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ZUSAGEN … 23. September, 2007

Posted by Rika in Allgemein.
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über 1. Mose 8, 21 u. 22 und Matthäus 28, 18 u. 20

Der Text Dr. Rosenkranz’s über den Regenbogen, den ich zu Jom Kippur hier einstellte, erinnerte mich daran, dass ich vor einigen Jahren anlässlich des Geburtstages einer Freundin folgenden Text schrieb:

ZUSAGEN …

 

„Und der HERR sprach in seinem Herzen:

Nicht noch einmal will ich den Erdboden verfluchen um des Menschen willen; denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an; und nicht noch einmal will ich alles Lebendiges schlagen, wie ich es getan habe.

Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ 1.Mose 8, 21 und 22

„Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. Matthäus 28, 18 und 20

Beide Texte aus der Elberfelder Übersetzung, revidierte Fassung.

Die ganze Spannweite des Lebens scheint mit diesen wenigen Worten ausgedrückt zu sein: Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Der Urkreis des Lebens wird mit diesen Schlagworten beschrieben und sein Bestehen fort und fort – und zwar völlig unabhängig davon, wie ich mich zu GOTT und der Schöpfung verhalte. GOTT macht den Bestand der Erde nicht von dem Verhalten der Menschen abhängig. Er geht davon aus, dass menschliche Kraft und Wille nicht berechenbar ist. Sie sind so unzuverlässig, dass es töricht wäre, das Wohlergehen und Bestehen der gesamten Schöpfung von dem Verhalten der Menschen abhängig zu machen, Unabhängig von dem, was wir tun, schließt Gott seinen Bund mit der Erde. Und darüberhinaus stiftet Gott seinen Bund „zwischen mir und euch“ (1. Mose 9, 12 u 13). Dazu benennt er die Bedingungen und beschreibt die Verantwortlichkeiten.

Was mich immer wieder fasziniert, ist die Tatsache, dass das gesamte Spektrum des Lebens Gottes Zusage ist: Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

Zwischen diesen extremen Polen spielt sich das Leben ab. Kein vollklimatisierter, ständig gleichbleibender und mich mit allem Nötigen versorgender Lebensraum wird mir zugesagt, kein Schlaraffenland, kein ewiger Gleichklang und Dauertrott, nein, mein Leben spielt sich im Wechsel der Zeiten und den damit verbundenen Besonderheiten ab: Die Aussaat ist ebenso mühsam, wie die Ernte, aber dazwischen liegt die Zeit des Wachsens und Reifens. Sie Hitze des Sommers ist ebenso schwer auszuhalten, wie der Frost des Winters, aber dazwischen liegt der Frühling mit seiner unbändigen Lebenskraft und der Herbst, der ein helles und mildes Licht über die Landschaft legt und langsam die Ruhe bringt.

Die Hektik des Tages geht über in die Ruhe der Nacht mit ihrem erholsamen Schlaf. Und für alle, die die Nacht als bedrohliches Dunkel erleben, als Zeit der Ängste und Unsicherheiten, wird mit jedem neuen Morgen die Dunkelheit überwunden und die Helligkeit des Tages reduziert den Schrecken der Nacht.

Das gefällt mir so gut an diesem Text: Ich finde mich mit meinem Auf und Ab, Hin und Her meines Lebens, mit meinen Unzulänglichkeiten ebenso, wie mit meinem Bemühen und meinen Stärken darin wieder.

In vielen Psalmen und in dem berühmten Absatz aus dem ‚Prediger‘ – „Alles hat seine Zeit…“ – wird dieses Thema aufgegriffen und beschrieben. Zu allen Zeiten haben Menschen diesen Zyklus von Leben für sich selbst entdeckt und mit ihren eigenen Erfahrungen gefüllt und davon berichtet. Das gibt auch meinem Leben Sinn. Das finde ich schön.

Und manchmal, wenn ich das Gefühl habe, mein Leben und seine Unverständlichkeiten nicht mehr so gut voreinander zu kriegen, wenn ich meine, es nicht zu schaffen oder wenn ich mich verloren und allein fühle, dann ist diese andere Zusage da:

ICH BIN BEI EUCH !

Was ja keineswegs bedeutet, dass es nicht schwierig oder mühsam oder anstrengend ist, das, was mir im Leben so zukommt.

In allen Aspekten meines Lebens – sagt Jesus – ist er bei mir. Nein, das löst nicht unbedingt jedes Problem, das erspart mir auch nicht Arbeit oder sogar Schmerzen, aber Jesus, der alle Schmerzen und Mühen kennt, die das Leben einem Menschen bieten kann, sichert mir seine Gegenwart zu, seine Hilfe, seinen Trost, seine Kraft und am Ende – über den Tod hinaus – die Zusage des Lebens selbst.

 

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