sonntags am meer … 20. Januar, 2009
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… am steinhuder meer
bei freunden eingeladen zum mittagessen und meerspaziergang, kaffeetrinken und kartenspiel …
es war noch eis auf dem meer, eine dicke schicht auf der schon in pfützen das wasser stand …

… und trotz der wolken ein faszinierendes licht über der landschaft

… diffus und klar zugleich
irritierend schön …

in hessen wird gewählt an diesem tag – ein desaster sagen die einen, ein großer sieg jubeln die anderen … abends wenn das ergebnis klar ist … man hat es sich denken können … von glaubwürdigkeit wird geredet … von konstanz … von verantwortung, die man deutlicher übernehmen will, auch in berlin … sollen sie reden, die kochs und westerwelles, die münteferings … frau roth … und auch die linken – wie war noch gleich der name …?
sie werden uns alle ein x für ein u vorzumachen versuchen … wie aus dem y ein tsg – so heißt in meinem dorf der örtliche sportverein … ich bin nicht mehr 21 – in dem alter durfte ich in hessen zum ersten mal wählen … damals hieß der koch alfred dregger … damals hatte der koch keine chance.
heute wird primus vereidigt – die zeremonie hat gerade begonnen …
und in amerika ein neuer präsident: yes, we can
ken!
Blaue Stunde auf Eis … 13. Januar, 2009
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„Unser“ Maschsee ist zugefroren!
Das ist nicht in jedem Jahr so – die letzten Winter verdienten diese Bezeichnung nicht einmal – aber in diesem Jahr war es endlich wieder einmal kalt genug und das Eis auf dem Maschsee wurde dick und dicker … so dick, dass der Oberbürgermeister persönlich den See frei gab für Eissportler aller Art. Schon am Wochenende hatten sich Massen auf dem Eis getummelt, die HAZ sprach von 1500000 Menschen, aber am Wochenende war ich noch nicht fit genug für kalte Luft und kalte Füsse …
Heute aber, heute nach einem langen Schultag lud mich der Liebste ein, mit ihm die „Blaue Stunde“ auf dem Maschseeeis zu genießen. Und wirklich, es war ein ganz eigenartiger Zauber in dieser „Blauen Stunde“ auf Hannovers zugefrorenem Haussee. (Kann man „Haussee“ überhaupt sagen, etwa analog zu Hausberg?)
Viele Menschen sind unterwegs … Väter und Mütter schieben Kinderwagen vor sich her oder ziehen den Nachwuchs auf dem Schlitten … junge Leute spielen Eishockey auf improvisierten Felder … Hunde rennen den Pucks nach – oder den Schlitten der Kinder … alte Leute schlendern gemächlich über das Eis … andere laufen mit elegantem Schwung auf Schlittschuhen … Liebespaare Hand in Hand … ein paar Übermütige schlittern über lange Schlinderbahnen … Einradfahrer beweisen ihr Können auf dem Eis … jauchzende Kinder … von Weitem das Brummen der Stadt … an der langen Promenade die Rettungswagen der Feuerwehr und des DRK - für den Fall der Fälle …
Hinter den Bäumen am Westufer geht langsam die Sonne unter und bringt den Himmel purpur-orange zum Glühen, die Bäume mit ihren kahlen Ästen und Zweigen wie Scherenschnitte … dahinter die beleuchtete Front und das geschwungene Dach des Stadionbades und die imposante Konstruktion des ehemaligen Niedersachsenstadions, heute benannt nach einem Finanzdienstleister (nein, für DEN mache ich hier keine Schleichwerbung!!!) und Austragungsort der Heimspiele für Hannover 96 … die ersten Lichter der Stadt leuchten im Norden auf, ein leichter Wind frischt auf …
Der Glühweinstand am Bootshaus des Frauenrudervereins lockt … heiß und süß der Wein …
Inzwischen ist es dunkel geworden und langsam und vorsichtig gehen wir über den See zurück ans andere Ufer … wo unser Auto steht…
Test … Test … Test … 6. Januar, 2009
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ich finde es merkwürdig was da mit meiner Schreiberei passiert!
Farbige Textzeilen bleiben schwarz, Fettgedrucktes erscheint nach Lust und Laune mal fett, mal normal, Passagen verschwinden im Nirwana und ich stehe vor einem Rätsel!
Leider kenne ich mich mit den Angewohnheiten der Computerwelt nicht ausreichend gut aus, um durch sinnvolle Maßnahmen dem Spuk ein Ende zu bereiten.
Hat jemand eine Idee, was ich machen könnte?
Meine Computer erfahrenen Söhne sind alle meilenweit von mir entfernt! Ich werde sie heut Abend kontaktieren und um eine Ferndiagnose samt Therapievorschlag bitten.
Solange muss ich dies Ding irgendwie austricksen … haaa
Zaunkönig … 16. Dezember, 2008
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Unser kleines Gärtchen ist ein Eldorado für Vögel, jedenfalls kommt es mir so vor, wenn ich – egal ob im Sommer oder jetzt in der kühlen Jahreszeit – für eine Weile das flatterhafte Treiben im Gärtchen beobachte.
Regelmäßige Besucher sind Amseln, Drosseln, Meisen (Blau – Tannen- Kohl-), Buchfinken, Sperlinge, Rotkehlchen, Ringeltauben, Elstern, Grünfinken, Kleiber und Zaunkönige.
Apropos Zaunkönig,
weiß jemand, warum der Zaunkönig Zaunkönig heißt? Hier wird zwar der lateinische Name erklärt (vielen Dank, das hilft mir wirklich weiter), nicht jedoch die mundartlich-deutsche Bezeichnung für diesen zierlichen Winzling. Immerhin erfahre ich aber einiges über seinen Lebensraum und dass er verwilderte Gärtchen liebt. Na, da ist er bei uns zumindest in Teilen des Gärtchens gerade richtig.
Und ist er wirklich ein König der Zäune… ? Und wenn ja, hat er dabei eine besondere Vorliebe für kleine, große, hohe, geschlossene, Staketen, Maschendraht, lebende aus verschiedenen Pflanzen, für Zäune aus Holz oder solche aus Metall, für diese hässlichen Dinger aus dem Baumarkt, die an Stuttgart Stammheim denken lassen oder an „my home is my castle“?
Aber wozu braucht ein Zaunkönig überhaupt einen Zaun? Er kann doch mühelos über alle Grenzen hinweg und jeden Zaun missachtend fliegen wohin er will und sich dort niederlassen, wo es ihm gefällt?
Nett ist die Geschichte zur Klärung der Namensgebung, die ich hier fand. König der Vögel, wollte er also sein, der kleine Kerl! Und mit List und Tücke wäre es ihm ja auch fast gelungen, folgt man dieser Erklärung.
Könnte man sich aber ernsthaft einen Zaunkönig im Bundestag vorstellen, ich meine, so als Sinnbild für die Größe und Herrlichkeit des Staates aller Deutschen? List und Tücke als staatstragende Tugenden, nein, das passt nun wirklich nicht zu unseren politischen Vertretern, die doch immer und ausschließlich nach Recht und Gesetz vorgehen … … so sollen wir’s jedenfalls glauben!
Ein Adler wurde in unserem Gärtchen jedenfalls noch nie gesichtet, wohl aber schon ein richtig gefährlicher Raubvogel: ein Trumfalke hatte sich vor einiger Zeit in der Eberesche nieder gelassen, hatte dann aber doch entschieden, dass das Gärtchen zum Jagdrevier nicht tauge und war wieder verschwunden. Ab und zu schaut ein Eichelhäher vorbei und im Sommer kam öfter ein Specht zur Besichtigung des vorhandenen Baumbestandes, der, wie ja bekannt, aber sehr überschaubar ist und den Specht nicht zu weiteren Aktivitäten einlud.
Mir ist das schon ganz recht, Meisen und Rotkehlchen passen schon von der Größe her viel besser zum Gärtchen, nur die Dompfaffen, die vor einigen Jahren das Futterhäuschen heimsuchten, die könnten gerne mal wieder vorbeifliegen… ich würde mich jedenfalls sehr freuen!
Die Vogelpopulation hat sich übrigens deutlich vergrößert seit der Vor-vorbesitzer des Reihenhauses neben uns ausgezogen ist und seine Katze mitgenommen hat. Schade eigentlich, das war eine nette Familie … wenn man den Kater nicht mitzählt… und so sehr ich mich auch über die zahlreichen Vögel freue … die Nachbarn vermisse ich … sehr!
traurig … 6. Dezember, 2008
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ein kind ist geboren
die mutter wohlauf
das kind gesund
die großeltern glücklich
die urgroßeltern glücklich
der vater unverschämt glücklich
-
dankbarkeit
-
und
DOCH
große leere
bei den
übriggebliebenen
-
und trauer
grenzenlos
namenlos
-
willkommen in dieser merkwürdigen welt, kind!
NACHLESE(N) 1. Oktober, 2008
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Die diesjährige Fahrt des VC-GRABPSCH
(so heißt unsere Volleyballgruppe – und das aus gutem Grund!)
führte an den Main …
… nicht um dort Volleyball zu spielen …
… wir hatten es mehr auf den …
abgesehen …
… nicht auf den Keller, natürlich und auch nicht ausschließlich auf die Flaschen aus diesem, gibt es doch in der Stadt vorzügliche Weine aus dem ganzen Frankenland zu verkosten … und Gesottenes und Gebratenes dazu … und Natur, Kultur und Geschichte obendrein … eine bekömmliche Mischung halt, ganz nach dem Geschmack der Grabpscher.
Wir machen das schon seit 22 Jahren so … für ein Wochenende miteinander verreisen … in eine Stadt … oder aufs Land … mal mehr Kultur … mal mehr Natur … mit Bus … oder Bahn … oder dem Auto (mehreren Autos natürlich, schließlich spielen die Aktiven nicht nur zu viert oder fünft und der Fanclub ist ja auch immer dabei!) …
… und diesmal stand Würzburg auf dem Programm samt Rundgang mit einem überaus kompetenten Stadtführer … einem Ausflug per Schiff zum Rokokogarten … der Eroberung Besichtigung der Festung Marienberg … der wunderbaren Unterkunft Himmelspforten … Weinprobe … n … und fränkischen Leckereien!
Es traf sich zufällig und gut, dass (1.) wir aus dem Hannöverschen an diesem Wochenende die Freude hatten, den Bayern überlegen zu sein und uns (2.) der Stadtführer auf den ewigen Konflikt der Franken mit den Bayern hingewiesen hatte – und ich es heute darum viel besser verstehe, dass die Bayern, dem (alten) Vorurteil entsprechend, sich wieder einmal gegen die Franken durchgesetzt und ihren Ministerpräsidenten durch die Wahl zum Rücktritt überredet haben …
Nun ist es ja eine alte Weisheit, dass Reisen bildet und so brachte diese außer den erwarteten und überraschenden Freuden auch erhellende An- und Einsichten mit sich!
Zeit für die Eberesche … 8. September, 2008
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… hier mal wieder in Erscheinung zu treten.
Schon im Frühjahr hatte ich sie würdigen wollen, trug sie doch so viele weiße wunderschöne Blütendolden wie nie zuvor! Nur ärgerlich, dass die langsam verblühenden winzigen Blütenblättchen sachte vom Baum rieselten wie Schnee und nach und nach Terrasse und Rasen bedeckten – leider tauten sie nicht weg wie der Schnee das normalerweise zu tun pflegt, sondern mussten als hässlich bräunliche Masse mühsam von den Waschbetonplatten gekehrt (wann kriege ich endlich pflegeleichte Fliesen … seufzzzzz) und täglich neu von der Teichoberfläche abgefischt werden… im Teich machen sich die Bütenblätterreste nämlich gar nicht gut!
Die Beeren, die jetzt tiefrot an den Zweigen hängen, übrigens auch nicht!
Deshalb habe ich eine Kombination aus Tippi und Mückennetz über dem kleinen Miniteich errichtet, sieht ein bisschen blöd aus, verhindert aber, dass die Beeren im Teich gären und die Fischchen erst besoffen werden und dann an Alkoholvergiftung jämmerlich eingehen … oder an Faulgasen oder Sauerstoffmangel oder allem!
Aber sonst ist die Eberesche wirklich ein idealer Hausbaum, Schatten spendend im Sommer und Treffpunkt zahlreicher Vögel im Winter – und außerdem sieht sie wirklich ganz wunderschön aus, finde ich. Meine Nachbarn meinen, sie könnte mal ein bisschen gekappt werden, weil sie doch ganz arg hoch geworden ist und nicht nur unsere Terrasse angenehm beschattet, sondern die der Nachbarn auch gleich mit, was die nicht so gut finden. Die einen frühstücken gern in gleißendem Sonnenlicht (schrecklich für die Augen), die auf der anderen Seite lieben die Nachmittagssonne. Beiden steht der Baum im Weg. Zu dumm, dass die Sonne wandert … und so von morgens bis zum späten Nachmittag den Ebereschenschatten verursacht.
Nun ja, ich liebe meine Eberesche!
Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich sie als ziemlich kleine und mickerige Pflanze davor bewahrt habe, vom Gärtner der Grünanlage am Spielplatz, an dem sie sich wundersamerweise unter einem niedrigen Zaun selbst angepflanzt hatte, ausgerupft und auf den Abfall geworfen zu werden?
Liebevoll und behutsam habe ich das zarte Pflänzchen (eigentlich waren es drei dicht beieinander stehende Triebe) ausgebuddelt und sorgsam in meinem Balkonkasten wieder eingepflanzt. Als wir ein oder zwei Jahre später aufs Land zogen und hinter dem neu erworbenen Reihenhaus nur Kargland vorfanden, wurde das immer noch kleine Ebereschenbüschchen an der frisch angelegten Terrasse in eigens dafür angekarrte gute Walderde gesteckt – seitdem wächst es und wächst es und ist ein richtig hoher Baum geworden mit inzwischen vier separaten, aber immer noch nah beieinander stehenden Stämmen.
Vor ein paar Jahren haben wir einen armdick gewordenen Nebentrieb entfernt und auch einige längere Äste abgesäbelt, weil sie zu sehr über den Gartentisch reichten und die Vögel von dort in die Kaffeetasse oder den Kartoffelsalat … eben!
In diesem Jahr gibt es viele, viele Beeren – ich erwähnte ja die vielen, vielen Blüten -,
aber, wie es scheint, nur sehr wenige Amseln. Die sind üblicherweise die Hauptabnehmer der kleinen Früchtchen, aus denen man zwar auch Marmelade kochen könnte, aber sooo sehr lockt mich das nun doch nicht!!!
(so sieht man aus dem Dachfenster auf das „Bäumchen“)
Im Geiste (und aus Erfahrung weiß ich, dass es so kommt) sehe ich mich schon wochenlang fegen und harken, bis endllich, so kurz vor Weihnachten, keine einzige Beere mehr am Baum hängt.
Es soll übrigens kalte Winter geben, wenn die Bäume so zahlreiche Früchte tragen – aber seit die letzte Winterwetterprognose überhaupt nicht zutraf, bin ich mit meinen Vorhersagen etwas vorsichtiger geworden.
Das Besondere im Alltäglichen … 13. August, 2008
Posted by Rika in vermischtes.add a comment
… „erfahren“…!
Ich höre immer, nein, meistens den „Deutschlandfunk“ wenn ich auf meinen Besorgungsfahrten hierhin und dorthin unterwegs bin.
So auch heute … beladen mit Obst und Gemüse, Waschmittel, Nudeln, Schokolade, Kaffee, Quark und Sahne zurück zum Auto, Einkaufskorb abstellen, Motor anlassen, Radio anstellen …
… und in eine Sendung des Büchermarktes geraten … den „Rest“ des Beitrags über Jünger und Heidegger hören und dann den über
genauer gesagt eine Kurzbiographie und den Bericht über den neu herausgebrachten „Briefband„, der die Werkausgabe, an der seit 1996 gearbeitet wird, entscheidend erweitern wird…
… und eintauchen in eine andere Zeit, eine andere Welt …
und zu Hause Nachlese halten … aus dem Band „Hebräische Balladen“, Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000:
An Gott
Du wehrst den guten und den bösen Sternen nicht;
All ihre Launen strömen.
In meiner Stirne schmerzt die Furche,
Die tiefe Krone mit dem düsteren Licht.
Und meine Welt ist still -
Du wehrtest meiner Laune nicht.
… Gott, wo bist du?
Ich möchte nah an deinem Herzen lauschen,
Mit deiner fernsten Nähe mich vertauschen,
Wenn goldverklärt in deinem Reich
Aus tausendseligem Licht
Alle die guten und bösen Brunnen rauschen.
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