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MA NISCHTANAH … ? 2. April, 2007

Posted by Rika in judentum, meditatives.
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„Warum ist diese Nacht so ganz anders als die übrigen Nächte?“

fragt der Jüngste der Tischgesellschaft, die sich zum Seder versammelt hat. Heute ist Pessach und Juden in aller Welt feiern dieses Fest in Erinnerung des Auszugs aus Ägypten vor tausenden von Jahren. Auf die Frage wird geantwortet: „Sklaven waren wir einst dem Pharao in Ägypten, da führte uns der Ewige, unsere Gott, von dort heraus mit starker Hand und ausgestrecktem Arm.“ (Zitate aus der Pessach-Haggadah)

Wir waren Sklaven und sind nun frei, das ist wohl die zentrale Aussage von Pessach, nicht frei aus eigener Kraft, frei durch die „starke Hand und den ausgestreckten Arm Gottes“. Es hat mich sehr bewegt, als ich vor Jahren als Christin an einem Seder bei Freunden in Ma’ale Adumim (bei Jerusalem) teilnehmen und so hautnah die Geschichte des Auszugs aus Ägypten miterleben durfte, diese einzigartige Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart.

Wir Christen feiern in den nächsten Tagen Ostern. Wir feiern die Auferstehung Jesu, die Überwindung des Todes, die uns, die wir fern von Gott waren, mit Gott in Verbindung bringt. Als ich damals den Seder mit meinen jüdischen Freunden feierte, mußte ich schon am nächsten Tag zurück nach Deutschland fliegen, am Shabbat, am Samstag, Samstag vor Ostern. Ostersonntag saß ich im Gottesdienst meiner Gemeinde, noch ganz erfüllt von dem Erleben in Israel, dem Pessach-Geschehen und fühlte die Sehnsucht nach der Befreiung, die Sehnsucht nach der Nähe Gottes, dem Frieden, den ER seinem Volk zusagt und auch uns, „die wir einst ferne waren“, wie Paulus schreibt.

So wünsche ich allen Menschen, die heute und in diesen Tagen mit ihren Familien oder Freunden oder in den jüdischen Gemeinden Pessach feiern, „Pessach sameach vekascher“.

Uns Christen wünsche ich, dass wir nie aus dem Blick verlieren, dass es ohne das jüdische Pessach, ohne den Auszug aus Ägypten, auch nicht Jesus von Nazareth gegeben hätte, der für uns, die wir an ihn glauben, zum Christus, unseren Erlöser, geworden ist und durch den wir leben!

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Kommentare»

1. eran - 3. April, 2007

Hallo Rika,

ich wünsche dir schon mal frohe Ostern.

Diese Bilder von Kreuzabnahme in der Grabeskirche
von Ulrich W. Sahm könnten dich interessieren.

http://www.n-tv.de/786586.html

2. mischpoke - 4. April, 2007

Danke liebe Rika, wir hatten gestern auch einen sehr schönen Seder, bloss Hannah wollte nicht singen, wenn die anderen wollten das sie singt. Und der Afikoman wurde viel zuschnell gefunden. Liebe Grüsse und ein schönes Osterfest wünscht die die Regierung und der König samt Kinderschar und vielen Dank für die Karte

3. Rika - 4. April, 2007

recht hat sie, die Hannah!
laßt sie singen wenn sie mag! 🙂 aber das tut ihr ja sicher auch.
danke für die osterwünsche und euch allen eine gute zeit!
rika

4. vivi - 5. April, 2007

wuensche dir auch schoene Osterfeiertage. Unser Seder war auch sehr schoen. Wir hatten, wie es oft ueblich ist, auch eine Menge Nichtfamilienmitglieder eingeladen.

5. Rika - 5. April, 2007

Hallo Eran,
danke für die Osterwünsche.
und danke auch für deinen link. die bilder sind interessant, aber wirken auf mich doch eher sehr befremdlich.
ich bin ja nicht katholisch sondern gehöre zu einer baptistengemeinde – und in baptistengemeinden gibt es überhaupt gar keine bildlichen darstellungen von biblischen personen und erst recht nicht von Jesus oder Gott. wir haben zwar ein kreuz an der wand hinter dem baptisterium, aber es ist nur ein schlichtes helles holzkreuz und ohne körper.
es heißt doch: „du sollst dir kein bildnis machen!“ außer dem kreuz haben wir lediglich eine allegorie zum himmlischen „jerusalem“ in unserem Gottesdienstraum, ansonsten ist er vollkommen schmucklos – aber trotzdem sehr schön.

Vivi, danke auch dir für deine Osterwünsche!
Rika


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