… und ob „SIE“ es überhaupt gehört und verstanden haben… 14. Dezember, 2009
Posted by Rika in gesellschaft, islam, israel.1 comment so far
… „Sie“ nämlich, die immer noch glauben und verkünden, dass der Frieden in Nahost und der ganzen Welt davon abhängt, dass und wie schnell und vollständig die Juden aus dem Westjordanland verschwinden und entsprechend ihre Forderungen an Israel stellen, die Siedlungen zu räumen, den Schutzzaun zu demontieren, Jerusalem zu teilen und nach Möglichkeit darauf zu verzichten, Israel als „jüdischen“ Staat zu bezeichnen?
Haben sie gehört und verstehen sie auch, was die Hamas heute ihrer jubelnden Anhängerschaft anlässlich ihres 22jährigen Gründungstages mitteilte, dass nämlich der Kampf gegen das „Gebilde“ erst aufhören würde, wenn das „Gebilde“ vollständig und für immer verschwunden sei?
Wobei ich es sehr interessant finde, dass zunächst in den Nachrichten des D-radio Hamas-Führer Hanija zitiert wurde, wobei von „Gebilde“ die Rede war, im Laufe des Tages und in der Internetnotiz dann aber lediglich davon gesprochen wird, dass die Hamas das Existenzrecht Israels nicht anerkennt! Was ist das für eine Organisation***, die ihren Gegner nicht einmal beim Namen nennt, geschweige denn sein Recht auf Existenz und Namen anerkennt?
Und was sind das für Leute, die immer noch bei Israel die „Schuld“ für den organisierten Terror suchen, der doch nie aufgehört hat seit den ersten Tagen des noch jungen jüdischen Staates?
Wann werden die Kritiker Israels endlich begreifen, dass sie diejenigen stärken und unterstützen, die nichts anderes wollen, als Israel zu vernichten?
Oder ist es das, was sie ganz heimlich auch denken und fordern?
Palästina ungeteilt mit Jerusalem als Hauptstadt, die Rückkehr der „Flüchtlinge“ garantiert und den Juden ein Bleiberecht im Land ihrer Väter unter dem Dach des Islam und unter der Regierung der friedliebenden und wohlwollenden Palästinenser?
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*** Dass die Hamas nicht alleine ist mit ihren Zielsetzungen in Bezug auf Israel verdeutlicht das Manifest der Hisbollah. Eine gute Übersetzung findet sich u.a. bei Markus – Wahrheitsgraben. Die Zusammenfassung der Ziele der Hisbollah besteht in diesen Sätzen:
Unsere primäre Voraussetzung für unseren Kampf gegen Israel ist, dass das zionistische Gebilde von Anfang an aggressiv ist und auf Gebieten erbaut wurde, die ihren Besitzern entrissen wurden – auf Kosten der Rechte der muslimischen Bevölkerung. Deshalb wird unser Kampf erst enden, wenn die Existenz dieses Gebildes ausgelöscht ist. Wir erkennen keinen Vertrag mit ihm an, keinen Waffenstillstand und kein Friedensabkommen, ob einzeln oder konsolidiert.
Wir verurteilen alle Pläne für Verhandlungen mit Israel aufs schärfste und betrachten alle Verhandlungsführer als Feinde, weil solche Verhandlungen nichts anderes sind als die Anerkennung der Legitimität der zionistischen Besetzung Palästinas. Deshalb lehnen wir die Camp-David-Abkommen, die Vorschläge des Königs Fahd, den Fez und Reagan-Plan, die Breschnew- und die Französisch-ägyptischen Vorschläge und alle anderen Programme komplett ab, die die Anerkennung (auch die stillschweigende Anerkennung) des zionistischen Gebildes beinhalten.
„Turban und Hakenkreuz“ – ein Programmhinweis… 7. Dezember, 2009
Posted by Rika in gesellschaft, israel.add a comment
auf eine Sendung bei arte, die sich mit den intensiven Beziehungen zwischen den Nationalsozialisten und dem Mufti von Jerusalem in der Zeit des Tausendjährigenreiches befasst:
„Turban und Hakenkreuz“: ARTE zeigt Film über Mufti Al-Husseini
STRASSBURG (inn) – Er war 16 Jahre lang das religiöse Oberhaupt der arabischen Muslime und arbeitete eng mit den Nationalsozialisten zusammen: Mohammed Amin al-Husseini. Im Zweiten Weltkrieg floh er vor den Briten und fand Zuflucht in Deutschland. Am Mittwoch strahlt der deutsch-französische Kultursender ARTE eine Dokumentation über den einstigen Großmufti von Jerusalem aus.
„Der ehemalige Mufti von Jerusalem Mohammed Amin al-Husseini – heute eine umstrittene Figur der islamischen Welt – galt in den 20er bis 40er Jahren als bedeutende politische und religiöse Autorität der Palästinenser“, heißt es in der Ankündigung des Senders. „Sein Antisemitismus ließ ihn ab 1937 offen mit den Nationalsozialisten kollaborieren. So lebte Al-Husseini zu Beginn der 40er Jahre in Berlin und unterstützte die Nazis mit seinem Einfluss, den er als religiöses Oberhaupt der arabischen Muslime und als deren politischer Führer genoss.“
Weiter schreibt ARTE: „In der arabischen Welt galt er schon zu Lebzeiten als Legende. Er wurde verehrt und bewundert von seinen Landsleuten, verachtet und bekämpft von seinen Feinden. 16 Jahre lang war Al-Husseini religiöses Oberhaupt der arabischen Muslime, 30 Jahre lang ihr politischer Führer und lange Zeit auch politischer Repräsentant der arabischen Welt. Von den Briten verfolgt, gelang Al-Husseini während des Zweiten Weltkrieges die abenteuerliche Flucht nach Deutschland. Von 1941 bis 1945 lebte er in Berlin und war eng mit der Staatsmacht verbunden. In dieser Zeit stützte er das verbrecherische System ideologisch und politisch und verteidigte es skrupellos. Die Beziehung zwischen dem Mufti und den Nazis ist so frappant wie erschreckend und eine bis heute unbekannte Geschichte des Dritten Reiches.“
Die 53-minütige NDR-Dokumentation des Regisseurs Heinrich Billstein steht unter dem Titel „Turban und Hakenkreuz – Der Großmufti und die Nazis“.
Ausstrahlung: Mittwoch, 9. Dezember, um 21 Uhr
Wiederholungen:
Samstag, 12. Dezember, 14 Uhr
Dienstag, 15. Dezember, 9.55 Uhr
Von: E. Hausen
Passt doch irgendwie zur Gegenwart… nur das heute die Beziehung zwischen deutschen Antisemiten (Judenhassern, Israelkritikern) und Arabern nicht mehr als „erschreckend“ wahrgenommen wird, sondern vielmehr längst zur Normalität geworden ist, wobei sich ebenso „normal“ die Linken (und viele linke Grüne) als bekennende Palästinenserfreunde als Dritte im Bunde nicht nur empfehlen „ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte“, sondern auch entsprechende VorLeistungen in das Bündnis einbringen!
Hinweis auf Jerusalem… 6. Oktober, 2009
Posted by Rika in islam, israel.add a comment
… in den Schriften der Antike als Zeugnis dafür, dass Jerusalem nicht nur schon immer das religiöse Zentrum der Juden war sondern bis zur Zerstörung durch die Römer ebenso die politische Hauptstadt.
Es ist leider notwendig, das ins Bewusstsein der heutigen (grün-links-politischen) Generation zu rufen, die unter dem Einfluss arabischer Propaganda meint, Jerusalem hätte mit Juden so viel zu tun, wie Äpfel mit Pflaumensaft, will sagen, es hätte „erst“ durch die heutigen Israelis eine Umetikettierung der eigentlich „rein arabisch-moslemischen“ Stadt stattgefunden und Juden würden das heutige Jerusalem zu Unrecht okkupieren.
Heplev macht in einem Beitrag auf die entsprechende Untersuchung aufmerksam und weil man alles so gut dort nachlesen kann, erspare ich mir einen eigenen ausführlichen Bericht, sondern weise lediglich darauf hin, dass ich den Bericht selbst mit eigenem Link in meine Blogliste aufgenommen habe, sozusagen dauerhaft lesbar!
Gegen den Wind … 27. September, 2009
Posted by Rika in gesellschaft, islam, israel.1 comment so far
… eigentlich gegen den Sturm der anti-israelischen, anti-jüdischen Hetzrede des iranischen „Präsidenten“ vor der UN,
hat Benjamin Netanyahu seine Rede gestellt.
Leider hat sie in den deutschen Medien bei weitem nicht den Nachhall gefunden (schon gar nicht positiv bewertet), wie es die Rede des Herrn der Finsternis aus dem Iran tat. Lila hat sie „nach-hör-und-sehbar“ eingestellt und interessiert sich, ob im deutschen Blätterwald wenigsten ein Blättchen die Rede aufgegriffen habe.
Nun ist hier bei uns gerade Wahlkampf und die regierungsfreundliche Berichterstattung greift vor allem die Erfolge beim G20-Gipfel auf, bei dem Merkel ja bekanntlich ein „dickes Brett“ gebohrt haben soll. Es finden sich allerdings auch hinreichend Verweise auf die Reaktionen des Westens angesichts der Bekanntgabe Teherans, ein zweites Werk zur „Aufbereitung“ atomaren Materials in Kürze einweihen zu wollen, da war vermutlich für die Rede einfach kein „Platz“ mehr…
In einem meiner Kommentare zum letzten Post habe ich auf die Rede des israelischen Ministerpräsidenten hingewiesen.
Hier folgt sie nun im (hoffentlich vollständigem) Wortlaut, den ich von diesem Link/Post übernehme:
„NEW YORK – Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Donnerstag vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York eine historische Rede gehalten.

„Herr Präsident, sehr verehrte Damen und Herren,
Vor bald 62 Jahren haben die Vereinten Nationen das Recht der Juden, eines 3500 Jahre alten Volkes, auf einen eigenen Staat in ihrem angestammten Heimatland anerkannt.
Ich stehe heute hier als der Ministerpräsident des Staates Israel, des jüdischen Staates, und ich spreche zu Ihnen im Namen meines Landes und meines Volkes.
Die Vereinten Nationen wurden nach dem Gemetzel des Zweiten Weltkriegs und den Schrecken des Holocaust gegründet. Sie wurden beauftragt, die Wiederkehr solch fürchterlicher Geschehnisse zu verhindern.
Nichts hat diese zentrale Aufgabe mehr untergraben als der systematische Angriff auf die Wahrheit. Gestern stand der Präsident des Iran auf eben diesem Podium und spie seine neuesten antisemitischen Tiraden aus. Erst vor einigen Tagen hat er wieder behauptet, dass der Holocaust eine Lüge ist.
Im vergangenen Monat betrat ich eine Villa in einem Vorort von Berlin namens Wannsee. Dort, am 20. Januar 1942, trafen sich hochrangige Nazi-Funktionäre nach einem herzhaften Mahl und entschieden, wie man das jüdische Volk vernichten solle. Die detaillierten Protokolle dieses Treffens sind von den deutschen Regierungen aufbewahrt worden. Hier ist eine Kopie dieser Protokolle, in denen die Nazis präzise Anweisungen erteilten, wie die Vernichtung der Juden durchgeführt werden solle. Ist dies eine Lüge?
Eine Tag, bevor ich in Wannsee war, hatte ich in Berlin die Originalbaupläne für das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau erhalten. Diese Pläne tragen die Unterschrift von Hitlers Stellvertreter, Heinrich Himmler persönlich. Hier ist eine Kopie der Pläne für Auschwitz-Birkenau, wo eine Million Juden ermordet wurden. Ist dies auch eine Lüge?
Im Juni dieses Jahres besuchte Präsident Obama das Konzentrationslager Buchenwald. Zollte Präsident Obama einer Lüge Tribut?
Und was ist mit den Auschwitz-Überlebenden, deren Arme noch immer die tätowierten Nummern tragen, die ihnen von den Nazis eingebrannt worden sind? Sind diese Tätowierungen eine Lüge? Ein Drittel aller Juden fiel dem Weltbrand zum Opfer. Fast jede jüdische Familie wurde davon betroffen, einschließlich meiner eigenen. Die Großeltern meiner Frau, die beiden Schwestern und drei Brüder ihres Vaters, und all die Tanten, Onkel und Cousins wurden von den Nazis ermordet. Ist das auch eine Lüge?
Gestern, sprach der Mann, der den Holocaust eine Lüge nennt, von diesem Podium aus. Ich möchte all jenen, die sich weigerten hierher zu kommen, und jenen, die im Protest diesen Raum verlassen haben, meine Hochachtung ausdrücken. Sie sind für moralische Klarheit aufgestanden und haben ihren Ländern Ehre gemacht.
Aber jenen, die diesem Holocaust-Leugner Gehör geschenkt haben, sage ich im Namen meines Volkes, des jüdischen Volkes, und der anständigen Menschen überall: Haben Sie kein Schamgefühl? Haben Sie keinen Anstand?
Gerade einmal sechs Jahrzehnte nach dem Holocaust verleihen sie einem Mann Legitimität, der leugnet, dass der Mord an sechs Millionen Juden stattgefunden hat, und schwört, den jüdischen Staat auszulöschen.
Was für eine Schande! Was für eine Verhöhnung der UN-Charta! Womöglich denken einige von Ihnen, dass dieser Mann und sein abscheuliches Regime nur die Juden bedrohen. Sie irren.
Die Geschichte hat uns wieder und wieder gezeigt, dass das, was mit Angriffen auf Juden beginnt, am Ende viele andere in Mitleidenschaft zieht.
Das iranische Regime wird von einem extremistischen Fundamentalismus angeheizt, der vor drei Jahrzehnten die Weltbühne erklommne hat, nachdem er für Jahrhunderte geschlummert hatte. In den vergangenen 30 Jahren hat dieser Fanatismus den Erdball mit mörderischer Gewalt und kaltblütiger Willkür bei der Wahl seiner Opfer überschwemmt; Muslime und Christen, Juden und Hindus und viele andere wurden herzlos abgeschlachtet. Obgleich sie aus verschiedenen Zweigen besteht, trachten die Anhänger dieser Heilslehre danach, die Menschheit in mittelalterliche Zeitenzurückzubefördern.
Wo immer sie können, erzwingen sie eine rückwartsgewandte reglementierte Gesellschaft, in der Frauen, Minderheiten, Schwule und jeder, der nicht als wahrer Gläubiger betrachtet wird, brutal unterjocht wird. Der Kampf gegen diesen Fanatismus spielt nicht Glauben gegen Glauben oder Zivilisation gegen Zivilisation aus.
Es spielt Zivilisation gegen Barbarei aus, das 21. Jahrhundert gegen das neunte, jene, die das Leben heiligen, gegen jene, die den Tod verherrlichen.
Der Primitivismus des 9. Jahrhunderts darf dem Fortschritt des 21. Jahrhunderts nicht ebenbürtig sein. Der Reiz der Freiheit, die Kraft der Technologie, die Reichweite von Kommunikation sollte gewiss den Sieg davontragen. Letztendlich kann die Vergangenheit nicht über die Zukunft triumphieren. Und die Zukunft bietet allen Nationen großartige Prämien der Hoffnung. Das Tempo des Fortschritts wächst exponentiell.
Wir haben Jahrhunderte dafür gebraucht, von der Druckerpresse zum Telefon zu gelangen, Jahrzehnte, um vom Telefon zum Personal-Computer zu gelangen und nur einige Jahre, um vom Personal-Computer zum Internet zu gelangen.
Was vor einigen Jahren unmöglich schien, ist bereits veraltet, und wir können kaum die Veränderungen abschätzen, die da noch kommen werden. Wir werden den genetischen Code knacken. Wir werden die Unheilbaren heilen. Wir werden unser Leben verlängern. Wir werden eine billige Alternative für fossile Brennstoffe finden und den Planet sauber machen.
Ich bin stolz, dass mein Land Israel an der vordersten Front dieser Fortschritte steht – mit führenden Innovationen in Wissenschaft und Technologie, Medizin und Biologie, Landwirtschaft und Wasser, Energie und Umwelt. Diese Innovationen bieten der Menschheit eine strahlende Zukunft unvorstellbarer Verheißung.
Aber wenn der primitivste Fanatismus die tödlichsten Waffen erwerben kann, könnte das Rad der Geschichte für eine Zeit zurückgedreht werden. Und wie bei dem verspäteten Sieg über die Nazis werden die Mächte des Fortschritts und der Freiheit nur obsiegen, nachdem der Menschheit ein fürchterlicher Tribut an Blut und Vermögen abverlangt wird. Daher ist die größte Gefahr, die der Welt heute droht, die Vermählung von religiösem Fanatismus und Massenvernichtungswaffen.
Dir dringlichste Herausforderung für diese Organisation besteht darin, die Tyrannen von Teheran an der Erlangung von Atomwaffen zu hindern. Sind die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen bereit für diese Herausforderung? Wird die internationale Gemeinschaft einem Despotismus entgegentreten, der sein eigenes Volk terrorisiert, während es tapfer für seine Freiheit eintritt?
Wird sie gegen die Diktatoren zur Tat schreiten, die am helllichten Tag eine Wahl geklaut und iranische Demonstranten niedergeschossen haben, die in den Straßen an ihrem eigenen Blut erstickten? Wird die internationale Gemeinschaft den bösartigsten Sponsoren und Praktikern des Terrors entgegentreten?
Und vor allem: Wird die internationale Gemeinschaft das terroristische Regime des Iran daran hindern, Atomwaffen zu entwickeln und damit den Frieden der gesamten Welt zu gefährden?
Das iranische Volk bietet seinem Regime mutig die Stirn. Menschen guten Willens auf der ganzen Welt sind mit ihnen, so wie die Tausende, die draußen vor diesem Saal demonstriert haben. Werden die Vereinten Nationen ihnen zur Seite stehen?
Meine Damen und Herren,
Das letzte Wort zu den Vereinten Nationen ist noch nicht gesprochen, und jüngste Anzeichen sind nicht ermutigend. Statt die Terroristen und ihre iranischen Patronen zu verurteilen, haben einige hier ihre Opfer verurteilt. Das ist genau, was ein aktueller UN-Bericht zu Gaza getan hat, der fälschlich die Terroristen mit denen gleichgesetzt hat, die von ihnen angegriffen wurden.
Acht Jahre lang hat die Hamas Tausende von Raketen und Mörsergranaten von Gaza aus auf nahe gelegene israelische Städte abgefeuert. Jahr für Jahr, da diese Raketen mutwillig auf unsere Zivilisten geschleudert wurden, ist keine einzige UN-Resolution verabschiedet worden, die diese kriminellen Angriffe verurteilte. Wir haben nichts, absolut nichts vom UN-Menschenrechtsrat gehört, einer falsch benannten Einrichtung, wie sie im Buche steht.
Im Jahr 2005 zog sich Israel in der Hoffnung, den Frieden voranzubringen, einseitig von jedem Fußbreit des Gaza-Streifens zurück. Es räumte 21 Siedlungen und entwurzelte über 8000 Israelis. Wir haben keinen Freden bekommen. Stattdessen erhielten wir eine iranisch gestützte Terrorbasis fünfzig Meilen von Tel Aviv entfernt. Das Leben in den israelischen Städten und Ortschaften nahe Gaza wurde zu einem Albtraum. Die Raketenangriffe der Hamas wurden nicht nur fortgesetzt, sie wurden ums zehnfache gesteigert. Abermals schwieg die UNO.
Letztendlich, nach acht Jahren unablässigen Beschusses war Israel gezwungen zu reagieren. Aber wie sollten wir reagieren? Nun, es gibt nur ein Beispiel in der Geschichte, wo Tausende von Raketen auf die Zivilbevölkerung eines Landes abgefeuert wurden. Es geschah, als die Nazis während des Zweiten Weltkriegs britische Städte bombardierten. Während dieses Krieges ebneten die Alliierten deutsche Städte ein, mit Hunderttausenden von Opfern. Israel entschied sich anders zu reagieren. Gegenüber einem Feind, der ein doppeltes Kriegsverbrechen beging, indem er auf Zivilisten schoss, während er sich hinter Zivilisten verschanzte, suchte Israel chirurgische Eingriffe gegen die Raketenwerfer durchzuführen.
Das war nicht leicht, da die Terroristen von Wohnhäusern und Schulen aus Raketen abfeuerten und dabei Moscheen als Waffendepots missbrauchten und Sprengstoff in Krankenwagen transportieren. Israel versuchte im Gegensatz dazu, die Zahl der Opfer zu minimieren, indem es palästinensische Zivilisten dazu drängte, die ins Visier genommenen Gebiete zu verlassen.
Wir haben unzählige Flugblätter über ihren Häusern abgeworfen, Tausende von Textnachrichten verschickt und Tausende Mobiltelefone angerufen, um die Menschen zum Verlassen aufzufordern. Niemals ist ein Land so weit gegangen, um Schaden von der Zivilbevölkerung des Feindes abzuwenden.
Doch wen entschied sich der UN-Menschenrechtsrat in Anbetracht solch eines klaren Falles von Aggressor und Opfer zu verurteilen? Israel. Eine sich rechtmäßig gegen Terror zur Wehr setzende Demokratie wird moralisch gehängt, gestreckt und gevierteilt und erhält obendrein noch einen unfairen Prozess.
Bei diesen verrenkten Standards hätte der UN-Menschenrechtsrat Roosevelt und Churchill als Kriegsverbrecher auf die Anklagebank schleifen müssen. Was für eine Perversion der Wahrheit. Was für eine Perversion der Gerechtigkeit.
Delegierte der Vereinten Nationen,
Werden Sie diese Farce akzeptieren?
Sollten Sie dies tun, würden die Vereinten Nationen zu ihren dunkelsten Tagen zurückehren, als die schlimmsten Menschenrechtsverletzer über gesetzestreue Demokratien zu Gericht saßen, als der Zionismus mit Rassismus gleichgesetzt wurde und eine automatische Mehrheit erklären konnte, dass die Erde flach sei.
Wenn diese Körperschaft diesen Report nicht zurückweist, würde dies eine Botschaft an Terroristen allerorts übermitteln: Terror zahlt sich aus; wenn du deine Attacken von dicht besiedelten Gebieten aus beginnst, wirst du Immunität gelangen. Außerdem würde diese Körperschaft mit der Verurteilung Israels dem Frieden einen Todesstoß versetzen. Und zwar aus folgenden Grund.
Als Israel Gaza verlassen hat, hofften viele, die Raketenangriffe würden aufhören. Andere glaubten, dass Israel wenigstens die internationale Legitimität haben würde, sein Recht auf Selbstverteidigung auszuüben. Welche Legitimität? Welche Selbstverteidigung?
Dieselbe UNO, die Israel applaudiert hat, als es Gaza verließ, und uns versprochen hat, unser Recht auf Selbstverteidigung zu unterstützen, klagt uns – mein Volk, mein Land – nun der Kriegsverbrechen an? Und weswegen? Wegen verantwortlichen Handelns in Selbstverteidigung? Was für ein Hohn!
Israel hat sich rechtmäßig gegen Terror verteidigt. Dieser parteiische und ungerechte Bericht ist ein klarer Test für alle Regierungen. Werden Sie auf Israels Seite sein oder auf der der Terroristen?
Wir müssen die Antwort auf diese Frage nun erfahren. Jetzt und nicht später. Denn wenn Israel erneut gefragt wird, mehr Risiken für den Frieden auf sich zu nehmen, müssen wir heute wissen, dass Sie morgen auf unserer Seite stehen werden. Nur wenn wir die Gewissheit haben, dass wir uns selbst verteidigen können, werden wir in der Lage sein, weitere Risiken für den Frieden einzugehen.
Meine Damen und Herren,
Ganz Israel will Frieden.
Jedes Mal wenn ein arabischer Führer wirklich Frieden mit uns schließen wollte, haben wir Frieden geschlossen. Wir haben Frieden mit Ägypten unter der Führung Anwar Sadats getroffen. Wir haben Frieden mit Jordanien unter der Führung König Husseins geschlossen. Und wenn die Palästinenser wirklich Frieden wollen, werden ich und meine Regierung und das ganze israelische Volk Frieden schließen. Aber wir wollen einen echten Frieden, einen verteidigungsfähigen Frieden, einen dauerhaften Frieden. 1947 stimmte diese Körperschaft für die Gründung von zwei Staaten für zwei Völker – einen jüdischen Staat und einen arabischen Staat. Die Juden haben diese Resolution akzeptiert. Die Araber haben sie zurückgewiesen.
Wir bitten die Palästinenser darum, endlich das zu tun, was sie sich 62 Jahre lang zu tun geweigert haben: ja zu sagen zu einem jüdischen Staat. So wie wir darum gebeten werden, einen Nationalstaat für das palästinensische Volk anzuerkennen, müssen die Palästinenser darum gebeten werden, den Nationalstaat des jüdischen Volkes anzuerkennen. Das jüdische Volk ist kein fremder Eroberer im Land Israel. Dies ist das Land unserer Vorväter.
An der Wand außerhalb dieses Gebäude steht die große biblische Friedensvision geschrieben: „Eine Nation soll nicht gegen eine andere Nation das Schwert erheben. Sie sollen keinen Krieg mehr lernen.“ Diese Worte wurden vor 2800 Jahren von dem jüdischen Propheten Jesaja gesprochen, als er in meinem Land, meiner Stadt, in den Hügeln von Judäa und den Straßen von Jerusalem wandelte.
Wir sind keine Fremden in diesem Land. Es ist unser Heimatland. So tief verbunden wir mit dem Land sind, erkennen wir doch, dass die Palästinenser auch dort leben und eine eigene Heimat haben wollen. Wir wollen Seite an Seite mit ihnen leben, zwei Völker, die in Frieden, Wohlstand und Würde leben.
Aber wir müssen Sicherheit haben. Die Palästinenser sollten alle Befugnisse zur Selbstregierung haben, außer einer Handvoll von Befugnissen, die Israel gefährden könnten.
Daher muss ein palästinensischer Staat effektiv entmilitarisiert werden. Wir wollen kein weiteres Gaza, keine weitere iranisch gestützte Terrorbasis, die an Jerusalem angrenzt und wenige Kilometer entfernt von Tel Aviv in den Hügeln sitzt.
Wir wollen Frieden.
Ich glaube, dass solch ein Frieden erzielt werden kann. Aber nur, wenn wir die Terrorkräfte zurückdrängen, die vom Iran geführt werden, die den Frieden zu zerstören, Israel zu vernichten und die Weltordnung zu überwinden trachten. Die Frage, die sich der internationalen Gemeinschaft stellt, ist, ob sie bereit ist, diesen Kräften entgegenzutreten oder ob sie sich mit ihnen arrangiert.
Vor mehr als 70 Jahren beklagte Winston Churchill was er die „bestätigte Unbelehrbarkeit der Menschheit“ nannte, die bedauerliche Angewohnheit zivilisierter Gesellschaften, so lange zu schlafen, bis die Gefahr sie fast überwältigt.
Churchill beklagte was er den „Mangel an Voraussicht, die Unwilligkeit zu handeln, wenn Handeln einfach und effektiv wäre, das Fehlen klaren Denkens, das Durcheinander des Beratens bis der Notfall eintritt, bis der kreischende Gong der Selbsterhaltung ertönt“.
Ich spreche heute hier in der Hoffnung, dass Churchills Einschätzung der „Unbelehrbarkeit er Menschheit“ ein für alle mal widerlegt wird.
Ich spreche hier heute in der Hoffnung, dass wir aus der Geschichte lernen können – dass wir die Gefahr rechtzeitig abwenden können.
Lassen Sie uns im Geiste der zeitlosen Worte Josuas von vor über 3000 Jahren stark und guten Mutes sein. Lassen Sie uns dieser Gefahr begegnen, unsere Zukunft sichern und, so Gott will, einen dauerhaften Frieden für die kommenden Generationen schmieden.“
EIP/MfA.il“
Das muss man lesen: 20. September, 2009
Posted by Rika in gesellschaft, islam, israel.2 comments
„Es geht um Israel“
Von Henryk M. Broder 19. September 2009, 04:00 UhrEinige prophetische Überlegungen über den Zustand im heiligen Land und in der übrigen Welt in 15 Jahren – angestellt aus Anlass von Leon de Winters jüngstem Roman „Das Recht auf Rückkehr“
… weiterlesen! Hier
Und in Ergänzung dazu einen Text, der sich mit der Perspektive eines Europas in Zusammenhang mit dieser „Charta“ beschäftigt.
Gelangweilt haben Europas Politiker, Pädagogen und Kirchenleute des englischen, französischen und niederländischen Sprachraumes dieses Dokument islamischer Vertragstheorie, mehr noch, Vertragspraxis zur Seite gelegt, zu hoffen bleibt, dass niemand die Charta ebenso selbstverliebt wie desinteressiert unterschrieben hat.
Vorbild und Europas Zukunft wäre dann der sehr schariakompatible „Rechtspluralismus“ (Christian Giordano, Schweizer Sozialanthropologe) der Modelle Indonesien, Indien oder Ägypten.
Es ist ein langer Text, man sollte ihn – anders als die oben genannten Personengruppen es offenbar getan haben - gründlich lesen!
An die Fahne … fertig … los! 15. September, 2009
Posted by Rika in gesellschaft & migration, islam, israel.7 comments
Etwas anderes will mir überhaupt nicht einfallen…
angesichts der Berichte über den – willkürlichen nach Recht und Ordnung angemessenen - Umgang mit Fahnen. Fahnen sind geeignet, Emotionen zu wecken und leider nicht nur positive, nein, im schlimmsten Fall sind sie in der Lage, den Volkszorn zu entfachen und stellen damit eine Gefahr für die öffentliche Ordnung dar.
Wobei es wichtig ist zu sagen, dass Fahne nicht gleich Fahne ist.
Seit der Weltmeisterschaft werden ja neben den Schützenvereinsfahnen und Karnevalswimpeln auch wieder Deutschlandfähnchen bei Straßenfesten und Umzügen aller Art gezeigt. Das ist nun kein Problem mehr, im Gegenteil, es wird als Fortschritt „auf dem Weg zur Normalität im Umgang mit nationalen Regungen“ (Identität, Stolz usw.) angesehen.
Auch die Fahne des Propheten und die Fahnen der Länder, in denen die Nachkommen des Propheten die Religion des Friedens durch öffentliches Auspeitschen von Hosenträgerinnen oder durch das Steinigen von vermeintlichen Ehebrecherinnen oder durch das Aufknüpfen von Homosexuellen an Baukränen eindrucksvoll praktizieren, können problemlos und begleitet von Friedensgesängen wie – „Israel, Kindermörder!“, „Tot den Juden!“ und „Wir sind das Volk!“ – äh, nein, da habe ich etwas verwechselt! Entschuldigung! – durch deutsche Städte getragen werden.
Aber seit dem Ende der Nazizeit schickt es sich einfach nicht, den „Judenstern“ in der Öffentlichkeit zu zeigen, schließlich wissen wir doch alle, dass das eine ungeheure Diskriminierung der damals hier lebenden Juden darstellte und zudem gefährlich war (für die Juden), konnten sie doch so von ihren Häschern mühelos erkannt und gehascht werden… die Folgen kennen wir auch. Und deshalb kommt es gar nicht gut, wenn heutzutage der Judenstern (Davidstern oder „Schild Davids“) - wenn auch in etwas anderer Farbgebung als damals – wieder in der Öffentlichkeit gezeigt wird – außer bei Gedenkfeiern, an denen wir uns des Verbrechens an den Juden erinnern oder bei öffentlichen politischen oder sportlichen Ereignissen (Weltmeisterschaft, Staatsbesuch, wobei man ja sagen muss, dass wir hier in Deutschland noch die Spieler und Sportler des Landes mit der nicht so gern gesehenen Fahne öffentlich auftreten lassen, in Schweden ist man da schon weiter, dort werden die Sportler unter der Ausschluss der Öffentlichkeit zum Wettkampf gebeten!)
Aber bei Straßenfesten oder Friedensdemonstrationen so riesengroße Fahnen - das geht ja nun gleich gar nicht! Schließlich leben wir in einer weltoffenen und menschenfreundlichen Demokratie und nehmen Rücksicht auf die Gefühle aller Bewohner dieses schönen Landes.
Nun ja, und da könnte ja diese Fahne die Anhänger der Religion des Friedens bis aufs Blut reizen (und ein paar von denen von Gestern wohl gleich mit!) und das stellt ja dann ein öffentliches Ärgernis dar und eine Zuwiderhandlung gegen die öffentliche Ordnung.
Mensch, das muss man doch einsehen!
Und wer sich eine Ordnungswidrigkeit zu schulden kommen lässt, muss mit einer Ordnungsstrafe rechnen, so geschehen einer jungen Frau, die ein Bussgeld bezahlen soll, weil sie mit einer
ISRAEL – FAHNE
den Israel – Hassern tapferen Kämpfern „für Frieden und Freiheit in Palästina“ ihre Sympathie für das weltoffene, menschenfreundliche, demokratische, prosperierende und von den arabischen Nachbarn ständig bedrohte Land entgegengehalten und damit aufrührerisch tätig war. Nein, sie hat nicht in Palästina ihre Sympathie mit einer Israel-Fahne zum Ausdruck gebracht, da habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt – in Bochum war das, hier bei uns!
Auch die Sache in Duisburg muss hier noch einmal erwähnt werden.
Ist doch alles inzwischen hinlänglich bekannt!
Aber die Leute wollen ja einfach nicht aus ihren den Fehlern der anderen lernen. Nein, sie müssen ihre eigenen Fehler machen und mit einer
JERUSALEM – FAHNE
Geht nicht, geht gar nicht!
Und während überall die Schönheit der arabischen Schrift auf Schildern, Fahnen und Plakaten als Bereicherung für unser ästhetisches Empfinden gilt (unabhängig davon, wie wenig ästhetisch der Inhalt auch immer sein mag), sind hebräische Buchstaben Ausbund des aufrührerisch Bösen, und demzufolge ebenfalls verboten! Das gilt selbstverständlich auch für israelisch-hebräische Musik, arabisch-palästinensische Lieder dienen der Völkerverständigung!
Das kann man – wunderbar zusammengefasst – alles noch mal bei Liza nachlesen – nur für den Fall, dass man nicht mehr oder noch nicht so ganz im Bilde ist.
Bleibt mir nur, noch einmal zu bekräftigen:
… an DIE Fahne … fertig … los!

Wach auf, der du schläfst! 9. August, 2009
Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, islam, israel.1 comment so far
Diese Aufforderung kam mir in den Sinn als ich heute den Beitrag Mr. Moe’s über das Positionspapier las, das auf dem „Parteitag“ der Fatah verabschiedet wurde.
Ja, ja, ich weiß, dieser Weckruf bezieht sich auf einen Bibelvers aus dem Epheserbrief (Epheser 5,14), ich habe aber keineswegs die Absicht, hier eine Predigt zu halten. (Alternativ hätte ich auch einen nicht mehr zeit- und geistgemäßen Kampfruf zitieren können, das schien mir aber vollkommen unangemessen angesichts des Themas.)
Andererseits, wenn ich es mir recht überlege, müsste eigentlich mal eine laute Busspredigt gehalten werden:
Tut Buße im wahrsten Sinne des Wortes!
Kehrt um!
Kehrt endlich um von dem Irrweg der Toleranz gegenüber den als „Friedensengel“ gut getarnten Hasspredigern, Gewalttätern, Terrorristen, den doppelzüngigen Heilsverkündern, den Wölfen im Schafspelz der Religion des Friedens, den Mordschreiern und Anstiftern zu Blutorgien!
Wacht doch endlich auf und begreift, dass mit denen kein Frieden in Israel zu machen ist, heute nicht, morgen nicht, niemals!
Kapiert endlich, dass sie nicht einen Millimeter „heiligen palästinensischen Bodens“ den Juden übrig lassen werden, heute nicht, morgen nicht, niemals!
Seht genau hin und versteht, dass es wirklich und wahrhaft um Israels Existenz geht und hört auf das Wort „Existenzrecht Israels“ wie eine leere Worthülse gebetsmühlenartig vor euch her zubeten, wenn ihr doch in Wirklichkeit mit dem Gedanken spielt, Jerusalem zu teilen und Israel in die Grenzen von 67 zu zwingen, wenn ihr von den zwei friedlich nebeneinander lebenden Völkern in zwei Staaten faselt und den Kotau vor den Mullahs in Teheran macht, wenn ihr Fatah, Hisbollah und Hamas für prinzipiell friedliebende und gottesfürchtige Zeitgenossen haltet, die nur aus Verzweifelung über den jüdischen Staat auf die falsche Spur geraten sind!
Lasst euch nicht länger blenden von den Parolen und den schönen Worten, schaut auf die Taten derjenigen, die seit mehr als 60 Jahren beteuern, sie wollten nichts lieber als im eigenen Staat glücklich sein und die seit über 60 Jahren alles daran setzen dieses Glück mit immer neuen Argumenten zu verhindern!
Glaubt ihnen kein Wort vom Frieden, aber nehmt jedes dieser Worte ernst, denn das ist ihr Programm!
Und hört endlich auf, sie für ihr Gejammer großzügig mit vielen, vielen Euros und Dollars zu belohnen!
WACHT ENDLICH AUF!
Ich befürchte allerdings, dass Mr.Moe Recht behält in seiner Annahme, dass die deutschen Medien es weiter tun werden:
Und doch werden deutsche Medien es weiterhin tun:
- sie werden weiterhin hartnäckig und jeglicher Erfahrung zum Trotz von der „moderaten“ Fatah und dem „gemäßtigen“ Abbas schreiben und sprechen
- sie werden weiterhin die israelische Siedlungen als größtes Hindernis für einen dauerhaften Frieden ansehen und nicht etwa den massiven Unwillen sowohl der Hamas als auch der Fatah, Israels Existenz anzuerkennen
- sie werden weiterhin fordern, dass Israel nicht nur mit radikalen Extremisten verhandelt, sondern einseitige Zugeständnisse eingeht, ohne jemals berechtigte Hoffnung auf Gegenleistungen hegen zu dürfen
- sie werden weiterhin einem US-Präsidenten zujubeln, dessen einseitiger und unnachgiebiger Druck auf Israel die Palästinenser in ihren ohnehin schon kompromisslosen Maximalforderungen noch bestärkt, und der somit (mit-)verantwortlich dafür ist, dass Cäsar eher Gallien erobert, als dass die “gemäßigte” Fataha zu einem Frieden mit Israel bereit ist
Die „Verdienste“ des Henning Mankell … 7. August, 2009
Posted by Rika in gesellschaft, israel.4 comments
Zweifellos schreibt Henning Mankell interessante Kriminalromane, das könnte man ihm als Verdienst anrechnen.
Aber nicht die kriminalistisch-literarischen Fähigkeiten sind es , die heute den „gfbv-blog“ zu der Aussage verleiteten, dass Herr Mankell sich verdient gemacht habe, vielmehr ist die Rede von Mankells Beitrag zu dem „Palästinensischen Literaturfestival“ und seinem „Brief“ den er darüber verfasste und in dem er den Staat Israel auf eine Stufe stellt mit dem (ehemaligen) Apartheidsstaat Südafrika und sich zu der „Hoffnung“ versteigt, dass es mit Israel bald ein Ende nehmen wird:
Wenn Veränderungen kommen, wird es von dem einzelnen Israeli abhängen, ob er oder sie bereit ist, auf seine Privilegien zu verzichten und in einem palästinensischen Staat zu leben.
Ich muss gestehen, dass mich die politischen Ansichten Henning Mankells bisher weit weniger interessiert haben als seine Krimis, doch was ich in dem kurzen Text zu lesen bekam, verschlug mir derartig die Sprache, dass ich nach dem ersten Lesen und ungläubiger Zurkenntnisnahme beschloss, einen Kommentar hier auf himmelunderde zu schreiben, fand dazu aber am Nachmittag keine Zeit und konnte lediglich den Text kopieren, was sich im Nachhinein als weise Voraussicht herausstellte, hatten die Blogger der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ mittlerweile den Eintrag gelöscht, wie ich zu meiner Verwunderung bei „Achgut“ lesen konnte.
Hier der gesamte Blogeintrag der Kümmerer um die bedrohten Völker samt Henning Mankells „Brief“, mit der passenden Farbe kenntlich gemacht:
„Ich habe in letzter Zeit mehrere Bücher wie die von Taher ben Jelloun oder jene über den Cyberjihad besprochen, um Brücken zu einem besseren Verstädnis des Nahen Ostens, des Islams zu bauen (Brücke heißt übrigens qantara – der Grund, warum Deutsche Welle und Bundeszentrale für politische Bildung ihren gemeinsamen Internetauftritt so nennen).
Es liegt nahe, dass Kultur und Literatur einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten können. Das ist auch einer der Gründe, warum Regime häufig auch die kulturelle Würde ihrer Minderheiten mißachten – um sie besser assimilieren zu können. Nun hat Henning Mankell sich über seinen Einsatz für Afrika hinaus verdient gemacht: mit einem Beitrag zum Palästinensischen Literaturfestival.
Er weist dabei besonders auf den Versuch des israelischen Militärs hin, genau dieses Literaturfest zum Schweigen zu bringen. Die International Crisis Group weist in ihrer neuesten Studie auf die Rolle der israelischen Siedler hin: www.crisisgroup.org/home/index.cfm?id=6228&l=1
Hier Mankells Erfahrungsbericht:
“Von Apartheid gestoppt – Israelisches Militär versuchte das internationale palästinensische Literaturfestival zum Schweigen zu bringen – Von Henning Mankell am 11. Juni 2009 geschrieben:
“Vor gut einer Woche (Anmerkung Redaktion: also Ende Mai) besuchte ich Israel und Palästina. Ich gehörte zu einer Schriftstellerdelegation mit Vertretern aus verschiedenen Kontinenten. Wir sollten an einer palästinensischen literarischen Konferenz teilnehmen. Die Einweihung sollte im Palästinensischen Nationaltheater in Jerusalem stattfinden. Gleich nachdem wir uns versammelt hatten, kam schwer bewaffnetes israelisches Militär und Polizei und teilte uns mit, dass sie uns zu stoppen gedächten. Auf die Frage warum, kam als Antwort: ”Sie sind ein Sicherheitsrisiko.”
Es ist natürlich Nonsens zu behaupten, dass wir in jenem Augenblick eine terroristische Bedrohung für Israel darstellten. Aber gleichzeitig hatten sie ja auch Recht. Sicher stellen wir eine Bedrohung für Israel dar, wenn wir nach Israel kommen und sagen, was wir von der israelischen Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung halten. Es war ja auch nicht merkwürdig, dass ich und Tausende andere damals eine Bedrohung für das Apartheidsystem in Südafrika darstellten. Worte sind gefährlich.
Das waren auch meine Worte, die ich sagte, als es den Veranstaltern gelungen war, die Einweihung in das französische Kulturzentrum zu verlegen, das sich bereitwillig gezeigt hatte:
”Das was wir jetzt erleben, ist eine Wiederholung des verächtlichen Apartheidsystems, das einst die Afrikaner und Farbige als Bürger zweiter Klasse in ihrem eigenen Land behandelte. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Apartheidsystem nicht mehr existiert. Es wurde durch menschliche Kraft auf den Müllhaufen der Geschichte Anfang der 1990-er Jahre geworfen. Es geht eine direkte Linie zwischen Soweto, Sharpeville und dem, was kürzlich in Gaza geschah.”
In den folgenden Tagen besuchten wir Hebron, Bethlehem, Jenin und Ramallah. Wir wanderten einen Tag in den Bergen zusammen mit dem palästinensischen Verfasser Raja Shehadeh, der uns zeigte, wie sich die israelischen Siedlungen ausdehnten, palästinensisches Land konfiszieren, Wege zerstören, neue bauen, die nur von Siedlern benutzt werden dürfen. Schikanen an den verschiedenen Grenzübergängen lagen auf der Hand. Natürlich war es einfacher für meine Frau Eva und mich durchzukommen. Aber jene in unserer Delegation, die syrische Pässe hatten oder deren Herkunft palästinensisch war, wurden desto mehr schikaniert. Bring den Koffer aus dem Bus, pack ihn aus, stell ihn wieder rein, hole ihn wieder heraus ….
Aber selbst in der Hölle gibt es Gradunterschiede. Hebron war am schlimmsten. Inmitten der Stadt mit 40.000 Palästinensern haben 400 Siedler einen Teil des Stadtzentrums beschlagnahmt. Die sind brutal und zögern nicht, ihre palästinensischen Nachbarn zu jeder Tageszeit anzugreifen. Warum ihnen nicht auf den Kopf pissen von hoch gelegenen Fenstern? Wir sahen einen Dokumentarfilm, wo u.a. Siedlerfrauen inklusive deren Kinder palästinensische Frauen treten und schlagen, ohne dass das Militär eingreift. Deshalb gibt es in Hebron Menschen, die im Namen der Solidarität freiwillig palästinensische Kinder zur Schule und zurück begleiten. Diese 400 Siedler werden rund um die Uhr von 1.500 israelischen Soldaten bewacht! Jeder Siedler hat eine permanente Leibwoche von 4-5 Personen bei sich. Die Siedler haben ausserdem das Recht, Waffen zu tragen. Als wir einen der schlimmsten Übergänge direkt in Hebron besuchten, war dort ein Siedler, unerhört aggressiv, der uns filmte. Sobald er das geringste Anzeichen für etwas Palästinensisches entdeckte, ein Armband, eine Anstecknadel, dann rannte er zu den Soldaten und erstattete Bericht.
Aber natürlich war nichts von dem, was wir erlebten, nur annähernd vergleichbar mit der Situation der Palästinenser. Wir trafen sie in Taxis und auf der Strasse, bei Vorlesungen, an der Universität und im Theater. Wir führten Gespräche und hörten, was ihnen zugefügt wird.
Ist es verwunderlich, dass ein Teil von ihnen desperat ist, wenn sie keinerlei Ausweg aus diesem Leben sehen, dass sie sich entscheiden, sich in einen Selbstmordbomber zu verwandeln? Wohl kaum oder? Verwunderlich ist nur, dass es nicht mehr tun.
Die Mauer, die jetzt das Land zerschneidet, wird kurzfristig künftige Attacken verhindern. Aber die Mauer ist ein allzu deutliches Zeichen für die desparate Lage der israelischen Militärmacht. Sie wird am Ende dasselbe Schicksal ereilen wie die Mauer, die Berlin teilte.
Was ich während dieser Reise sah, war völlig eindeutig: der Staat Israel ist in seiner gegenwärtigen Form ohne Zukunft. Jene, die eine Zwei-Staaten-Lösung vertreten, denken ausserdem falsch.
1948, als ich geboren wurde, erklärte Israel seine Unabhängigkeit auf besetztem Gebiet. Es gibt keinerlei Gründe dafür, dass dies eine völkerrechtlich legitime Handlung war. Man besetzte ganz einfach palästinensisches Land. Und man fährt fortlaufend fort, diesen Landbesitz zu vergrössern, etwa durch den Krieg 1967 und heute durch die ständige Zunahme an Siedlungen. Hin und wieder wird eine Siedlung abgerissen, um den Schein aufrechtzuerhalten. Aber bald taucht sie woanders wieder auf. Eine Zwei-Staaten-Lösung bedeutet nicht, dass die historische Besatzung aufgehoben wird.
Israel wird es genauso ergehen wie Südafrika unter der Apartheidzeit. Die Frage ist nur, ob die Israelis Vernunft annehmen werden und freiwillig einer Abwicklung des Apartheidstaates zustimmen werden. Oder ob es zwangsweise geschehen wird.
Auch kann niemand sagen, wann es geschieht. Der endgültige Aufruhr wird natürlich von innen kommen. Aber plötzliche Veränderungen in Syrien oder Ägypten werden dazu beitragen können.
Ebenso wichtig ist selbstverständlich, dass die USA es sich bald nicht mehr leisten können, diese abscheuliche Kriegsmaschine zu bezahlen, die Steine werfende Jugendliche von einem normalen Leben in Freiheit fernhält.
Wenn Veränderungen kommen, wird es von dem einzelnen Israeli abhängen, ob er oder sie bereit ist, auf seine Privilegien zu verzichten und in einem palästinensischen Staat zu leben. Ich stiess auf meiner Reise auf keinen Antisemitismus. Hingegen auf einen normalen Hass auf die Besatzer. Es ist wichtig, diese Dinge auseinanderzuhalten.
Den letzten Abend sollten wir in Jerusalem beenden, wo wir angefangen hatten. Aber das Theater war wieder vom Militär geschlossen worden. Es musste woanders vonstattengehen.
Der Staat Israel hat nur eine Niederlage zu erwarten, wie alle Besatzungsmächte.
Die Israelis vernichten Leben. Aber sie können nicht die Träume zerstören. Der Untergang dieses verächtlichen Apartheidsystems ist das einzig denkbare Resultat, da es notwendig ist.
Die Frage lautet also nicht ob, sondern wann es geschieht. Und natürlich auch, auf welche Weise.”
Henning Mankell kennen wir nahezu alle. Der 1948 in Stockholm geborene Theaterregisseur und Schriftsteller wurde durch seine Krimi-Reihe über Kurt Wallander bekannt. Mankell lebt abwechselnd in Schweden und in Maputo (Mosambik), wo er ein Theater leitet. Als Autor hat er mehrere Bücher veröffentlicht, die seine afrikanischen Erfahrungen verarbeiten. Mit Wiedergabe dieses Erfahrungsberichtes möchte ich zum Nachdenken anregen, aber auch einen Beitrag zur Diskussion beitragen – in der Hoffnung, dass über diesen Denkanstoß auch durchaus Sie, liebe Leser, Ihre Meinung beitragen in Form von Kommentaren. Dazu kann ich Ihnen die lesenswerten Beiträge von Frank-Rene Dohmes auf diesem Blog empfehlen, der sich schon mehrfach die dankenswerte Mühe gemacht hat, aktuelle Informationen zu liefern.“
http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/07/30/israels-apartheidspolitik-ein-offener-brief-henning-mankells/
Der „gesellschaft für bedrohte völker Berlin-Blog“ hat vermutlich im ersten Überschwang zur Rettung des bedrohten Volkes der Palästinenser nicht so genau hingeschaut, was Herr Mankell da im Klartext und unverblümt gesagt hat und erst der eine oder andere dezente Hinweis auf die unverhüllten Hasstiraden gegen den Staat Israel und seine – Mankells - mehr oder weniger deutlich ausgesprochene Hoffnung auf ein baldiges Ende des jüdischen Staates mögen den Gesellschaftern zu denken gegeben haben… und sie veranlasst haben, den Beitrag zu löschen.
Es wäre ja auch denkbar und nett gewesen, wenn sie sich ihres Auftrags besonnen hätten und aufgrund des Mankell-Textes Israel in die Liste der bedrohten Völker aufgenommen und unter ihren persönlichen Schutz gestellt hätten. Eine entsprechende Aussage in ihrem Blog wäre doch durchaus angebracht, sieht man mal genauer hin, wer da so alles von den lieben Nachbarn (die Nachbarschaft umfasst die ganze Welt) Israel den Garaus machen möchte und sich dazu immer neue Pläne einfallen lässt, die sich hinter solch „schönen“ Gedankenspielen wie „Zweistaatenlösung“, „Rückkehrrecht für Palästinenser“, „Zurück zu den Grenzen von 1967″, „Schluss mit den Siedlungen“ und „Juden raus aus Judäa“ mehr oder weniger elegant verbrämt, verbergen.
Ich spare mir jedoch an dieser Stelle mein ursprüngliches Vorhaben, den Text mit meinen Kommentaren zu versehen um die unsägliche Haltung Herrn Mankells zu Israel und seiner Bevölkerung deutlich hervor zu heben. Der Text spricht für sich selbst und entlarvt seinen Schreiber als einen (nein, ich schreibe jetzt nicht das bekannte Adjektiv, das mit a beginnt) Palästinenserversteher der übelsten Sorte, der ja nun wirklich mit Antisemitismus nichts zu tun hat, sondern „nur“ den ganz „normalen Hass“ der Palästinenser auf Israel beschreibt … und der in der Aussage gipfelt:
Die Israelis vernichten Leben. Aber sie können nicht die Träume zerstören. Der Untergang dieses verächtlichen Apartheidsystems ist das einzig denkbare Resultat, da es notwendig ist.
Deutlicher kann man es nicht sagen, dass man das Existenzrecht Israels grundsätzlich verneint. So drastisch wollte die Gesellschaft für bedrohte Völker es dann doch nicht sagen und strich verschämt den Mankell aus dem Programm.
Warum der Beitrag dennoch hätte bestehen bleiben sollen begründet „Achgut“.
UPDATE, 08. 08. 09, 13.40h
Die GfbV-Berlin-Blog-Betreiber veröffentlichen heute eine Stellungnahme zu Mankell, die mit folgenden Worten beginnt:
Die Aussagen im offenen Brief des Schriftstellers Henning Mankell zur Lage in Israel und Palästina stehen in eklatantem Widerspruch zur Position der Gesellschaft für bedrohte Völker zu diesem Thema. Dass sein Brief auf diesem Blog veröffentlicht wurde, war ein schwerer Fehler. Dafür entschuldigt sich der Autor und der Vorstand unserer Menschenrechtsorganisation. Unglücklicherweise kursiert der Blogeintrag auf mehreren anderen Blogs und hat zu zahlreichen Kommentaren geführt. Für die Kommentare dankt die GfbV, möchte aber nochmals mit aller Deutlichkeit betonen, dass entgegen der Darstellung auf anderen Blogs, Mankells Position in keinster Weise diejenige der GfbV wiedergibt.
Damit und mit der nachfolgenden Erklärung distanziert sich die GfbV von Mankell und trifft deutliche, wenn auch nicht eindeutige Aussagen zu Israels Existenzrecht, der Bedrohung durch die feindlichen Nachbarn und die Verantwortung der westlichen Welt für die Sicherung des Friedens:
Frieden im “Heiligen Land”, in Israel und Palästina, der Rückzug der israelischen Truppen (aus den seit 1967 besetzten Gebieten), die gegenseitige Anerkennung sind nur durch eine entschiedene offensive Friedenspolitik des Westens, der USA und Europas möglich. Deshalb sind militärische Sicherheitsgarantien der NATO, der USA und der UN unverzichtbar. Dazu gehört aber auch die Entmilitarisierung eines zukünftigen Staates Palästina. Deutschland ist besonders verpflichtet, die Zerstörung Israels zu verhindern. Jede deutsche Regierung muss sich für die Aufnahme Israels in die Europäische Union einsetzen, sofern eine israelische Regierung dieses eines Tages wünscht.
Hier nachzulesen.
Dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack und ein leichtes Misstrauen meinerseits angesichts der Tatsache, dass der später gestrichene Beitrag ÜBERHAUPT veröffentlicht wurde, muss es doch bei den Verantwortlichen zumindest eine Person geben, die a) Mankells Position teilt und kommentierend unterstützt und b) befugt ist, solchen Unsinn ungeprüft ins Netz zu stellen.
Obama – ganz mutig! 3. Juni, 2009
Posted by Rika in aktuell, israel.2 comments
Da sitze ich nichts ahnend vor meinem Bügelbrett und schiebe das Bügeleisen von rechts nach links und wieder zurück, bemüht, alle Falten und Knitter auszubügeln, die Waschmaschine und Trocknen hinterlassen haben, als ich plötzlich aufmerksam werde:
Das Radio läuft, Deutschlandfunk, Interview … ich muss gestehen, dass ich den Anfang nicht so ganz mitbekommen habe, weil ein Familienfest ansteht und ich mit meinen Gedanken mehr bei den Vorbereitungen bin als mich den vielen Denkanstößen, Meinungen und Nachrichten zu widmen, die aus dem Radio quellen …
Jemand redet über Obama und seine Popularität in der arabisch-muslimischenWelt und dass man gespannt sein kann, was er in Ägypten so alles sagen wird, ein Anfang sei ja schon darin gemacht, so verstehe ich den Sprecher, dass Obama Israel in seine Grenzen und Schranken verwiesen habe…
Spengler: Obama hat bereits deutliche Worte an Israel gerichtet, er hat mehrere Interviews gegeben, wo er sich sehr positiv zu den Arabern, zu den Muslimen der Welt geäußert hat.
nun höre ich doch etwas genauer hin … vom Iran ist die Rede und davon, dass man den Muslimen deutliche Angebote machen wolle …
Lüders: Die Erwartungen sind sehr groß, aber wenn man die arabischen Kommentare heute liest, dann muss man sagen, man erwartet in der arabischen Welt mehr als nur Verlautbarungen. Es wird auch erwartet werden, dass die amerikanische Politik sich bewegt, und hier hat man mit großer Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass Barack Obama an die Adresse der israelischen Regierung deutliche Worte gefunden hat, um die Regierung dort davon zu überzeugen, den Siedlungsbau einzustellen.
Das ist doch sehr freundlich von Herrn Obama und wird dem Herrn A. in I. sicher gut gefallen, samt den Freunden bei Hisbollah und Hamas …
. Konkret wird die amerikanische Regierung auch ihr Verhältnis zur Hamas und zur Hisbollah überdenken müssen. Beide Organisationen gelten in den USA und auch in Europa als Terrororganisationen. Aber schon am nächsten Sonntag finden Wahlen im Libanon statt und es sieht so aus, als würde die Hisbollah, die schiitische Partei Gottes, die eng mit Teheran zusammenarbeitet, zur stärksten politischen Kraft des Libanon werden, und dann wird die Stunde der Bewährung kommen, denn die USA werden es sich kaum erlauben können, die Beziehungen zum Libanon auf Eis zu legen.
Na bitte! Es geht doch! Wenn eine Terrororganisation demokratisch in die Regierung gewählt ist, wird man sie in den Kreis der Demokratien aufnehmen müssen (Das hat ja früher auch schon funktioniert! Eine Diktatur ist keine Diktatur, wenn sie demokratisch gewählt wurde. Darum ist z.B. Kuba ja auch immer noch keine Demokratie!) Und natürlich muss man nett zu der Hisbollah sein, denn der Libanon ist ein besonders wichtiger Verhandlungspartner im nahen Osten. Logisch!
Und wir Europäer tun doch gut daran, dem guten Beispiel des Herrn Obama zu folgen:
Lüders: Ich glaube, dass Barack Obama ein in jeder Beziehung bemerkenswerter amerikanischer Präsident ist, als er wirklich anfängt, die Verhältnisse im Nahen Osten analytisch zu betrachten, amerikanische Interessen nüchtern abzuwägen gegenüber den Interessen anderer Akteure in der Region – allen voran Israel -, um dann unter Freunden klare Worte zu finden, was geht und was nicht geht. Ich denke, das ist ein Weg, wo gerade auch die Bundesregierung und darüber hinaus die Europäische Union gut beraten wäre, ihm darin zu folgen, denn wir müssen auch unseren Freunden in der Region klar machen, dass wir sie natürlich gegenüber ihren Feinden verteidigen werden, falls dieses zum Eklat kommen sollte, etwa bei einer Konfrontation mit dem Iran.
Das hört man doch gerne, dass Freunde den Freunden mal so richtig klar machen, was gut für sie ist! Auch wenn es zum Eklat kommen sollte und am Ende die Freunde …. naja, dann hat man es halt nicht verhindern können und dann können wir immer noch sagen, dass wir das so nicht gewollt haben und dass niemand SO ETWAS haben kommen sehen oder ahnen können. Nicht doch!
Die Freunde?
Spengler: Sie meinen jetzt Israel?
Lüders: Ja, in der Tat und ich glaube, dass hier Barack Obama ein sehr mutiger amerikanischer Präsident ist. Er hat ja sehr klar gesagt, unsere Beziehungen bleiben eng, aber wir werden neue Akzente setzen, und er meint damit ganz klar, es muss einen palästinensischen Staat geben. Es gibt keine Lösung für die verschiedenen Konflikte in der Region, ohne dass dieser Kernkonflikt angegangen wird. Barack Obama hat etwas getan, was seine beiden Vorgänger Clinton und Bush nicht gemacht haben: Gleich zu Beginn seiner Amtszeit wendet er sich diesem schwierigen Problem zu und das ist ausgesprochen mutig und visionär.
Da habe ich mich dann doch vor meinem Bügelbrett gefragt, was denn so mutig daran ist, wenn man Israel mehr oder weniger die Freundschaft – wenn schon nicht aufkündigt, so aber doch bzw. die Bedingungen diktiert, zu denen man bereit ist, die „Freundschaft“ zu pflegen … und ganz nebenbei zu verstehen gibt, dass man geneigt ist, den „Wünschen“ der Palästinenser und arabischen Brüder mehr Gehör zu geben.
Was ist denn mutig daran, den Forderungen der arabisch-muslimischen Welt zu entsprechen, OHNE Sicherheiten für Israel unmissverständlich einzufordern?
Was um alles in der Welt ist denn MUTIG daran, der Hisbollah im Libanon den Rücken zu stärken und in dieser Organisation nicht mehr „Terrorismus“ zu sehen? Und selbstredend wird dann wohl auch die Hamas eine friedliebende und demokratische Partei im nahem Osten sein, die sich die Stabilität der ganzen Region auf ihre Fahne geschrieben hat.
Es geht jetzt nicht mehr darum, Demokratisierung voranzutreiben, sondern mit den Akteuren, die dort sind, so skrupellos sie im einzelnen auch sein mögen, ins Geschäft zu kommen, und das schließt ausdrücklich die islamische Republik Iran ein – aus der Erkenntnis heraus, dass der Iran eine Regionalmacht ist, ohne die man nicht auskommen kann. Auch die gemäßigten arabischen Staaten, allen voran Saudi-Arabien und Ägypten, die große Differenzen mit Teheran haben, haben die Amerikaner immer wieder darauf hingewiesen, dass man den Iran auf Dauer nicht außen vor lassen kann.
Ah, ja! Demokratie war gestern, Geschäft ist heute!
Aber was ist daran so mutig?
Ah, ich vergaß, Israel ist willens und in der Lage, die ganze arabische Welt von der Landkarte verschwinden zu lassen. Das ist natürlich ein riesengroßes Gefahrenpotential und deshalb darf man die Israelis keinesfalls verärgern oder vergrätzen, denn das gefährdet den Weltfrieden und die gute Meinung der Iraner über Obama. So gesehen ist es natürlich extrem mutig, einer Vision zu folgen, die die arabisch-muslimische Welt in ihrem Kampf gegen Israel stärkt.
Da können wir doch nur staunend bewundern, dass der amerikanische Präsident so ein mutiger Mensch ist.
Nachlesen kann man das Interview hier
Nachtrag ein paar Stunden später:
Wirklich mutig wäre er, hielte er in Kairo diese Rede!
Nachtrag II: Sehr lesenswert ist der Text, den beer7 übersetzt hat . Danke an Ruth!!!
NIX … WIE … HIN !!!!!! 19. Mai, 2009
Posted by Rika in israel.add a comment
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Guckst du HIER …
… und dann nix wie weg, HIN, meine ich!
Danke an Claudio Casula für die wunderbaren Bilder … und die nicht minder guten und feinsinnigen Kommentare!