Glaubt denn Frau Schröder allen Ernstes… 18. April, 2012
Posted by Rika in familie, gesellschaft, meine persönliche presseschau.Tags: buchbesprechung, emanzipation, familienministerin, feminismus, frauen, gesellschaft, gleichberechtigung, kristina schröder, männer
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… dass sie OHNE die Verdienste der Frauenbewegung das geworden wäre, was sie heute ist???
Meine Heimatzeitung bringt heute auf Seite 3 die Frau Ministerin ganz groß raus, mit Bild und Buch und Text. Nun will ich nicht den Fehler der Sarrazin-Kritiker machen und über ein Buch kritische Töne anschlagen, das ich gar noch nicht gelesen habe – und wohl auch nicht lesen werde, schließlich will ich nicht der Bereicherung der Frauenbewegungskritikerin durch den Kauf eines Buches Vorschub leisten! Aber die wenigen inhaltlichen Angaben zum Buch und die vielen kleinen Seitenhiebe, die Frau Schröder gegen Frauen wie mich in den letzten Wochen und Monaten öffentlich austeilte, will ich schon kritisch beleuchten. (Jetzt nur im Anriss, vielleicht später mehr – die Zeit….!)
“Danke, emanzipiert sind wir selber” heißt ihre Partnerarbeit zum Thema Frauen und Selbstbestimmung. Gabi Stief, die für die HAZ das Buch gelesen und dazu geschrieben hat, hält es nicht für notwendig, das “Werk” zu empfehlen. Langatmig und zäh und schlecht zu lesen sei das Stück, wenig Neues biete es und für Frauen gäbe es so gut wie keine Anhaltspunkte wie frau ein selbstbestimmtes Leben führen könne außer eben diesem “selbstbestimmt”. Nach Frau Schröder ist jede Frau ihres eigenen Glückes Schmiedin, will heißen, welche will, die kann. Dabei blendet Frau Schröder (so die Rezensentin!) vollkommen aus, dass Frauen eben nicht selbstverständlich ALLES in gleicher Chance erreichen können wie Männer und, so sagt Frau Stief, Frau Schröder findet die Ungleichheit auch völlig normal:
“Die Linke wolle noch heute die Menschheit umerziehen. Das müsse ein Ende haben. Also auch der Kampf für mehr Gleichberechtigung? Eine Frauenquote in der Wirtschaft ist in dem Buch kein Thema. Betreuungsgeld, Elterngeld, Kitaausbau? Fehlanzeige. Schröder ist der Ansicht, dass es in einer freien Gesellschaft immer Ungleichheit zwischen Frauen und Männern geben wird.” schreibt Frau Stief über die im Buch geäußerten familienministeriellen Ansichten.
Dass es immer Ungleichheiten geben wird, denke ich auch.
Ungleichheiten zwischen armen, wohlhabenden und reichen Mitgliedern der Gesellschaft, zwischen kranken und gesunden, klugen und weniger begabten, hiesigen und zugereisten, Alten und Jungen und eben auch Männern und Frauen. Das ist und wird mit Sicherheit immer so sein. Was mich aber irritiert, ist dieses Achselzucken, mit dem die Ministerin über diese Ungleichheiten hinwegzugehen scheint. Mich irritiert die Unverfrorenheit, mit der sie für sich in Anspruch nimmt, dazu zu gehören, es geschafft zu haben aus eigener Kraft und mich erzürnt die Kälte , mit der sie den Frauen begegnet, die eben weniger eigene Kraft haben und darum auch weniger Macht, für ihr eigenes Leben zu kämpfen.
Wir scheinen eine Familienministerin zu haben, die nach dem Motto agiert: “Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.”
Vielleicht kommt Frau Schröder ja aus einer Familie, in der Frauen niemals für ihre Rechte kämpfen mussten, in der Bildung und Ausbildung für Mädchen immer schon eine große Selbstverständlichkeit war, in der Mädchen alles das ermöglicht wurde, was Jungen (wohlhabenden allzumal) schon immer möglich war: Teilhabe an (fast) allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.
Vielleicht ist ihr der Kampf vieler Frauen darum, in ihrer Familie mitreden zu dürfen (von mitbestimmen ist ja bei vielen Mädchen erst recht und gar nicht die Rede) absolut unbekannt, oder die Sorge um das buchstäblich tägliche Brot etwas, was sie in der Dritten Welt verordnet, aber nicht bei uns! Vielleicht hat Frau Schröder noch nie etwas davon gehört, dass Mädchen in ihren Familien dazu angehalten werden, so schnell wie möglich Geld zu verdienen und darum auf eine gute Schul- oder Ausbildung verzichten müssen, die es ihnen ermöglichte, besser bezahlte Stellen anzunehmen oder gar “Karriere” zu machen.
Es ärgert mich, dass Frau Schröder die Verdienste der Frauen meines Alters um gesellschaftliche Mitbestimmung und Verantwortung, um Mitreden und Mitdenken, um Bildungsförderung und Sorge für mehr Gerechtigkeit einfach so in Abrede stellt. Ohne die emanzipatorische Leistung der Frauen meiner Generation wäre Frau Schröder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wohl kaum in dem Stand gewesen, im Partei internen Geschacher um einen Ministerposten als mögliche Kandidatin aufzufallen. Man erinnere sich: Herr Jung aus Hessen musste seinen Hut nehmen, ein Bayer rückte auf seinem Posten nach – der smarte Theodor – und jemand aus Hessen musste in die Regierungsriege eingestellt werden, um den CDU-CSU-Parteien- und Länderausgleich wieder herzustellen….! Und unsere Bundeskanzlerin hatte wohl ein Herz für Frauen – das macht sich ja auch gut bei der überwiegend weiblichen Wählerschaft, nicht wahr?!!! Frau Schröders Verdienst???
“Danke, emanzipiert sind wir selber!” sagt sie und lacht über alte Emanzen und Feministinnen…
Wenn ihr da mal nicht eines Tages das Lachen noch vergeht!
NACHKLAPP
“”Danke, emanzipiert sind wir selber”
“Wir – das sind die Bundesfrauenministerin Kristina Scchröder und Mitautorin Caroline Waldeck, eine langjährige Freundin und Mitarbeiterin der Ministerin” schreibt Frau Stief in der HAZ .
Und bei der FAZ heißt es zu dieser Zusammenarbeit:
Das Buch hat Schröder gemeinsam mit der Leiterin ihres Redenschreiberteams im Ministerium, Caroline Waldeck, verfasst.
Da drängen sich doch geradezu die Fragen auf,
a) ob die “Leiterin des Redenschreiberteams” schon vor der Redenschreiberteamleitung mit der Frau Minister befreundet war und über diese Freundschaft an den Job gelangt ist, was ja in Bezug auf das Thema “Emanzipiert sind wir selber” doch eine nicht unerhebliche Relevanz hätte,
b) ob die Schreiberei am Buch ausschließlich in der Freizeit der Redenschreiberteamleiterin geschah,
c) und wieviel Schreiberei am Buch tatsächlich von der Ministerin selbst geleistet wurde, bzw. ob sie lediglich die Ideen- und Stichwortgeberein war und ihre Freundin das professionelle Schreiben übernommen hat…. was ebenfalls emanzipationstechnisch betrachtet höchst interessant wäre zu ergründen, auch im Hinblick auf die Arbeitsbelastung berufstätiger Mütter, die noch dazu, im Fall der Redenschreiberteamleiterin (nach Recherche der HAZ) allein erziehend ist.
Ich will ja nicht kleinkariert erscheinen, aber soviel emanzipatorisches Nachfragen muss dann doch sein. Schließlich werden auch von meinen selbstverdienten Steuergeldern die Ministerin samt ihrem Redenschreiberteam und die Leitung desselben bezahlt und ich durfte während meiner Arbeitszeit auch nicht für mein privates Vergnügen (oder das, was andere für “privat” und “Vergnügen” hielten), tätig sein, schon gar nicht für privaten Profit in Form von Einnahmen aus nicht genehmigter Nebentätigkeit. Herr Wulff ließe an dieser Stelle (Arbeitszeit privat genutzt) schön grüßen, der auch nicht immer so genau Amt und Wulff voneinander zu trennen wusste.
Tausche Bibel gegen Koran! 11. April, 2012
Posted by Rika in christsein und glaube, familie, gesellschaft, islam.Tags: Bibel, christen, Jesus, Koran, Mohammed, Salafisten, schenke Bibel, Ungläubige
4 comments
DAS ist ja mal eine wirklich gute Idee!
25 Millionen Exemplare eines heiligen Buches sollen kostenfrei an Ungläubige (gemeint sind u.a. Christen, Juden und alle anderen, die noch nicht zur Ummah gehören!) verteilt werden!
Ich gebe mich an dieser Stelle nicht dem verlockenden Gedanken hin zu überlegen, was wohl passieren würde, wenn – sagen wir mal evangelikale – Christen auf die Idee kämen, vor den Moscheen in ihrem heimatlichen Gebiet Bibeln zu verteilen, in konkreter “Umsetzung” der islamischen Initiative, die jedem Haushalt einen Koran schenken möchte! Eine Bibel für jeden muslimischen Haushalt! Ich höre schon den Volker Beck grummeln…. hach…. Nein, diesen Gedanken führe ich jetzt nicht weiter aus.
Ich will stattdessen eine Idee weitergeben, die mir nach einem Kommentar zum Koranverteilbeitrag bei den Freunden der offenen Gesellschaft gekommen ist:
Ich tausche eine meiner vielen Bibeln gegen einen Koran!
Wenn mir ein freundlicher Missionar Salafist (wie der nette Herr Vogel z.B.) eine Koranausgabe schenken will, wehre ich das nicht mit dem Hinweis auf meine Bedenken gegen eine sich religiös gebende politische Ideologie ab, nein, ich biete ihm freundlich eine meiner Bibeln zum Tausch, frei nach dem Motto:
Nehme Koran – schenke Bibel oder auch:
JESUS statt Mohammed!
Man stelle sich nur mal vor: 25 Millionen Bibeln würden gegen Koranausgaben getauscht!!! So viele Muslime gibt es in Deutschland ja gar nicht – aber vielleicht so viele Leute, die auch die Bibel nicht kennen…. Welch eine grandiose Gelegenheit Gottes Wort unters Volk zu bringen! Und gegen so einen Tausch können ja auch Volker und seine Freunde eigentlich nichts einzuwenden haben… Oder?
Wem die Idee gefällt, kann sie gerne weitergeben, ich verzichte sogar aufs Urheberrecht!
“Opfer der Gesellschaft” – ungeordnete Gedanken… 26. März, 2012
Posted by Rika in familie, gesellschaft, Kinder - Famile.Tags: Eigenverantwortung, Fördermaßnahmen, gesellschaft, Jugendhilfe, Kinder, Opferrolle, Schulen
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Schnell, unüberprüft und nur aus dem Augenblick heraus aufgeschrieben:
Was ist eigentlich ein OPFER?
War das ursprünglich nicht etwas, was “man” einem höheren Wesen als Dank für etwas oder als Verstärkung einer Bitte für etwas darbrachte aus dem eigenen Besitz – Feldfrüchte, Tiere, Gold und Edelsteine, gar Menschen?
Mir fallen spontan die wunderbaren Erzählungen aus der griechischen Mythologie ein, ständig wird geopfert – und eben auch Menschen. Opferkulte gibt es überall auf der Welt, in allen Erdteilen, allen Kulturen.
Auch die Bibel berichtet von opfernden Menschen: Kain und Abel brachten GOTT ihr Opfer dar, Kain, so steht geschrieben, war ein Ackerbauer und opferte Feldfrüchte, Abel als Viehzüchter opferte ein Erstlingstier seiner Herde. Wir wissen nicht genau, warum GOTT Kains Opfer ablehnte, das von Abel aber “ansah”, es wird nicht wirklich mitgeteilt. Die Kriterien wonach ein Opfer von GOTT angesehen wird oder nicht, bleiben im Dunkeln, allenfalls die Antwort GOTTES auf Kains begreiflichen “Zorn”, wie die Bibel sagt, könnte uns spekulieren lassen, dass mit Kains Haltung etwas nicht so ganz in Ordnung war: “Und der HERR sprach zu Kain: “Warum bist du zornig und warum hat sich dein Gesicht gesenkt? Ist es nicht so, wenn du recht tust, erhebt es sich. Wenn du aber nicht recht tust, lagert Sünde vor der Tür. Und nach dir wird ihr Verlangen sein, du aber sollst über sie herrschen.”"
Das aber ist schwer verdauliche Kost und genau daran scheitert Kain.
Wir aber können vermutlich nachvollziehen, dass sich Kain ungerecht behandelt fühlte und auf seinen Bruder so eifersüchtig wurde, dass er zum Äußersten griff, um die erfahrene Demütigung zu “verarbeiten”: Kain tötete seinen Bruder Abel.
Er konnte “dem Verlangen der Sünde” nicht widerstehen, nicht über sie herrschen.
Weniger “biblisch gesprochen” kann das doch bedeuten, dass Menschen immer in der Versuchung stehen, dem Drang nach einer schnellen (Los)Lösung ihrer intensiven negativen Gefühlen sofort nachzugehen, koste es, was es wolle, Hauptsache, “mir geht es wieder gut” – wobei das Ergebnis oftmals schlimmer ist, als der ursprüngliche Frust und der Katzenjammer darauf nicht ausbleibt, auch wenn er oft erst sehr viel später folgt.
“Du aber sollst über sie herrschen!”
Das ist ein hoher Anspruch an das Menschsein und nur die wenigsten werden ihm gerecht, wenn überhaupt.
(Exkurs: Für Christen ist es Jesus, der wohl als einziger dem Anspruch GOTTES vollkommen gerecht wurde und es ist das große Paradox dieses “Gerechtseins”, dass Jesus damit auch das vollkommene “Opfer” war. Und noch größer und unbegreiflicher erscheint dieses Paradox des “Opfer”, wenn man genau weiß, dass GOTT seinem “Volk Israel” Menschenopfer ausdrücklich verboten hatte!)
Zurück zu: “Du aber sollst über sie, die Sünde, herrschen.”
Wir haben uns angewöhnt, das Unmögliche dieser Forderung als Selbstverständlichkeit zu erachten und in ihrer “offensichtlichen Nichterfüllbarkeit” quasi eine Entschuldigung für alle die bösen Taten zu sehen, die keinen “besonderen Anlass” haben und darum nicht anders als mit dieser Formel zu erklären sind. Wenn Journalisten schreiben, dass der Mörder von Toulouse “ein Opfer der gesellschaftlichen Verhältnisse sei”, sagen sie nichts anderes als: “Er konnte sich gar nicht anders verhalten, als er es getan hat.” Er ist ein OPFER des hohen Anspruchs an ihn und “ein Opfer der Gesellschaft”, die diesen Anspruch an ihn stellte, ohne dafür zu sorgen, dass er ihm gerecht werden konnte.
Ich habe lange Zeit genauso gedacht – und manchmal denke ich auch heute noch so.
Aber meine Einstellung änderte sich langsam:
Ich habe 17 Jahre lang an einer Sonderschule / Förderschule für verhaltensgestörte Kinder und Jugendliche gearbeitet. Alle diese Kinder können mühelos als “Opfer” ihrer Lebensbedingungen betrachtet werden – die schwierigen Sozialisationsbedingungen, die heillos zerstrittene Familie, die vollkommen überforderte, allein erziehende Mutter, der prügelnde Vater, der Alkoholmissbrauch der Eltern, die mangelnde Fürsorge und Liebe und ungefähr 150 weitere Faktoren, die ein Kind stören, zerstören können. Das ist furchtbar und schrecklich und grausam.
Aber ist wirklich die Gesellschaft dafür verantwortlich, wenn Kinder, Jugendliche, Erwachsene auch an den minimalsten Anforderungen, die an sie gestellt werden, scheitern?
Gibt es nicht auch das ganz individuelle, sehr persönliche Versagen, das vielleicht “nur” darin besteht, dass eine Mutter es nicht fertig bringt, morgens mit ihrem Kind um 6.ooUhr aufzustehen, ihm ein Frühstück zu machen, dafür zu sorgen, dass es im Winter warm genug angezogen ist und außerdem etwas zu Essen für den langen Schultag hat? Wäre es denn zuviel verlangt, soviel Initiative von einer Mutter zu erwarten und vielleicht auch noch ein freundliches Wort für den Tag? Ist die Gesellschaft dafür verantwortlich, wenn eine Frau nicht einmal das fertig bringt, und es wohlmöglich trotz intensiver und vom Staat finanzierter sozialpädagogischen Familienhilfe nicht schafft?
Ist die Gesellschaft dafür verantwortlich zu machen, dass junge ledige Mütter fünf Kinder von drei verschiedenen Vätern in die Welt setzen, obwohl sie mit einem Kind schon völlig überfordert wären?
Trägt die Gesellschaft die Verantwortung, wenn Väter sinnlos ihre Kinder verprügeln, nur weil ihnen irgendeine Kleinigkeit auf den Wecker geht oder sie in volltrunkenem Zustand gerade niemanden sonst haben, an dem sie ihr Aggressionspotential ablassen können? Versagt die Gesellschaft wenn ein Mann an 4 Tagen der Woche verspätet zur Arbeit kommt und darum Stress mit seinem Chef hat? Hat die Gesellschaft Schuld daran, wenn ein Mann “seine Alte mit der Brut” sitzen lässt (verzeiht mir den Ausdruck, er gehört zu den harmlosesten, die ich in dem Zusammenhang je von den Betroffenen selbst gehört habe!!!!)?
Wo bleibt die persönliche Verantwortung?
Nicht jeder Mensch, der von seinem Vater geprügelt wurde, wird selber zum Prügelvater oder gar zum Kriminellen, aber natürlich ist die Gefahr groß, dass sich diese “Erziehungsmethode” als Tradition fortsetzt. (Sarrazin lässt übrigens schön grüßen!)
Ist wirklich die Gesellschaft verantwortlich für das Desaster in so vielen Familien?
Und wenn ja, welche Möglichkeiten hat die Gesellschaft, Vätern, Müttern, Kindern unter die Arme zu greifen, mehr, als sie es schon tut?
Nehmen wir den – hier zwar, aber ansonsten leider eben nicht nur – hypothetischen Fall einer 23-jährigen jungen Frau, die ihr viertes Kind erwartet, Vater namentlich nicht bekannt. Das Jugendamt (der allgemeine soziale Dienst) ist eingeschaltet, die ambulante Familienhilfe kommt drei mal in der Woche, berät und hilft. Aber die junge Mutter ist für die Hilfe wenig aufgeschlossen, die Situation in der Familie wird kritisch, der ASD befürchtet eine Kindeswohlgefährdung und entzieht der Mutter das Sorgerecht. Die Kinder kommen in eine Pflegefamilie. “Nein”, schreit die Mutter, “das lasse ich nicht zu!” und sie findet tatsächlich eine frauenfreundliche Unterstützerinnengruppe, die gegen die Kindesentnahme Sturm läuft.
Dennn merke: Jede Frau hat ein Recht auf ein Kind – es können auch gerne ein paar mehr sein.
Die “Sache” geht wieder vor Gericht (es muss übrigens immer ein Gericht entscheiden, wenn ein Kind aus der Familie genommen wird!), das Gericht erkennt trotzt umfangreicher Berichterstattung von Seiten der Familienhelferin und des ASD keinen Grund, der Frau die Kinder dauerhaft weg zu nehmen…. Das Elend vor Ort geht weiter.
Schuld der Gesellschaft?
Wie würden Sie entscheiden?
Ich kenne Dutzende Fälle, die dem oben geschilderten Beispiel entsprechen oder es sogar noch toppen.
Muss eine Familie, die sich nicht einmal 1 Kind “leisten kann” – und ich meine nicht einmal oder ausschließlich die finanzielle Situation! – fortwährend weitere Kinder kriegen? Ist das die Sache der Gesellschaft?
“Nein”, sagt die Gesellschaft, und das mit Recht! Die Zeiten, in denen Menschen zwangssterilisiert wurden, weil sie nicht dem Idealbild eines “deutschen Menschen” entsprachen, ist, Dank sei GOTT, vorbei.
“Die Gesellschaft” – und das sind schließlich WIR ALLE – muss sich auch darauf verlassen können, dass jeder Einzelne seinen Aufgaben und seiner Verantwortung nachkommt, würden wir das nicht tun, müssten wir, um alle Missstände zu vermeiden, Menschen, die ihr Leben nicht geregelt kriegen, entmündigen, sie unter ständige Vormundschaft und Beobachtung stellen oder in Einrichtungen gesondert “betreuen”, sie wegsperren.
Das können wir nicht wollen.
Und deshalb müssen wir es ertragen, dass Menschen nicht unseren Erwartungen an ein gesellschaftliches und verantwortliches Handeln entsprechen, wir müssen es mit aller Ohnmacht hinnehmen, dass Menschen trotz aller Hilfe und Unterstützung ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen und dass sie am Ende nicht nur ihre traurigen Verhältnisse an ihre Kinder weitergeben, sondern auch gewalttätig und kriminell werden.
Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich nur sagen, dass es unzählige Hilfen durch unzählige engagierte Menschen für Leute gibt, die es selber nicht mehr schaffen, ihr Leben allein zu meistern und leider muss ich hinzufügen, dass viele der Helfer sich fühlen wie “der Ritter von der traurigen Gestalt”, der gegen Windmühlenflügel kämpfte und scheiterte…
Wir*** kennen unsere “Windmühlen”, aber wir können sie nicht abstellen. Also werden wir es weiter (vergeblich) mit den Missständen aufnehmen, die wir vorfinden, werden versuchen und dabei unser Bestes geben, denjenigen zu helfen, die Hilfe dringend brauchen.
Aber eines kann ich wirklich nicht mehr hören, wenn einer sagt:
“Die Gesellschaft ist schuld!” oder “Er ist ein Opfer der Gesellschaft!”
………………………………………………………………………………………………………………………………….
*** “WIR”
Ich denke dabei an meine wunderbaren Kolleginnen und Kollegen an meiner alten Förderschule, die sich so sehr mühen um die Kinder und Jugendlichen…
Ich denke an die vielen, vielen Verantwortlichen in den Jugend- und Sozialämtern…
Ich denke an Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten und Horten ….
Ich denke an die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter an “der Basis”…
Ich denke an hunderte Pflegefamilien, die Kinder zu sich nehmen und an
die vielen, vielen stationären Einrichtungen der Jugendhilfe, in denen die Kinder und Jugendlichen betreut werden, die durch alle anderen Raster gefallen sind…
Ich denke an die vielen Ehrenamtlichen, die sich um sozial Benachteiligte kümmern…
Ich denke an die Angebote von freien Trägern, die Jugendlichen eine Chance zur Berufstätigkeit verschaffen…
Ich denke an die Arbeit der Drogenberatungsstellen…
Ich denke an die Mitarbeiter in Asylanten- und Flüchtlingswohnheimen…
Ich denke an Suppenküchen und Tafeln* an Kirchen und Wohlfahrtsverbände, an Caritas und Diakonie…
Und … und …. und….
……….
*Dabei fällt mir ein Schüler ein, der so stolz war auf seinen Vater, der jahrelang vergeblich einen neuen Job gesucht hatte, aber immer noch arbeitslos war. Sein Vater engagierte sich bei einer “Tafel”, er, der selber mittellos und auf Hilfe angewiesen war, half anderen – unentgeldlich! Ja, der Junge war stolz auf seinen Vater, ZU RECHT!!!
Neugeborene töten zu können… 2. März, 2012
Posted by Rika in christsein und glaube, familie, gesellschaft, Kinder - Famile.Tags: "wertes Leben", Abtreibung, Ebenbildlichkeit Gottes, Gott, Menschenrechte, postnatale Belastungssituation, Schutz des Lebens, Würde des Menschen, Wissenschaftler fordern Legalisierung der Kindstötung
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… soll nach der Ansicht zweier “Wissenschaftler” legalisiert werden, berichtet heute der focus in seiner Online-Ausgabe:
Babys seien noch keine „wirklichen Personen“, sondern nur „mögliche Personen“, argumentieren Alberto Giubilini und Francesca Minerva im Fachmagazin „Journal of Medical Ethics“. Mütter und Väter sollen deshalb das Recht haben, ihren wenige Tage alten Säugling töten zu lassen, finden die Forscher.
Wie es in dem Bericht heißt, sei der Mord eines Neugeborenen mit einer Abtreibung gleichzusetzen.
Wer schon immer der Meinung war, dass Abtreibung Mord ist, wird sich in der Umkehrung des Arguments “Töten Mord = Abtreibung” sicherlich in seiner Ansicht bestätigt fühlen. Aber auch diejenigen, die einer Abtreibung aus medizinischen Gründen oder der psychischen Notlage der Mutter, wenn auch mit Zögern und /oder Bauschschmerzen zugestimmt haben, werden vermutlich wie alle anderen “normal” empfindendenden Menschen mit Entsetzen und Grausen auf die Forderung (?) der “Wissenschaftler” reagieren.
Die Autoren setzen Neugeborene und Föten gleich, da beiden „noch die Fähigkeiten fehlen, die ein moralisches Recht auf Leben rechtfertigen.“ Ein Baby habe genau wie ein Fötus noch keinen „moralischen Status als Person“. Deshalb sei das Töten eines Babys auch nichts anderes als eine Abtreibung im Mutterleib. „Sind die Umstände nach der Geburt so, dass sie eine Abtreibung gerechtfertigt hätten, dann sollte die Abtreibung auch nach der Geburt noch möglich sein“, sagen die Wissenschaftler.
Niemals ist die Gottlosigkeit eines Menschen deutlicher hervorgetreten als in dieser Aussage. Nicht das Leben eines Menschen oder der Mensch an sich hat einen “Wert”, er erhält nach Meinung der “Wissenschaftler” erst einen Menschen-Wert, wenn er einen “moralischen Status als Person” habe. Solange der aber nicht feststeht, kann man ihn umbringen. Die Umstände nach der Geburt – also, ein missgebildetes oder behindertes Kind oder eine hysterische Mutter oder ein von dem Ergebnis enttäuschter Vater “rechtfertigen” die postnatale “Abtreibung”.
Ich finde die “noch” verhaltene Diskussion in Deutschland über den Wert, bzw. Unwert von Kindern mit Trisomie 21 schon überaus beklagenswert. Auch hier in Deutschland wird darüber geredet, dass es völlig selbstverständlich sei, bei dem Befund “Down-Syndrom” eine Schwangerschaft abzubrechen. Schwangere Frauen, werdende Eltern werden durchaus in diesem Sinne beraten, statt sie darin zu unterstützen, ein Kind mit Behinderung zu bekommen. Wie lange wird es noch dauern, bis die Krankenkassen den Druck auf den Gesetzgeber so erhöhen, dass es zur Regel wird, Kinder, die nicht unserem Verständnis von “normal” oder “gesund” entsprechen, durch Abtreibung des Fötus zu verhindern, um auf diese Weise die Folgekosten gering zu halten, bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen?
Wollen wir das?
Entspricht eine solche Praxis unserem Menschenbild?
Guibilini und Minerva fordern, dass Eltern das Leben ihres Babys beenden lassen dürfen, wenn sie sich überfordert fühlen und „wirtschaftliche, soziale oder psychologische Umstände“ es ihnen unmöglichen machen, sich um ihr Kind zu kümmern.
“Wirtschaftliche, soziale oder psychologische Umstände” könnten dazu führen, dass Eltern sich überfordert fühlen.
Himmel noch mal, wenn das die entscheidenden Kriterien für ein Kind wären, dann würden / dürften / sollten in Deutschland vermutlich gar keine Kinder mehr geboren werden! Weder “gesunde” noch “behinderte”. Für wieviele Paare stellt die Geburt eines Kindes eine echte finanzielle Herausforderung dar? Wieviele Frauen in so großem sozialem Elend leben , dass sie selbst nach unseren “normalen” Kriterien kein Kind haben könnten oder sollten, kann jeder Sozialarbeiter im Jugendamt, jede Sozialpädagogin in der ambulanten Familienhilfe ohne zu zögern und aus eigener Anschauung berichten. (Herrn Sarrazin und seine Thesen, die sich ja nicht nur auf Migranten bezogen, will ich hier nur erwähnen, aber selbst Sarrazin wäre nie und nimmer auf die Idee gekommen, bereits geborene Kinder wegen des zu erwartenden sozialen Elends zu töten!!!) Und was die psychologischen Umstände angeht, das ist ein weites Feld und bietet reichlich und dehnbaren Spielraum zur Interpretation, sofern nicht eine wirkliche, diagnostizierte psychische Erkrankung vorliegt. Denn welche junge Mutter hat zunächst nicht auch das Gefühl, dass das Leben mit einem Kind eine große Belastung und Herausforderung ist?
Nein, es gibt keinen Grund, keinen einzigen Grund, ein geborenes Kind zu töten.
Aber eine Gesellschaft, die so eine Fragestellung selbst im Ansatz zulässt, entmenschlicht sich selbst, verlässt alles, was das Menschsein ausmacht, sie wird sich selbst zum größten Feind.
HOMO HOMINI LUPUS EST.
Denn es ist doch unsere tiefe Überzeugung, das gemeinsame Fundament unserer Freiheit und unseres Menschseins:
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie gilt allen Menschen, den ungeborenen, wie den neugeborenen, den jungen, wie den alten, den gesunden, wie den kranken, denen mit und denen ohne Behinderung.
Die Würde des Menschen leitet sich einzig aus seinem Menschsein ab und seiner Ebenbildlichkeit Gottes. Daran zu rütteln oder zu zweifeln führt uns in die Unmenschlichkeit, in die Gottlosigkeit, in den Untergang der menschlichen Existenz.
Dem “Du darfst Neugeborene töten!” stelle ich neben dem 5. Gebot ( Du sollst nicht morden!) einen uralten Text entgegen:
Seit tausenden von Jahren beten Juden diesen Psalm, seit Jahrhunderten ist er den Christen vertraut.
1391 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
HERR, du erforschest mich
und kennest mich.
2Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;
du verstehst meine Gedanken von ferne.
3Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.
4Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
das du, HERR, nicht schon wüsstest.
5Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
6Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch,
ich kann sie nicht begreifen.
7Wohin soll ich gehen vor deinem Geist,
und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?
8Führe ich gen Himmel, so bist du da;
bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.
9Nähme ich Flügel der Morgenröte
und bliebe am äußersten Meer,
10so würde auch dort deine Hand mich führen
und deine Rechte mich halten.
11Spräche ich: Finsternis möge mich decken
und Nacht statt Licht um mich sein –,
12so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir,
und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.
13Denn du hast meine Nieren bereitet
und hast mich gebildet im Mutterleibe.
14Ich danke dir dafür,
dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
15Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / als ich im Verborgenen gemacht wurde,
als ich gebildet wurde unten in der Erde.
16Deine Augen sahen mich,
als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.
17Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!
Wie ist ihre Summe so groß!
18Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand:
Am Ende bin ich noch immer bei dir.
In der Lutherübersetzung von 1984
Eine sarkastische Bemerkung zum Schluß:
Ich warte auf den Aufschrei in den Medien, der guten Menschen und der Tierfreunde. Was würde zu hören sein, wenn man hierzulande dezidiert zum Töten junger Katzen und Hunde aufrief, weil “die Umstände” es erfordern????
Aber vielleicht, so hoffe ich, haben ja die Wissenschaftler diese ungeheure Forderung auch nur aufgestellt, um dem Abtreibungswahn auf sarkastische und sehr zugespitzte Weise entgegen zu treten…?
Schöne Aussicht… 14. Juli, 2011
Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.Tags: familie
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Ohne Worte…

Beim Bau der Sicherheitsanlage historische Begräbnisstelle entdeckt! 25. Juni, 2011
Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.Tags: familie
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Sicherheitsanlage?
Historische Begräbnisstelle?
Moment!
…
Nein, glauben Sie das jetzt nicht!
Es handelt sich nicht um ein frührömisches Pharaonengrab in der Nähe der sogenannten “grünen Linie”!
Ich wollte nur mal eine Effekt heischende Überschrift in die Welt setzen.
Die Wirklichkeit ist viel einfacher, kleiner und ganz bescheiden.
Wir haben im Gärtchen doch einen wunderschönen kleinen Teich, von Muscheln, Fischen, Schnecken und noch unidentifizierten Larven bewohnt und mit allerlei hübsch anzusehendem Grünzeug bewachsen. Die Seerosen blühen trotz der Kälte ganz prächtig und die vielen anderen Pflänzchen bemühen sich, neben der Seerosenschönheit nicht ganz zu verblassen. Aber das liegt ja nicht nur an den Pflänzchen, sondern vor allem an den Augen des Betrachters.
Unser kleiner Enkel, von dem hier bei mir bisher nur äußerst selten die Rede ist, weil ich ihn aus meinen öffentlichen Ergüssen eigentlich vollkommen raushalten möchte, ist in dem Alter in dem kleine Kinder auf Erkundungstour gehen und die Welt erobern. Er liebt den Teich, die Fische und die kleinen Steine, die am Rand liegen und die er mit lautem Plumps und Platsch ins Wasser wirft. Dabei muss Oma Rika ihn am Schlafittchen packen, damit der kleine Kerl nicht gleich mit im Teich landet, was ihm nichts ausmachen würde – er liebt Wasser und ist es schon seit den ersten Babyschwimmtagen gewohnt -, aber vielleicht nicht so gut bekommen würde, wenn keine Oma, Opa, Mama, Papa, Tante oder Onkel an seiner Seite wäre.
Jetzt, da er den Garten für sich entdeckt – eine Buddelkiste haben wir ihm auch schon unter die Eberesche gestellt -, ist aber an länger währendes ruhiges Kaffeetrinken auf der Terrasse nicht mehr zu denken. Der kleine Mann will spielen. Das soll er ja auch! Damit er aber seine Welt – also unser Gärtchen – auch wirklich erkunden und erforschen kann ohne dass immer einer von uns Erwachsenen an seiner Seite ist, mussten wir eine Sicherheitsanlage in Form eines Zauns errichten, der den Jungforscher daran hindert, unverhofft im Gartenteich zu landen — es könnte ihm dabei nämlich schlecht ergehen, was eben nicht nur Gott verhüten möge, sondern wir verhüten müssen!
Gestern nun haben der liebste Gatte und der älteste Sohn (Vater des kleinen Mannes) mit dem Bau der Sicherheitsanlage begonnen.Dazu mussten zunächst einige der Pflanzen entfernt werden, die unmittelbar vom Sicherheitszaun betroffen waren. Ich habe sie sehr tiefgründig ausgebuddelt und bin dabei auf ein geheimnisvolle Gebilde gestoßen.
Ein rechteckiges, kastenförmiges Etwas widersetzte sich meiner Ausgrabung. Der Sohn kam zur Hilfe und förderte es schließlich zutage. Das Etwas erwies sich als feinmaschiger Kaninchendraht mit Alufolie umhüllt.Wir rätselten was es mit ihm auf sich haben könnte … und entdeckten dann den Schädel eines kleinen Nagetiers. Leider waren wir Ausgräber nicht besonders sorgfältig zu Werke gegangen und der Sarkophag – als solches präsentierte sich das Etwas – war stark beschädigt worden.
Der Sohn konnte sich nicht daran erinnern, seinen Hamster an dieser Stelle beigesetzt zu haben. Bleiben also noch die verschiedenen Meerschweinchen – drei von ihnen hatten wir aber im Ahltener Wald begraben – und die schätzungsweise 35 Rennmäuse, die einmal unser Haus mit Leben erfüllt hatten (wohlverwahrt in etlichen Terrarien), denn der jüngste Spross der Familie hatte einmal zwei “männliche” Mäuse geschenkt bekommen, die sich auf wundersame Weise vermehrt und vervielfacht hatten…
Ein Telefonat mit dem Jüngsten brachte aber auch keine eindeutige Zuordnung der Grabstelle zu einem der verstorbenen Haustierchen, wenngleich der Jüngste schon meinte, es könne sich bei dem Schädel um die sterblichen Überreste von Jean Luc***, Paulchen oder Betty handeln.
Vorsichtshalber habe ich den Schädel – andere Knochen oder Körperteile ließen sich in der Erde nicht mehr finden – leicht gereinigt und dann einem ausführlichen Erhitzungsprozess in kochendem Wasser unterzogen. Nun liegt er auf weißem Küchenkrepp und wartet auf weitere Untersuchungen.
Im Gärtchen sind noch etliche Begräbnisstellen, aber man soll die Toten ja in Frieden ruhen lassen. Das soll hier im Gärtchen auch für Mäuse, Hamster und Meerschweinchen gelten.
*** In der virulenten Star-Trek-Phase erhielten einige Mäuse die Namen der berühmten Besatzungsmitglieder des Raumschiffs “Enterprise”…
NACHTRAG
Der Jüngste machte mich auf den Wiki-Eintrag über Rennmäuse aufmerksam, der auch die Aufnahme eines Schädels zeigt.
Gestern, bei hellem Sonnenlicht, habe ich den kleinen Nagerschädel fotografiert und eine ziemliche Übereinstimmung mit dem abgebildeten Schädel bei Wiki entdeckt:

Ist es nicht erstaunlich, dass man sogar die einzelnen Schädelknochen erkennen kann und die feinen Linien, die sie voneinander abgrenzen? Übrigens fehlt auch “meiner” Rennmaus einer der Jochbögen, ähnlich der Aufnahme bei Wiki.

Die Zahnleisten, die man am Original nur als winzige Zackenlinie erkennen kann, sind hier in der Aufnahme deutlich sichtbar. Riesig sind im Verhältnis zu den “Backenzähnen” die großen “Hauer” – Schneidezähne.

Der kleine Mäuseschädel von unten…

“Maus und Maß”
Schade, dass ich kein Bild einer lebenden Rennmaus habe… Da müsste ich den Jüngsten fragen ….
Wir hatten jedenfalls unsere Freude an den kleinen Hausbewohnern… und auch einiges an Arbeit, der Jüngste jedenfalls, der für Futter und frisches Streu sorgen musste und ab und zu auch mal eine ausgebüchste Maus wieder einfangen, bzw. mit Futter aus ihrem Versteck locken und sie dann zurück in “ihre” Behausung setzen musste.
Umzug 2011, der erste… 18. Februar, 2011
Posted by Rika in familie.Tags: familie
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Jedenfalls der erste in unserer Familie.
Der Sohn verlässt sein Asyl in der kleinen, aber feinen schwesterlichen Wohnung und bezieht das eigene gemietete Heim in Form eines WG-Zimmers mit Küchen-, Bad-, und WC-Anschluß, wenn ich es richtig verstanden habe und man das so ausdrücken kann.
Schleppen und packen werden wir nicht, von einigen kleineren, leichten Kistchen abgesehen. Wir sind Transportmittelbeschaffer und Verköstigungsbetrieb. Reicht doch, oder?
Und dann schaun wir mal, was das Jahr an Umzügen sonst noch so zu bieten hat….
Vor Überraschungen ist man nämlich nie sicher!
Ich wäre aber gar nicht traurig, wenn es 2011 bei diesem einen Umzug bliebe!
“Kind und Karriere gut vereinbar…” 19. Januar, 2011
Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie, meine persönliche presseschau.Tags: familie, gesellschaft
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Wow! Was für eine Aussage unserer Familienministerin!
Zweifelt irgendein Mensch etwa daran, dass Kind und Karriere für die Mütter (meistens sind es die Mütter, die beides unter einen Hut bringen) “gut vereinbar” sind?
Mitnichten!
Frauen, die “Karriere” machen, tun das in aller Regel nicht an der Kasse im Supermarkt, nicht als einfache Büroangestellte, auch nicht als Erzieherin im Kindergarten oder als Lehrerin in der Schule. Allein der Begriff “Karriere” deutet darauf hin, dass wir es nicht mit der Normalfrau und Normalarbeitnehmerin zu tun haben. Im Normallohnsektor macht man keine Karriere, wie viel weniger im Leichtlohn- oder Niedriglohnsektor. Da kann man froh sein, überhaupt eine Anstellung zu haben, die einem bei hoher Arbeitsbelastung wenig Lohn einbringt.
Wer “Karriere” macht, dem winkt bei hoher Arbeitsbelastung auch eine hohe finanzielle Entschädigung und davon kann man leicht die nötigen Dienstleistungen bezahlen, die in einem Haushalt mit zwei berufstätigen Elternteilen und Kind anfallen. Haushaltshilfe und Kinderfrau, Tagesmutter und Babysitter zu jeder Tages-, Abend- und Nachtzeit sind da gar kein Problem. Wie es Kindern von Karriere-Müttern geht, darüber will ich hier nicht reden und auch nicht darüber spekulieren. Die Aussage bezieht sich weniger auf das Kind oder die Kinder, als vielmehr auf die mütterlichen Fähigkeiten, Kind und Karriere gut zu vereinbaren.
Ganz anders sieht es bei dem Satz aus: Kind und Berufstätigkeit der Mutter sind gut vereinbar.
An diesem Satz kann man getrost zweifeln und vermutlich gibt es sogar viele, die daran verzweifeln.
Die Wirklichkeit berufstätiger Mütter – noch dazu wenn das Kind noch sehr klein ist – gleicht doch eher dem berüchtigten endlosen Endspurt im Hamsterrad oder dem nicht minder frustrierenden Kampf gegen Windmühlen. Für sehr, sehr viele Frauen ist es ein aussichtsloser Kampf um eine irgendwie vernünftige Verteilung von Arbeit innerhalb und außerhalb der Familie, von Verantwortung für Beruf und Kinder, für Ehe und Familie. Nicht selten leiden Kinder und Familie und ist auch der einstmals gerne ausgeführte Beruf nichts weniger mehr, als das notwendige Übel zur Beschaffung der nötigsten Einnahmen, um das finanzielle Überleben zu sichern. Frauen bleiben auf der Strecke.
Mich hat es schon immer erbost, wenn in Interviews mit prominenten Müttern, die einer hoch dotierten Arbeit nachgehen, mit ehrfürchtigem Staunen gefragt wird: “Wie machen Sie das bloss, Familie und Beruf zu vereinbaren?”
Ja, wie macht sie das bloss? Meistens erfährt man dann, dass die Oma immer für die lieben Kleinen da sind, die “gute Seele” im Haus absolut zuverlässig ist, der Gärtner den prächtigen Garten pflegt und die Freundin jederzeit bereit ist, auch mal einzuspringen, wenn die Oma mal krank oder der Babysitter unabkömmlich sein sollte.
Kein Problem.
Ich hatte das große Glück, 15 Jahre lang zu Hause bei unseren vier Kindern bleiben zu können, natürlich mit kleinen finanziellen Eintrübungen, aber doch ohne Probleme. Als ich wieder in meinen Beruf zurückkehrte, war unser jüngstes Kind 8 und das älteste 15 Jahre alt. Mein Mann konnte sich seine Zeit so einteilen, dass er morgens zu Hause war, bis alle Kinder unterwegs zur Schule waren; wir hatten eine nette Hilfe, die einmal in der Woche sauber machte – wobei das eher eine psychologische Entlastung für mich war, denn bei 6 Personen ist es sehr schnell – binnen Stunden! - nach dem Saubermachen wieder nötig, sauber zu machen, von der Wäsche ganz zu schweigen. Es ging mir als in Teilzeit berufstätiger Mutter vergleichsweise gut. Dafür war ich immer sehr dankbar, obwohl ich fast immer auch mit Gewissensbissen zu kämpfen hatte, weil oft genug die Kinder meinem Empfinden nach zu kurz kamen, manchmal auch der Partner und manchmal eben auch die Schule. Bewundert habe ich die Frauen, die arbeiteten, weil die Familie auf ihr Einkommen angewiesen war, und zwar nicht, um sich irgendeinen Luxus leisten zu können, sondern für das ganz profane alltägliche Überleben! Deren Berufstätigkeit war nicht “gut vereinbar mit Kind”, aber sie kriegten es mit großem Einsatz irgendwie geregelt.
Unsere Familienministerin, die sich erst vor wenigen Wochen in – für meine Begriffe – sehr unziemlicher Weise über Frauenemanzipation und Feminismus geäußert hatte, sollte ihre Zunge hüten! Statt über die gute Vereinbarkeit von Kind und Karriere zu schwadronieren, was sich in ihrem sehr persönlichen Fall ja auch erst noch zeigen muss und wird, sollte sie sich zum Beispiel mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Kitas geschaffen werden für die Kinder, deren (oftmals sogar allein erziehende) Mütter sich eine “Kinderauszeit” nicht leisten können und arbeiten MÜSSEN. Und dafür, dass die Gruppengröße in den Kitas deutlich verkleinert wird und die Erzieherinnen und Erzieher, die die ihnen anvertrauten Kinder mit großem Einsatz betreuen und erziehen (im besten Sinne des Wortes!) auch entsprechend gut bezahlt werden. Denen steht in der Regel auch kein gut geölter Apparat zur Verfügung, wie ihn Frau Minister in ihrem Ministerium vorfindet, der die wesentlichen Arbeiten schnell und geräuschlos erledigt, während Frau Minister “nur” noch den partei- und regierungspolitischen Aspekt zu bewältigen und die “Arbeit des Ministeriums” nach außen zu repräsentieren hat.
Vielleicht könnte sie sich auch dafür einsetzen , dass an Schulen neben den dort arbeitenden Lehrerinnen und Lehrer auch verpflichtend ausreichend viele Sozialpädagogen / Pädagogen / Psychologen angestellt werden, die die Erziehungsarbeit bewältigen, die die berufstätigen Eltern nicht mehr leisten können (und die man heute trotz großer Belastung gerne den Lehrerinnen und Lehrern zusätzlich zur Wissensvermittlung glaubt überlassen zu können!) und dass Pädagogen und Sozialpädagogen, die in den Krisenstäben der Jugendämter zunehmend mehr mit der erheblichen Mehrbelastung durch zu wenig Personal für zu viele “Fälle gestörter Kinder, Jugendlicher und Familien” konfrontiert sind, durch mehr Mitarbeiter entlastet werden und für diese Arbeit auch anständig bezahlt werden!
Der Frau Ministerin will ich deutlich sagen: “Es gibt viel, sehr viel zu tun im Bereich Jugend und Familie. Packen Sie es endlich an!”
Persönlich wünsche ich ihr einen guten Schwangerschaftsverlauf, eine leichte Geburt, ein gesundes Kind und viele positive Erfahrungen mit Mutterglück und Muttersein!
NACHTRAG
Als ich meinen Beitrag schrieb, hatte ich noch keine Ahnung von den ministeriellen Besonderheiten über die der focus berichtet:
Als Bundesministerin steht Kristina Schröder in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis. Einen Arbeitgeber im klassischen Sinne hat sie nicht. Und damit laufen sämtliche arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften ins Leere.
Im Kabinett geht’s rund
Beispiel: Mutterschutz. Während das Gesetz schwangeren Angestellten zumindest in den letzten sechs Wochen vor der Niederkunft eine Schonzeit gewährt (bei vollen Bezügen), fehlt eine vergleichbare Regelung im Bereich der Kabinettsmitglieder. „Da Minister keinen festen Arbeitszeiten unterliegen, sondern ihr Amt nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen haben, gibt es für sie auch keine Sonderregelungen im Bereich des Mutterschutzes“, erläutert Janbernd Oebbecke, Professor für Verwaltungsrecht an der Universität Münster.
Das ist bitter für die junge werdende Mutter und eigentlich vollkommen an allen Mutterschutzvorschriften vorbei. Doppelt bitter, weil, folgt man dem focus, auch der Vater nicht unter den “Elternzeitparagraphen” fällt. Ich kann nicht wirklich glauben, dass Regierungsmitgliedern nicht die gleichen Rechte auf Mutterschutz und Elternzeit zustehen, wie bspw. den Beamten in den Ministerien, denen sie vorstehen, oder allen anderen Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst.
Wieso Frau Schröder unter diesen Umständen von “Kind und Karriere sind gut vereinbar” redet, ist mir allerdings ein einziges Rätsel oder ein Zeichen für absolute Naivität und vollkommene Ahnungslosigkeit der Ministerin, was die Realität und die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und “Mutter-Kind-Beziehung” nicht nur in den ersten Wochen, sondern in all den Wochen, Monaten und Jahren danach angeht! Wie lautet noch einmal die Bezeichnung ihres Ressors? Aber vielleicht ergibt sich ja bei den “offenen Arbeitszeiten” auch die Möglichkeit für eine “hausinterne” Stillgruppe und einen Spielkreis durch drei, vier andere Karrierefrauen und ihren Nachwuchs? Und ich meine das jetzt überhaupt nicht zynisch!
Wie dem auch sei, wird es nicht höchste Zeit, dass sich die Feministinnen dieser vorsintflutlichen Regelung, die noch aus der Zeit stammt als Minister grundsätzlich gebährunfähige Männer waren, einmal annehmen? Vielleicht könnte Frau Minister Schröder doch noch Gefallen an dem Einsatz feministischer Emanzen für die “Gleichberechtigung“ finden, diesmal allerdings unter dem Motto:
Gleiches Mutterrecht für alle Mütter!
Wäre doch gelacht, wenn sich da nicht was ändern ließe!
Im Land der Winterhexe… 29. Dezember, 2010
Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.Tags: familie
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… Janis waren gestern der Liebste und die beiden “Kleinen” aus dem Hause Rika, jedenfalls schien es mir so als ich heute Morgen die Bilder anschaute, die sie unterwegs gemacht hatten …

…. verwunschene Gestalten …

…. im Zauberwald …

… und Winterwunderland!
Doch was anmutet wie eine Landschaft aus den Chroniken von Narnia, ist die unmittelbare Umgebung des der Norddeutschen liebsten “Hausbergs” im Harz, aber eben nicht “der Hausberg” in Bad Lauterberg, sondern “der Berg” Norddeutschlands schlechthin, der BROCKEN, sommers wie winters von eigenartigem Reiz …
Eine zünftige Wanderung auf den Brocken gehört zu einem richtigen Winter einfach dazu! Und so machte sich die Familie gestern früh auf den Weg. Bis “Torfhaus” ging es mit dem Auto und von da aus weiter zu Fuß durch die wunderbarste Winterlandschaft, die man sich nur denken kann. Auch wenn ich nicht dabei, kann ich mir doch mühelos vorstellen, wie es den Dreien ergangen ist, habe ich diese Wanderung doch selbst schon unternommen…
Vor einigen Jahren sind wir mit Freunden an Silvester von Torfhaus aus zum Brocken und zurück gewandert … damals passten mir die wintertauglichen Wanderschuhe noch relativ gut, aber auch damals schon machten mir die Füße Probleme… aber das ist ein anderes Thema …
Auch wir wanderten von Torfhaus hinauf auf den Brocken… auf den Spuren Goethes … durch den Wald zunächst,

an noch plätschernden Bächen und an den zum Teil schon zugefrorenen Kanälen entlang, die in früheren Jahrhunderten von den Bergleuten angelegt worden waren, um u.a. die Wasserkunst in den Bergwerken zu betreiben…

… am Graben entlang …

und …

nach einer kleinen Pause …

… immer stetig dem Ziel entgegen!
Und natürlich begegnet man früher oder später auf dem Weg auch der berühmten Brockenbahn, die zum System der Harzquerbahn gehört und von Wernigerode über Schierke hinauf auf den Brocken fährt…

… die alten Dampfloks haben ganz augenscheinlich überhaupt kein Problem mit Schnee und Kälte…

… und vermutlich werden auch genug Streckenarbeiter eingesetzt, die die Weichen funktionsfähig halten…

- “Bahnhof” Brocken -
Es ist allerdings auch ein ziemlich teures Vergnügen mit der alten Bahn zu fahren, wobei der Akzent je nach Gemütslage auf “teuer” oder “Vergnügen” liegen mag… ich jedenfalls war recht vergnügt und habe es (im Sommer vor zwei Jahren) sehr, sehr genossen, mit höllisch schmerzenden Füssen nicht mehr vom Brocken hinab bis Schierke laufen zu müssen – teuer hin oder her!
Der Brocken ist ein launischer Berg!
Nicht immer zeigt er sich in strahlendem Sonnenschein…

…und ermöglicht einen Blick fast bis Hamburg, zumindest aber bis knapp Hannover und Umgebung…

Nach ausgiebiger Rast und kleiner Stärkung geht es im schon weichen Licht der Spätnachmittagssonne zurück zur Ausgangsstations …

Meine “Drei” sind gestern ganz erfüllt von den wunderbaren Eindrücken und heil und munter wieder hier gelandet…
und waren nach ein / zwei Saunagängen wieder völlig fit.
Das war mir bei unserer Silvesterwanderung irgendwie doch anders ergangen… ich hatte ziemlich gefroren auf dem Rückweg (zwar mit Skijacke mollig warm bis zu den Oberschenkeln bekleidet, aber dummerweise nur in Jeans und Skisocken und OHNE lange Skiunterhose bis zu den Füßen…), so dass selbst ein heißes Bad zu Hause das Frösteln und Frieren nicht lindern konnte. Außerdem war ich ziemlich müde, wohlig müde, und legte ich mich deshalb “nur kurz” ins Bett, um vor der Silvesterfeier noch ein bisschen zu ruhen… und mochte auch nicht aufstehen, um zu den Freunden zu fahren… nur noch schlafen!
Ich wurde erst wieder wach, als der Liebste mit einem Glas Sekt in der Hand neben meinem Bett stand, um mit mir auf das neue Jahr anzustoßen!
Er war extra etwas früher bei den Freunden losgefahren…
Das ging mir wieder durch den Kopf als ich die Bilder heute anschaute…
Und falls ich nicht mehr dazu kommen sollte, hier rechtzeitig zum Jahreswechsel zu schreiben (man kann ja nie wissen), wünsche ich allen einen …
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GUTEN RUTSCH … !
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Der Weihnachtsbaum… 27. Dezember, 2010
Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.Tags: familie
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… hat in diesem Jahr keinerlei Diskussionen, wohl aber ein paar Kommentare der Art: “Wenn ich so einen Baum gekauft hätte…” ausgelöst.
Irgendwie hatten wir den richtigen Zeitpunkt zum Kauf des perfekten Baumes verpasst.
Ein perfekter Baum ist hoch gewachsen mit einem kerzengeraden Stamm und zahlreichen, wohl ausgerichteten, kerzentauglichen Zweigen, die sich zur Baumspitze hin verjüngen und so angeordnet sind, dass mindestens 20 Kerzen gefahrlos gleichzeitig brennen können. Der perfekte Baum hat weder schon vor dem Transport geknickte Zweige, noch die Tendenz, bereits beim Aufstellen das Rieseln des Schnees durch seine Nadeln nachzuempfinden. Der perfekte Baum verbreitet Weihnachstsbaumduft im ganzen Haus und ist von Natur aus so schön, dass sich eigentlich der Schmuck erübrigt. Der perfekte Baum löst weder Ehekrisen noch Nervenzusammenbrüche aus, er ist ein Sinnbild für Harmonie und Glückseligkeit.
Leider gibt es den perfekten Baum äußerst selten und leider hatten WIR noch nie das Vergnügen diesem Wunderbaum zu begegnen, geschweige denn, ihn auch zu erstehen und in unserem bescheidenen Wohnzimmer zu beherbergen.
Das führte demzufolge in den vergangenen Jahren zu zahlreichen Diskussionen, Anfragen, ehelichen Verstimmungen und bei mir zu mittelschweren bis schweren Nervenzusammenbrüchen.
In diesem Jahr war alles anders.
Wie gesagt, wir hatten den perfekten Termin für den perfekten Baum verpasst. Und als ich mich mit meinem jüngsten Sohn am vorvorletzten Tag des hiesigen Weihnachtsbaummarktes auf die Suche nach dem, wenn schon nicht perfekten, so doch wenigstens zweitschönsten Baum machte, mussten wir feststellen, dass die Klassifizierung in “schön, schöner am schönsten” schon lange vorbei war. Es gab nur noch nicht zu klassifizierende Weihnachtsbäume, die unserem Ideal von einem möglichst perfekten Baum in keinster Weise entsprachen, ja, nicht mal in die Kategorie “wenigstens annehmbar” fielen. Dumm, wirklich ganz dumm gelaufen oder um es mit Gorbatschow zu sagen: “Wer zu spät kommt, hat echt das Nachsehen!”
Doch was sollten wir tun?
Wollten wir am Heiligen Abend nicht vor der blanken Festerscheibe sitzen (unsere Weihnachtsbaum steht IMMER vor dem Fenster), mussten wir einfach den einen der ca 13 hässlichen vorhanden Bäume nehmen, der noch am ehesten weihnachtsbaumtauglich schien.
Das Bäumchen wurde eingetütet, bezahlt, auf den Schlitten gebunden, nach Hause transportiert und dort erst einmal im Fahrradhäuschen zwischengelagert. Vorsorglich hatten wir der versammelten Familie schon berichtet, dass es in diesem Jahr leider wieder nichts mit dem perfekten Baum geworden war, in der Hoffnung, dass der befürchtete Spott ausbleiben würde.
Doch als am Donnerstag das Bäumchen ins Haus geholt und in einem dieser modernen, sich selbst regulierenden Weihnachtsbaumständer einen sicheren, wenn auch nicht geraden Stand gefunden hatte, ließ ein klitzekleiner, leiser Spott nicht lange auf sich warten. Und er hatte ja recht, der Spötter. Denn das Bäumchen hätte nie und nimmer, niemals, niemals Gnade vor meinen Augen gefunden, wenn der liebste Gatte ihn beim Weihnachtsbaumbauern unseres Dorfes erstanden (nicht als Notkauf, selbstverständlich!!!) und nach Hause gebracht hätte. Nun, ja, mit dem Spott konnte ich dann doch gut leben, denn all die anderen betrüblichen Begleiterscheinungen früherer Weihnachtsbaumdebatten blieben einfach aus. Kein Nervenzusammenbruch (den hätte ich ja beinahe schon beim Kauf erlitten als ich die Auswahl an “perfekten” Weihnachtsbäumen erblickte…), keine Diskussionen, keine ehelichen Stimmungsschwankungen, nichts dergleichen!
Stattdessen Einigkeit und Harmonie pur: “Kein schöner Baum, kein großer Baum! Wir werden ihn auf eine Kiste stellen und mit Liebe schmücken!”

Das übernahmen die beiden Söhne, die schon im Hause weilten!
Es beginnt mit der Arbeit an den Kerzenhaltern, denn die sind zwar sehr schön, aber leider völlig unpraktisch…

… weil sie für herkömmliche Christbaumkerzen absolut ungeeignet (weil zu weit) und passende Kerzen nicht so leicht erhältlich sind. Das stellte sich aber erst nach dem Kauf (vor etlichen Jahren) heraus. Sie müssen daher jedes Jahr wieder neu präpariert werden.

Nach verschiedenen Versuchen, Kerzen wackelfrei in den Haltern zu befestigen, haben wir im Laufe der Zeit die folgende Methode entwickelt: Die Kerzen werden unten mit Alufolie umwickelt und so in die Halter gesteckt. Meistens lassen sich 5 – 6 mal neue Kerzen einstecken, bevor der “Folienadapter” erneuert werden muss…
Das ist leider eine etwas zeitraubende Arbeit.
Danach beginnt das eigentliche Schmücken…

Und als er dann so dastand, unser Weihnachtsbaum, leicht gebeugt, ein wenig zerzaust und mit einigen hängenden Zweiglein, doch mit duftenden Bienenwachskerzen festlich besteckt, mit Stroh- und Holzsternen, roten Kugeln und einigen Figürchen (für den Enkel) behangen und von einem großen Strohstern gekrönt, kam doch das richtige Weihnachtsbaumgefühl auf.
Oh, Tannenbaum, oh, Tannenbaum…
Und er duftet, duftet nach Tannen, Wald und Sommer, Weihnachten und Kindheitserinnerungen…

So machen wir das jetzt immer, habe ich mir gedacht.
Kein Stress mehr mit der Suche nach dem perfekten Baum… den gibt es ohnehin nur in meiner seligen Weihnachtsbaumsehnsucht…
