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glucke … 27. März, 2007

Posted by Rika in familie.
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eigentlich kann ich ja gluckenverhalten überhaupt nicht ausstehen und wenn ich es an anderen beobachte, kann es schon mal vorkommen, dass ich mich gewaltig aufplustere und mit so einer ganz klitzekleinen geringschätzung den anderen glucken begegne. ich bilde mir nämlich ein, dem fürchterlichen gluckenstadion des überbehütenden und minimal (!!!) bevormundenden längst entwachsen zu sein! und in der theorie trifft das ja auch zu. da bin ich perfekt! psychologisch versiert und pädagogisch erfahren, ja, ja!

aber heute fährt mein „kleiner“ zurück zu studienort und studentischer wg, d.h. die gluckenmutter bringt ihn hin mit sack und pack dem pc , allerhand nützlichem kram, einem koffer frisch gewaschener und gebügelter wäsche, netten kleinigkeiten, leckereien und all dem, von dem ein gluckenherz denkt (fühlt – wäre wohl angebrachter zu schreiben), dass ohne diese gluckigen gaben das winzig kleine hilflose küken in der schrecklich fremden und gefährlichen welt mit sicherheit rettungslos verloren wäre. und unterwegs wird mama glucke sicher noch viele freundliche worte finden, ermahnungen, ratschläge, hilfreiche tips und gaaanz viele streicheleinheiten verteilen. und das winzigkleine küken wird mit einem lächeln und ganz klein bißchen spott „mutti …“ sagen . – womit es ja durchaus recht hat.

ja, ja! anspruch und wirklichkeit! natürlich weiß ich, dass es doch das ziel aller elternschaft ist, dass die kinder eigenständig werden – vom ersten tag ihres lebens an habe ich dazu beigetragen, dass sie es sind und werden. ja, ich habe mein erziehungsziel erreicht, das kind ist groß, selbstständig, vernünftig und kann durchaus ohne mich existieren. eigentlich müßte ich mich darüber freuen – ausschließlich freuen! aber so ein bißchen wehmut ist halt auch dabei. mama gluckes gluckendasein war erfolgreich und geht jetzt unweigerlich dem ende zu. (zum glück bin ich kein huhn, das im suppentopf landen würde nach erfolgreicher gluckenschaft!)

und zum glück ist ja bald ostern und da füllt sich das nest wieder mit unserem munteren quintett (wir haben seit zweieinhalb jahren eine sehr nette schwiegertochter!!!)  und ich kann für eine kurze weile noch mal meinem gluckendasein hingebungsvoll frönen. mein mann sieht es mit einem lächeln. und beide freuen wir uns darüber, dass das nest ja nicht wirklich leer ist, es ist – – – groß und weit geworden.

während ich das hier schreibe packt mein jüngster und belädt das auto – und jetzt müssen wir wirklich los!

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