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KOHL – kochen gegen den Frust … 6. Januar, 2009

Posted by Rika in aus küche und keller, aus meinem kramladen.
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Kochen gegen den Frust,

der mich überkommt, wenn ich mich in der Blog-Welt umschaue und lese, was und wie einige Menschen zum Krieg der Hamas gegen Israel schreiben und / oder kommentieren.

ÜBRIGENS kann ich nicht mehr direkt in meinem Blog schreiben, weil ungefähr nach jeder dritten Zeile bei der Nutzung der Leertaste der gesamte bis dahin geschriebene Text verschwindet. Keine Ahnung woran das liegt… Deshalb nun meinen Text auf diesem Weg!

Nun aber zum K O H L

Man nehme:

zwei große Zwiebeln, schäle sie und schneide sie in Würfel

zwei große Möhren, schäle sie und schneide sie in kleine Würfel

einen mittelgroßen Weißkohl, entferne die äußeren Blätter, spüle ihn gut unter kaltem Wasser ab, entferne den Strunk und schneide ihn , den Kohl, in mundgerechte Streifen

500 g Gehacktes und brate es in einem großen Topf unter ständigem Rühren an, gebe in der Reihenfolge oben das geputzte und geschnittene Gemüse hinzu und dünste alles unter kräftigem Rühren einige Minuten, fülle alles anschließend mit

250 ml Wasser auf und würze anschließend mit

1 Tl Kardamom

½ Tl Sternanis (gemahlen)

nach Geschmack Salz und Pfeffer

und lasse alles rund 20 – 25 Minuten garen – der Kohl sollte noch bissfest sein!

Meinem Mann schmecken dazu am besten Salzkartoffeln, ich mag sehr gerne Reis dazu, der mit etwas Zimt bestreut ist, andere Leute bevorzugen Bandnudeln zu dem Kohlgericht, das übrigens ganz wunderbar in diese kalte Jahreszeit passt!

dsci0012

PUNSCH … 13. Dezember, 2008

Posted by Rika in aus küche und keller, familie.
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…   Winter- Weihnachtspunsch …

…  auch zum Verzehr (als Getränk!)  in der Adventszeit geeignet!

Nachdem  ja nun hier schon vom Punsch und seinen diversen klebenden und haarfestigenden  Qualitäten die Rede war,  fehlt eigentlich nur noch das Rezept zu diesem  Wundertrunk.  Aber dazu muss ich etwas ausholen:

Früher  – nein, nun kommt nicht die bekannte Weisheit, dass früher alles besser war, aber anders war früher vieles  nun doch -, früher ( die Rede ist von einer Zeit vor ca 8 -15 Jahren) also gab es einen sehr feinen Früchtetee einer bekannten Tee-Gesellschaft aus Bremen, den man, weil „lose“ im Beutel angeboten,  wunderbar einfach dosieren konnte, vor allem war er aber weder aromatisiert noch parfümiert sondern pure Natur zu erschwinglichen Preisen und im ganz normalen Handel erhältlich. Früher habe ich für den Punsch  diesen Tee zubereitet, mit Zimt,  Nelken, Piment und Ingwer verfeinert und mit einem gleichen Anteil Orangensaft ergänzt. Fertig war der Punsch!

Doch eines Tages gab es diesen Tee nicht mehr, dafür brachten die blaugeben Schweden einen Weihnachtstee auf den Markt, auch lose im Beutel und schon mit allen weihnachtlichen Gewürzen versehen. Für meinen Geschmack hatte er eine etwas zu aufdringliche Kardamom-Ingwer-Note, war aber ansonsten ganz brauchbar und als kräftiger Sud mit dem gleichen Anteil Orangensaft (SAFT, keinen  Nektar!) ergab das einen wunderbaren Punsch.

In diesem Jahr hielt ich vergeblich nach dem weihnachtlichen Schweden Ausschau! Nicht mehr im Handel.

Den teuren losen Tee aus dem gesundheitsbewussten Haus oder Naturkostladen konnte und wollte ich uns (der Schule und mir) nicht leisten.

Zum Glück hat die bekannte Bremer Tee-Gesellschaft ihren Früchtetee wieder auf den Markt gebracht, allerdings nicht „lose“,  sondern in diesen hübschen Portionsbeuteln … naja…

Für den Punsch

bereite man einen kräftigen Tee aus eben jener Früchteteemischung -  der Tee muss tief dunkelrot sein! -  und füge pro Liter Tee einen Portionsbeutel (für LITER) der ebenfalls im Handel erhältlichen Gewürzmischung hinzu, die den Glühwein zum GLÜHwein macht (Achtung, es gibt Tassenportionen und Literportionen, unbedingt beachten!) und mische zum Sud den gleichen Anteil erhitzten Orangensaft (der Saft darf nicht kochen, sollte aber gut heiß sein!), manche Menschen können auf Zucker nicht verzichten … das Süßen bleibt dann diesen Menschen überlassen.

Ein wunderbar Seele und Leib wärmendes Getränk, das man unproblematisch mit der ganzen Familie vom Baby bis zur Urgroßmutter genießen kann!

Für diejenigen unter uns, die aber unter Punsch einen Trank verstehen, der  zusätzlich die Sinne verwirrt und das Hirn umnebelt,  kann ich ein wunderbares Rezept empfehlen, dabei werden alle flüssigen Zutaten zu gleichen Teilen verwandt, ob das Maß nun  Fingerhut oder Fass sei!

Ich lernte dieses herrliche Gebräu kennen nachdem wir im Oktober vor 30 Jahren von Göttingen nach Hannover gezogen und in einem Mehrfamilienhaus gelandet waren, die Betonung liegt auf  mehr Familien !!! Es war das beste, was uns damals passieren konnte, hatten doch alle 8 Familien dieser Hausgemeinschaft Kinder, davon 4 Familien – uns mitgerechnet  -  mit Kleinkindern und Säuglingen  [unser (erstes)  Kind war beim Einzug drei Wochen alt!],  die sich gegenseitig einluden, halfen, unterstützten und mit Babysitterdiensten das Leben erleichterten!

Wir wurden alle drei zum Nikolaustag eingeladen und für die „Großen“ gab es

Nikolauspunsch

Man nehme zu gleichen Teilen einen guten trockenen Rotwein, einen nicht minder guten trockenen Weißwein, Ananassaft, einen halben Anteil Orangensaft und einen Spritzer Zitronensaft, lasse alles miteinander in einem ausreichend großen Topf heiß werden (nicht kochen!) und gebe nach Geschmack Ingwer (gehackt), Zimt (in Stangenform) und Nelken hinzu (man kann auch die Beutelchen s.o. nehmen …)

Allerdings ist an dieser Stelle eine kleine WARNUNG angebracht:

Der Nikolauspunsch ist süffig-verführerisch und  kann schon bei übermäßigem Genuß halluzinatorische Effekte hervorrufen, wie sie von dem bekannten Herrn mit den „drei fff „  – ja, genau der! – berichtet werden …

Übrigens kann man den Nikolauspunsch  auch an allen anderen kühlen Winterabenden genießen … sofern man Muße und Zeit hat und am nächsten Tag zur Not auch gaaaanz lange schlafen kann … wie gesagt, Herr Pfeiffer lässt grüßen  …

Die Fisch-Quiche … 14. August, 2008

Posted by Rika in aus küche und keller, familie.
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… die uns meine Schwägerin am vergangenen Wochenende kredenzte, war so lecker, dass ich sie unbedingt weiter empfehlen möchte …

nein, nicht die Schwägerin …

(aber warum eigentlich nicht, sie ist eine wunderbare Gastgeberin!!! Liebe Grüße an DICH, Frau Schwägerin!)

… die FISCH-QUICHE … (schöner Zungenbrecher zum Gaumenschmaus!)

Nun denn, hier das Rezept:

Für eine 26er Springform benötigt man
200 g  Mehl
100 g  Butter
1/2 Tl Salz
1   El Wasser

Die Zutaten zu einem glatten Teig kneten.
Den Teig 2 Std im Kühlschrank ruhen lassen,
anschließend etwa 4 mm dick ausrollen,
Boden und Rand der Springform damit belegen.
Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel
einstechen.

Belag:
1-2 Lachsfilets
Krabben,
Flusskrebsschwänze / Garnelenschwänze
(die Menge dafür nach Lust und Geschmack)

Die Lachsfilets in Stücke schneiden und
damit, zusammen mit den Krabben und
Flusskrebsen / Garnelenschwänzen,
den Teigboden belegen.

3     Eier
1/4 l Sahne
1 Pr  Pfeffer (weiß und gemahlen)
125 g geriebenen Emmentaler
miteinander verquirlen und über den
Belag geben.

30 Minuten bei ca 200° backen!

Meine Schwägerin hat dazu einen schmackhaften jahreszeitlichen Salat aus Tomaten und Paprika gereicht und einen feinen trockenen Weißwein angeboten …

Köstlich …

Dank und Lob nach xxx!

(Wir haben nämlich das Wochenende nicht nur bei den Fischen und der Kröte im häuslichen Garten verbracht, aber das ist eine andere Geschichte…)

IKEA … Küchenfrust … Küchenlust … 1. August, 2008

Posted by Rika in aus küche und keller, aus meinem kramladen.
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„Jetzt reicht es mir!“

schimpfte ich den völlig verdatterten Küchenschreinern entgegen, die am vergangenen Mittwoch endlich nach vielen Wochen und Monaten die Arbeitsplatten neu montieren sollten – und auch wollten! zumindest EINE der beiden wollten sie gegen die fehlerhafte austauschen.

Hatte ich neulich nicht darüber berichtet, dass durch einen Fehler des Aufbauservices die Arbeitsplatte über Herd und Spüle um gut 25 cm zu kurz war, eine neue darum angefertigt werden musste und dann bei der Lieferung der neuen festgestellt wurde, dass die Platte vorm Fenster aufgequollen war und ebenfalls ersetzt werden musste?

Hatte ich …

Habe ich aber auch berichtet, dass einige Wochen später die Monteure mit der „Fensterplatte anrückten, dafür aber die Herd-und-Spülen-Platte nicht im Gepäck hatten?

Habe ich …

Am Mittwoch nun, rückten die freundlichen Handwerker abermals an … mit nur EINER Platte, der Herd-und-Spülen-Platte nämlich, die Fensterplatte fehlte – und das, obwohl ich bei der Terminabsprache zum Einbau der PlatteN ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, dass ZWEI Platten geliefert und eingebaut werden mussten!!!

Mein „Jetzt reicht es mir!“ hat man im halben Dorf gehört … (etwas verschämt muss ich das eingestehen!) …

… und ich drohte damit, eine Internetaktion zu starten:

L E U T E ,

kauft keine I K E A – K Ü C H E N !!!


Ob diese Drohung die Küchenschreiner beeindruckte oder sie einfach nur Mitleid mit dem heulenden „Häufchen Unglück“ hatten, kann ich nicht so genau sagen. Jedenfalls griffen die wackeren Schreiner zum Mobiltelefon und riefen hier und da und dort an und fanden auf diese Weise auch den Aufenthaltsort der fehlenden Fensterplatte heraus, organisierten einen Bringdienst und machten sich mit rund viereinhalbstündiger Zeitverzögerung daran, endlich, endlich, endlich die Arbeitsplatten zu montieren!

Den Abbau der beiden anderen, samt notwendigem Ausbau der Spüle und des Herdes hatten sie schon während der Wartezeit vorgenommen, diese auch noch genutzt, um einer weiteren Kundin zu einer neuen Arbeitsplatte zu verhelfen … und ich muss es sicher nicht erwähnen, mit welch freudigem Elan und trotz meiner ständigen Rückenschmerzen der liebste Gatte und ich bereits am Abend zuvor die Unterschränke, bzw. Schübe ausgeräumt hatten …

Und nun ist sie endlich, endlich fertig, meine „neue“ Küche!

Mehr als 6 Monate lang hat mich das Unternehmen in Atem gehalten … und so schön die neue Küche auch ist, Ikea hat für mich an Glanz verloren … muss ich einfach mal so bekennen … dabei haben die allein an den vielen Billys, Ivars, Svalkas, an Betten, Matratzen, Stühlen und Diversem, an „Hättelkes und Tättelkes“ wie mein Großvater selig zu sagen pflegte und an meterweise Stoffen, die ich im Laufe einer ca. 30jährigen Ikea-Liebe erworben habe schon richtig gut an mir verdient … mal ehrlich, habe ich DAS verdient, das mit der Küche und so?

Nee!!!

PS

Mhhh …

…  habe ich erwähnt, dass ich Werklehrerin und durchaus in der Lage bin, Küchenmöbel zusammen zu bauen -  Ikea-Möbel montiere ich im Schlaf, sozusagen -,  aber die Küche sollte nun wirklich ganz professionell aufgebaut werden … von „richtigen Schreinern“ …

…  und jetzt muss ich ganz schnell los, wir wollen zu IKEA, die Studententochter benötigt ganz dringend …

der neue spargeltopf … 4. April, 2008

Posted by Rika in aus küche und keller, aus meinem kramladen.
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ich kaufte ihn heute in der non-food-abteilung des lebensmittel liebenden supermarktes auf der grünen wiese vor den toren der stadt.

die spargelsaison steht bevor und so einen topf kann ich gut gebrauchen, zumal der schöne alte topf, in dem ich bisher den spargel zu garen pflegte, nicht mehr mit meinem neuen herd in der neuen küche kompatibel ist, nicht induktionsfähig! so ist das … leider!

nun also der neue. schön und glänzend steht er auf dem tisch und neben ihm die verpackung, die mir gleich in vier sprachen auskünfte über das neu erworbene prachtstück erteilt. aber in keiner sprache klingt die nüchterne erklärung, dass der topf für alle herdarten geeignet sei „(auch Induktion)“ so beschwingt wie in dieser:

„Adatta a tutti i tipi di cucina (ecceto a induzione)“

da kocht es sich doch gleich viel schöner … und natürlich „Ideale per cuocere con poca acqua conservare megglio le viatamine!“ hach!!!

und in meinem nächsten leben lerne ich italienisch!

Zimtparfait … 10. Dezember, 2007

Posted by Rika in aus küche und keller.
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Zimtparfait

 

2 Eigelb schaumig rühren und nach und nach

1oo g feinsten Zucker einrieseln lassen und alles zu einer dick cremigen Masse verrühren.

250 ml Sahne schlagen und gemeinsam mit

1 Tl Zimt vorsichtig und doch gründlich unter die Ei-Zucker-Masse ziehen.

Eine kleine Kastenform mit Klarsichtfolie auskleiden, den Zimt-Zucker-Sahne-Eigelb-Traum einfüllen und mit Klarsichtfolie abdecken. Mindestens 6 Stunden im Tiefkühler ruhen lassen.

 

Das Zimtparfait wäre ohne Pflaumensauce nicht vollständig. Die Herstellung der „echten“ Sauce erfordert sehr viel Zeit und Aufwand, denn 2 volle Tage müssen 500 g entkernte Backpflaumen mit Rotwein bedeckt ziehen – den Rotwein immer wieder nachfüllen, dann aufkochen und leicht pürieren. Heiß zu dem eiskalten Parfait geben.

 

Schneller geht es – und schmecken tut’s dennoch -, wenn man selbst gekochte Pflaumenmarmelade mit 1 Tasse Rotwein kurz aufkocht! In Ermangelung selbst gefertigter Pflaumenmarmelade kann man auch selbst gekauftes Pflaumenmus mit Rotwein aufkochen.

 

Wie auch immer, Zimtparfait mit Pflaumensauce ist unglaublich lecker und hat natürlich gar keine … hach, wie heißen diese kleinen fiesen Dinger, die sich so gewichtsfördernd auswirken? Kalorien oder so ähnlich? Die sind einfach gar nicht zu sehen und Joule natürlich auch nicht! Wär ja noch schöner …

 

Ach ja, das Eiklar kann man zu wunderbar leichten und lockeren Makronen verarbeiten, mit Zucker natürlich undKokosflocken oder gemahlenen Nüssen oder Mandeln, mit oder ohne Zimt und auch ganz frei von diesen Dingsbums da ….

 

westfälisches blindhuhn … 20. September, 2007

Posted by Rika in aus küche und keller.
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nein, das ist keine neue hühnerrasse, die blindlings eier legt.

aber warum eines meiner lieblingsgerichte ausgerechnet sooo genannt wird, kann ich beim besten willen nicht erklären. meine kollegin meinte, es könne damit zusammenhängen, dass überhaupt kein huhn in dem gericht zu finden ist.

entgegen der internetrezeptsammlung findet man im normalen leben kaum noch rezepte für dieses alte wunderbar leckere eintopfgericht.

eine bekannte deutsche frauenzeitschrift hatte einige zeit lang in ihren heften eine kleine beilage mit solch verführerischen titeln wie: ganz einfach französisch … oder … das beste aus dem süden … feine mittelmeerkücke … italienisch ganz leicht … so kocht man in frankreich …. die feinsten italienischen vorspeisen usw., usw. .

und da tummeln sich dann süppchen und salate, feine fleichgerichte und wunderbare risotti, nudeln in allen variationen und was weiß ich noch!

aber nicht ein einziges dieser wirklich vielen hefte, (ja, ich gebe es zu, ich habe die eine zeitlang regelmäßig gekauft – mach ich heute nicht mehr, ist mir zu viel werbung drin und sonst nichts neues!) … also, nicht ein einziges dieser vielen hefte brachte auch nur einen einzigen klitzekleinen hinweis auf die herrlichen eintopfgerichte, die den herbst erst so richtig zum herbst machen. sagte ich schon, dass der herbst meine lieblingsjahreszeit ist?

nun denn, heute war die richtige zeit für einen richtigen eintopf, wie ihn schon meine großmütter zuzubereiten wußten:

WESTFÄLISCHES BLINDHUHN

ich besitze eine menge kochbücher – die sammle ich mit inbrünstiger leidenschaft – , aber auch die geben leider keine auskunft über die westfälische spezialität.

im nachdruck eines alten buches von 1904


fand ich ein sehr gutes rezept, das ich aber hinsichtlich der mengenangaben und der zubereitungsart ein wenig adaptiert habe:

1/2 bis 3/4 l wasser zum kochen bringen

250 – 375 g geräucherten speck hineinlegen und eine halbe stunde leicht kochen lassen

in der zwischenzeit

500 g grüne bohnen waschen, putzen und in ca 3 cm lange stücke schneiden,

250 g möhren waschen, schälen, in feine scheiben schneiden,

500 g kartoffeln waschen, schälen in würfel schneiden,

2 große birnen schälen, das kerngehäuse entfernen und in feine stücke schneiden,

2 große äpfel schälen, das kerngehäuse entfernen und in feine stücke schneiden.

das geschnittene obst und gemüse mit den kartoffeln zu dem kochenden speck geben, etwas salz hinzufügen und alles gut aufkochen lassen. etwa weitere 15 minuten garen und den eintopf mit pfeffer und sehr wenig bohnenkraut abschmecken.

vor dem anrichten den speck in feine streifen schneiden.

 

ich finde das blindhuhn himmlisch gut, auch wenn es eher nicht zur feinen küche zählt, sondern nach Mathilde Erhardt wohl „für den einfachen bürgerlichen Tisch“ zubereitet wird!

 

 

 

zeit für apfelwaffeln… 5. September, 2007

Posted by Rika in aus küche und keller.
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… wenn die tage langsam kürzer werden, die luft sich klar und frisch anfühlt, der himmel sich an sonnentagen höher wölbt und man die aufbruchstimmung der zugvögel erahnen kann … dann ist für mich die schönste zeit des jahres: HERBST

vielleicht liegt es ja daran, dass ich selbst ein herbstkind bin und drei unserer kinder in dieser zeit geboren wurden. vielleicht ist es auch so etwas profanes wie: endlich ist der sommer mit seinen heuschnupfen verursachenden pollenschwaden vorbei, die luft ist wieder rein, so dass ich ohne tränende augen, schnupfende nase und chronischen husten durch Gottes schöne natur spazieren kann. (vor zeiten habe ich mal einen kleinen text dazu geschrieben und wenn ich ihn wieder finde in meinem sammelsurium, werde ich ihn hier niederschreiben.)

wie auch immer …
…   zu dieser zeit gehören nun einmal

A P F E L W A F F E L N !!!

apfelwaffeln.jpg

und die gehen so:

ca 300 g äpfel schälen und in sehr feine würfel schneiden
50 g mandeln oder haselnüsse fein mahlen (mandeln vorher natürlich abziehen!)

für den teig
250 g fett (ich sag es ja nur ungern, aber butter schmeckt da wirklich am besten!)
75 g Zucker und
4 eier schaumig rühren.


1tl zimt,

250 g mehl und 1 tl backpulver
vermischen und darüber sieben. alles gut verrühren und nach bedarf
1/8 l milch (oder nach gefühl auch etwas mehr)
hinzufügen und alles zu einem glatten teig verarbeiten.

die apfelwürfel und geriebenen nüsse /mandeln unter den teig heben und leicht vermengen

und nun in einem wafffeleisen zu wunderbar duftenden und köstlich leckeren apfelwaffeln backen.

die waffeln möglichst noch heiß, bzw. warm genießen. sahne erhöht zwar die kalorienzahl beträchtlich, gehört aber einfach dazu!

 

grießflammeri 20. März, 2007

Posted by Rika in aus küche und keller.
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nein, nein, nein,

ich meine natürlich NICHT das zeug aus der packung, milch drüber und fertig! das schmeckt doch irgendwie pampig oder pappig, je nachdem!

ich rede von diesem leckeren selbstgekochten wunderbaren seelentröster in allen lebenslagen. stimmt, es ist ein bißchen aus der mode gekommen, ein flammeri selbst zu kochen. und so schick wie tiramisu oder mousse au chocolate oder zimtparfait oder champagnersorbet ist es ja auch nicht – es ist kein bißchen schickimicki, wenn ich es mir so recht überlege. aber ich esse es immer wieder gern und meine ganze sippschaft auch. und für alle, die nur die „fix und fertig-variante“ kennen, hier das rezept zum nachkochen:

1/2 l milch mit 1 el zucker, 1 pr. salz und 1 pck. vanillinzucker in einem topf zum kochen bringen. in der zwischenzeit 1 ei in eiklar und eigelb trennen, das eiklar zu festem eischnee schlagen. 60 g grieß abwiegen und in die kochende milch rieseln lassen, gut verrühren, den topf verschließen und
vom herd nehmen, den grieß etwa 10 minuten garziehen lassen, danach mit dem eigelb legieren und den eischnee vorsichtig unterziehen. kleine puddingförmchen oder tassen mit kaltem wasser auspülen, die flammerimasse einfüllen. alles kalt stellen!

nach dem vollständigen erkalten auf dessertteller stürzen und mit feiner fruchtsoße anrichten.

ich nehme gerne pürierte pfirsiche dazu oder frische himbeeren – die gefrorenen (auftauen, natürlich!) tun es zur not auch! die himbeeren durch ein sieb streichen – der kerne wegen! (psss!!!) im winter sind pürierte gekochte pflaumen mit zimt sehr fein!

ganz wunderbar wird das flammeri, wenn man 1 gute msp. geriebene orangenschale zugibt- die kaufe ich allerdings fertig abgepackt in minitütchen! und erwachsene können selbstredend das ganze dessert mit ein wenig eierlikör anreichern oder dem pflaumenmus einen kleinen tl. rum, dem pfirsichmus etwas marillengeist hinzufügen …. oder man genießt es (das flammeri natürlich!!!) einfach nur PUR!!! hhhmmmmmmh!

ähem, es hat wirklich gar keine kalorien …..

immer wieder spaghetti ! 13. März, 2007

Posted by Rika in aus küche und keller.
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einfach – praktisch – gut! was sag ich: köstlich!

heute war es mal wieder so weit, die hungrige meute fiel ein und ich hatte „nichts“ im haus. das kommt bei ordentlichen hausfrauen ja eher selten vor, aber, nun ja, „ordentlich“ ist nun nicht gerade meine herausragende eigenschaft, und so fanden sich nur noch wenige vorräte in meinem sonst gut gefüllten schrank. immerhin, spaghetti waren reichlich vorhanden, diverse salatzutaten zum glück auch, ebenso knoblauch, olivenöl und peperoni (die kleinen scharfen getrockneten schoten) und rosmarin aus dem garten (ich bin so glücklich, dass er den winter unbeschadet überstand! ).

spaghetti entsprechend der anzahl der esser oder des hungers in reichlich salzwasser gut bißfest kochen. in der zwischenzeit knoblauch – entsprechend der spaghetti-menge oder der individuellen knoblauchlust ( im normalfall nehme ich für 4 personen 6-8 mittelgroße zehen) schälen und sehr feinblättig schneiden. 2 -3 peperoni und 6 -8 rosmarinblätter in einem mörser mit etwas olivenöl leicht verreiben. reichlich olivenöl in einer pfanne erhitzen, knoblauchscheibchen und das peperoni-rosamarin-öl-gemisch zugeben und alles sehr kurz unter rühren solange anbraten, bis die knoblauchscheibchen goldgelb werden, sie dürfen nicht bräunen. pfanne vom herd nehmen. die spaghetti abgießen und in eine schüssel füllen, öl und knoblauchscheiben darüber geben, leicht durchmischen.

frische gehackte petersilie ergänzt das ganz wunderbar – aber die fehlte mir heute! und wer mag, kann sich auch seinen lieblingshartkäse darüber hobeln. fast alle frischen salate passen gut dazu.

meine meute ist satt !

ps „gefühlt“ ist heute noch montag, aber uhr und kalender sind schon weitergezogen …