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Merkwürdiges Schweigen … 23. August, 2007

Posted by Rika in israel, meine persönliche presseschau.
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… denn in meiner Zeitung ( HAZ ) war heute darüber N I C H T S zu lesen:

„Rakete trifft Kindergarten in Sderot“

teilt die israelische Botschaft Berlin in ihrem täglichen Newsletter mit.

Und weiter:

„Eine der beiden Kassam-Raketen, die palästinensische Terroristen am gestrigen Nachmittag aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf die südisraelische Kleinstadt Sderot abgeschossen haben, ist in einer Kindertagesstätte eingeschlagen und hat Schaden an dem Gebäude verursacht. Ein Anwohner berichtet: „An dem Zentrum werden zur Zeit Befestigungsarbeiten vorgenommen, und daher waren keine Kinder vor Ort. Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn das Zentrum geöffnet gewesen wäre.“

Sderots Bürgermeister Eli Moyal, dessen ungeschütztes Amt sich nahe dem Ort des Raketeneinschlags befindet, teilte mit: „Die Raketen fallen weiterhin Tag für Tag auf Sderot. Heute ist eine auf eine leere Kindertagesstätte gefallen, aber irgendwann werden diese Raketen jemanden töten. Dafür feuern die Palästinenser sie ab – um zu töten.“

Kurz nach Mitternacht und heute Morgen sind erneut Kassam-Raketen auf den westlichen Negev abgefeuert worden. Eine landete in einer Fabrik nahe Sderot und verursachte Sachschaden. Die zweite landete im Kreis Shaar Hanegev. Über Personen- oder Sachschaden liegen noch keine Angaben vor.

(Yedioth Ahronot, 21./22.08.07)“

http://nlarchiv.israel.de/

Dafür können wir aber in der HAZ erfahren, dass Dank der EU der Strom in Gaza wieder fließt.

Ich meine, das ist für die Bürger von GAZA sicherlich eine gute Nachricht und erst recht eine für das tägliche Leben feine Tatsache.

Für die Bürger von Sderot hingegen bleibt die bittere Erkenntnis, dass sie wohl mit dem täglichen Raketenterror leben müssen und es all denjenigen Leuten, die sich über jeden Hubschrauberflug der israelischen Armee über Gaza aufregen, herzlich egal ist, dass von Gaza aus seit dem Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen Terror gegen Israel verübt wird.

Aber beschädigte israelische Häuser sind nun mal nicht so gut zu vermarkten wie beschädigte palästinensische Häuser – oder wie soll ich es verstehen, dass über Sderot kein Mensch berichtet, solange es keine Verletzten und Toten gibt.

Die psychische Belastung der Bevölkerung von Sderot, ihr eingeschränkter Lebensraum und ihr beschädigtes Lebensgefühl ist zu wenig wichtig, um darüber in den Medien auch nur eine armselige Zeile zu drucken, geschweige denn zu einer konzertierten Aktion gegen den Terror aufzurufen!

Beschämend!

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Kommentare»

1. Jacques Auvergne - 28. Januar, 2008

Wie richtig! Schon fast ein halbes Jahr her, doch nicht wert, vergessen zu werden, zumal sich die durchaus verwickelte aber islamistenseits besonders perverse Geometrie+Struktur dieses „Krieges auf Sparflamme“ nicht geändert hat:

„beschädigte israelische Häuser sind nun mal nicht so gut zu vermarkten wie beschädigte palästinensische Häuser“,

da scheint in der Tat mit zweierlei Maß gemessen zu werden. Warum eigentlich handelt der etwas undurchsichtige EU-Apparat so, und aus welchen Hoffnungen und Ängsten genau berichten unsere Medien so überzogen israelskeptisch?

Mögen die Anständigen aller Religionen (und Nicht- bzw. Ex-Religionen) zwischen Jordan und Mittelmeer ihren Optimismus bewahren.

2. Jacques Auvergne - 28. Januar, 2008

Gruß vom „Sägefisch“
http://jacquesauvergne.wordpress.com/


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