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kein briefgeheimnis… 31. Mai, 2007

Posted by Rika in islam, meine persönliche presseschau.
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anläßlich der anhörung zum geplanten moschee-bau in köln ehrenfeld kam es zu einem verbalen „ausrutscher“ der zuständigen Dezernentin, Marlis Bredehorst.

ich habe die anregung aufgegriffen, der dezernentin zu schreiben:

Sehr geehrte Frau Bredehorst,

anläßlich der Anhörung der Bürger zum Bau einer Moschee in Köln-Ehrenfeld haben Sie sich zu einer Äußerung hinreißen lassen, gegen die ich hiermit aufs schärfste protestiere!

Ich kann nur hoffen, dass Ihre Aussage vom „Ausrutscher“ den Juden gegenüber ebenfalls ein einsamer Ausrutscher war und ist und bleibt und ich erwarte von Ihnen, dass Sie sich in aller Form für diese beleidigende und entwürdigende Ausdrucksweise entschuldigen und Sie sehr deutlich machen, dass Ihr Ausspruch „nur“ eine verbale Entgleisung war und mitnichten Ihren politischen Einstellungen und menschlichen Einschätzungen entspricht.

Ich habe sowohl den Mitschnitt via Internet gehört, als auch die Mitschrift gelesen.

Sie zeigen sehr viel Entgegenkommen gegenüber dem Islam, reden von Toleranz der Religionen und verharmlosen mit einem einzigen Wort die Ungeheuerlichkeit der Shoa, der geplanten und bestens organisierten und durchgeführten Vernichtung der europäischen Juden zur Zeit der Hitlerdiktatur!

Und Sie ignorieren völlig die jahrhundertelange offene Feindschaft der Kirchen gegen Juden. Sie verharmlosen mit einem einzigen Wort die seit nahezu 2000 Jahren andauernde Benachteiligung jüdischer Menschen in Europa, ihre mehr oder weniger heftige Verfolgung durch die christlichen und weltlichen Institutionen – Juden waren rechtlos, schutzlos, der Willkür ausgesetzt, ihnen wurde fast nach Belieben durch immer wieder auftretende Pogrome unendliches Leid zugefügt.

Und da reden Sie locker von einem Ausrutscher?

DAS können Sie so nicht stehen lassen!

Gestatten Sie mir eine weitere Anmerkung:

Ihr Eifer für den Islam in allen politischen Ehren, aber meinen Sie nicht, dass eine differenziertere Sicht auf den Islam mit allen seinen Facetten hilfreicher ist, als ein freundliches Darüberwegsehen, was im Namen Allahs – allein in Deutschland – an Unrecht passiert, an Menschenrechtverletzungen, Frauen verachtenden Familienstrukturen, Gewalttätigkeiten, die mit dem Islam begründet werden? Sehen Sie nicht, dass die Anwendung des islamischen Rechts, der Scharia, auch in Deutschland bei sehr vielen der hier lebenden Muslimen längst Alltag ist? Und muss man nicht befürchten, das sich diese Praxis ungebremst sehr schnell ausweiten wird?

(Ich empfehle Ihnen dringend den Artikel „Allahs eisernes Gesetz“ zu lesen, den Hans-Peter Raddatz in „Rheinischer Merkur“ , Nummer 22, 31. Mai 2007 in dieser Woche veröffentlicht hat.)

Halten Sie es für sinnvoll, die Bedenken der Kölner Bürger gegen eine geplante Moschee im Handstreich mit einem freundlichen Lächeln und dem Hinweis auf das nette Miteinander von Katholiken und Protestanten vom Tisch zu wischen?

Ich ersuche Sie sehr, Ihre Haltung zu überdenken und zukünftig bei Ihrer Wortwahl sorgfältiger zu sein.

Sie, als verantwortliche Sozialdezernentin, tragen eine hohe Verantwortung. Der werden Sie nur gerecht, wenn Sie die Geschichte Deutschlands und Ihrer Stadt bedenken, die Befindlichkeiten und Bedürfnisse aller Bürger ernst nehmen und mit profunden Ratgebern nach Lösungen suchen.

Ich selbst gehöre nicht einer der großen Volkskirchen sondern einer kleinen Freikirche an und weiß aus eigener Erfahrung wie es ist, ausgegrenzt und mit Argwohn bedacht zu werden und wie wichtig gegenseitige Information und Vertrauen ist. Vertrauen kann man nicht erzwingen – aber ausführliche Informationen können zur Vertrauensbildung beitragen.

Mit lockeren Sprüchen ist es dabei aber nicht getan!

gez. …

arzttermin … 30. Mai, 2007

Posted by Rika in vermischtes.
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… mit meiner mutter.

11.00h steht auf dem terminkärtchen des kardiologen.

pünktlich , d.h. 10 minuten vor dem termin treffen wir ein.

mutter nimmt in der wartezone platz, ich übernehme die anmeldung. die freundliche dame hinter dem tresen telefoniert gerade mit ihrer tochter – länger …. nimmt aber dann doch die akte meiner mutter vom anmeldestapel und legt ihn in die zuständige ablage für die bereits anwesenden patienten – es hat alles seine ordnung und ich bin guter hoffnung, nach längstens einer stunde wieder zu hause zu sein, zumindest aber doch unterwegs nach hause.

11.15 h schaue ich zum ersten mal auf die uhr. das akademische viertel ist verstrichen.

11.25 h fragt mutter nach, ob wir uns noch mal melden sollen … nein, mutti, wir sind höfliche menschen, der arzt ist beschäftigt, es dauert halt…

11. 45 h wiederholt mutter die frage, ich rate aber zu geduld.

es vergehen minuten um minuten

12.20 h hat auch meine geduld ein ende. ich frage nach, wann denn meine mutter endlich an der reihe sei – sie ist immerhin schon 83 und müßte jetzt eigentlich in ihrer senioreneinrichtung zum mittagessen gehen…

ach, sagt die freundliche dame hinter dem tresen nachdem sie einen blick in mutters akte geworfen hat,  ihre mutter muss zum echo,  ja dann kommen sie doch GLEICH mit.

die sache mit dem echo dauert 8 minuten und das direkt daran anschließende arztgespräch bei dem freundlich-kompetenten kardiologen gründliche 17 minuten.

um 13.05 h sind wir wieder zu hause.

WARUM DENN NICHT GLEICH SO ?

das wort zum sonntag … 27. Mai, 2007

Posted by Rika in Allgemein.
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… ist ja nicht jedermanns sache und ich gebe zu, dass ich es nicht gerade regelmäßig schaue. heute habe ich es mit aufmerksamkeit und interesse wahrgenommen.

wir feiern morgen pfingsten.

nur jeder 4 deutsche mensch weiß, welche bedeutung hinter dem langen festwochenende steht, so war es in der zeitung zu lesen. während weihnachten für geschenke und ostern für ostereier und mittlerweile ebenfalls geschenke steht, können die meisten mit pfingsten nichts oder nicht viel anfangen. pfingstrosen und pfingstochsen lassen ländliches brauchtum im frühjahr vermuten. in manchen gegenden spricht man vom „geburtstag der kirche“, was ich mit erstaunen vor wenigen jahren zum ersten mal hörte.

für mich, freikirchlich sozialisiert, war die sache von kindesbeinen an ‚klar‘, wenn auch nicht unbedingt logisch erklärbar: pfingsten feiern wir zur erinnerung an die „ausschüttung des heiligen geistes“, wie es in älteren übersetzungen heißt. nachlesen kann man den bericht in der apostelgeschichte 2, 1 – 13 (und folgende).

heiliger geist – gottes geist, der licht und wahrheit ist, uns leitet und hilft nach seinem wort zu leben.

heiliger geist aber auch ein schwieriger begriff, abstrakt und so wenig konkret, könnte man meinen oder befürchten oder behaupten.

heute nun, im „wort zum sonntag“ machte Stephan Wahl diesen „begriff“ heiliger geist sehr anschaulich, holte ihn aus der esoterisch anmutenden szenerie geistlichen lebens in die konkrete lebenswirklichkeit und rückte so auch pfingsten, das seltsam fremde fest, in eine begreifbare nähe.

“ „Empfangt den Hl. Geist“, das sagt der auferstandene Christus seinen Jüngern. „Er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“. Man könnte sagen, Hl. Geist – das ist so etwas wie ein Download Gottes. Er gibt uns ein Programm, ob wir es anklicken und nutzen, liegt an uns und unserer Freiheit. Dieses Programm hat einen Namen: die sieben Gaben des Hl. Geistes. Sie lauten: Weisheit, Einsicht, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht. … „(Stephan Wahl)

mit der annahme dieses „programms“ wird aus pfingsten mehr als nur ein schönes langes wochenende mit pfingstrosen und gutem essen.

ich wünsche allen, die sich mit diesem programm beschäftigen: Gesegnete Pfingsten!

zwischen tür und angel … 26. Mai, 2007

Posted by Rika in islam, meine persönliche presseschau.
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… fühle ich mich heute!

wenn man sich das bild plastisch vor augen führt, kann es einem schon sehr ungemütlich werden, ist die “angel” doch der haken, an dem die tür aufgehängt wird.

außer luft paßt eigentlich nichts zwischen tür und angel, allenfalls noch ein wenig schmierfett, das verhindert, dass die tür beim öffnen quietscht, wenn nämlich metall auf metall trifft.

jemand “zwischen tür und angel” läuft gefahr, zerrieben zu werden …

so empfinde ich es …

zu viele ansprüche an mich von innen (das berühmte über-ich, das immer sagt: “dies muss noch getan werden und das und fertig bist du noch lange nicht…” ) und außen – das außen zu beschreiben laß ich jetzt mal lieber, es könnte ein roman draus werden … !

zwischen tür und angel
muss ich aber doch noch schnell meine verwunderung hierüber ausdrücken! offener aufruf zum terror – und das muss man ja wohl unter “heiligem krieg” verstehen – ist zukünftig straffrei. hassprediger dürfen in zukunft in deutschland die hier lebenden freiheitsliebenden jungen muslime unverhohlen zum kampf gegen die ungläubigen auffordern, sie einschwören auf terror und gewalt. nur anwenden darf man das gelernte dann doch nicht.

ich glaub es einfach nicht !!!

wie weltfremd sind die herren richter?

sie sollten mal an meine schule kommen und sich das anhören, was meine kleinen muslimischen schüler an dschihad-ideen so von sich geben. da wird mir ganz angst und bange. wie soll ich nun solche reden – rein formal gesehen – mit dem hinweis auf recht und gesetz unterbinden? geht ja gar nicht.

muss die kluge pädagogin sich pädagogisch supersinnvoll verhalten. mach ich ja sowieso, aber ist doch wirklich nicht zu fassen, so eine rechtssprechung.

wenn wir dann den terror im land haben, will es wieder niemand gewußt haben und vor allen dingen, keiner gewesen sein!

TOLL

wie gesagt, nur mal so zwischen tür und angel … ob die richter auch keine zeit hatten?

test … 25. Mai, 2007

Posted by Rika in vermischtes.
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תודה רבה*

so ein pc ist ein merkwürdiges ding …

und noch rätselhafter erscheint mir mitunter das internet, bzw. die gesetzmäßigkeit, nach dem es funktioniert.

ich habe heute im forum von hagalil einen schönen link gelesen, mit dem man texte in ivrit verfassen und über kopieren und einfügen (überall) einstellen kann.

nun, bei hagalil erschien im klarfeld nur ein komischer zeichen- und zahlensalat. hier scheint es aber zu funktionieren.

da ich ein ziemlich unbedarftes menschenkind bin, möchte ich fast an liebe, freundliche feen oder böse zauberer glauben, die eigentlich hinter dem ganzen stecken und je nach lust und laune erkennbare texte oder unlesbare geheimcodes ausspucken.

wie auch immer. das net(z) ist ein unerforschlich weites (entdecker)feld und ich ganz klein mittendrin …

oft ratlos!

תודה רבהdies heißt „toda raba“ – vielen dank!

(k)eine zukunft … 23. Mai, 2007

Posted by Rika in Allgemein.
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…. oder schlechte aussichten!

liegt es nun an meinem fortgeschrittenen alter oder an der tatsächlichen beschaffenheit der welt, dass ich zunehmend mehr den eindruck gewinne, dass der gedanke an die zukunft bei vielen menschen resignation auslöst, weil so wenig erkennbar ist, ob und wie das eigene leben gestaltet werden kann.

gestern unterhielt ich mich während der pausenaufsicht mit einem der älteren schüler meiner schule über seine vorstellungen nach der entlassung.

„keine ahnung!“

keine ahnung, ob er nach dem hauptschulabschluß eine berufsausbildung beginnen oder doch noch versuchen wird, sich weiter zu qualifizieren. keine ahnung, ob er überhaupt eine chance hat auf dem arbeitsmarkt mit seiner „akte“ – die zwar nicht weitergereicht wird, die ER selbst aber im kopf hat – mit seinem bisherigen bemühen und scheitern … immer wieder.

keine ahnung … nicht nur bei meinen schülern.

studenten meines mannes, die jetzt auf dem arbeitsmarkt nach stellen suchen, haben wenig hoffnung, ob sie überhaupt einen ihrem studium entsprechenden platz finden werden … vielleicht noch für das berufspraktikum … zur not auch ohne bezahlung … hauptsache mit dem bp das studium abschließen können … nach dem kolloquium – keine ahnung!

keine ahnung wohin die reise geht!

war das nicht immer schon so? haben menschen nicht zu allen zeiten unwägbarkeiten aushalten müssen?

als ich vor 35 jahren mein examen machte, konnte ich mir aus fünf schulen die passende aussuchen … und heute?

noch vor 30 jahren konnten wir alle unsere schüler einer sonderschule für lernbehinderte im ländlichen gebiet in arbeitsstellen und sogar in ausbildungsstellen vermitteln … heute undenkbar!

wer heute „nur“ mit „2“ sein examen macht, kann gleich taxi fahren oder in die schwarzarbeit als kinderbetreuerin oder hausaufgabenhilfe gehen, keine chance auf eine stelle!

schulabschlüsse von förderschulen, wie sie heute heißen, führen geradewegs ins soziale abseits, hauptschüler finden kaum noch lehrstellen…

zukunft?

keine ahnung!

das ist der kleine überschaubare bereich, mit dem ich es zu tun habe. schaue ich aber in die zeitung oder magazine, bietet sich kein positiveres bild!

streikende angestellte großer unternehmen, die um ihren lohn bangen, während sich die manager großzügig belohnen mit immer höheren gehältern und abfindungen, falls sie dann doch mangels erfolg vorzeitig die stelle räumen müssen …

erzieher, krankenschwestern, altenpfleger in diakonischen einrichtungen, die unter permanentem zeitdruck stehen, ausgebeutet an leib und seele, während die „vorstände“ der gleichen diakonischen einrichtungen vorstandsgehälter beziehen … es sei der wirtschaftlichkeit geschuldet, sagt man … soziale arbeit ist teuer und in unserem land nichts mehr wert. kinder, alte und kranke haben keine lobby … und ihre pfleger, betreuer und erzieher leider auch nicht!

es sei die folge der globalisierung, hört man.
zukunft?

keine ahnung …

und die wirklich große politik … hier im land … in europa … weltweit?

zukunft?

keine ahnung … aber ahnungen, die nichts gutes verheißen.

frühe antwort… 21. Mai, 2007

Posted by Rika in Allgemein.
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„Gottes Mühlen mahlen langsam…“

heißt es in einem sprichwort. wer aber glaubt, dass die irdischen angestellten bei mutter kirche auch langsam arbeiten, muss sich eines besseren belehren lassen!

heute, nach nur 17!!! tagen  – immerhin pünktlich mit dem geplanten inkrafttreten der kirchlichen sparvorschläge – bekam ich 1 antwort von einer der vielen stellen, an die ich meinen protest gerichtet hatte!

das ist spitze …

… was rücklaufquote und bearbeitungszeit angeht!

eine antwort auf ca 10 briefe, das ist doch was! 10 % immerhin, wenn ich mich nicht verrechnet habe!

und zeitgleich zu dem brief in meinem postfach gab es auch heute

3 leserbriefe in der haz zu den sparvorschlägen.

was sag ich, unsere meinungfreiheit ist einwandfrei gewährleistet, der bürger wird ernst genommen, die kirche lebt!

HURRA !!! HURRA !!! HURRA !!!

samstagmorgen … 19. Mai, 2007

Posted by Rika in meine persönliche presseschau.
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… die familie trudelt am frühstückstisch ein.

wie jeden morgen hat das familienoberhaupt – nein, das bin nicht ich!- das frühstück bereitet, der kaffee duftet und die frischen bäckerbrötchen auch. der vater erzählt wen er alles schon in der früh beim bäcker getroffen hat – frau m. läßt herzlich grüßen, herr o. muss ins krankenhaus, die kinder von familie f. waren auch schon unterwegs – und langsam kommt das familiengespräch in gang. die „kleinen“ sind zu hause und berichten von diesem und jenem … und obwohl das wetter eher trübe ist, entwickelt sich eine heitere stimmung. der tag wird geplant – abends kommt besuch und die kleinen wollen noch „weg“, spekulationen über den neuen deutschen fußballmeister werden angestellt und die chancen abgewogen, ob 96 noch im ui-cup spielen wird oder nicht, oma ruft zwischendurch an … und alles ist wie immer, vertraut normal, normal vertraut.

der blick in die zeitung nach dem frühstück – auch ganz normal
frau merkel hat putin die meinung gesagt und umgekehrt ( hätte der schröder das auch ?) … der weltbankpräsident ist über seine freundin gestolpert und tritt zurück, viele kinder wurden geboren, eheschließungen vorgenommen und über die sache käßmann gegen käßmann gibt es leserbriefe –

da druckt die presse wieder fleißig was die bürger schreiben.

die sparbeschlüsse der kirche wurden einfach totgeschwiegen, kein leserbrief, nicht einer! wenn sich eine bischöfin scheiden lassen will, macht das natürlich sehr viel mehr wind und stimmung als die stilllegung von kirchen, das zusammenstreichen der gelder für die jugendarbeit oder kürzungen für die diakonischen einrichtungen. ist klar.

ganz am rand auf seite 2 findet der angriff israels auf die palästinenser in gaza statt. auch klar. es wurden ja auch einige hamasleute dabei getötet.

die zerstörung eines klassenraumes in Sderot ist nun mal leider gar nicht spektakulär, wenngleich gestern schon darüber zu lesen war, allerdings hatte ich nach der zeitungslektüre eher den eindruck, es habe sich dabei um ein stillgelegtes gebäude gehandelt – oder wie soll man „leerstehend“ ohne weitere information interpretieren?

Dank Lila und Miriam ist mein wissensstand größer als der der haz – warum lesen die leute in den redaktionen eigentlich keine blogs? – und mein ärger über die informationspolitik meiner zeitung noch größer!

dabei fällt mir auf, gibt es in deutschlalnd eigentlich besonders befestigte oder gesicherte klassenräume? ich mein mal so … für den ernstfall … damit auch unsere schüler bei täglichem raketenbeschuß ihr abitur in ruhe machen können, wär doch mal ’ne denkanregung … oder nicht? aber natürlich, wer sollte schon unser schönes heiles deutschland mit raketen …?

ja, und israel ist eben weit weg – und sderot ist nicht tel aviv oder haifa oder jerusalem! das wär doch für die redakteure ’ne richtig schöne schlagzeile am samstagmorgen: raketen auf haifa! nee, nee, keine schlagzeile, nicht auf der ersten seite, hat’s auch im libanonkrieg nicht einmal gegeben, haifa auf der ersten seite!

samstagmorgen … normal … vertraut … eigentlich wie immer!

kurzschrift 16. Mai, 2007

Posted by Rika in vermischtes.
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ich bin krank … was besonders unschön ist, weil ich eigentlich einen kleinen miniurlaub von der schule habe – mittwochs immer frei, donnerstag „Christi Himmelfahrt“, freitag brückentag und dann das wochenende – und ich bin krank, blöd!

naja, da die kinder kommen und mein gemahl am freitag in gar keinem fall  vorlesung  und seminar ausfallen läßt – er ist noch ein prof alter schule – wäre ich ohnehin nicht in urlaub gefahren…. sei’s drum!

die von lehmanns haben geantwortet und sich für die kritik bedankt.

irgendein oberlandeskirchenrat – den namen habe ich vergesssen und bin auch zu faul nochmals nachzulesen – meint, die bischöfin müsse freiwillig zurück treten.

das wetter kann sich noch nicht entscheiden, ob es warm und trocken oder kalt und regnerisch werden will…

da bleib ich gerne in meinem schönen warmen bett!

gestern im gottesdienst … 14. Mai, 2007

Posted by Rika in Allgemein.
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…gelang unserem jungendreferenten und pastor, henning großmann, das kunststück, während der, zugegeben recht kurzen predigt (nur knappe 15 – 20 minuten sind für baptistische gottesdienste schon sehr, sehr kurz!!!) die jüngeren kinder der gemeinde samt die dazu gehörenden väter in dem bereich, der sonst dem chor vorbehalten ist, zu versammeln und dort für die ebenfallls vorne sitzenden mütter türme oder herzen aus bauklötzen errichten zu lassen und dennoch von der gemeinde konzentration und aufmerksamkeit zur predigt zu bekommen!

überhaupt war es ein sehr bemerkenswerter gottesdienst, ein familiengottesdienst der besonderen art! ausschlaggebend für diese ungewöhnliche kombination von „vater-kind-spielzeit“ und predigt war der ebenso einfache wie wichtige gedanke, dass an diesem muttertag die kinder einfach dazu gehören, dabei sein müssen, mitten im geschehen…

„Lasset die Kinder zu mir kommen!“ sagt Jesus zu seinen jüngern. und weiter liest man dann, dass Er die kinder segnete. so, dem beispiel Jesu folgend, halten wir es auch in unserer gemeinde. die neugeborenen kinder werden gesegnet. und so war auch die „kindersegnung“ dreier neu geborener kinder ein teil dieses gottesdienstes. es ist mehr als eine gute tradition, es ist der glaube und die gewißheit, dass Gott selbst der Herr des lebens ist und Sein segen die kinder begleiten wird auf ihrem weg.

und etwas „zum mitnehmen gab es auch wieder: diesmal wurden keine viertelstündchen verteilt sondern nach dem gottesdienst bekamen alle von den kindern süßigkeiten geschenkt – was ein kleines chaos auslöste, aber von allen leuten geduldig und mit einem liebevollen schmunzeln bedacht wurde.

es war ein gottesdienst, der auf einfache weise ganz viele sinne und gefühle ansprach, der lust auf gemeinde macht, lust auf ein leben mit Gott.

das lied klingt noch in mir nach, das wir gleich zu beginn des gottesdienstes sangen, eine adaptation des psalms 104, 33 -35:

„Ich will singen dem HERRN mein Leben lang. Loblieder bringen meinem Gott solange ich bin. Meines Herzens Rede möge IHM wohl gefall’n, ich will mich freun, ich will mich freun in dem HERRN! Lobe den HERRN meine Seele! Halleluja. Lobe den HERRN meine Seele! Halleluja…“

saure gurken zeiten, mangelzeiten, fragezeiten, zweifelzeiten, meckerzeiten und abkehrzeiten … ja, die kenne ich zur genüge auch! aber ich hoffe, dass ich immer wieder neu wie David sagen kann:

„Ich will bleiben im Hause des HERRN immerda!“ oder, wie die Elberfelder Bibel diesen vers 6 aus Psalm 23 übersetzt:

„Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens und ich kehre zurück ins Haus des HERRN lebenslang.“