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balagan 31. März, 2007

Posted by Rika in vermischtes.
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ja, im haus herrschen leicht chaotische zustände!

das liegt einfach daran, dass in allen räumen gleichzeitig aufgeräumt und saubergemacht wird – neben den auch sonst üblichen haushaltstätigkeiten – und fast ausschließlich von mir, ist ja außer mir (und der studententochter, die hier in der gegend gerade praktikum macht) nur noch der ehemann regelmäßiger bewohner, allerdings mehr ab- als anwesend! ich bin die einzige, die schon ferien hat! die vorlesungsfreie zeit zählt ja nicht, da muss der gute diplom- und hausarbeiten lesen, klausuren auswerten und das sose vorbereiten…, der arme!)

früher habe ich es mit links geschafft, alle baustellen gleichzeitig, gleichmäßig und schnell abzuarbeiten. heute krieg ich das nicht mehr so ganz hin und weil ich mein system noch nicht meinen derzeitigen arbeitsfähigkeiten angepaßt habe, sind aus den tages- inzwischen dauerbaustellen geworden, die sich schon mal so über einige zeit hinziehen können…! inzwischen habe ich alle fenster der ersten etage geputzt, mein zimmer umgeräumt von spinnfäden und staubflocken gesäubert, das gästezimmer vorbereitet, die terrassenmöbel geschrubbt und den vorflur von seinen alten tapeten befreit. das stellte sich als ein ziemliches problem dar, das sich erst mit hilfe des massiven einsatzes von tapetenlöser beheben ließ. eigentlich halte ich nichts von solchen chemischen keulen, aber nachdem ich schon tennisarm-symptome verspürte und eine dicke blase in der handfläche hatte, war die leidensgrenze erreicht. eigentlich wollte ich auch heute noch tapezieren – zum ersten mal in beinahe 35 jahren NICHT rauhfaser! – dank der lösungsaktion reichte aber die zeit nicht mehr. nun liegt die demontierte garderobe samt spiegel und schuhschrank in einer ecke des wohnzimmers auf dem teppich. dort wird sie auch noch bis montag liegen bleiben müssen, denn morgen ist sonntag und da wird nicht tapeziert! schöner sonntag mit renovierungsambiente! aber am sonntag wird bei uns nicht gearbeitet und renoviert schon gar nicht! wir verbringen den sonntag noch ziemlich traditionell, mit gottesdienstbesuch am morgen, sonntagsessen und kaffetrinken, spaziergang und / oder besuchen, und nur in absoluten ausnahmesituationen wird mal im haus gearbeitet – waschen oder bügeln für ein studentenkind, das noch ganz schnell dies oder das haben muss, eine arbeit, die mein mann noch lesen muss, ein bericht, den ich eigentlich schon seit tagen hätte schreiben müssen, der aber immer noch unerledigt ist und montag fertig sein muss. ja, das kommt schon mal vor, aber sonst ist sonntag eben sonntag und deshalb muss der vorflur samt inventar bis montag warten. ich bin aber ganz zuversichtlich, dass ich das tapezieren am montag fertig haben werde und auch alles andere bis donnerstagabend erledigt sein wird. karfreitag ist karfreitag – ein eher stiller und besinnlicher tag, am samstag stehen dann die letzten küchentechnischen vorbereitungen an und dann, ja dann feiert die ganze große familie Ostern!

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kinder … so verloren 28. März, 2007

Posted by Rika in Allgemein.
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über sternstunden schrieb Lila in ihrem blog

ja, die gibt es, gibt es auch an meiner schule. und wenn sie sich ergeben, leise, unspektakulär, zart und schön, bin auch ich glücklich. wer wäre es nicht!

die sternstunden an meiner schule sehen jedoch anders aus und auch die wirklichkeit meiner schüler ist eine andere. es sind junge menschen, die an anderen schulen immer wieder gescheitert sind, die mit ihren emotionen nicht klar kommen, die zuschlagen oder abtauchen, wenn man ihnen zu nahe kommt, denen die harten worte leichter über die lippen kommen als ausdrücke der freude oder der zärtlichkeit. für die es ein guter tag ist, wenn sie mal nicht in konflikte verwickelt sind, wenn sie sich nicht von mitschülern bedroht fühlen – sie fühlen sich fast immer bedroht, weil sie in ihrem leben von eltern und geschwistern schon so viel gewalt, verbale wie körperliche, erlebt haben, dass sie nahezu jede form der kontaktaufnahme schon als bedrohung wahrnehmen, empfinden, auch wenn das gegenüber eindeutig nicht mit bösen oder schlechten absichten kommt.

die kinder meiner schule erleben den mangel hautnah, den mangel an liebe, an zuwendung, an zärtlichkeit, mangel an gespräch und mangel an zuhören, an verständnis, an offenheit für ihre sorgen, ängste, nöte. die kinder meiner schule leiden not, seelische not, soziale not, emotionale not. sie sind bei uns „gelandet“ und und wir hoffen, dass sie es tatsächlich als landung erleben und nicht als ein gestrandet sein, ein scheitern, ein endgültiges aus! landung bedeutet für schiffe und seefahrer sicherheit. und auch unsere schüler brauchen Sicherheit mehr als alles andere. verlässliche beziehungen, zuverlässige erwachsene, regeln, auf die sie zurückgreifen können, menschen, die ihnen zuhören, sich ihrer annehmen, auch dann noch ansprechpartner bleiben, wenn sie übel beschimpft werden, wenn sie verantwortlich gemacht werden, für den frust den sie der schule wegen empfinden.

es war am letzten schultag vor den osterferien. ich wollte mit meiner hauswirtschaftsgruppe muffins backen und schickte zwei schüler zum nahegelegenen supermarkt, um noch buttermilch und bananen zu kaufen. die schüler waren mit den einkaufsregeln vertraut und ich vertraute ihnen. die zeit verging und die schüler kamen nicht zurück. stattdessen ein anruf im sekretariat der schule vom marktleiter des supermarktes. als ich im büro des marktleiters eintraf, standen sie da, zwei unglückliche zwölfjährige. der eine, schüler A, hatte den anderen, B, zum diebstahl überredet – und ließ dann den dieb im regen stehen, behauptete, er habe den mitschüler zum kaufen einer kassette aufgefordert und der habe sie dann eingesteckt, was von dem anderen wieder und wieder bestritten wurde. er war von A so unter druck gesetzt worden, dass er die kassette, die A aus dem regal genommen hatte, schließlich einsteckte. der „dieb“ war nur noch ein häufchen unglück, vom detektiv des hauses beim klauen erwischt, vom mitschüler hängengelassen. er hatte auch gegen alle schulregeln verstoßen und wußte das. der markt wird eine anzeige erstatten, ich muß einen bericht schreiben, die akte wird noch dicker werden.

ich wußte nicht was mich mehr entsetzte, traurig machte, ärgerte, der diebstahl oder der gemeine verrat des einen schülers am anderen. mir war zum heulen, und wieder einmal fühlte ich die ohnmacht, nichts, aber auch gar nichts langfristig erreicht zu haben. wochenlang war alles gut gegangen, wochenlang hatten die beiden gut gearbeitet. und nun das.

es ist so fürchterlich frustrierend, kraft und energie und hoffnung und zuversicht jeden tag neu einzubringen – und am ende werden doch sehr viele unserer schüler stranden, auf der straße, in der prostitution, im knast. und dann wird es keine einrichtung wie unsere schule mehr geben, in der lehrer und pädagogische mitarbeiter immer wieder neu versuchen, die destruktiven strukturen, die die kinder schon im elternhaus kennengelernt und verinnerlicht haben, aufzuweichen, zu verändern, positiv zu wenden. neue verhaltensweisen aufzubauen, den selbstwert zu stärken, soziales handeln zu üben, einen freundlichen umgang miteinander zu ermöglichen und ihnen beizubringen, dass regeln auch schutz bedeuten und nicht nur dazu da sind gebrochen zu werden.

am gleichen tag war eine ehemalige schülerin mit ihrer kleinen tochter bei uns in der schule zu besuch. sie lebt mit ihrem freund zusammen, ohne arbeit mit hartz 4 … kann ich von einer sternstunde sprechen, weil ich gesehen habe wie liebevoll die junge mutter mit ihrer kleinen tochter umgeht? oder ist auch das hoffen gegen alle sonstigen erfahrungen?

glucke … 27. März, 2007

Posted by Rika in familie.
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eigentlich kann ich ja gluckenverhalten überhaupt nicht ausstehen und wenn ich es an anderen beobachte, kann es schon mal vorkommen, dass ich mich gewaltig aufplustere und mit so einer ganz klitzekleinen geringschätzung den anderen glucken begegne. ich bilde mir nämlich ein, dem fürchterlichen gluckenstadion des überbehütenden und minimal (!!!) bevormundenden längst entwachsen zu sein! und in der theorie trifft das ja auch zu. da bin ich perfekt! psychologisch versiert und pädagogisch erfahren, ja, ja!

aber heute fährt mein „kleiner“ zurück zu studienort und studentischer wg, d.h. die gluckenmutter bringt ihn hin mit sack und pack dem pc , allerhand nützlichem kram, einem koffer frisch gewaschener und gebügelter wäsche, netten kleinigkeiten, leckereien und all dem, von dem ein gluckenherz denkt (fühlt – wäre wohl angebrachter zu schreiben), dass ohne diese gluckigen gaben das winzig kleine hilflose küken in der schrecklich fremden und gefährlichen welt mit sicherheit rettungslos verloren wäre. und unterwegs wird mama glucke sicher noch viele freundliche worte finden, ermahnungen, ratschläge, hilfreiche tips und gaaanz viele streicheleinheiten verteilen. und das winzigkleine küken wird mit einem lächeln und ganz klein bißchen spott „mutti …“ sagen . – womit es ja durchaus recht hat.

ja, ja! anspruch und wirklichkeit! natürlich weiß ich, dass es doch das ziel aller elternschaft ist, dass die kinder eigenständig werden – vom ersten tag ihres lebens an habe ich dazu beigetragen, dass sie es sind und werden. ja, ich habe mein erziehungsziel erreicht, das kind ist groß, selbstständig, vernünftig und kann durchaus ohne mich existieren. eigentlich müßte ich mich darüber freuen – ausschließlich freuen! aber so ein bißchen wehmut ist halt auch dabei. mama gluckes gluckendasein war erfolgreich und geht jetzt unweigerlich dem ende zu. (zum glück bin ich kein huhn, das im suppentopf landen würde nach erfolgreicher gluckenschaft!)

und zum glück ist ja bald ostern und da füllt sich das nest wieder mit unserem munteren quintett (wir haben seit zweieinhalb jahren eine sehr nette schwiegertochter!!!)  und ich kann für eine kurze weile noch mal meinem gluckendasein hingebungsvoll frönen. mein mann sieht es mit einem lächeln. und beide freuen wir uns darüber, dass das nest ja nicht wirklich leer ist, es ist – – – groß und weit geworden.

während ich das hier schreibe packt mein jüngster und belädt das auto – und jetzt müssen wir wirklich los!

frühlingsblau 26. März, 2007

Posted by Rika in vermischtes.
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JUDICA … 25. März, 2007

Posted by Rika in meditatives.
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Judica ist der 5. Sonntag der Passionszeit, die mit dem Aschermittwoch – in diesem Jahr am 21. Februar – begonnen hat.

Judica, benannt nach dem ersten Satzteil des Psalms, der zu Beginn des Gottesdienstes gebetet wird. Und da die Festlegung der Psalmengebete in der Liturgie der Passionszeit schon sehr alt ist und aus einer Zeit stammt, da die Messe noch lateinisch zelebriert wurde, eben:

Judica me, Deus, et discerne causam meam de gente non sancta“ (Ps 43, 1)

Lange vor der Christenheit haben Menschen diesen Psalm gebetet, haben sie Zuflucht bei dem Höchsten gesucht und Gott selbst zum Anwalt und Richter ihrer Anliegen gemacht. Lange bevor Christen diesen Psalm in der Passionszeit mit dem Leiden Jesu in Verbindung brachten, haben Menschen geglaubt und erkannt, dass ihre Klagen bei Gott gut aufgehoben sind, haben ihre Hoffnung darauf gesetzt, dass von IHM Hilfe kommt. Und lange bevor Christen am Ende der Passionszeit die Auferstehung feiern, wußten Menschen, dass das Ende nicht das Leid sondern das Heil ist und dass darum das Klagen in das Loben mündet.

Wir Christen verdanken diesen Psalm dem unerschütterlichen Festhalten der Juden an dem, was Gott ihnen geboten hat, ihrer Auseinandersetzung mit der Torah und den Weisungen. Die Psalmen spiegeln diesen Prozess der Auseinandersetzung wieder, die innere wie äußere Anfechtung, die Erfahrung, durch lebensbedrohende äußerer Feinde, in Aufruhr und Verzeifelung gestürzt zu werden, ebenso wie durch quälende Fragen der „Seele“.

So wurden diese Psalmen durch alle Jahrhunderte der Bedrohung hindurch (schon vor der Zeit) von Juden bewahrt und überliefert und sind auch für uns Christen Trost für die Zeiten des Aufruhrs und der Anfechtung im eigenen Leben.

Psalm 43

Schaffe mir Recht, o Gott, und führe meinen Rechtsstreit mit der gnadenlosen Nation! Vom Mann des Betrugs und des Unrechts errette mich!

Denn du bist der Gott meiner Zuflucht. Warum hast du mich verworfen? Warum muß ich trauernd einhergehen, bedrückt durch den Feind?

Sende dein Licht und deine Wahrheit, sie sollen mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen.

So werde ich kommen zum Altar Gottes, zum Gott meiner Jubelfreude, und werde dich preisen auf der Zither, Gott, mein Gott!

Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und was stöhnst du in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesichtes und meinenGott.


sommerzeit … 25. März, 2007

Posted by Rika in vermischtes.
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ich möchte am liebsten eine große protestbewegung initiieren, die gegen den unsinn der sommerzeit zu felde zieht. (vielleicht gibt es sie ja schon im kleinen und ist bisher an mir vorübergegangen.)

ich habe mich doch gerade erst mühsam wieder an den alten rhythmus gewöhnt, jetzt heißt es wieder eine stunde früher aufstehen, aber ich kann nicht auf kommando eine stunde früher zu bett gehen. ich habe das gefühl, meine wachzeiten werden immer länger und die schlafenszeiten immer kürzer. ob das anderen auch so geht?

ist es wirklich so sinnvoll, die zeit zweimal im jahr zu verschieben? sicher, in den wenigen tagen um mittsommer ist es schön, wenn man noch um 22.00h im hellen auf der terrasse sitzen kann, aber sonst? und dann die zeit erst ende oktober wieder umzustellen, finde ich sowieso ganz fürchterlich! nein, mich macht diese zeitschieberei ganz und gar nicht glücklich.

können wir nicht einfach wieder nur die eine zeit haben?

richter sind auch nur menschen … 24. März, 2007

Posted by Rika in meine persönliche presseschau.
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diese banal anmutende feststellung läßt ohne probleme die ergänzung zu: und machen fehler wie alle anderen menschen eben auch. „errare humanum est“ lernen lateinschüler seit jahrhunderten, irren ist menschlich.

das kann aber nicht heißen, dass irrtümer nicht aufgeklärt und richtig gestellt werden müssen oder das der irrende nicht zur verantwortung gezogen wird, wenn sein irren anderen schaden zugefügt hat.

im falle der frankfurter richterin, die – mit dem unsäglichen hinweis auf die durch den koran legitimierte prügel für ehefrauen durch deren ehemänner – einer härtefallscheidung nicht stattgab, können aber möglicherweise andere maßstäbe gelten, „richtermaßstäbe“, eben! so las ich heute in der zeitung, dass der hessische justizminister, Jürgen Banzer, ankündigte, das vorgehen der richterin dienstrechtlich überprüfen lassen zu wollen. „gut“ dachte ich, um dann aber den folgenden satz des berichtes mit erstaunen und nach sich ziehender empörung zu lesen: „In der Neuen Richtervereinigung (NRV) zusammengeschlossene Juristen werteten dies als Angriff auf die im Grundgesetzt garantierte richterliche Unabhängigkeit und ‚unerträglichen‘ Populismus.“ (HAZ, 24. 03. 2007)

mit anderen worten, richter stehen über dem gesetzt, sind frei und unabhängig in ihren entscheidungen – zwar dem gesetzt verpflichtet, aber wenn sie einmal recht gesprochen haben, können sie nicht selbst zur rechenschaft gezogen werden.

sicher kann im verfahren selbst ein richter wegen des verdachts der befangenheit abgelehnt werden oder das verfahren wird, wie im frankfurter fall geschehen, dem verhandelnden richter entzogen. der verurteilte hat auch anspruch auf revision, aber der richter selbst ist unangreifbar, wie mir scheint. es scheint so zu sein, dass ein richter nicht für seine rechtssprechung selbst juristisch verantwortlich gemacht werden kann. siehe oben.

das wiederum wirft die frage nach der richterlichen macht auf. und: wer kontrolliert die richter? ist unser rechtssystem in sich geschlossen, sich selbst kontrollierend? und sind damit nicht rein theoretisch dem machtmißbrauch tor und tür geöffnet?

ich hatte bisher wenig veranlassung, mir darüber gedanken zu machen, wenngleich es in der vergangenheit immer wieder fälle gegeben hat, bei denen ich, dem „gesunden menschenverstand“ folgend, richterliche anordnungen und entscheidungen unbegreiflich fand. doch erst die oben zitierte gegenwehr der NRV macht mich wirklich hellhörig und läßt mich fragen, ob das so wirklich in ordnung ist.

nachträgliche ergänzung: bitte meinen kommentar ebenfalls lesen!

zur lage der frauen… 21. März, 2007

Posted by Rika in meine persönliche presseschau.
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dazu schreibt Ruth in „beer7“ und beruft sich auf die un-kommission. siehe unten

http://beer7.wordpress.com/2007/03/21/zur-lage-der-frauen/

passend zu der ungeheuerlichkeit, dass auch deutschland in der entsprechenden un-abstimmung gegen israel gestimmt hat, wird heute dieses in den nachrichten bekannt:

„Richterin verweist auf Züchtigungsrecht im Koran

Es ist ein ungeheurer Vorgang. Eine Juristin lehnt die Scheidung einer misshandelten muslimischen Frau ab. Der Koran erlaube die Bestrafung einer Ehefrau. Das Frankfurter Amtsgericht entbindet sie daraufhin von dem Fall, da es die Richterin für befangen hält.

Die Sure vier des Korans trägt den Titel „An-Nisa“, „Die Frauen“. In Vers 34 heißt es: „Die Männer stehen über den Frauen. Und wenn ihr fürchtet, dass Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!“ Mit dem Verweis auf diesen Vers lehnte eine Familienrichterin am Frankfurter Amtsgericht im Januar einen Antrag auf eine vorzeitige Scheidung einer Deutschen marokkanischer Herkunft ab: Weil der Koran das Züchtigungsrecht vorsehe, sei die Bedrohung der Frau durch ihren Ehemann keine „unzumutbare Härte“, eine vorzeitige Scheidung deshalb nicht nötig. Am Mittwoch gab nun das Amtsgericht einem Befangenheitsantrag statt – und zog die Richterin von dem Verfahren ab.“

http://news.de.msn.com/politik/Article.aspx?cp-documentid=4379233

mir fehlen die worte, dieses unglaubliche vorgehen und die argumentation der richterin zu kommentieren!

es ist mir unbegreiflich, wie tief sich eine gebildete frau – als juristin sollte sie schon über bildung verfügen – in deutschland vor frauenverachtenden und religiös begründeten machenschaften muslimischer männer verneigt!

meine bange frage ist, ob dies ein weiterer kotau vor dem islam ist, dem man meinem empfinden nach hier in deutschland schon sehr, sehr viel freiheiten einräumt, die nicht oder nur kaum mehr mit dem gg in einklang zu bringen sind.

siehe zwangsverheiratung der mädchen, ehrenmorde, die nicht als morde sondern als einfache tötungsdelikte verurteilt werden, schulpflichtverletzungen, moscheen, in denen zum kampf gegen ungläubige aufgerufen wird … und nun das?

wo soll das noch hinführen?

Peter … 21. März, 2007

Posted by Rika in familie, Kinder - Famile, schule - kinder.
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die „mischpokische Regierung“ machte in ihrem blog darauf aufmerksam:

heute ist der „Welt-Down-Syndrom-Tag“. Danke, Anneka!

peter.jpg


Peter und ich im sommer 1977.

Peter war mein schüler, das erste kind mit down-syndrom in meiner klasse. ich liebte Peter und Peter liebte mich. so viel habe ich von ihm gelernt, so sehr von ihm profitiert! ich liebte seinen humor, seine fröhlichkeit, seine wärme, seine kindlichen späße, seinen willen – er war ein kleiner dickkopf, manchmal – seine anhänglichkeit, seine fähigkeit, sich trotz der sprachprobleme verständlich machen zu können, ich liebte seine phantasie, seine kreativität und seine gute laune. peter war ein zartes kind, sein herz machte ihm probleme, seine energie reichte immer nur eine kleine weile, dann mußte er sich ausruhen, neue kraft schöpfen. ich fühlte mich durch Peters zuneigung und liebe reich beschenkt!

als ich ein jahr nach dem entstehen dieses bildes einen kleinen sohn bekam und meine schule verließ, war Peter sehr traurig und ich vermißte den kleinen kerl mit dem großen lebensmut!

auch später habe ich immer wieder schüler wie Peter gehabt, kinder und jugendliche mit down-syndrom, und wie Peter haben sie mich beeindruckt und verzaubert mit ihrer wunderbaren art, ihr leben zu leben. ich weiß, dass es oftmals schwere jahre für eltern und angehörige sind. ich bin dankbar für die zeit mit den kindern und ihren eltern!

grießflammeri 20. März, 2007

Posted by Rika in aus küche und keller.
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nein, nein, nein,

ich meine natürlich NICHT das zeug aus der packung, milch drüber und fertig! das schmeckt doch irgendwie pampig oder pappig, je nachdem!

ich rede von diesem leckeren selbstgekochten wunderbaren seelentröster in allen lebenslagen. stimmt, es ist ein bißchen aus der mode gekommen, ein flammeri selbst zu kochen. und so schick wie tiramisu oder mousse au chocolate oder zimtparfait oder champagnersorbet ist es ja auch nicht – es ist kein bißchen schickimicki, wenn ich es mir so recht überlege. aber ich esse es immer wieder gern und meine ganze sippschaft auch. und für alle, die nur die „fix und fertig-variante“ kennen, hier das rezept zum nachkochen:

1/2 l milch mit 1 el zucker, 1 pr. salz und 1 pck. vanillinzucker in einem topf zum kochen bringen. in der zwischenzeit 1 ei in eiklar und eigelb trennen, das eiklar zu festem eischnee schlagen. 60 g grieß abwiegen und in die kochende milch rieseln lassen, gut verrühren, den topf verschließen und
vom herd nehmen, den grieß etwa 10 minuten garziehen lassen, danach mit dem eigelb legieren und den eischnee vorsichtig unterziehen. kleine puddingförmchen oder tassen mit kaltem wasser auspülen, die flammerimasse einfüllen. alles kalt stellen!

nach dem vollständigen erkalten auf dessertteller stürzen und mit feiner fruchtsoße anrichten.

ich nehme gerne pürierte pfirsiche dazu oder frische himbeeren – die gefrorenen (auftauen, natürlich!) tun es zur not auch! die himbeeren durch ein sieb streichen – der kerne wegen! (psss!!!) im winter sind pürierte gekochte pflaumen mit zimt sehr fein!

ganz wunderbar wird das flammeri, wenn man 1 gute msp. geriebene orangenschale zugibt- die kaufe ich allerdings fertig abgepackt in minitütchen! und erwachsene können selbstredend das ganze dessert mit ein wenig eierlikör anreichern oder dem pflaumenmus einen kleinen tl. rum, dem pfirsichmus etwas marillengeist hinzufügen …. oder man genießt es (das flammeri natürlich!!!) einfach nur PUR!!! hhhmmmmmmh!

ähem, es hat wirklich gar keine kalorien …..