten durch die Zugaben von Nüssen, Aromen usw. auch wirklich vielseitig begabt!
Dank des “Ansatz-Rezeptes” kann man nun “Hermann” für eine Weile einfach vergessen, und später, wenn man wieder mag, erneut in die “Hermannorgie” einsteigen und backen und backen und backen!
Viel Spaß mit “Hermann”, gutes Gelingen und guten Appetit!
Von der Ausbeutung der Natur… 25. Juni, 2010
Posted by Rika in aus küche und keller, aus meinem kramladen.add a comment
… profitiert man auch im Hause Rika!

… Sooo lecker!
Gestern sind der Liebste und ich mit den Fahrrädern in die Feldmark geradelt und haben uns, vorbei an einem prächtigen Weizenfeld und am Feldrand heimtückisch lauernden Brennnesseln und Diesteln, zu einem wunderschön anzusehenden und in voller Blüte stehenden Holunderbusch “vorgekämpft”.
Außer im Frühsommer, wenn er von den hell leuchtenden Blütendolden übersät ist und einen unvergleichlichen Duft verströmt, ist Holunder ein eher unscheinbarer Busch, dem in der Vorzeit allerlei Mythen und Geheimnisse zugesprochen wurden (die in alten Kinderliedern anklingen… “sitzen unterm Hollerbusch, machen alle husch, husch,husch…), aus dessen Blüten man seither schlecht schmeckende, aber gesunde Tees und “Kräutermedizin” zubereitete und dessen Früchte heutzutage im Reformhaus in Form von supergesunden Säften und Brotaufstrichen zu horrenden Preisen angeboten werden. Den Tee hatte ich in meiner Kindheit ausreichend “genossen”, Saft und Brotaufstrich schmeckten mir nicht (irgendwie dann doch zu gesund!), kurz und gut, Holunder stand nicht auf meinem Speiseplan!

Vor einigen Jahren aber las ich in einem alten Kochbuch ein Rezept: “Holunderblüten gebacken”. Ich probierte es aus – und siehe da, die Hollerküchlein schmeckten vorzüglich. Mein so gewecktes Interesse an Holunderblüten, führte schnell zu weiteren Versuchen, die hübschen Blüten gustatorisch zu nutzen! Und seither koche ich Holunderblütengelee in den verschiedensten Ausführungen und Holunderblütensirup, der in Verbindung mit Sekt unvergleichliches Entzücken auszulösen vermag.
Gestern nun – siehe oben – war es wieder so weit: Holunderblütenernte – ergiebig und gut!
Die Verarbeitung der Blütendolden zu Gelee betreibe ich mit einigem Aufwand, weniger aufwendig ist die Zubereitung der Hollerküchlein.
Für die Hollerküchlein bereitet man einen leichten Ausbackteig. *** Ich habe heute für ca. 14 Küchlein 4 Eier, 8 El Mehl, 1 El Zucker, 1 P Vanillezucker, 1 gr. Pr Salz, 1 P Backkpulver leicht verrührt und dabei soviel Milch zugegeben, dass es einen nicht zu flüsigen Teig ergab. *** In einer Pfanne mit hohem Rand soviel Öl erhitzen, dass die Küchlein “schwimmen” können, jeweils eine Holunderblütendolde in den Teig tauchen und sofort in der Pfanne ausbacken. Sinnvollerweise haben die Blüten von Natur aus Stengel, mit denen man sie eintauchen und in die Pfanne geben kann, da aber der Stengel nicht unbedingt der schmackhafte Teil der Blütendolde ist, schneide ich den Hauptstengel und seine Verzweigungen vor dem Wenden der Küchlein ab! *** Die goldgelben Küchlein auf Küchenpapier abtropfen lassen *** und noch heiß und mit Zucker&Zimt genießen. Sie schmecken auch ohne Zimtzucker hervorragend. Ich esse sie sehr gerne mit Aniszucker – dafür habe ich immer ein Glas mit Zucker bereit stehen, dem ich eine entsprechende Menge gemahlenen Anis zugegeben habe. “Entsprechend” heißt: Das Mischungsverhältnis muss mir entsprechen!
also eine Pi x Daumen – Angelegenheit!

Für den Holunderblütengelee bereite ich zunächst einen Sud aus ca. 8 – 10 Dolden auf gut 1 l Wasser. *** Dabei achte ich sehr darauf, dass die Blüten frei von allerliebsten kleinen Tierchen sind und nach Möglichkeit auch von einem Busch fern ab von der motorisierten Zivilisation oder beliebten Hundewegen stammen – deshalb der “dornenreiche”
Weg durch die Brennesel zum Hollerbusch, s.o.! *** So ausgewählte Dolden müssen vor der Verarbeitung nicht unbedingt “gewaschen” werden, was nämlich dem Aroma nicht unbedingt zugute käme / kommt! *** Wobei es an dieser Stelle angebracht ist zu sagen, dass man vorzugsweise die Blütendolden abschneidet, deren winzige Blüten noch erkennbar gelbe Pollen aufweisen – sie sind die Aromaträger! Blüten in der Knospe oder schon kurz vor dem Verwelken sind wenig bis gar nicht geeignet! *** Da auch der Gelee in erster Linie von den Blüten und nicht von den Stengeln sein Aroma beziehen soll, schneide ich alle Stengel relativ kurz unterhalb der Blütenansätze ab und gebe sie in einen hohen Topf mit Wasser. Ich lasse Blüten und Wasser gut 1/4 Stunde leicht sprudelnd kochen und anschließend gemeinsam auskühlen, anschließend gieße ich den Sud durch ein sehr, sehr feine Sieb – die winzigen Pollen dürfen das Sieb durchaus passieren, Stengel und Blüten aber nicht! *** Parallel zum Sud lege ich weitere 3 – 4 Dolden in eine Schüssel und bedecke sie mit der Menge Gelierzucker, die man für 1 l Flüssigkeit benötigt. (Ich nehme den 1:1-Zucker), dabei mache ich mir allerdings die Mühe, die feinen Blüten einer großen Dolde sorgfältig abzuzupfen, sie finden sich später im Gelee wieder. *** Der Sud verbringt die Nacht im Kühlschrank, die Schüssel mit den unter dem Zucker verborgenen Dolden können gut abgedeckt auf der Anrichte stehen – ich bilde mir ein, dass der Zucker das Aroma so besonders gut aufnehmen kann
*** Am nächsten Tag gieße ich den Sud in einen ausreichend großen Topf und gebe den Zucker mit den darin verborgenen Blüten und Dolden hinzu, nach einigem Umrühren fische ich die Dolden heraus, verfeinere das Gemisch mit einem halben Päckchen geriebener Orangenschlae und einem halben Päckchen geriebener Zitronenschale aus dem “Zuckerbäckerzutatenhandwerk” und bringe das Ganze zum Kochen. ( Unerfahrerne Geleeköche verfahren dabei nach der Vorschrift, die auf der Zuckertüte zu finden ist! ) *** Es versteht sich von selbst, dass die Marmeladengläser samt Deckel peinlich sauber sind und mit kochendem Wasser ausgespült werden! *** Den Gelee in die Gläser füllen, sofort verschließen, kurz auf den Kopf stellen und dann in der richtigen Lage abkühlen lassen. *** Dann hat man fertig
*** Ich gebe manchmal auch geriebenen Ingwer oder eine Spur Kardamom oder etwas fein gemahlenen Piment hinzu … je nach Nase, Lust und Laune! ***
Erkaltete Gläser von eventuellen Geleekleckern befreien und hübsch beschriften (dieser Arbeitsgang steht den oben abgebildeten Gläsern noch bevor!) Die allmorgendlichen Brötchen freuen sich über den leckeren Aufstrich …
Die “Ausbeutung der Natur” war wieder einmal erfolgreich!

Danke an den Schöpfer und Geber aller Gaben!
KOHL – kochen gegen den Frust … 6. Januar, 2009
Posted by Rika in aus küche und keller, aus meinem kramladen.2 comments
Kochen gegen den Frust,
der mich überkommt, wenn ich mich in der Blog-Welt umschaue und lese, was und wie einige Menschen zum Krieg der Hamas gegen Israel schreiben und / oder kommentieren.
ÜBRIGENS kann ich nicht mehr direkt in meinem Blog schreiben, weil ungefähr nach jeder dritten Zeile bei der Nutzung der Leertaste der gesamte bis dahin geschriebene Text verschwindet. Keine Ahnung woran das liegt… Deshalb nun meinen Text auf diesem Weg!
Nun aber zum K O H L
Man nehme:
zwei große Zwiebeln, schäle sie und schneide sie in Würfel
zwei große Möhren, schäle sie und schneide sie in kleine Würfel
einen mittelgroßen Weißkohl, entferne die äußeren Blätter, spüle ihn gut unter kaltem Wasser ab, entferne den Strunk und schneide ihn , den Kohl, in mundgerechte Streifen
500 g Gehacktes und brate es in einem großen Topf unter ständigem Rühren an, gebe in der Reihenfolge oben das geputzte und geschnittene Gemüse hinzu und dünste alles unter kräftigem Rühren einige Minuten, fülle alles anschließend mit
250 ml Wasser auf und würze anschließend mit
1 Tl Kardamom
½ Tl Sternanis (gemahlen)
nach Geschmack Salz und Pfeffer
und lasse alles rund 20 – 25 Minuten garen – der Kohl sollte noch bissfest sein!
Meinem Mann schmecken dazu am besten Salzkartoffeln, ich mag sehr gerne Reis dazu, der mit etwas Zimt bestreut ist, andere Leute bevorzugen Bandnudeln zu dem Kohlgericht, das übrigens ganz wunderbar in diese kalte Jahreszeit passt!

PUNSCH … 13. Dezember, 2008
Posted by Rika in aus küche und keller, familie.Tags: familie
add a comment
… Winter- Weihnachtspunsch …
… auch zum Verzehr (als Getränk!) in der Adventszeit geeignet!
Nachdem ja nun hier schon vom Punsch und seinen diversen klebenden und haarfestigenden Qualitäten die Rede war, fehlt eigentlich nur noch das Rezept zu diesem Wundertrunk. Aber dazu muss ich etwas ausholen:
Früher – nein, nun kommt nicht die bekannte Weisheit, dass früher alles besser war, aber anders war früher vieles nun doch -, früher ( die Rede ist von einer Zeit vor ca 8 -15 Jahren) also gab es einen sehr feinen Früchtetee einer bekannten Tee-Gesellschaft aus Bremen, den man, weil “lose” im Beutel angeboten, wunderbar einfach dosieren konnte, vor allem war er aber weder aromatisiert noch parfümiert sondern pure Natur zu erschwinglichen Preisen und im ganz normalen Handel erhältlich. Früher habe ich für den Punsch diesen Tee zubereitet, mit Zimt, Nelken, Piment und Ingwer verfeinert und mit einem gleichen Anteil Orangensaft ergänzt. Fertig war der Punsch!
Doch eines Tages gab es diesen Tee nicht mehr, dafür brachten die blaugeben Schweden einen Weihnachtstee auf den Markt, auch lose im Beutel und schon mit allen weihnachtlichen Gewürzen versehen. Für meinen Geschmack hatte er eine etwas zu aufdringliche Kardamom-Ingwer-Note, war aber ansonsten ganz brauchbar und als kräftiger Sud mit dem gleichen Anteil Orangensaft (SAFT, keinen Nektar!) ergab das einen wunderbaren Punsch.
In diesem Jahr hielt ich vergeblich nach dem weihnachtlichen Schweden Ausschau! Nicht mehr im Handel.
Den teuren losen Tee aus dem gesundheitsbewussten Haus oder Naturkostladen konnte und wollte ich uns (der Schule und mir) nicht leisten.
Zum Glück hat die bekannte Bremer Tee-Gesellschaft ihren Früchtetee wieder auf den Markt gebracht, allerdings nicht “lose”, sondern in diesen hübschen Portionsbeuteln … naja…
Für den Punsch
bereite man einen kräftigen Tee aus eben jener Früchteteemischung - der Tee muss tief dunkelrot sein! - und füge pro Liter Tee einen Portionsbeutel (für LITER) der ebenfalls im Handel erhältlichen Gewürzmischung hinzu, die den Glühwein zum GLÜHwein macht (Achtung, es gibt Tassenportionen und Literportionen, unbedingt beachten!) und mische zum Sud den gleichen Anteil erhitzten Orangensaft (der Saft darf nicht kochen, sollte aber gut heiß sein!), manche Menschen können auf Zucker nicht verzichten … das Süßen bleibt dann diesen Menschen überlassen.
Ein wunderbar Seele und Leib wärmendes Getränk, das man unproblematisch mit der ganzen Familie vom Baby bis zur Urgroßmutter genießen kann!
Für diejenigen unter uns, die aber unter Punsch einen Trank verstehen, der zusätzlich die Sinne verwirrt und das Hirn umnebelt, kann ich ein wunderbares Rezept empfehlen, dabei werden alle flüssigen Zutaten zu gleichen Teilen verwandt, ob das Maß nun Fingerhut oder Fass sei!
Ich lernte dieses herrliche Gebräu kennen nachdem wir im Oktober vor 30 Jahren von Göttingen nach Hannover gezogen und in einem Mehrfamilienhaus gelandet waren, die Betonung liegt auf mehr Familien !!! Es war das beste, was uns damals passieren konnte, hatten doch alle 8 Familien dieser Hausgemeinschaft Kinder, davon 4 Familien – uns mitgerechnet - mit Kleinkindern und Säuglingen [unser (erstes) Kind war beim Einzug drei Wochen alt!], die sich gegenseitig einluden, halfen, unterstützten und mit Babysitterdiensten das Leben erleichterten!
Wir wurden alle drei zum Nikolaustag eingeladen und für die “Großen” gab es
Nikolauspunsch
Man nehme zu gleichen Teilen einen guten trockenen Rotwein, einen nicht minder guten trockenen Weißwein, Ananassaft, einen halben Anteil Orangensaft und einen Spritzer Zitronensaft, lasse alles miteinander in einem ausreichend großen Topf heiß werden (nicht kochen!) und gebe nach Geschmack Ingwer (gehackt), Zimt (in Stangenform) und Nelken hinzu (man kann auch die Beutelchen s.o. nehmen …)
Allerdings ist an dieser Stelle eine kleine WARNUNG angebracht:
Der Nikolauspunsch ist süffig-verführerisch und kann schon bei übermäßigem Genuß halluzinatorische Effekte hervorrufen, wie sie von dem bekannten Herrn mit den “drei fff “ – ja, genau der! – berichtet werden …
Übrigens kann man den Nikolauspunsch auch an allen anderen kühlen Winterabenden genießen … sofern man Muße und Zeit hat und am nächsten Tag zur Not auch gaaaanz lange schlafen kann … wie gesagt, Herr Pfeiffer lässt grüßen …
Die Fisch-Quiche … 14. August, 2008
Posted by Rika in aus küche und keller, familie.Tags: familie
2 comments
… die uns meine Schwägerin am vergangenen Wochenende kredenzte, war so lecker, dass ich sie unbedingt weiter empfehlen möchte …
nein, nicht die Schwägerin …
(aber warum eigentlich nicht, sie ist eine wunderbare Gastgeberin!!! Liebe Grüße an DICH, Frau Schwägerin!)
… die FISCH-QUICHE … (schöner Zungenbrecher zum Gaumenschmaus!)
Nun denn, hier das Rezept:
Für eine 26er Springform benötigt man 200 g Mehl 100 g Butter 1/2 Tl Salz 1 El Wasser Die Zutaten zu einem glatten Teig kneten. Den Teig 2 Std im Kühlschrank ruhen lassen, anschließend etwa 4 mm dick ausrollen, Boden und Rand der Springform damit belegen. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Belag: 1-2 Lachsfilets Krabben, Flusskrebsschwänze / Garnelenschwänze (die Menge dafür nach Lust und Geschmack) Die Lachsfilets in Stücke schneiden und damit, zusammen mit den Krabben und Flusskrebsen / Garnelenschwänzen, den Teigboden belegen. 3 Eier 1/4 l Sahne 1 Pr Pfeffer (weiß und gemahlen) 125 g geriebenen Emmentaler miteinander verquirlen und über den Belag geben. 30 Minuten bei ca 200° backen!
Meine Schwägerin hat dazu einen schmackhaften jahreszeitlichen Salat aus Tomaten und Paprika gereicht und einen feinen trockenen Weißwein angeboten …
Köstlich …
Dank und Lob nach xxx!
(Wir haben nämlich das Wochenende nicht nur bei den Fischen und der Kröte im häuslichen Garten verbracht, aber das ist eine andere Geschichte…)
IKEA … Küchenfrust … Küchenlust … 1. August, 2008
Posted by Rika in aus küche und keller, aus meinem kramladen.4 comments
“Jetzt reicht es mir!”
schimpfte ich den völlig verdatterten Küchenschreinern entgegen, die am vergangenen Mittwoch endlich nach vielen Wochen und Monaten die Arbeitsplatten neu montieren sollten – und auch wollten! zumindest EINE der beiden wollten sie gegen die fehlerhafte austauschen.
Hatte ich neulich nicht darüber berichtet, dass durch einen Fehler des Aufbauservices die Arbeitsplatte über Herd und Spüle um gut 25 cm zu kurz war, eine neue darum angefertigt werden musste und dann bei der Lieferung der neuen festgestellt wurde, dass die Platte vorm Fenster aufgequollen war und ebenfalls ersetzt werden musste?
Hatte ich …
Habe ich aber auch berichtet, dass einige Wochen später die Monteure mit der “Fensterplatte anrückten, dafür aber die Herd-und-Spülen-Platte nicht im Gepäck hatten?
Habe ich …
Am Mittwoch nun, rückten die freundlichen Handwerker abermals an … mit nur EINER Platte, der Herd-und-Spülen-Platte nämlich, die Fensterplatte fehlte – und das, obwohl ich bei der Terminabsprache zum Einbau der PlatteN ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, dass ZWEI Platten geliefert und eingebaut werden mussten!!!
Mein “Jetzt reicht es mir!” hat man im halben Dorf gehört … (etwas verschämt muss ich das eingestehen!) …
… und ich drohte damit, eine Internetaktion zu starten:
L E U T E ,
kauft keine I K E A – K Ü C H E N !!!
Ob diese Drohung die Küchenschreiner beeindruckte oder sie einfach nur Mitleid mit dem heulenden “Häufchen Unglück” hatten, kann ich nicht so genau sagen. Jedenfalls griffen die wackeren Schreiner zum Mobiltelefon und riefen hier und da und dort an und fanden auf diese Weise auch den Aufenthaltsort der fehlenden Fensterplatte heraus, organisierten einen Bringdienst und machten sich mit rund viereinhalbstündiger Zeitverzögerung daran, endlich, endlich, endlich die Arbeitsplatten zu montieren!
Den Abbau der beiden anderen, samt notwendigem Ausbau der Spüle und des Herdes hatten sie schon während der Wartezeit vorgenommen, diese auch noch genutzt, um einer weiteren Kundin zu einer neuen Arbeitsplatte zu verhelfen … und ich muss es sicher nicht erwähnen, mit welch freudigem Elan und trotz meiner ständigen Rückenschmerzen der liebste Gatte und ich bereits am Abend zuvor die Unterschränke, bzw. Schübe ausgeräumt hatten …
Und nun ist sie endlich, endlich fertig, meine “neue” Küche!
Mehr als 6 Monate lang hat mich das Unternehmen in Atem gehalten … und so schön die neue Küche auch ist, Ikea hat für mich an Glanz verloren … muss ich einfach mal so bekennen … dabei haben die allein an den vielen Billys, Ivars, Svalkas, an Betten, Matratzen, Stühlen und Diversem, an “Hättelkes und Tättelkes” wie mein Großvater selig zu sagen pflegte und an meterweise Stoffen, die ich im Laufe einer ca. 30jährigen Ikea-Liebe erworben habe schon richtig gut an mir verdient … mal ehrlich, habe ich DAS verdient, das mit der Küche und so?
Nee!!!
PS
Mhhh …
… habe ich erwähnt, dass ich Werklehrerin und durchaus in der Lage bin, Küchenmöbel zusammen zu bauen - Ikea-Möbel montiere ich im Schlaf, sozusagen -, aber die Küche sollte nun wirklich ganz professionell aufgebaut werden … von “richtigen Schreinern” …
… und jetzt muss ich ganz schnell los, wir wollen zu IKEA, die Studententochter benötigt ganz dringend …
der neue spargeltopf … 4. April, 2008
Posted by Rika in aus küche und keller, aus meinem kramladen.3 comments
ich kaufte ihn heute in der non-food-abteilung des lebensmittel liebenden supermarktes auf der grünen wiese vor den toren der stadt.
die spargelsaison steht bevor und so einen topf kann ich gut gebrauchen, zumal der schöne alte topf, in dem ich bisher den spargel zu garen pflegte, nicht mehr mit meinem neuen herd in der neuen küche kompatibel ist, nicht induktionsfähig! so ist das … leider!
nun also der neue. schön und glänzend steht er auf dem tisch und neben ihm die verpackung, die mir gleich in vier sprachen auskünfte über das neu erworbene prachtstück erteilt. aber in keiner sprache klingt die nüchterne erklärung, dass der topf für alle herdarten geeignet sei “(auch Induktion)” so beschwingt wie in dieser:
“Adatta a tutti i tipi di cucina (ecceto a induzione)”
da kocht es sich doch gleich viel schöner … und natürlich “Ideale per cuocere con poca acqua conservare megglio le viatamine!” hach!!!
und in meinem nächsten leben lerne ich italienisch!