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Eine Frau an der Spitze … 28. Oktober, 2009

Posted by Rika in christsein - glaube, gesellschaft, vermischtes.
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…  der evangelischen Kirche!

Heute wurde Margot Käßmann mit großer Mehrheit zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt,  132 von 142 Stimmen fielen auf die Bischöfin der Landeskirche Hannover, der größten Landeskirche in Deutschland, 4 Personen enthielten sich der Stimme, 5 Menschen stimmten mit Nein, eine Stimme war ungültig.

Bei allem Respekt für Frau Merkel, die ja auch heute (wieder) gewählt wurde, ich halte die Wahl Margot Käßmanns zur Ratsvorsitzenden der EKD für wesentlich bedeutsamer für und in unserer Gesellschaft als die Wiederwahl der Kanzlerin.

Zeigt diese Wahl doch, dass die Kirche die gesellschaftlichen Bedingungen und Herausforderungen unserer Zeit nicht nur zur Kenntnis nimmt, sondern sich ihrer annimmt und sich ihnen stellt.

Die Kirche macht neben allen administrativen Notwendigkeiten auch deutlich, dass sie das  Evangelium von Jesus Christus mitten in die Gegenwart holt,   Jesus selbst, der in der Hinwendung zu dem Einzelnen  die Liebe Gottes zu den Menschen  als das Wesentliche jeglicher Gottesbeziehung sichtbar gemacht hat, indem er  Menschen nahe ist, ihre Schwächen und Schwachheiten kennt und trägt, Sünden vergibt und Verletzungen heilt.

Das lange Zeit als unumstößlich geltende Wort des Apostel Paulus: „Das Weib schweige in der Gemeinde!“ wie Luther den Text aus 1.Korinther 14, 34 übersetzt,  wird nicht länger als genereller  Maulkorb für Frauen verstanden, sondern in den Kontext der damaligen Zeit gestellt, den Paulus kurz anklingen lässt:  „Wie es in allen Gemeinden der Heiligen ist, sollen die Frauen in den Gemeinden schweigen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie es auch das Gesetz sagt.“ Damit ist vermutlich  nicht nur  das „Gesetz des Mose“, also die Thora  gemeint (die Elberfelder Bibel gibt hier den Verweis auf 1. Mose 3, 16 an) , denn die Korinther waren überwiegend  „Heidenchristen“, sondern auch das weltliche / politische Gesetz.

Und wie die politischen Bedingungen unserer Zeit Frauen Redefreiheit und die Übernahme von öffentlicher Verantwortung zugestehen (s. Kanzlerin und Ministerinnen), sollten auch die religiösen Belange von Frauen wahrgenommen werden.  In unserer Zeit heute, in der die Auseinandersetzung um die Rechte der Frauen auf dem Hintergrund religiöser Bestimmungen wieder neu geführt wird, ist es ein mutiges Zeichen der Kirche, die Ebenbürtigkeit von Mann und Frau auch und gerade in geistlichen Kontexten durch die Wahl der Bischöfin zu betonen.

Wer die Berichterstattung über die Synode in Ulm verfolgt hat, wird sicher auch mit Erstaunen gelesen haben, dass die männlichen Bewerber ihr untadeliges Familienleben als Qualitätsmerkmal für das höchste Amt der evangelischen Kirche hervorhoben. (Sie mögen damit auf die biblischen Empfehlungen für Amtsinhaber in den Gemeinden hingewiesen haben, wie wir sie etwa im 1. Timotheus-Brief lesen  – 1.Tim. 3 , 1 ff)  Margot Käßmann, geschieden nach 26 Ehejahren,  schien diesem Merkmal nicht zu entsprechen. Aber vielleicht   steht sie gerade deshalb exemplarisch für die „Mühseligen und Beladenen“, die Jesus auffordert, zu ihm zu kommen, um „Erquickung“ zu erfahren.  Dieses „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid“ hat die Kirche lange Zeit  vernachlässigt, zwar hat sie sich in ihrem diakonischen Engagement um die gekümmert, die am Rand stehen, hat Not gelindert und zur Lebensbewältigung geholfen, aber in der Kirche selbst, in den Gremien und Arbeitskreisen  waren doch eher die propperen und integeren Persönlichkeiten gefragt, die etwas hermachen konnten. (Es ist noch gar nicht so lange her, dass Scheidung als ein so großer Makel angesehen wurde, dass man Geschiedenen die Mitarbeit in den Gemeinden verweigerte und auch andere „Randgruppenvertreter“ praktisch in den Mitarbeitergruppen der Kirche nicht vorkamen – Ex-Gefangene, Ex-Junkies, ganz zu schweigen von „akut am Rand stehenden“  Christen, die es ja gibt…) Vielleicht, so ist meine Hoffnung für die Kirche, nimmt  die Kirche auch in ihren verschiedenen institutionellen Gruppierungen wieder  die Menschen mit all ihren menschlichen Unzulänglichkeiten und Bedürftigkeiten in ihre Mitte.  Wir müssen doch keine Vorzeigechristen oder gar Heilige sein, um Wort Gottes heute in unserer Gesellschaft lebendig werden zu lassen.

Unsere Gemeinden  leben nicht von den wenigen nahezu perfekten Supermännern und Frauen, sondern von allen denjenigen, die sich – so wie sie sind – in  Gesellschaft und Gemeinde einbringen.  Dass Frau Käßmann aber auch alle Merkmale einer Superfrau aufweist, ist für ihre Wahl  – und für ihre zukünftige Arbeit – sicher ein wesentlicher und grundsätzlich positiver Aspekt!

Was dem einen sin Uhl … 29. September, 2009

Posted by Rika in gesellschaft, islam, vermischtes.
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…  ist dem annern sin Nachtigall!

Das ist ein wirklich feines Urteil, das das Berliner Gericht gesprochen hat.

Gläubigen moslemischen Schülern ist nicht zuzumuten, außerhalb der Schule und Schulzeiten ihre Gebete zu verrichten, da nicht nur die Tatsache, „dass“   sondern auch die Zeit „wann“ entscheidend ist für die Einhaltung der religiösen Pflicht (Wirksamkeit)  des Gebets.

Sollte das Urteil in der zugelassenen Revision bestätigt werden, müssen sich zukünftig wohl alle Schulen bei der Gestaltung der Stundenpläne nach  den Gebetszeiten ihrer moslemischen Schüler richten – oder aber ein riesiges Chaos inkauf nehmen, wenn täglich gleich mehrere Schüler während des Unterrichts plötzlich in die eigens eingerichtete Gebetsklause verschwinden. (Denn dass das Beispiel des Berliner Schülers Schule machen wird, davon muss man ausgehen – und unter uns: Welcher Schüler, egal ob fromm oder nicht, würde eine  ihm zustehende Auszeit nicht nutzen?)

Wenn man das Urteil konsequent weiterdenkt, müsste das gleiche Recht eigentlich auch für die moslemischen Lehrerinnen und Lehrer gelten, für Ärzte und Krankenschwestern, für Polizeibeamte, Reinigungsfachkräfte, Müllmänner, Anwälte, Angestellte in Betrieben, Arbeiter am Band und … und …  und.

Nun gibt es ja auch in katholischen Kreisen das allseits bekannte „ora et labora“.  Allerdings ist bisher überwiegend in Klöstern und klosterähnlichen Gemeinschaften die strikte Einteilung des Tages in Gebets- und Arbeitszeiten eingehalten und befolgt worden.

Was gäbe es für ein großes Halleluja in Deutschland, wenn wieder alle Menschen dieses „bete und arbeite“  zum eigentlichen Rhythmus ihres Tages machten.

Bevor wir  uns also grübelnd fragen, ob mit der neuerlichen Unterwerfung unter korankonforme moslemische  Religionspraxis eine Islamisierung Europas fortgeschrieben wird, sollten wir uns auf unsere christlichen Traditionen und Tugenden besinnen und – dem Gleichheitsgrundsatz folgend – Gebetszeiten für alle einrichten.

Man könnte ja ganz bescheiden damit beginnen, den Buss- und Bettag wieder als allgemeinen Feiertag einzusetzen, das würde  – über den Daumen gepeilt -  schon dem (moslemischen) Gebetsaufwand einer ganzen halben Woche entsprechen… oder so!

Und da wir hier in Europa über kurz oder lang durch die Einführung des islamischen Rechtssystems ohnehin wieder bei mittelalterlichen Gepflogenheiten landen, fiele es gar nicht so sehr ins Gewicht, dass das öffentliche Leben -  wie  zu Zeiten der Hildegard von Bingen (soll übrigens ein guter Film sein!) –    während des  Tages wieder durch allgemein einzuhaltende Gebetszeiten  bestimmt wird und wir Christen beispielsweise  wieder auf das Angelus-Läuten achteten …  sofern außer dem Ruf des Muezzin noch andere Gebetsrufe zugelassen wären …

NACHTRAG:

Berichte und Kommentare zu dem Urteil im Tagesspiegel hier,   hier

und bei Spon-Schulspiegel dort findet  sich auch ein Link auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die Schulpflicht für wichtiger erachtet als die religiöse Weltsicht. Allerdings geht es in dem Urteil um die religiöse Weltsicht frommer Christen. Die haben in Deutschland allemal wenig zu lachen.  Des einen Uhl ist eben noch lange nicht des anderen Nachtigall …  !

Nun denn… 27. September, 2009

Posted by Rika in vermischtes.
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Das Volk hat entschieden...

Schwarz und Gelb  also…

Willkommen im Tigerentenclub!

Bleibt  abzuwarten, wie das zukünftige Dreigestirn aus CDU, CSU und FDP die Geschicke der Republik zum Nutzen und Frommen der Wirtschaft oder zum Wohle der Menschen lenken werden  und wie die Rollen von Prinz, Bauer und Jungfrau verteilt sein werden… und auch ob oder wie die  Zukunft   von  Papiertiger und  lahmer Ente in gegenseitiger, innig-eiserner Umklammerung gestaltet werden wird …

Übrigens, die gelb-schwarze Borussia sieht derzeit leider gar nicht gut aus!

Paranoia … 18. April, 2009

Posted by Rika in vermischtes.
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Es lebt sich gut in unserem Dorf vor den Toren der großen Stadt.

Bäcker, Metzger, Lebensmittelladen, Ärzte,  Apotheke, Post, Friseur und Kiosk  sind bequem erreichbar,  Kindergarten und Grundschule, Kirchengemeinde und Sportverein bieten alles, was junge Familien brauchen! Alle 30 Minuten geht ein Zug zum Hauptbahnhof der Stadt, zeitversetzt und ebenso oft fahren Busse …

Ja, es lässt sich gut leben in unserem Dorf.

Wenn nur die Sache mit der Phobie nicht wäre!

Es muss sich  bei den Problemen des Mitbürgers  um eine Phobie handeln, anders kann ich es mir nicht erklären. Eine Baumphobie, um genau zu sein. . .  und als Baum zählt alles, was höher als 120 cm ist und eine längere Lebensdauer hat als eine Sonnenblume oder eine vergleichsweise ähnlich hohe Pflanze…

Besonders gefährlich sind Blätter und kleine Stängelchen, die es wagen, ihren angestammten Platz zu verlassen, bzw. ein oder zwei oder auch vier cm über die zu denkende Linie hinauszuwachsen, die zum Grund und Boden des eigenen Standortes gehört, vertikal/horizontal  betrachtet. Gegen die – die Pflanzenteile -  geht man gerichtlich vor, weil, sie könnten ja Unheil anrichten,  es könnten ja Tau- und Regentropfen von ihnen herab fallen und so dazu beitragen, dass der nicht rechtmäßig zur Pflanze gehörende  Standort feucht wird und Moos ansetzt … außerdem bieten Pflanzenteile, die über die vertikale Linie ragen, einen ganz schlechten Anblick und damit einen ständigen Grund für grundlosen Ärger… man gönnt sich ja sonst nichts… als Ärgernis, meine ich.

Und der Zaun, der Zaun erst!    Der führt in Schlangenlinien über die Grenze hin und her – meterlang!  Das macht er schon seit 27 Jahren ungefähr. So lange steht er schon. Aber jetzt ist das mit den Schlangenlinien festgestellt und schriftlich gerügt worden. Ein Zaun, der Schlangenlinien steht. Das geht ja gar nicht! Zugegeben, der Zaun war noch nie richtig hübsch, aber zweckmäßig und vor allem preiswert, damals, als wir ihn mit Hilfe des Freundes auf seiner  anderen Seite mitten auf die Grenze setzten. Und was wir wohl auch nicht so recht bedachten: Holz arbeitet! Ja, es bleibt einfach nicht so, wie man es hingesetzt hat, es wird etwas krumm und steht plötzlich schlangenlinig im Gelände. Geht gar nicht! Muss man auch gerichtlich klären, diesen Zaun, so etwas von Schlangenlinie! Frechheit, das!!!

Wenn ich es recht bedenke, ist das schon mehr als phobisch, gleicht eher  einer ausgewachsenen  Paranoia … das mit den Ästchen, Blättern, Bäumchen und  dem Schlangenlinie stehenden Zaun …

nein,  sowas von  p…    !

natürlich … 15. April, 2009

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hat sich die Welt weiter gedreht in den ruhigen Tagen des Abschiednehmens …

Ich habe es schon mitbekommen und doch war alles sehr weit weg,  nicht unwichtig … und doch nicht so wichtig …

Erdbeben …  Piraten … Unruhen … Diskussionen …

Obama in Europa und der Türkei, seine Verneigung vor den Wüstenmilliardären – sicher  „wichtig“   in wirtschaftlichen Krisenzeiten … und all die vielen Kommentare dazu, manche davon habe ich gelesen …  Gedanken habe ich mir gemacht, aber schreiben wollte ich nicht, konnte ich nicht … werde ich … später …

Und der Frühling hat Einzug gehalten nach dem langen Winter, draußen blühen die Kirsch- und Mandelbäume,  Tulpen, Stiefmütterchen, Vergißmeinnicht … die Eberesche ist grün geworden, fast über Nacht … und auf den Rapsfeldern zeigen sich die ersten zarten gelben Tupfer …   die Magnolien sind schon fast verblüht …

Wie schön die Natur ist!

Wie Aasgeier … 16. März, 2009

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… schlachten die Damen und Herren ModeratorInnen der Talkshows das Unglück aus, das über die Menschen in Winnenden gekommen ist.

Was kann ein Herr Plassberg oder Herr Kerner samt „Experten“ zur Aufklärung des Unbegreiflichen beitragen, welche Perspektiven können eine  Frau Illner oder eine Frau Will und alle ähnlichen  Klugschwätzerrunden – die ich schon bei „normalen“ Themen weder höre noch sehe –   tatsächlich entwickeln, die wesentlich sein könnten zur Prävention?

Aasgeiern gleich machen sie sich über die Toten her … und schänden die Lebenden gleich mit!

Es graust mich  der Gedanke, dass Leute sich im Gefühl der eigenen Bedeutung und Wichtigkeit mit dem tragischen Schicksal von Menschen befassen – und coram publico drauf los schwadronieren, wie sie immer schwadronieren, wenn ein Ereignis vorübergehend die Nachrichten bestimmt. Und ich möchte Wetten darauf abgeben, dass sich nichts wirklich ändern wird an den üblichen Tagesabläufen in Schulen, Elternhäusern, Beratungsstellen und schon gar nicht bei den Leuten, die über die Finanzierung möglicher Präventionsprojekte großen Stils entscheiden müssten.

Dass die Journalisten, die „Tat und Leute“  in ellenlangen Artikeln in diversen Zeitungen und Magazinen aufbereiten, kaum besser sind in ihrem Betroffenheitsjournalismus, muss ich nicht eigens schreiben – lediglich der Abstand zum ebenfalls „betroffenen“ Publikum  ist durch die Art des Mediums etwas größer … und auch wir als Leser haben unseren Anteil an dem wüsten Treiben …

Bettina Röhl bringt das gut auf den Punkt, wie ich –   selbstkritisch -  finde!

dazwischen … 15. März, 2009

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grau in grau … 27. Februar, 2009

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ist es heute schon beinahe den ganzen tag.

es nieselt … und an den zweigen der eberesche, draußen vor meinem fenster, hängen dicke wassertropfen, die sich nach einer weile lösen und langsam wie in zeitlupe zur erde fallen …

das eis auf dem kleinen teich im garten ist endlich geschmolzen und ein einsames schneeglöckchen reckt sich in den trüben tag … hatte ich im herbst nicht ganz viele schneeglöckchenzwiebeln verbuddelt …?

und war es das jetzt…

hier …

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und dort …

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… mit eis und schnee?

ich hätte nichts dagegen …

der – die – das … wieso – weshalb – warum … 14. Februar, 2009

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durch das vorstellen des neuen blog aus lissabon bin ich so ein wenig ins grübeln gekommen, ob  ich dabei  das richtige genus gewählt habe:

„der“ blog oder „das“ blog ???

und zum ersten mal in meiner blogger-zeit habe ich nachgeschaut mit hilfe der freundlich bunten suchmaschine – und siehe da, laut duden sind beide formen erlaubt.

wobei ich feststellen musste, dass sich eingefleischte „das-blog-verfechter“ vor entsetzen schütteln, wenn jemand wie ich „der blog“ sagt und schreibt und sogar ernsthafte überlegungen darüber anstellen, wegen der duden-duldung der „der-blog-blogger“ sogar ganz auf das bloggen zu verzichten.

so verbissen will ich nicht an die sache heran gehen.

natürlich, wenn man blog von log-buch ableitet, MUSS man das blog sagen. ich käme nie auf die idee, „der buch“ zu schreiben, weder in kombination mit taschen noch mit log.

andererseits bin ich ein ohrenmensch, und so logisch die ableitung für „das“ blog auch immer sein mag, blog klingt einfach nach block und ein block ist natürlich ein „der block“.  darum spricht rein auditiv viel für „der blog“, es klingt vertraut und „richtig“.

einzig wenn ich den begriff samt artikel  so ruhigen auges betrachte, taucht vor meinem inneren auge das log auf, dieses ding, mit dem die seefahrer die geschwindigkeit eines schiffes ermitteln … und da geht „der“ log ja nun gar nicht.

also wie nun, der oder das und wieso, weshalb warum ???

ich finde für mich einen kompromiss – wenn ich den begriff „blog“ ausschreibe und dazu den artikel setze, werde ich hinfort „das“ blog schreiben, wenn ich aber davon erzähle, dass ich schreiberin eines blog bin und notgedrungen in anderen grammatikalischen zusammenhängen nominativ oder akkusativ verwenden muss, werde ich „der“  und „den“ sagen

klingt logisch, oder?

sonntags am meer … 20. Januar, 2009

Posted by Rika in vermischtes.
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…   am steinhuder meer

bei freunden eingeladen zum mittagessen und meerspaziergang, kaffeetrinken und kartenspiel …

es war noch eis auf dem meer, eine dicke schicht auf der schon in pfützen das wasser stand …

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… und trotz der wolken ein faszinierendes licht über der landschaft

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… diffus und klar zugleich

irritierend schön …

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in hessen wird gewählt an diesem tag – ein desaster sagen die einen, ein großer sieg jubeln die anderen … abends wenn das ergebnis klar ist … man hat es sich denken können … von glaubwürdigkeit wird geredet … von konstanz … von verantwortung, die man deutlicher übernehmen will, auch in berlin … sollen sie reden, die kochs und westerwelles, die münteferings …  frau roth … und auch die linken – wie war noch gleich der name …?

sie werden uns alle ein x für ein u vorzumachen versuchen …   wie aus dem y ein tsg – so heißt in meinem dorf der örtliche sportverein … ich bin nicht mehr 21 – in dem alter durfte ich in hessen zum ersten mal wählen … damals hieß der koch alfred dregger …  damals hatte der koch keine chance.

heute wird primus vereidigt – die zeremonie hat gerade begonnen …

und in amerika ein neuer präsident:   yes, we can

ken!