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ha, recht gehabt … leider… 30. August, 2007

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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DAS muss ich doch noch schnell loswerden!

beim zurückblättern entdeckte ich dies:

„grünt die esche vor der eiche, gibt es eine große bleiche!

grünt die eiche vor der esche, gibt es eine große wäsche.“

und?

wie war er, der sogenannte sommer ?

eben!

wäschemäßig …   sehr, sehr naß!

wollte ich nur noch mal eben so gesagt haben!

lust und routine … 30. August, 2007

Posted by Rika in vermischtes.
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von lust konnte zunächst gar keine rede sein , gestern nicht und heute morgen auch nicht.

ich muss gestehen, dass ich niemals zuvor in meinem lehrerdasein mit soviel unlustgefühlen zu kämpfen hatte, wie in den zurück liegenden tagen. in den verganenen jahren hatte ich mich meistens schon in den ferien auf das neue schuljahr gefreut – nicht, dass ich die ferien nicht in vollen zügen genossen hätte!

in diesem jahr war es zum ersten mal völlig anders. ich hatte keine lust, gar keine.

kein bock – wie meine schüler sagen würden.

die dienstbesprechung am letzten ferientag hatte an meiner motivationalen situation nicht wesentlich etwas geändert, und so machte ich mich heute morgen mit unlust, widerwillen und mit mir hadernd auf den weg zur schule: muss das sein? habe ich nichts anderes zu tun? warum tue ich mir das noch an? gibt es nichts besseres als sich mutwillig das leben schwer zu machen? halte ich das noch aus – und wie lange noch?

und dann bog ich in die schulstraße ein, sah schon von weitem die kleinbusse und schülertaxis, die unsere kinder aus weitem umkreis zur schule fahren und spürte plötzlich und gänzlich unerwartet, wie sich in mir eine woge von sympathie, zugehörigkeitsgefühlen und sogar so etwas wie vorfreude ausbreitete. als ich das auto einparkte und den motor abstellte, war es mir, als habe es die ferien gar nicht gegeben. ich griff meine tasche, stieg aus, verschloss das auto, hörte die vertrauten schulhofgeräusche, die ersten kinder riefen mir ein „guten morgen“ zu, mit kollegen, die wie ich gerade angekommen waren, ging es ins lehrerzimmer … alles wie immer.

das übliche geschäftige treiben … leute ziehen ein paar kopien, einige diskutieren miteinander vor der großen stundentafel, einige unterhalten sich über schülerprobleme, andere trinken kaffee und erzählen vom urlaub, (bei uns beginnt die tägliche präsenzpflicht 15 minuten vor unterrichtsbeginn, zeit genug für kaffee, klönschnack und kopieren!)

ROUTINE

und ich tauchte ein in diese routine … mit energie und LUST!

es gongt zur ersten stunde, das lehrerzimmer lehrt sich, jeder, jede geht zum aufstellplatz „seiner“, „ihrer“ klasse … „hallo“, „guten morgen“ … erste mahnende rufe sind zu hören … auch alles wie immer…

vertraute routine wie an jedem tag … und doch jeden tag neu und ganz anders.

und so war er dann, der erste schultag nach den großen ferien, voller Lust und Routine!

Schule ist schön!

gelesen … 29. August, 2007

Posted by Rika in judentum, meine persönliche presseschau.
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… heute in der hier schon mehrfach erwähnten HAZ,

dass die finanzierung des geplanten gemeindezentrums der liberalen jüdischen gemeinde hannover endgültig gesichert ist.

während man das bei der HAZ nur in der papierausgabe nachlesen kann, ist der verkauf der kirche an die jüdische gmeinde auch der taz eine internetmeldung wert.

über den verkauf und die hintergründe dafür berichtet auch die evangelisch-lutherische landeskirche hannover in ihren „news“.
unspektakulär ist damit eine verhandlung über den verkauf und die weitere nutzung eines kirchengebäudes zu ende gegangen.
die liberale jüdische gemeinde übernimmt die gebäude der gustav-adolf- kirchengemeinde in hannover- leinhausen.

ich freue mich für die liberale jüdische gemeinde in hannover und wünsche ihr weiterhin gutes gelingen für die vorhaben und ein gutes und lebendiges gemeindeleben.

SHALOM UVRACHA

ein blindes huhn … 29. August, 2007

Posted by Rika in vermischtes.
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… bin ich,

jedenfalls was pc, internetnutzung und anderen „modernen kram“ betrifft!

gestern hat mein sohn den pc neu formatiert, mutter saß brav daneben und schaute zu und war und ist dem sohn unendlich dankbar.

als alles wieder richtig funktionierte – spät war es -, fuhr der filius nach hause in seine eigenen vier wände und mutter setzte sich beglückt an ihr maschinchen, inspizierte die diversen neuerungen und schließlich auch den blog.

FEIN!

allein, sie konnte nicht schreiben!

kein dashboard mehr da!

einloggen, soviel war immerhin klar.

„Oh, Jammer, oh, Elend!“ wie der schwiegervater selig immer zu sagen pflegte, wenn unverhoffte schwierigkeiten auftauchten.

kein passwort! keine erinnerung! keine notiz!

hektisches treiben zur lösung des problems!

doch die zunehmende müdigkeit – schließlich war es ja schon spät und der tag lang und anstrengend gewesen – ließ die konzentrationsfähigkeit gegen null sinken und alle netten aufforderungen zum erlangen eines neuen passwortes führten ins NICHTS (geht mehr)!

noch im schlaf verfolgten mich strategische überlegungen, wie ich es anstellen könnte, wieder in mein blögchen zu gelangen.

heute nun, nach vier stunden schlaf, einem völlig unzureichenden frühstück und der ersten dienstbesprechung im neuen schuljahr (morgen beginnt es ganz offiziell !) klappte die fehlersuche und passwortbeschaffung auf anhieb!

hier bin ich wieder!

und was lerne ich daraus?

ordner anlegen!!! ich meine, so einen richtigen, den ich ins regal stellen kann und darin alle nur irgendwie möglichen passwörter und nutzernamen fein notieren und dann vielleicht noch einen zettel im schreibtisch des liebsten gatten deponieren, der den hinweis auf den ordner enthält.

müsste gehen, oder?

auf die weisheit, dass ein blindes huhn auch ein korn findet, möchte ich mich lieber nicht verlassen.

und noch etwas … arbeit beflügelt und aktiviert auf ungeahnte weise alle zum bloggen notwendigen hirnareale. wirklich!

in der eberesche vor meinem fenster … 28. August, 2007

Posted by Rika in neues vom gärtchen, vermischtes.
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… hat das große schnabulieren begonnen!  ein untrügliches zeichen für den beginnenden herbst.

die ebereschenbeeren sind reif und schmackhaft – wobei ich das letztere nur vermuten kann, ich habe sie noch nicht probiert. wenn ich aber die schar von amseln und drosseln betrachte, die sich über die beeren hermachen, muss oder kann ich wohl darauf schließen.

mit waghalsigen und geradezu akrobatischen manövern versuchen die relativ großen vögel auch die beeren zu vernaschen, die an den äußersten spitzen dünner zweige hängen. die ästchen biegen sich unter der last einer amsel oder drossel.  schließlich sind diese keine kolibris, ja nicht einmal blaumeisenleicht  und drohen immer wieder kopfüber abzustürzen, heftiges flattern und flügelschlagen, ein neuer anlauf anflug, ein hastiges schnappen nach einer beere und ein neuerlicher „absturz“! irgendwie hapert es noch mit der richtigen technik, aber schließlich werden sie doch den baum ratzekahl fressen.

es sei ihnen gegönnt!

eigentlich bin ich ihnen zu größtem dank verpflichtet. dadurch, dass sie die beeren fressen, fallen nicht so viele auf terrasse und wiese und so ersparen mir die vögel das fegen und harken.

DANKE!

erfülltes leben … 24. August, 2007

Posted by Rika in judentum, meditatives.
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Heute las ich bei Hagalil einen wunderbaren Text.

Es ist die sehr persönliche Auseinandersetzung einer Jüdin mit ihrer Rolle als Frau, vor dem Hintergrund biblischer Texte und in der Situation jüdischer Menschen nach der Shoah.

Es ist eine sehr spezifische Situation, die ich – bestenfalls – versuchen kann, nachzuempfinden. Sie berührt mich auch als die bis heute nachwirkende Tragödie, die Juden durch Deutsche erlitten haben und an deren Folgen sie bis heute leiden.

Der Text spricht aber auch – über diese speziell jüdische Betrachtung hinaus – Gemeinsamkeiten an, die viele junge Frauen von heute mit der Autorin teilen. Die Schwierigkeit nämlich, mit den bisweilen unvereinbar scheinenden Zukunftserwartungen von Familie und Beruf konfrontiert zu sein und den Sinn des Lebens für sich ganz persönlich entdecken und entfalten zu „müssen“.

Wie Toby Axelrod hier die eigene Lebenserfahrung mit den biblischen Weisheiten verbindet und zu einem Sinn erfüllten Sein kommt und darüber berichtet, finde ich so eindrucksvoll, dass ich den Text allen Frauen ans Herz legen möchte.

Merkwürdiges Schweigen … 23. August, 2007

Posted by Rika in israel, meine persönliche presseschau.
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… denn in meiner Zeitung ( HAZ ) war heute darüber N I C H T S zu lesen:

„Rakete trifft Kindergarten in Sderot“

teilt die israelische Botschaft Berlin in ihrem täglichen Newsletter mit.

Und weiter:

„Eine der beiden Kassam-Raketen, die palästinensische Terroristen am gestrigen Nachmittag aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf die südisraelische Kleinstadt Sderot abgeschossen haben, ist in einer Kindertagesstätte eingeschlagen und hat Schaden an dem Gebäude verursacht. Ein Anwohner berichtet: „An dem Zentrum werden zur Zeit Befestigungsarbeiten vorgenommen, und daher waren keine Kinder vor Ort. Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn das Zentrum geöffnet gewesen wäre.“

Sderots Bürgermeister Eli Moyal, dessen ungeschütztes Amt sich nahe dem Ort des Raketeneinschlags befindet, teilte mit: „Die Raketen fallen weiterhin Tag für Tag auf Sderot. Heute ist eine auf eine leere Kindertagesstätte gefallen, aber irgendwann werden diese Raketen jemanden töten. Dafür feuern die Palästinenser sie ab – um zu töten.“

Kurz nach Mitternacht und heute Morgen sind erneut Kassam-Raketen auf den westlichen Negev abgefeuert worden. Eine landete in einer Fabrik nahe Sderot und verursachte Sachschaden. Die zweite landete im Kreis Shaar Hanegev. Über Personen- oder Sachschaden liegen noch keine Angaben vor.

(Yedioth Ahronot, 21./22.08.07)“

http://nlarchiv.israel.de/

Dafür können wir aber in der HAZ erfahren, dass Dank der EU der Strom in Gaza wieder fließt.

Ich meine, das ist für die Bürger von GAZA sicherlich eine gute Nachricht und erst recht eine für das tägliche Leben feine Tatsache.

Für die Bürger von Sderot hingegen bleibt die bittere Erkenntnis, dass sie wohl mit dem täglichen Raketenterror leben müssen und es all denjenigen Leuten, die sich über jeden Hubschrauberflug der israelischen Armee über Gaza aufregen, herzlich egal ist, dass von Gaza aus seit dem Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen Terror gegen Israel verübt wird.

Aber beschädigte israelische Häuser sind nun mal nicht so gut zu vermarkten wie beschädigte palästinensische Häuser – oder wie soll ich es verstehen, dass über Sderot kein Mensch berichtet, solange es keine Verletzten und Toten gibt.

Die psychische Belastung der Bevölkerung von Sderot, ihr eingeschränkter Lebensraum und ihr beschädigtes Lebensgefühl ist zu wenig wichtig, um darüber in den Medien auch nur eine armselige Zeile zu drucken, geschweige denn zu einer konzertierten Aktion gegen den Terror aufzurufen!

Beschämend!

frust ration … 18. August, 2007

Posted by Rika in vermischtes.
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… die war heut reichlich bemessen, diese ration …

ungenießbar …

gespeist aus den töpfen: enttäuschung, eifersucht, neid, zurückweisung, ärger, …

ich weiß, das entspricht nicht so ganz der klassischen definiton (ist das nicht mal eine nette darbietung der theorie) aber umgangssprachlich kommt es schon ganz gut hin mit dem frust und seinen quellen.

und ohne details preis geben zu wollen oder zu können – schließlich sind auch andere menschen im spiel -, geht es auch darum, wurde mir der frust eingelöffelt oder habe ich ihn mir selbst verabreicht? mein anteil – war er vermeidbar?

und dann noch die sache mit der backe. das macht es nicht leichter, ich hab’s nämlich nicht gebacken gekriegt mit der backe.

immerhin muss ich die klassische frustrations-aggressions-theorie nicht auch noch bemühen – sieht man mal von dem gebrüll ab, das der liebste gatte anhören musste, obwohl er gänzlich unbeteiligt und demzufolge auch unschuldig war an der frustration – es sei denn, man würde exzessives baden als autoaggression betrachten. baden hilft nämlich immer ganz wunderbar gegen stress und frust.

nun sitz‘ ich also hier an diesem maschinchen – ja, ja, der pc ist doch nichts anderes – und versuche, mit meinen widersprüchlichen gefühlen klar zu kommen …

ist doch reichlich schwierig – dagegen ist die frustrationtheorie wirklich ein klacks!

liegeplätze … 15. August, 2007

Posted by Rika in vermischtes.
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eine lange reise … 14. August, 2007

Posted by Rika in vermischtes.
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… hatten die Menschen vor sich, die „hier“ am Kai von Bremerhaven an Bord eines Schiffes gingen, das sie in eine neue, ihnen unbekannte Welt, in ein neues Leben bringen sollte.

Von unserem Urlaubsort aus waren wir nach Bremerhaven gefahren … und hatten im Deutschen Auswandererhaus eine Zeitreise unternommen … so kam es mir jedenfalls vor, als ich (in der großen Halle) an der Kaje stand … zwischen den „Auswanderern“ … und an der schwarz gestrichenen Schiffswand empor sah … unvermittelt überkam mich ein Gefühl der Beklemmung, eine Art von Angst, Sorge, Traurigkeit und Schmerz … und ich konnte mitfühlen, wie es den Menschen ergangen sein mochte, die von hier aus in eine ungewisse Zukunft aufbrachen, nicht wissend, ob sie ihre Heimat, ihre Familie und Freunde je wieder sehen würden. Ich stellte mir vor, was die Leute bewegt haben mochte, alles aufzugeben … oder das wenige Nichts hinter sich zu lassen, das für viele zum Leben nicht reichte … und wie viel Hoffnung sie der Angst vor dem Neubeginn entgegensetzten.

Mehr als 7 Millionen Menschen verließen Europa allein über Bremerhaven in einem Zeitraum von knapp 150 Jahren!

Eindrucksvoll wird das in der Ausstellung    dargeboten    und ein kurzer virtueller Rundgang (siehe Seite) gibt einen kleinen Eindruck davon.

Auch heute verlassen Jahr für Jahr mehr als 100000 Menschen Deutschland auf der Suche nach einer verheißungsvollen Alternative und mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Vielleicht sind manche Gründe der heutigen, denjenigen der Auswanderer früherer Jahrzehnte ähnlich, aber ganz sicher ist, dass die Bedingungen heutiger Reisender sehr viel einfacher sind, als die, die die Auswanderer im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert vorfanden. Flugzeug, Radio, Telefon, Fernsehen und Internet rücken alte und neue Heimat, Familie und Freunde enger zusammen, als es sich die „Alten“ je vorstellen konnten. Das Risiko scheint kalkulierbarer geworden und die Rückversicherung, die Rückkehr scheint jederzeit und problemlos möglich. Deshalb sagen die heutigen Auswanderer wohl eher „Auf-wiedersehen!“ und nicht mehr ein ungewisses „Lebe wohl!“