Die Debatte … 20. Juni, 2009
Posted by Rika in aktuell, christsein und glauben, gesellschaft.6 comments
… über Sinn oder Unsinn, Vernunft oder Unvernunft des sozial-diakonischen Einsatzes junger Frauen im Jemen wird nun auch deutlich kritisch in den öffentlichen Medien geführt und bleibt nicht den Foren der Internetseiten von Tageszeitungen, Magazinen oder Informationsdiensten überlassen.
Ich hatte meinem Beitrag „Alles, was ihr tut…“ einen Kommentar angefügt und auf die eher hämisch-kritischen Kommentatoren in den diversen Foren hingewiesen – und kopiere diesen Kommentar und die beiden folgenden hierher, weil sie am „alten Platz“ dem eigentlichen Gedanken des Blogbeitrags nicht entsprechen und fehl am Platz sind.
Die Diskussion um Sinn oder Unvernunft von diakonischen Einsätzen ist aber wichtig und angebracht. Inhalt und Wortwahl sollten aber meiner Meinung nach in einem sachlich-nüchternen Zusammenhang gebracht werden, fern von jedem hämischen Nachtreten!
Mein Kommentar:
„Angesichts hämischer und unaussprechlich christenfeindlicher Reaktionen in sehr vielen Foren der Internetauftritte großer Tageszeitungen und/ oder Informationsdiensten, die ich hier nicht namentlich auflisten will, scheint es mir angebracht, folgenden Link einzustellen.
http://diepresse.com/home/panorama/religion/435337/index.do?offset=25
Was mir bei vielen Kommentaren auffällt ist, dass die Schreiber sich absolut nicht vorstellen können, Gott als Realität wahrzunehmen und so etwas wie “seinen Willen” zur Kenntnis nehmen zu können.
Es ist traurig zu lesen, dass den Opfern durch die Form der Berichte und Kommentare auch noch (nachträglich) ihre Würde genommen wird …“
Julia:
„Liebe Rika, ich verstehe nicht, warum man den Opfern ihre Würde nimmt, wenn man mutmaßt, daß sie sich wider besseres Wissen in Gefahr begeben haben, und daß sie der Mission zumindest nicht abgeneigt waren….sonst wären sie ja wohl kaum in dieser Schule gewesen. Und wenn manche dann dazu schreiben, daß sie Mission in keinem Fall akzeptabel finden…auch dann nimmt niemand irgendjemandem seine Würde….“
- meine Antwort:
-
Julia,
ich habe doch gar nichts von Mission und dgl. gesagt!Der Ton macht die Musik – und bei vielen Kommentaren klingt sehr viel Häme an, damit meine ich nicht kritisches Nachfragen, das, denke ich, wird sicher (und auch notwendigerweise) auch in der Bibelschule und in der Gemeinde passieren.
Ich kann das, was ich meine nur schwer beschreiben, es ist eine Art sich über Leute zu erheben, die sehr gradlinig einen Weg gegangen sind.
Kopiere dir hier mal einige Kommentare rein:“Zwei arme, junge, unwissende Mädels von einer “Bibelschule” dorthin zu schicken, das ist schon der Hammer. Missionierende evangelikale Christen, das brauchen die im Jemen so dringend wie ein drittes Ohr…Um die Mädels tut es mir leid, aber: das war wohl Schicksal (man könnte auch fragen wo der Herr denn war in der Stunde der Not, aber das lassen wir mal). Ich sehe die beiden, christliche Liedchen auf den Lippen, durch den Jemen fahren….Oh Mann…hoffentlich ging es wenigstens schnell ”
Wenn es meine Tochter wäre, über die so locker-flockig geredet wird, würde es mir das Herz ein zweites Mal brechen … und dabei ist dieser Schreiber noch freundlich-harmlos.
oder dies:
“Ich bin ja kein Macho,aber die Naivität der jungen Frauen in Deutschland ist eigentlich reif für das Guinness-Buch der Rekorde.Und die Eltern der drei Kinder,ich muß sagen,da fehlen einem einfach die Worte.”Es sind die Worte, der Ausdruck, der Kontext…
Oder lies dies:
“Man kann nicht den Staat Jemen oder seine Bevölkerung pauschal für solche Verbrechen verurteilen. Allerding halte ich Leute, die freiwillig in den Jemen fahren für grob fahrlässig, um nicht zu sagen wahnsinnig. Wer dort hinfährt nimmt solche Risiken bewusst in Kauf. Das ist vergleichbar mit einem Führerscheinneuling, der sturzbetrunken mit 200 Sachen über die Landstraße fährt. Daher hält sich auch meine Bestürzung in Grenzen. Die Damen hätten ihr Pflegepraktikum auch in Detmold oder Hameln ableisten können. Das ist genauso lehrreich und ungefährlicher ist es allemal. Bibelforschen kann man in Europa ohnehin besser als in einem radikal muslimischen Land”
“Deutsche Bibelschülerinnen, die in einem islamistischen Staat ein Praktikum ablegen?
Dann bleibt nur der Schluss: es war Gottes Wille. Oder schiere Dummheit
Na, als entweder stimmt das, woran sie glauben, dann kommen sie sofot in den Himmel. Oder es stimmt nicht, dann haben sie sich ausgemendelt.”“Diese Frauen gehörten einer fundamentalistischen Bewegung an, die den Taliban in Ihrer verbohrtheit kaum nachsteht.
Es ist kaum anzunehmen, dass jemand, der die Missionierung jedes Ungläubigen zu seiner Lebensmaxime auserkohren hat, seine Überzeugung zu Gunsten eines humanitären Hilfswunsch – der ihm ansonsten fremd ist – an der Grenze zum Jemen ablegt.“In Deutschland werden viele Menschen einen massiven Missionierungseinsatz wohl einfach ignorieren. In einer traditionalistisch-muslimischen Gesellschaft wie dem Jemen ist derartiges Agieren eine ungeheure Provokation. Ganz nebenbei bemerkt: Südkoreaner haben auch in Afghanistan massive Missionierungsversuche unternommen. Diese evangelikalen Sekten sind im Übrigen in ihrer Religiösität nicht weniger fundamentalistisch als die Taliban, sie wenden nur keine Gewalt an, sondern agieren subtiler.”
Von evangelikalen Sekten ist die Rede, die als fundamentalistisch angesehen werden und den Taliban gleich gesetzt werden!
Alle möglichen Spekulationen werden über die Bibelschule angestellt, Vermutungen geäußert, Informationen verdreht und uminterpretiert…
Solche Kommentare meine ich, Julia; und es ist mir wichtig, Dir dies so konkret zu vermitteln!
Ich möchte aber an dieser Stelle KEINE Diskussion über die zitierten Kommentare!
und bitte das zu respektieren!“
.
Soweit die Kommentare an alter Stelle!
Die Kommentare im Beitrag werden gelöscht, eine mögliche Erwiderung kann hier erfolgen!
Die hannöversche Tageszeitung greift heute mit einem Artikel und dem Kommentar in die Debatte ein und legt eindeutig den Schwerpunkt auf das Fehlverhalten der Bibelschule bzw. der Getöteten selbst. Nicht christliche Hilfsorganisationen kommen zu Wort, die sich kritisch zu dem Einsatz christlicher Dienstleister (Betreiber von Krankenhäuser in Elendsgebieten gehören für mich auch dazu!) äußern.
Eigenartigerweise kommen viele Kritiker aber gar nicht auf den Gedanken, an der geübten Praxis – in Ländern wie dem Jemen - Christen zu verfolgen, Kritik zu üben, sie vermitteln vielmehr den Eindruck, dies auch selbst für „Recht“ zu erachten, zumindest reagieren sie mit Verständnis für die landesüblichen Gepflogenheiten.
Zu den universal geltenden Menschenrechten gehört auch das Recht auf Religionsfreiheit.
Und – so könnte man doch zumindest im Denkansatz auch argumentieren – wenn Christen in einem nicht-christlichen Land Entwicklungshilfe leisten oder soziale Einsätze in Krankenhäusern und ambulanten medizinischen Stationen erbringen, müssen sie auch frei sein, ihren Glauben ausüben zu können.
Wenn ich in ein fremdes Land reise, werde ich dort genauso beten, Bibel lesen, singen, wie ich es zu Hause gewohnt bin – und in aller Regel stelle ich mich auch zu Hause nicht auf die Hauptstraße meines Dorfes, sondern „gehe in mein Kämmerlein“, wie es einer Empfehlung im Neuen Testament entspricht! Beim Singen werden ich nicht unbedingt das Fenster öffnen und außerhalb meiner Behausung singe ich sowieso so gut wie gar nicht, es sei denn bei öffentlichen Veranstaltungen oder Wanderungen
und in fremden Ländern eigentlich nie! Wir wissen aber von einigen Ländern, in denen der Islam Staatsreligion und politisches Programm zugleich ist, dass (christliche) Fremde, die sich vorübergehend in den Ländern aufhalten, nicht mal in ihrem Hotelzimmer in der Bibel lesen dürfen. Auch Treffen mit Gleichgesinnten, „Gleichgläubigen“ um miteinander zu beten im ganz privaten Bereich sind strikt verboten!
Aber was hat die persönliche Bibellese oder das gemeinsame Gebet mit Freunden mit der so heftig kritisierten Mission zu tun?
Es ist gelebter Glaube!
Wie stellen sich die Kritiker eigentlich vor, dass in in muslimischen Ländern „missioniert“ wird? Öffentlich Bibeln verteilen, Gottesdienste feiern, Gebetsversammlungen abhalten, Traktakte an belebten Straßen verteilen, Schilder mit dem Aufruf zur Bekehrung hochhalten, laut Heilslieder singen?
Mission heutzutage ist doch immer gelebtes Christsein – und das bedeutet doch nichts anderes, als für die Menschen da zu sein, die Hilfe dringend brauchen. Von „Hintergedanken“ zu sprechen, wie es manche Kritiker tun, unterstellt ja schon „böse“ Absichten.
Trotzdem wird nun wieder verstärkt darüber nachgedacht, wie die Mitarbeiter vor Ort besser vor möglichen Angriffen geschützt werden können. Denn Fremde sind doch nicht nur ihres Glaubens wegen im Visier möglicher „Banden und Banditen“, sie eignen sich in der Regel auch gut als „Verhandlungsmasse“ für Lösegeldforderungen (wie das Kidnapping harmloser Urlauber oder Geschäftsleuten in der Vergangenheit immer wieder gezeigt hat!) oder – etwas weniger spektakulär, sie werden einfach „nur“ beraubt!
Eine meiner Nichten arbeitet als Kinderkrankenschwester in einem Waisenhaus für Aidswaisen und betreut an Aids erkrankte Kleinkinder in Afrika. Bei einem ihrer Besuche eines medizinischen Außenpostens wurde der Jeep, in dem sie mit einem afrikanischen Fahrer unterwegs war, überfallen und sie konnten nur mit knapper Mühe ihr Leben retten.
Ganz sicher war dieser Angriff nicht religiös motiviert.
Sollte man darauf verzichten, Hilfen für Hilflose in „unsicheren Gebieten“ anzubieten?
Wohl kaum!
Von der Hilfe der „roten Heidi“ und der wenigen „regierungsnahen Organisationen“ allein, wird die Not ganz sicher nicht gelindert!
Mutter Teresa wird wegen ihrer - an Jesus orientierten - Arbeit für die ärmsten der Armen und die Verlassenen als Heilige verehrt… da redet auch niemand davon, dass man die nichtchristlichen Notleidenden sich selbst überlassen und sich nicht in die Angelegenheiten fremder Länder einmischen sollte.
Bei „evangelikalen Fanatikern“ ist es natürlich ganz etwas anderes, wenn Menschen sich – an Jesus orientiert - um die Not der Ärmsten und Verlassenen kümmern, nicht wahr?
ABER,
nichts und gar nichts rechtfertigt den brutalen Mord an wehrlosen Frauen -und das meine ich sehr grundsätzlich – weder hier in Deutschland, der islamischen Ehre geschuldet, noch dort im Jemen als Strafe für vermeintlichen oder tatsächlichen missionarischen Eifer!
EIN MORD IST EIN MORD IST EIN MORD IST EIN MORD IST EIN MORD
„Und alles, was ihr tut … 17. Juni, 2009
Posted by Rika in aktuell, christsein und glauben, gesellschaft.3 comments
…im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!“ Kolosser 3,17
Mit Begeisterung habe ich immer wieder die Motette Dietrich Buxtehudes gesungen, die sich an diesem Bibelwort orientiert.
Und natürlich stehe ich generell auch zu dem Wort selbst, muss aber in kritischer Reflexion meines Lebens immer wieder feststellen, dass ich nicht genauso generell und grundsätzlich (immer) danach gehandelt oder mir dieses „Alles“ bewusst war und ich mich entsprechend verhalten habe. Ich frage mich daher schon immer wieder, kann man oder könnte man in dem was ich tue, rede, schreibe „Jesus erkennen“ oder gar – wie bei einem Auftrag das Kürzel „i.A.“ – seinen Namen daruntersetzen?
ALLES, was ihr tut… im Alltag wie im Gottesdienst, in der Familie wie im Beruf, im Freundeskreis wie unter Fremden… ALLES!?
Wenn ich an die beiden jungen Frauen denke, die ihr sozialdiakonisches Praktikum im Jemen absolvieren wollten, erst am Anfang ihrer Zeit dort waren und nun so grausam ermordet wurden, wird mir dieses „Alles“ wieder neu bewusst. Wir wissen inzwischen, dass sie Christinnen waren, Studierende der Bibelschule in Brake, Mitglieder der freien baptistischen Immanuelgemeinde in Wolfsburg. Man kann mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass sie „im Namen Jesu“ in den Jemen gegangen sind, wohl wissend, welcher Gefährdung sie sich in diesem streng muslimischen Land aussetzen. Christen sind ja keine weltfremden, naiven und gutgläubigen Spinner, sie wissen, was sie tun und in wessen Auftrag sie handeln und so war es vermutlich nicht leichtfertige Abenteuerlust, die sie in den Jemen gehen liess, sondern „die Liebe zu Gott und den Menschen“, wie es heute in der HAZ zu lesen war.
Ihr Einsatz für Hilfsbedürftige im Jemen wird von den islamischen Geistlichen dort gewürdigt, die Ermordung der jungen Frauen scharf verurteilt.
„Alles, was ihr tut, mit Worten oder mit Werken, dass tut alles im Namen Jesu und dankt Gott, dem Vater, durch ihn!“
Mein Alltag hier im ruhigen hannöverschen Umland ist wenig spektakulär, ich laufe nicht Gefahr, meines Glaubens wegen ermordet zu werden, allenfalls handel ich mir ein spöttisches Lächeln von denen ein, die meinen, Christentum sei heutzutage nur noch etwas für alte Frauen oder Spinner. Ich falle aber auch nicht besonders auf als „Nachfolgerin Christi“, nicht in meinem alltäglichen Trott. Sicher, meine Schüler fragen schon mal nach: „Glauben Sie an Gott, Frau Rika?“ und natürlich gebe ich dann bereitwillig Auskunft.
Werde ich wahrgenommen als eine, die „im Namen Jesu“ unterwegs ist in einem ganz normalen Leben? Reicht es aus, einfach nur unterwegs zu sein in der Zuversicht des Glaubens an Jesus Christus?
Ich kann, denke ich – gerade angesichts der Tragödie im Jemen – die Ermutigung für mein Leben in diesem Vers finden: Das „Alles“ meint wirklich mein ganzes Leben, das Besondere wie das Unspektakuläre. Ich muss mich nicht mit einem Schild um den Hals auf den Kröpke in Hannover stellen um Jesus zu bezeugen, muss keine missionarischen Großeinsätze machen, um dem „Alles“ zu entsprechen.
Doch wenn einer „im Namen Jesu“ sich auf den Kröpke stellt oder in den Jemen oder nach Uganda geht, in den Kongo oder zu den Uiguren, tut er das nicht „auf eigene Rechnung oder eigenes Risiko“ – er tut es, weil Jesus „Alles“ ist, was das Leben ausmacht!
So wünsche ich den Angehörigen und Freunden, den Kommilitonen und den Gemeindemitgliedern der Ermordeten und allen, die mit ihnen „im Namen Jesu“ unterwegs waren und sind, dass sie in diesem Bewusstsein Trost und Ermutigung erfahren und über den Tod der beiden jungen Frauen hinaus sagen können „und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!“ – nicht als billige Vertröstung, sondern als die spürbare Erfahrung der Gegenwart Jesu in ihrem Leben, gerade jetzt, gerade angesichts eines unbegreiflich scheinenden Todes zweier Menschen – Anita und Rita - die mit Jesus unterwegs waren.
Reli – missverständlich…? 26. April, 2009
Posted by Rika in christsein und glauben, gesellschaft, schule - kinder.17 comments
Nein,
ich will an dieser Stelle nicht die Diskussion um Sinn und/oder Unsinn des Religionsunterrichts anheizen, auch rühre ich nicht die Werbetrommel für die Teilnahme am Volksentscheid in Berlin – dazu wäre es eh viel zu spät.
Ich möchte Gefühle und Gedanken wiedergeben, die mich – je nach Beitrag - beschleichen oder mit voller Wucht niederdrücken, wenn ich die zahlreichen Blogeinträge anderer Blogger zu dem Thema lese.
Ich kann mich ja irren oder nur „selektiv wahrnehmen“ (wie man so schön in der Psychologie der Wahrnehmung das Phänomen bezeichnet, wenn man „nur“ das noch mitbekommt, was die eigene Position stärkt, bzw. das aufnimmt, was ihr empfindlich entgegensteht, sehr verkürzt gesagt!), aber mir drängt sich schon sehr der Eindruck auf, dass in den vielen Beiträgen vor allem die „Anti-Reli-Fraktion“ das Wort ergreift und sich in einer Weise äußert, die ich Besorgnis erregend finde. Nicht etwa, weil ich Angst hätte, die Diskussion in Berlin könnte der Anfang einer Entwicklung sein, in der der Religionsunterricht tatsächlich mehrheitlich von den Stundenplänen in Deutschland gestrichen würde. Nein, es ist eher die unverblümt geäußerte Verachtung vieler Blogger, die sie (allem und vor allem christlich) Religiösen entgegenbringen - unterschwellige Wut auf Christen-Kirche-Fromme bricht auf, manche Beiträge scheinen mir geradezu hasserfüllt zu sein -, die mich zunehmend mehr irritiert.
Ich will hier nicht darüber reflektieren, ob sich darin einfach nur der Frust über „selbst durchlittenen“ Reli-unterricht Bahn bricht oder damit eine gesellschaftliche Wirklichkeit repräsentiert wird, die (für mich erschreckend) deutlich macht, wie weit die Säkularisierung unserer Gesellschaft fortgeschritten ist, wie sehr “ Entkirchlichung“, „Entchristlichung“, ja sogar „Entgöttlichung“ Raum gewinnt. („Entgöttlichung“ gemeint als der Prozess, der die Anwesenheit Gottes in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in dieser Welt und Schöpfung, wie sie im Judentum und im Christentum bezeugt und verstanden wird, in der Öffentlichkeit und im Privaten zunehmend negiert.)
Machen wir uns nichts vor, das Bedürfnis der Menschen nach Religion, nach Religiösem, hört ja mit der Existenz der „Kirchen“ nicht auf und ist auch nicht an das gebunden, was gemeinhin als Monotheismus bezeichnet wird. An die Stelle der Religion im klassischen (deutschen) Verständnis von Religion vor allem als Christentum und Judentum, neben Islam, Buddhismus, Hinduismus – um die großen Religionen zu benennen, sind doch längst viele andere „Ersatzreligionen“ getreten, denen mit großer Inbrunst angehangen wird.
Die Sehnsucht des Menschen nach dem, was ihm Kraft und Trost gibt, was über ihn hinausweist und dem er sich „hingeben“ kann als Glaubender, Liebender, Erwartender, dem er sogar bereit ist sich unter zu ordnen ist doch universal und berührt die tiefsten Gründe des eigenen Selbst und Seins.
Wenn ich in Blogbeiträgen und Kommentaren die unverhohlene Verachtung des an das Christentum gebundene Religiösen lese, frage ich mich aber schon, voraus sich die Ethik der Anti-Religion-Befürworter speist, womit / wodurch ihre vermeintliche Toleranz erklärt und getragen wird, welche Wurzeln ihre als „humanitär“ erachtete Einstellung hat und wie im wesentlichen ihre „Werte und Normen“ fortgeschrieben werden.
Geben sich die, die so vehement gegen (vermeintlich) „christlichen“ Religionsunterricht auf die Barrikaden gehen, eigentlich auch Rechenschaft darüber, was „die Welt im Innersten zusammenhält“, was ihre ureigensten Motive und die Basis ihres Handelns sind?
Und lässt sich das hinreichend und zukunftsweisend im Fach „Ethik“ erklären, lehren und auch einüben? Wertvorstellungen, Einstellungen und Haltungen finden doch ihren Niederschlag im Tun, im Handeln. Sie stehen doch nicht für sich, isoliert von der gesellschaftlichen Realität, quasi – wie in einem Elfenbeinturm philosophischer Betrachtungen – über den Niederungen des Alltags.
Und was ist von der Toleranz derjenigen zu halten, die den Ethikunterricht bejahen, den Religionsunterrichts aber aus ideologischen und/oder ethischen Gründen mit aller Intoleranz vehement bekämpfen, denn welche Gründe, wenn nicht ideologische, sprechen gegen den Religionsunterricht als einen möglichen Ort der Auseinandersetzung um das, was uns ausmacht? Und wieso sollte man diesen Raum/Ort nicht nutzen DÜRFEN?
Bei uns in Niedersachsen haben Schüler die Möglichkeit, anstelle des Religionsunterrichts das Fach „Werte und Normen“ zu wählen. (Gar nichts geht nicht!)
Unsere Kinder konnten sich – bis auf eines – auch in der Oberstufe für den Religionsunterricht entscheiden. Unsere Tochter „musste“ Werte und Normen nehmen, weil „Reli“ schon voll war und ein weiterer Kurs in ihrer „Leiste“ nicht angeboten wurde. Sie berichtete ua. von spannenden Diskussionen um Gen-et(h)ik, die letztlich fast immer bei Fragen nach Gott und Glauben landeten…
Ich denke, es muss in die Freiheit der Eltern und Schüler gestellt sein, wie und wo sie sich mit existentiellen Fragestellungen auseinandersetzen.
Es ist nicht nur eine Frage der Toleranz, ob die Freiheit zu wählen gegeben ist oder nicht.
Ein Bericht über eine spannende Diskussion zum Thema „Ethik und/oder Reli“ findet sich hier, lesenswert!
Stille Tage … 29. März, 2009
Posted by Rika in christsein und glauben, familie.3 comments
… ein langes Abschiednehmen von einem erfüllten Leben …
zurück blicken auf das, was war …
eintauchen in die Erinnerungen …
nachspüren …
fühlen …
.
Hinübergleiten in das Neue …
noch ist es hinter der Grenze …
es kündigt sich an …
ruhig und sanft …
unaufhaltsam …
Gottes Herrlichkeit
auf die sie zugeht
getragen von der Liebe
erfüllt von der Hoffnung
gestärkt durch den Glauben
an Ihn
Jesus Christus
.
Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Johannes 11, 25 u 26
.
.

.
Der Text im Johannesevangelium geht mit der Frage Jesu weiter: “ ‘Glaubst du das?’
Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“
.
Ja, Herr, ich glaube!
.
aus der zeit gefallen … 21. Februar, 2009
Posted by Rika in christsein und glauben, familie.2 comments
… für tage
„HERR, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden…“ Psalm 90,12
dem sterben begegnen - nicht dem eigenen
das ruhige und langsame abschiednehmen begleiten - es dauert noch an
in GOTT geborgen
leben und sterben in SEINER gegenwart
glaubende gewissheit zu IHM zu gehen
in die Herrlichkeit und Ewigkeit GOTTES
…
und alles tritt dahinter zurück.
Was haben die „Satanischen Verse“ mit dem Papst zu tun…? 15. Februar, 2009
Posted by Rika in christsein und glauben, gesellschaft, islam.1 comment so far
„Nichts bis wenig“ könnte man als interessierter und aufgeklärter Mitteleuropäer auf diese Frage antworten.
Die „Satanischen Verse“, genauer gesagt der Autor des Romans, Salman Rushdie, wurden vor 20 Jahren mit einem Bann einer islamischen Autorität belegt, nein, eigentlich mit DEM Bann DER islamischen Autorität, der Fatwa des Mullah Khomeini nämlich, der das Kunststück fertig brachte, den Schah von Persien zu stürzen und einen islamischen Gottesstaat zu errichten … ist eine Weile her, ich weiß …
Seit Mullah Khomeini sein Pariser Exil verließ, um im Iran nach dem Rechten zu sehen und dafür zu sorgen, dass dem Islam (im Iran, doch wie sich schnell zeigte, nicht nur dort!) in ausreichendem Maße Genüge getan wird, stehen die aufgeklärten Gesellschaften des christlichen Abendlandes und ihre Trabanten vor einem unlösbaren Konflikt Rätsel:
„Dürfen wir oder dürfen wir nicht?
Dürfen wir in unserem christlichen Abendland – mit zugegebener Maßen großer jüdischer Tradition – tun und lassen was wir wollen oder dürfen wir nicht?
Respektive dürfen Muslime frei und ohne Selbstbeschränkung im christlichen Abendland erfundene oder tatsächliche Geschichten erzählen, die die moralisch-ethischen Aspekte muslimischen Lebens berühren und dabei islamische Traditionen unter Umständen in zwielichtige Betrachtungen bringen KÖNNTEN oder dürfen sie nicht?
Muslime dürfen NICHT! Das ist mittlerweile klar belegt, Zuwiderhandlungen werden mit einer Todesfatwa belegt, wie der Fall Salman Rushdie recht eindrucksvoll belegt!
Dürfen wir (aufgeklärten und christlich-jüdisch sozialisierten Europäer) Muslime darin unterstützen, ihre Erzählungen zu veröffentlichen, die die moralisch-ethischen Aspekte muslimischen Lebens berühren und dabei islamische Traditionen unter Umständen in zwielichtige Betrachtungen bringen KÖNNTEN?
Dürfen wir NICHT!
GAR NICHT!
Weil, das bringt auf der Stelle alle muslimische Bürger unseres schönen Europa in einen nicht zu bewältigenden Loyalitätskonflikt – siehe Fatwah -, der die Grenzen der zumutbaren Tolerans für die muslimischen Mitbürger sprengen KÖNNTE, dadurch zu chaotischen Zuständen in den großen europäischen Städten führen KÖNNTE und damit Instabillität verursachen KÖNNTE … und wer möchte das riskieren, stellen doch beispielsweise schon so simple Fragen wie gemeinsamer Sportunterricht für Jungen und Mädchen in „Migrationsklassen“ ein riesiges Porblem dar … und das ist doch nun wirklich vergleichsweise harmlos!
Seit Herr Khomeini persönlich die Belange des Islam in Persien – sprich IRAN - überwacht hat und seine Anhänger und Nachfolger im Amt des obersten Wächters nach seinem Ableben diese ehrenwerte Aufgabe übernommen und weitergeführt haben, stehen alle ordentlichen Muslime in der Pflicht, dem Islam weltweit Geltung zu verschaffen und für dessen ordnungsgemäße Umsetzung in allen Belangen des täglichen Lebens zu sorgen. Für die Muslime Europas gilt dies in besonderem Maße, vermutlich, weil Herr Khomeini eine Zeit seines Lebens in Europa verbrachte …. es kann aber auch mit der glorreichen Vergangenheit im „Goldenen Zeitalter“ zu tun haben, als Muslime sich via Spanien anschickten, das christliche Abendland – mit zugegebener Maßen großer jüdischer Tradition – für den Propheten zu gewinnen …
Das christliche Abendland hingegen hat inzwischen gelernt, die christlichen Autoritäten – gleich welcher Richtung – auf den Prüfstand zu stellen und zu hinterfragen, ob ein U tatsächlich ein U und nicht etwa ein X sei und Gott das Maß aller Dinge und der Papst unfehlbar!
Päpste erwiesen sich im Lalufe der vielen Jahre seither als Kritik würdig, ja, sogar als Kritik bedürftig, Gott selbst schien nicht unfehlbar und die Religionen hatten seit den schrecklichen Kriegen im 20. Jahrhundert als „Angstmacher“ ohnehin ausgedient.
Der Papst in Rom war das geistige Oberhaupt vieler Katholiken und ansonsten ein netter Mann, der alljährlich seinen Segen „Urbi et Orbi“ spendete und den man mit seinen Ansichten zu Schwangerschaftsverhütung, Abtreibung und Homosexualität ohnehin nicht so ganz ernst nahm, wenngleich seine Ansichten schon Ärgernis bedeuteten … und manche Katholiken sich mit dem Gedanken des Kirchenaustritts trugen … bei den Evangelen war und ist das sowieso noch ein bisschen anders seit Luther und seinen Thesen … und die feinen Unterschiede in den drei monotheistischen Religionen wurden nicht explizit hervor gehoben oder gar betont … was den Mullahs genauso recht war wie dem Papst und den vielen evangelischen Denominationen sowieso und auch von den Juden nicht weiter beachtet wurde …
Der Neue in Rom aber war anders. Seine Regensburger Rede machte deutlich, dass er die feinen Unterschiede sehr wohl registrierte … und die Mullahs merkten auf …
Das katholische Profil zu schärfen war das eine Anliegen, Christus zu verkündigen das andere, wenngleich er das beinahe subversiv betrieb …
Die „SatanischenVerse“ hatten die Grenze der islamischen Toleranz deutlich gemacht – die Mohammed-Karikaturen taten ein Übriges – und die gesamte europäische Öffentlichkeit kuschte vor dieser Grenze. In der erregten Debatte um die Regensburger Rede wurde öffentliche Rücksichtnahme auf die Gefühle der Muslime eingefordert, aber kaum eine große theologische Kapazität im alten Europa war bereit, sich inhaltlich mit den Aussagen auseienander zu setzen und zu einer großen öffentlichen Disputatuion zu bitten! Es scheint mir ein ähnliches Verhalten zu sein wie bei denSatanischen Versen oder den Mohammed-Karikaturen: kaum ein Verlag war bereit, Buch und / oder Karikaturen zu drucken, die starke Solidarität mit den Verfemten in Form einer TATkräftigen Unterstützung blieb aus. Lediglich ein lautes Lamento ob man dürfe oder nicht nürfe wurde veranstaltet in den Medien der Zeit! Die Toleranzschwelle muslimischer Interessenverbände sank damit weiter und nähert sich bedrohlich gegen NULL.
Der „Neue“ im Vatikan jedoch wurde zum Ventil für nahezu alle religiös geprägten Widerständler. Jegliche (durchaus berechtigte) Kritik an religiösen Systemen entlud sich an dem „deutschen Papst“ in Rom, seine Fehler wurden öffentlich diskutiert und kritisiert.
Nahezu Lehrbuch mäßig wird der Papst zur öffentlichen Projektionsfläche für fast alle Formen der Kritik an religiösem Leben …
Doch kaum einer der „Papst-und-Kirche-Kritiker“ käme auch nur im Traum auf den Gedanken, in ähnlicher Form islamische Würdenträger und islamisch-religiöse Standpunkte an den Pranger der öffentlichen Kritik zu stellen… Nicht einmal der „Spiegel“ ansonsten kein Kind von Traurigkeit und erst recht nicht zimperlich im Umgang mit den Größen des öffentlichen Lebens hatte es gewagt, die Karrikaturen nachzudrucken oder heftig und kritisch Stellung zu nehmen gegen muslimische Traditionen, wie etwa das Verheiraten kleiner Mädchen mit alten Tattergreisen!
Mir fallen mir auf Anhieb zig Aspekte ein, die ich gerne so öffentllich hinterfragt sehen würde, angefangen bei der Rolle der Frau (wie hacken sie alle auf der kath. Kirche und ihrer „Frauenfeindlichkeit“ herum), dem Ausschalten der eigenen kritischen Vernunft, dem schari’ischen Rechtssystem, der Ungleichbehandlung von Muslimen und Christen in islamisch orientierten Ländern, Zwangsverheiratung und Heiratsalter, Selbstmordattentaten als Weg ins Paradies und … und … und…
Ich behaupte völlig ungeschützt und durch keinerlei wissenschaftliche Recherche gestützt, dass wir Europäer den Islam und seine Vertreter in der öffentlichen Diskussion „mit Toleranz schützen“, weil wir es uns Dank der Aufklärung leisten können den „Papst“ (als Symbol für jedwede und archaisch geprägte religiöse Autorität) und mit ihm das Christentum in Grund und Boden zu verdammen, ohne Befürchtungen für jenseitige oder gegenwärtige Sanktionen hegen zu müssen.
Wir verkennen aber den Fehler der uns bei dem „ehrenwerten“ Vorgehen unterläuft, den Islam und seine öffentlichen Vertreter mit unserer mittlerweile erarbeiteten Toleranz zu „schützen“ und damit zu stärken, dass nämlich ein Islam „ohne Aufklärung“ ein absolutes, allumfassendes und totalitäres System mit mehr oder weniger großen religiösen Anteilen ist, das uns in unseren Freiheiten des Denkens, des religiösen Lebens und des politischen Handelns beschneiden und beschränken wird…. Man sehe sich nur die Liste der Fatwas an um schnell fest stellen zu können, wie sehr islamisch-religiöse Vorschriften das ganze Leben bestimmen … sogar solche Fragen wie die, ob ein Moslem Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften zu deren Festen beglückwünschen darf …
Die Fatwa gegen die „Satanischen Verse“ waren ja nur der Anfang …
Die seltsame Berichterstattung über ein gefährdetes Kloster in der Türkei… 13. Februar, 2009
Posted by Rika in christsein und glauben, gesellschaft, islam.7 comments
Heute Morgen in der Printausgabe der HAZ auf Seite 3
Sturm über dem „Berg der Gottesknechte“
Auf Fundamenten einer Moschee errichtet? In der Türkei muss sich eines der weltweit ältesten christlichen Klöster gegen absurde Vorwürfe wehren
Ich rieb mir erstaunt die Augen, las man doch in den letzten Wochen in der Heimatzeitung überwiegend türkisch-freundliche Berichte oder Kommentare, selbst der temperamentvolle Auftritt Erdogans in Davos wurde verständnisvoll kommentierend beschrieben. Und nun dieser Bericht über die Machenschaften in Südostanatolien gegen ein christliches Kloster – wer hätte das gedacht.
Noch erstaunter war ich allerdings heut Mittag als ich das Internet-Portal der Zeitung aufsuchte und nicht den kleinsten Hinweis auf den lohnenswerten Bericht fand und auch den zweiten Artikel auf der Seite 3 mit der Überschrift:
Keine Freiheit für religiöse Minderheiten
vergeblich suchte. Auch dieser Artikel sehr interessant, beschäftigt er sich doch mit der schwierigen Lage der Christen in der Türkei! (Auf den Artikel gehe ich hier nicht weiter ein!)
Nun denke ich darüber nach, ob man die beiden Berichte „nur“ den gemütvollen Hannoveranern zukommen lassen wollte, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lassen und sich auch nicht so schnell über politische wie sonstige Ungerechtigkeiten der Welt erregen … oder wollte man einen kleinen Ausgleich schaffen zu der Berichterstattung über die etwas brenzligen Aussagen der Bischöfin Käßmann, die sich nicht vorstellen mochte, dass aus einem Kirchengebäude eine Moschee wird. Ich schrieb ja darüber…
Wie auch immer,
beide heute erschienenen Artikel sind äußerst moderat in der Form der Berichterstattung und die Brisanz der Aussagen ist in behutsamen Formulierungen tolerant-liberal verpackt. Der Frage in der Überschrift „Auf Fundamenten einer Moschee errichtet?“ wird im Artikel selbst nicht nachgegangen, sondern nur lapidar gesagt:
… über der Abtei mit ihren Mauern und Glockentürmen aus gelbem Sandstein braut sich weitaus Bedrohlicheres zusammen als der Sturm, der an diesem düsteren Februartag über den Südosten der Türkei hinwegfegt.
Denn gleich drei umliegende kurdische Dörfer und dazu noch der türkische Staat machen dem Kloster große Teile seines Landes streitig. Und weitere Vorwürfe stehen im Raum: Die Anklage, das Kloster betreibe unerlaubte Missionstätigkeiten; oder die abstruse Behauptung, Mor Gabriel sei auf einer zerstörten Moschee errichtet worden – dabei stand das Kloster bereits seit 200 Jahren, als Mohammed den Islam begründete.
Es wäre doch gerade an dieser Stelle ein knapper Hinweis auf die Grundsätze des Islam angebracht (wenn schon keine Auseinandersetzung damit erfolgt), behauptet er doch von sich, die letzte und einzige Wahrheit zu sein und bereits von Anbeginn der Schöpfung an zu existieren, selbst wenn die gabriel’schen Einflüsterungen einem listenreichen und grausamen, arabischen Anführer einer kriegerischen Horde erst rund 600 Jahre nach Christi Geburt passiert sein sollen. Dieser Anspruch des Islam auf die letzte verbindliche „Offenbarung und Wahrheit Allahs“ legitimiert auch die gerichtliche Auseinandersetzung um die Ländereien des Klosters und dessen Fortbestand.
Es gehe um mehr als die Ländereien, glauben denn auch die Geistlichen von Mor Gabriel: Die Existenz eines der letzten christlichen Klöster in der Türkei stehe auf dem Spiel – und damit auch die zukunft der bedrängten syrisch-orthodoxen Gemeinde. „Sie wollen alles: erst unser Land, dann unser Kloster“, sagt der Abt des Klosters, Bischof Thimotheus Samuel Aktas. „Die Muslime und der Staat, sie wollen uns vertreiben.“
Die HAZ schreibt, dass die gerichtliche Auseiandersetzung schon seit Monaten währt … und noch Monate andauern kann.
Denn
„Der Streit um die Grundstücke ist nur ein Vorwand“, sagt Kyriakos Ergün, der Klostervorsteher. „Die syrisch-orthodoxen Christen sollen eingeschüchtert werden.“
In Sorge sind sie ohnehin. Jeder im Kloster denkt an die Ermordung des katholischen Priesters Andrea Santoro 2006 in Trabzon. Und an den furchtbaren Foltertod der drei evangelischen Missionare in Malatya im Jahr darauf.
…
„Das Kloster ist wie eine Brücke zwischen den syrisch-orthodoxen Christen in der Türkei und in Europa – diese Brücke soll zerstört werden.“ Die drei Dorfvorsteher, die diesen Prozess angestrengt haben, seien nur Randfiguren, glaubt Gamri: Hinter dem Verfahren stehe die islamisch-konservative Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. „Sie will das Erbe von einer der ältesten Kulturen der Welt zerstören.“ Unterdessen ist eine weitere Klage hinzugekommen, abgestrengt diesmal von der Staaatskasse Midyat: Sie beansprucht weitere zwölf Parzellen Klosterland, acht davon sogar innerhalb der Mauern der Abtei. Der Druck wächst.
Warum regt sich darüber hierzulande niemand öffentlich und laut auf?
Sollte man diesen Druck nicht ganz klar und deutlich machen hier in Deutschland und die „freundschaftlichen Beziehungen“ deutscher Politiker, wie deutscher Geschäftsleute und Touristen nutzen, um das Leben der Christen in der Türkei erträglicher zu machen?
DAS wäre doch auch eine lohnende Beschäftigung für die Türkei-Versteherin Claudia Roth und ihren grünen Freund Cem Özdemir…
Islam bedeutet Unterwerfung und Frieden, habe ich gelernt!
Vermutlich finden die Christen in der Türkei erst Frieden, wenn sie sich dem Isalm rückhaltlos unterworfen haben …
Und was macht die muslimfreundlichen Toleranten in diesem Land so sicher, dass das nicht auch mit den Christen in Europa passieren könnte …
Obwohl:
In Deutschland gehören die Muslime zu einer gefährdeten Minderheit, glaubt man einer auf islam.de erschienenen Information, die die Menschenrechtsorganisation vor ihren Karren spannt, da heißt es nämlich:
Amnesty International warf Berlin vor, einen Bericht an den Menschenrechtsrat „geschönt“ zu haben. Der Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Heiner Bielefeldt, sagte: „Es gibt die Tendenz deutscher Selbstgefälligkeit beim Thema Menschenrechte.“ Die UN-Expertin von Amnesty International (ai), Silke Voss-Kyek, warf gar im Deutschlandfunk der Bundesregierung vor, der deutsche Bericht für habe „mit der Realität nichts zu tun“.
So kommt es nicht von ungefähr, dass z.Z. der „Nationale Aktionsplan der Bundesrepublik Deutschland zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und darauf bezogene Intoleranz“ als unzureichend gewertet wird – eine schwere Kritik, die erst kürzlich das Deutsche Institutes für Menschenrechte erhob.
Darin wird z.B. der am schnellsten wachsende Rassismus in unserem Lande: nämlich die Islamfeindlichkeit – erst gar nicht qualifiziert und erwähnt. Bevor das Papier in den Bundestag zur Besprechung gelang haben eine Reihe von Nichtregierungsorganisationen – u.a. der Zentralrat der Muslime in Deutschland – dies auch deutlich kritisiert. (Hervorhebung von mir)
… und da wunder ich mich, dass hier niemand den Christen in der Türkei beistehen will, die ja nur ihr Kloster behalten wollen - wo wir hier doch so ein massives Rassismus- und Verfolgungsproblem haben und nun auch noch die katholische Kirche von ihrer Position der Versöhnung zwischen den Religionen abrückt … ach und weh!
NACHTRAG:
Was die HAZ nur in der Printausgabe berichtet, kann man hier und hier nachlesen – wortgleich!
Außerdem gibt es weitere Informationen zum „Berg der Gottesknechte“ hier und hier
Der Kölner Stadtanzeiger berichtete bereits im Dezember über den Prozess gegen das Kloster und stellte dabei den deutlichen Bezug zu den Beitrittsverhandlungen der Türkei zur EU her:
Ohnehin steht das Thema Religionsfreiheit auf der Tagesordnung der Beitrittsverhandlungen, die seit Mitte 2006 mit der Türkei geführt werden. In der Türkei, deren Bewohner zu über 99 Prozent Muslime sind, leben etwa 100 000 Christen. Größte Gruppe sind die orthodoxen Armenier. Auch rund 15 000 Katholiken und etwa 3000 Protestanten leben in der Türkei. Ihre Kirchen sind aber weitgehend rechtlos.
EU-Diplomaten in Ankara hegen die vorsichtige Hoffnung, dass die drohende Enteignung des Klosters abgewendet werden kann und warnen davor, die türkische Justiz jetzt mit massiven politischen Interventionen unter Druck zu setzen: „Das könnte in dieser Phase eher kontraproduktiv sein“, meint der Vertreter eines EU-Landes in Ankara – zumal die Klagen selbst nach Einschätzung türkischer Juristen auf eher schwachen Füßen stehen. (Hervorhebung von mir)
Wie können wir es in Europa und erst recht in Deutschland wagen, die Türkei unter Druck zu setzen, die doch längst via Ditib massiv in die gesellschaftliche Struktur aller Städte und Gemeinden hinein regiert, in denen eine Moschee, gleichgültig ob in Hinterhöfen oder himmellhochstrebend wie in Duisburg den türkischen Türken und türkischen Deutschen „in diesem unseren Land“ der ehemaligen Kohl’schen Republik Weg und Richtung weist - und mit Hilfe subversiv agierender Verbände sich anmaßt für alle Migranten in Deutschland zu sprechen und laut und vernehmlich die Rechte muslimischer Interessengruppen einzuklagen???
Alles, was Muslime unter Druck setzt oder von dem sie sich subjektiv unter Druck gesetzt „fühlen“, ist kontraproduktiv für die Angehörigen der Religion des Friedens!
Das ist in Israel/ Palästina nicht anders als in Ägypten, in der Türkei nicht anders als in Afghanistan, im Iran nicht anders als in Pakistan.
Warum, um alles in der Welt, sollte es ausgerechnet in Europa „anders“ sein?
Selbst in der betulichen hannoverschen Provinz reagieren Muslime auf den leisesten Hauch von Widerstand gegen ihre Vorhaben oder Wünsche allergisch – das zeigte der Aufschrei angesichts der Kita-Debatte ebenso wie das Protestgeschrei gegen die Meinung der Bischöfin … … …
Kernkompetenz … 13. Januar, 2009
Posted by Rika in christsein und glauben, israel.1 comment so far
Kernkompetenz – ein schönes Wort, so griffig, so angesagt, so Kompetenz versprechend, so werbewirksam …
ähnlich geartet wie Kerncurriculum. Auch so ein schönes Wort, so inhaltsschwer, so bedeutsam, so werbewirksam, so angesagt bei den Bildungspolitikern, so wichtig …
Galt man früher schon als kompetent, wenn man das Wort Kompetenz richtig einzusetzen wusste, reicht das heute lange nicht mehr, nein, Kernkompetenz muss erwiesen werden. Wusste früher jeder, was es mit Curriculum auf sich hat, reicht das heute lange nicht mehr, nein, Kerncurricula müssen definiert werden.
Auf den Kern kommt es dabei an, sowohl bei der Kompetenz, als auch beim Curriculum. Der „Kern“, so suggeriert das Wort, ist das absolut und unabdingbar Notwendige, das, worauf in gar keinem Fall verzichtet werden kann. Das Minimum dessen, was von Curriculum und Kompetenz erwartet wird. Der Kern nämlich ist das Mass der Dinge, der harte Kern, auf den man trifft, wenn man eben nicht die Zwiebel gehäutet sondern die Nuss geknackt hat.
Was das mit mir zu tun hat und warum ich über Kernkompetenz schreibe?
Das ist leicht zu erklären:
Ich lag gestern noch lange wach und konnte nicht einschlafen, weil ich zu lange und zu intensiv durch die Blogwelt gesurft war und mir zu viele dieser Anti-Blogs zugemutet hatte. „Anti-Blogs“ schreiben anti, also gegen. Gegen Atomkraft (Nein Danke!) Klimaerwärmung (es ist bitterkalt da draussen!) genmanipuliertes Gemüse oder Futtergetreide, Hühner in Legebatterien, Windkraftanlagen an der Küste, Castro-Transporte ins Wendland, Moorautobahnen, Vernichtung der Feldhamster, Schweinemastanlagen, Abitur nach 12 Jahren, Bologna-Prozess, Ypsilanti zur Ministerpräsidentin, Doping bei der Tour, Drogen, Kindesmissbrauch und Internetpornographie, Gasimporte durch die Ostsee und Kunstschnee auf den Pisten …
Vor allem schreiben Anti-Blogs in dieser Zeit aber gegen den Krieg.
Kein Mensch auf dieser Welt kann aus Prinzip FÜR einen Krieg sein, weil jeder Krieg für die betroffenen Menschen unmenschlich und grausam ist, weil Menschen sterben, weil Städte zerstört und Kinder traumatisiert werden. Und dennoch gehört es zu den Paradoxien dieser Welt, dass Kriege als „notwendig“ erachtet werden, zumindest aber die Beteiligung am Krieg in der Rückschau als sinnvoll erkannt wird, etwa die Beteiligung Amerikas an der Zerschlagung des Terrors der Nazidiktatur im zweiten Weltkrieg. Das muss ich einfach mal so sagen! Die Beteiligung der Amerikaner am Krieg in Vietnam trieb mich allerdings als junge Studentin auf die Straßen…. Kriege werden provoziert und andere von langer Hand geplant.
Gegen Krieg zu sein ist eine durchaus ehrenwerte Haltung, umso ehrenwerter, je nüchterner und objektiver die Anti-Leute ihre Anti-Haltung vorbringen und begründen.
Aber genau daran hapert es in den vielen Anti-Blogs, die zwar unbekümmert die diversen Kriege und Konflikte in Afrika durchwinken, d.h. erst gar nicht zur Kenntnis nehmen, die aber plötzlich und überraschend ihre geballte ANTI-Kraft entdecken, wenn es um den Krieg in Gaza geht, diesen bekannten Konflikt: David gegen Goliath oder „die Palästinenser gegen den Rest der Welt“!
Nein, da habe ich etwas durcheinander gebracht: David war der junge Jude mit der Steinschleuder, der den Philister Goliath im Kampf Mann gegen Mann – also Steinschleuder gegen Rüstung und Schwert getötet hat. Heute heißen, glaubt man den Darstellungen der Anti-Blogs, die Philister- Palästinenser „David“ und die Juden „Goliath“. Verdrehte Welt. Doch nicht Palästina-Hamastan sondern Israel steht mit dem Rücken zur Wand – gegen den Rest der Welt, zumindest propagandamäßig und vermutlich auch strategisch-taktisch, ginge es nach den tapferen Kämpfern der Hamas (und ihren Beratern und Ausstattern im Iran), die die Juden ins Meer treiben wollen, aber nicht können.
Und klammheimlich – noch so ein schönes Wort!- finden das die Anti-Blogs natürlich auch (Juden gehören ins Meer), nur das sie jetzt wieder Partei für den Rest der Welt (Hamas, die Palästinenser und ihre Sympathisanten) und nicht für David, also die mit dem Rücken zur Wand Stehenden (Israel und die Israelis) sind … sehr verdreht, diese Welt!
Naja, und diese vielen Anti-Blogs mit ihren zum Teil extrem hasserfüllten Schreibereien lassen mich schlecht schlafen. Ich fühle mich ohnmächtig und hilflos. Und so lag ich gestern in meinem Bett und da kam mir die Idee mit der Kernkompetenz – nein, ich mag das Wort nun eigentlich gar nicht, aber das, was in diesem Zusammenhang dahinter steckt:
Ich besann mich auf meine ureigenste Identität als Christin und die Kernkompetenz der Christen ist das Beten. Mir fällt nichts anderes ein, was ich besser könnte und kann. Klar, ich kann mir die Finger wund schreiben – und sicher werde ich auch weiterhin meinen Senf dazugeben, aber das ist doch eher wie das Rufen gegen den Wind und andere können das – das Schreiben – auch sehr viel besser und effektiver als ich.
Ich werde einfach mehr beten …
Kernkompetent, wie ich nun mal bin!
Advent … 21. Dezember, 2008
Posted by Rika in christsein und glauben.add a comment
Heute in der Gemeinde gesungen:
Komm in unsre stolze Welt, HERR, mit deiner Liebe Werben. Überwinde Macht und Geld, lass die Völker nicht verderben. Wende Hass und Feindessinn auf den Weg des Friedens hin.
Komm in unser reiches Land, der du Arme liebst und Schwache, dass von Geiz und Unverstand unser Menschenherlz erwache, Schaff aus unserm Überfluss Rettung dem, der hungern muss.
Komm in unsre laute Stadt, HERR, mit deines Schweigens Mitte, dass, wer keinen Mut mehr hat, sich von dir die Kraft erbitte für den Weg durch Lärm und Streit hin zu deiner Ewigkeit.
Komm in unser festes Haus, der du nackt und ungeborgen. Mach ein leichtes Zelt daraus, das uns deckt kaum bis zum Morgen; denn wer sicher wohnt vergisst, dass er auf dem Weg noch ist.
Komm in unser dunkles Herz, HERR, mit deines Lichtes Fülle; dass nicht Neid, Angst, Not und Schmerz deine Wahrheit uns verhülle, die auch noch in tiefster Nacht Menschenleben herrlich macht.
Text: Hans von Lehndorff, 1968, Melodie und Begleitsatz: Gerhard Schnitter, 2002
aus: „Feiern & Loben“, die Gemeindelieder, Hänssler Verlag Holzgerlingen, Bundesverlag Witten, Oncken Verlag Kassel und Haan
Besinnungslos im Advent … 2. Dezember, 2008
Posted by Rika in christsein und glauben.2 comments
Eigentlich …
ja eigentlich weiß „man“ es doch schon seit eh und je, dass spätestens, allerspätestens im Dezember die Adventszeit beginnt und eigentlich weiß „man“ auch, dass alle die vielen Tittifittis, die Schnickeldis und all der Schnickschnack zwar hübsch (naja, das ist schon mehr Geschmackssache, nicht wahr!!??!!) anzusehen sind, aber doch nicht wirklich mit dem Sinn dessen etwas zu tun haben, was ursprünglich ADVENT bedeutet!
Und so hetzt „man“ wieder durch die Zeit der Besinnung um all die Dinge zu besorgen, die die Adventszeit so richtig schön besinnlich machen, Tannengrün und Kerzen, Schleifen, Bänder und allerhand Kunstgewerbliches oder „Künstliches“ (heutzutage meistens aus China importiert), man absolviert diverse besinnliche Tage, Familienfeiern, Weihnachtsmärkte, Basare und Festivitäten, hektisch und – wie es scheint – ohne Sinn und Verstand.
Besinnungslos eben …
… doch dabei wäre es höchste Zeit, sich zu besinnen auf das Wesentliche, das Eigentliche, das Unglaubliche, das ganz und gar Unbegreifliche!
Der „König der Ehre“ wird einziehen, darum: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch!“ wie Luther den Vers 7 aus Psalm 24 übersetzt.
Diese Verse der Lutherübersetzung inspirierten Georg Weissel zu dem (mittlerweile) bekannten (Kirchen)Lied in der Adventszeit: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit...“
Die Elberfelder Übersetzung, der man ja bescheinigt, im deutschsprachigen Raum die Übersetzung zu sein, die am dichtesten am Urtext bleibt, schreibt an dieser Stelle:
„Erhebt, ihr Tore, eure Häupter, und erhebt euch, ihr ewigen Pforten, dass der König der Herrlichkeit einziehe!“
Wir („man“, ich) machen nach dieser Übersetzung gar nichts, auf uns kommt es nun überhaupt nicht an… „Erhebt, ihr Tore …“ allenfalls dürfen wir („man“, ich) an heiliger Stätte stehen, wie es im Psalm zuvor heißt. David, der diesen Psalm geschrieben hat, gibt an, wer an der „heiligen Stätte“ sein, auf den Berg des HERRN hinaufsteigen darf. Nein, nicht der mit dem prächtigsten Adventsschmuck im Haus oder der am tollsten dekorierten Fassade, „Der unschuldige Hände und ein reines Herz hat, der seine Seele nicht auf Falsches richtet und nicht schwört zum Betrug.“ sagt David, und weiter: „Er wird Segen empfangen vom HERRN und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.“
Das, dieser Gott unseres Heils, sein Kommen ist es, weshalb wir Advent feiern. Für Christen in aller Welt bedeutet dieses Kommen des „Herrn der Herrlichkeit“ die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Wir erinnern an die Geburt Jesu! Das feiern wir! Auf IHN, den Christus warten wir, darauf, dass ER wiederkommt und der Welt Frieden bringt, und wir hoffen und glauben, dass ER schon heute mehr und mehr in uns Gestalt gewinnt, wie Paulus es ausdrückt, dass ER schon heute seine Herrlichkeit aufrichtet ganz ohne Schnörkel und Schnickschnack, ohne Pomp und ohne Prunk, ohne Lichterketten und Adventskränze, ohne Glühwein und falsche Weihnachtsmänner, ja sogar ohne Adventmusik und Weihnachtskantaten in den vielen Kirchen, in denen wir nach Besinnung suchen in einer heillosen und hektischen Zeit …
Gott unseres Heils, lass uns nicht besinnungslos unsere Seele auf Falsches richten …