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frederick sammelt … 30. Januar, 2008

Posted by Rika in vermischtes.
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…wörter, sonnenstrahlen, farben für die grauen wintertage. und die anderen kleinen mäuse sind am ende dem mauserich dankbar dafür, dass er seine ganz spezielle sammlung angelegt hat und sich nicht am körnersammeln und vorräteanlegen nach mäuseart beteiligt hatte …

ich habe auch so eine spezielle sammlung für graue tage …

ich schließe die augen…

und sitze wieder auf der terrasse der tonihütte…

spüre die sonne auf meinem gesicht …

es riecht gut nach wald und schnee und holzfeuer …

und nach cappuccino, der vor mir auf dem tisch steht…

von weitem die vertrauten geräusche der gondel…

und vor mir in grandioser ansicht der pre da peres mit seiner steilen abfahrt …und weiter hinten, schon fast am rand des himmels, das massiv der marmolada …

da kann es hier so grau und trostlos sein, wie es auch immer sein mag …

blick auf den peres

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ich und fanatisch … 23. Januar, 2008

Posted by Rika in vermischtes.
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nein, das hört man natürlich gar nicht so gerne, dieses: „… sei mir nicht böse, aber du erscheinst mir schon etwas sehr fanatisch.“

nein, böse bin ich nicht.

geschluckt habe ich aber schon und nachdenklich hat er mich gemacht, dieser satz.

ich und fanatisch?

fanatisch ist nun mal ziemlich negativ besetzt – so rein gefühlsmäßig. aber was heißt das eigentlich und wie „höre“ ich diesen satz in bezug auf mich? welche prozesse löst er in mir aus und hat diejenige, die den satz gesprochen hat, ähnliche oder die gleichen vorstellungen davon, was fanatisch ist oder heißt oder bedeutet?

dieser satz bezieht sich vermutlich darauf, dass und wie ich mich in die diskussion um die rezension des bildungsprogramms eingebracht habe und auf meinen „eifer“, mit dem ich versucht habe, meine these zu stützen, zu belegen, zu untermauern. wohl auch auf ein gewisses beharrungsvermögen, das ich an den tag gelegt habe und vermutlich auch auf eine nicht zu verkennende leidenschaf für dieses „gott-und-glauben-thema“, das ja auch zur diskussion steht oder stand. und vielleicht bezieht es sich auch auf wortwahl und ausdruck – manchmal kann ich auch polemisch daherkommen oder zornig oder wütend oder resignativ …

aber fanatisch?

bin ich das?

fantisch? abgeleitet von fanatismus?

und wenn ja, wenn mich menschen so wahrnehmen, will ich das?

Der Fanatiker will häufig andere von seinen Ansichten überzeugen („missionarischer Eifer“), lässt jedoch seinerseits keinerlei Zweifel an der Richtigkeit und dem besonderen Wert seiner Überzeugungen zu. Vielmehr verteidigt er sie vehement gegen jede Infragestellung und ist dabei einer vernünftigen, rationalen Argumentation nicht zugänglich.“ sagt wiki

mein mann hat früher manchmal mit leichtem spott vom „missionarischen eifer“ gesprochen, wenn ich in einer diskussion meinen standpunkt verteidigt habe, entschlossen und emotional – die andere seite (mein mann oder andere gesprächspartner, ist eigentlich egal, wer) vertritt natürlich auch ihren standpunkt, aber natürlich völlig ohne jede gefühlsregung und sachlich-objektiv und hat allein schon deshalb natürlich recht und deshalb ist ihr beharren auf standpunkte und positionen kein fanatismus sondern wahrheit! ist ja klar!

Die betreffende Vorstellung ist seinem kritischen Denken bzw. Reflexionsvermögen entzogen. Damit verbundene negative Konsequenzen für sich selbst oder andere werden als solche nicht erkannt bzw. anerkannt.“

ja, das ist wahrlich tragisch. (mein) kritisches denken und reflexionsvermögen bleibt in bezug auf den zur diskussion stehenden sachverhalt auf der strecke. üble sache! dabei ist das doch am dringendsten nötig, um einer fragestellung auf den grund gehen zu können. was macht man da bloß? mund halten, auf tauchstation gehen, auswandern oder eine eigene partei gründen?

und die negativen konsequenzen – für mich selbst ist das nicht weiter wichtig – aber für die anderen? ja daran hätte ich doch denken müssen, bevor ich versuche, einer unklarheit nachzugehen. zukünftig werde ich an die negativen konsequenzen vor allem für die anderen denken und mich aus allen strittigen, kniffligen, unangenehmen und offenen fragen heraushalten und hoffen, dass das nicht zu viele andere auch tun, sich heraushalten und mit der meinung hinter den berg , damit das nicht auch wieder konsequenzen hat … weil sonst könnten leute wie beispielsweise herr koch mit seiner jugendgewalt reden, tun und lassen was sie wollen, die npd dürfte munter reklame machen oder die linken oder her ahmadinedschat aus dem schönen iran oder eigentlich alle, die eine meinung zu irgendetwas haben und sie hinausposaunen und mit macht vertreten und nun so gar nicht über konsequenzen nachdenken wollen … kompliziert!

fan, so sagt wiki, kommt auch von fanatisch, ist aber etwas positives!

na also, ich bin ein fan!

ein fan der freien rede – und ein fan meines mannes, der meinen mitunter an den tag gelegten missionarischen eifer mit humor nimmt und nun gar nicht fanatisch an seiner meinung über mich und meine diskussionsstechnischen unzulänglichkeiten festhält … und mich liebt, mit meinem eifer, meiner kritikfähigkeit, meinem reflexionsvermögen, meinem humor, meinem geist, verstand und witz und einfach so wie ich bin!

ich und fanatisch …

nun ja …………

Pinchas Lapide: „Die Juden … 22. Januar, 2008

Posted by Rika in judentum.
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und der Tod Jesu …

Jüdische Überlegungen zur Passionsgeschichte

„Welchen Eindruck, glaubst du, wird die Erzählung auf das Gemüt des Kindes machen, wenn du ihm von den Drangsalen, die Jesus in seinem Leben tragen mußte, berichtest, von dem Verrat, den einer seiner Gefährten an ihm beging, wie die anderen ihn verleugneten, sowie von den Beschimpfungen und Beleidigungen der anderen Juden, die ihn schließlich ans Kreuz schlugen – wie man es oft auf den Bildern sieht – und die wollten, daß sein Blut über sie und ihre Kinder käme, während er für sie betet, daß das nicht geschehen möge und daß Der Himmlische Vater ihnen diese Sünde vergebe …

Wenn du ihm berichtest, daß zur gleichen Zeit ein schändlicher Räuber lebte, der zum Tode verurteilt war: daß das Volk dessen Freilassung verlangte und es ihm zujubelte … während es schrie: ‚Ans Kreuz mit ihm! Ans Kreuz mit ihm!‘ Sicherlich wird es fest entschlossen sein, wenn es einmal groß geworden ist, alle jene Gottlosen in Stücke zu reißen, die sich gegen die Liebe Jesu gewendet haben.

Mit diesen Worten beschreibt Soeren Kierkegaard in seinem Buch „Schule des Christentums“ die blutige Wirkungsgeschichte unzähliger Osterpredigten, die die Passionsgeschichte in eine Passion der Juden verwandelte, Karfreitag jahrhundertelang zum Pogromtag, und das Heil der Christen zum Unheil für Jesu leibliche Brüder werden ließ.

…“

ich stelle den gesamten text der predigt hier ein.

zeigt er doch auf eine wohltuende weise, wie gegenseitiges verstehen gefördert werden kann, authentische informationen über „das eigene“ dazu beitragen können, missverständnisse aufzuhellen, vorurteile abzubauen und neue sichtweisen entwickeln zu können.

unaufgeregt und informativ beschreibt pichas lapide eine szenerie, die mir von kindheit an vertraut ist, die ich viele, viele male selbst gelesen habe, zu unterschiedlichen zeiten, in vielen übersetzungen und in den verschiedenen phasen meines lebens. ich habe viele predigten darüber gehört, texte dazu gelesen, an bibelarbeiten dazu teilgenommen oder selber welche gehalten. ich kenne die szenerie, wie sie von den evangelien berichtet wird, ich kenne die aussagen der „briefe“ dazu und auch die prophetischen worte, die auf dieses geschehen hinweisen.

und mir wird durch ihn – pinchas lapide – eine weitere dimension der betrachtung ermöglicht.

und vielleicht hilft es ja auch, missverständnisse, die sich manchmal zu gebirgen auftürmen, abzubauen!

ein bildungsprogramm in der kritik … 18. Januar, 2008

Posted by Rika in judentum.
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„bildungsprogramm“ nennt der verlag an der ruhr eine in buchform erschienene materialsammlung mit dem etwas effekt heischenden titel: „Woher kommt Judenhass? Was kann man dagegen tun?“

nun muss ich eingestehen, dass ich das buch selbst bis auf zwei seiten, die klappentexte, das vorwort und das inhaltsverzeichnis gar nicht gelesen habe.

wozu über ein buch schreiben, das ich nicht kenne?

nun, ich will gar nicht über das buch schreiben. ich schreibe über den streit!

den streit nämlich, den eine rezension des bildungsprogramms ausgelöst hat. nachlesen kann man das alles bei hagalil – im redaktionellen teil findet man die rezension und einige inzwischen gemachte ergänzungen dazu. die kommentare zur rezension bieten stoff für soziologen, pädagogen, psychologen – sie sind nur eines nicht: geeignet, licht in das dunkel der verständnislosigkeit – oder soll ich sagen des unverstandes – zu bringen.

nicht minder wenig angenehm zu lesen die kommentare im forum hagalils zu diesem thema. es gereicht mir nicht unbedingt zur ehre, dass ich da fröhlich mitgemischt habe. aber vielleicht könnte ich es mir ja noch an meine fahne heften, einem ehrlichen bemühen um aufklärung eines missverständnisses gefolgt zu sein. die ausführung dieses bemühens, das muss ich selbstkritisch eingestehen, geriet schlechterdings zu einem desaster, ach, was sage ich, zu einem widerlichen krieg der rauchenden köpfe. grausam …

wer mag, kann das drama lesend nachvollziehen.

und alles nur, weil die autoren des buches in dem kapitel des anstoßes methodisch schludrig gearbeitet haben und es so zu einer missverständlichen aussage kommen konnte, die rezensentin ebenso wenig sorgfältig mit dem ohnehin schon miss zu verstehendem text umging und ihre rezension zu einer nicht unpolemischen anklage wurde und die schreiberin dieser zeilen wiederum die rezension mit misstrauischer kritik bedachte und darob prügel bezog und andere sich auch berufen fühlten, mit zu prügeln, ohne überhaupt zu verstehen, worum es wirklich ging.

entstehen so vor-urteile – oder waren die zuerst da und wurden neuerlich manifestiert, werden klischees zu tatsachen stilisiert und fragen zu vorverurteilungen umgemünzt?

so sollte es eigentlich nicht sein!

und dabei wäre die lösung so einfach zu finden gewesen!

es ist wie in der schule: arbeitsanweisungen werden nicht richtig gelesen – und schon stimmt die zusammenfassung nicht mehr mit der aufgabenstellung überein und anstelle der angestrebten aufklärung herrscht das vollkommene chaos!

trauriges fazit: ein vorurteil wurde nicht abgebaut sondern kräftig untermauert, menschen beleidigten und wurden beleidigt, die sprach- und diskussionskultur hat schaden genommen und das buch ist nicht mehr im handel.

hat irgendjemand irgendetwas gutes damit erreicht?

die mögliche lösung zur aufklärung des missverständnisses liegt, ebenso wie der berühmt-berüchtigte teufel, im detail:

hier findet man unter Matthaeus – Passion pdf- klar und deutlich die fragestellung: „Welche Religion hatten Jesus Eltern, Freunde und Anhänger?“ „Welche Vorwürfe erhoben Christen jahrhundertelang gegen Juden?“ „Wie wurden diese Vorwürfe begründet?“

dann folgt ein weiterer text und irgendwann taucht dann auf der nächsten seite unter dem stichpunkt „Behauptung“ der inkrimminierende satz auf: „Die Juden haben Christus umgebracht.“ mit der sich daran anschließenden „Richtigstellung: Das ist richtig. Denn …“

im sinne der fragestellung „Welche Vorwürfe erhoben Christen jahrhundertelang…“ s.o., ist der satz: „das ist richtig“ richtig. das war nämlich in der tat DER vorwurf, den christen jahrhundertelang gegen juden erhoben. inhaltlich stimmt die aussage jedoch nicht, denn juden haben christus nicht umgebracht.

noch konfuser wird der buchtext aber mit folgendem satzteil: „Richtigstellung: … denn Jesus wurde in der Provinz Judäa des Römischen Reiches geboren. Er selbst, seine Familie und Anhänger waren Juden, …“ auch dies eine völlig korrekte aussage in bezug auf die fragestellung: „Welche Religion hatten Jesus Eltern, Freunde und Anhänger?“ s.o.

und dieser absatz geht mit folgendem text weiter: „Der Tod Jesu in der Art, wie er laut der Überlieferung der Bibel geschah, war ein notwendiger Teil des Lebens, das Gott für seinen Sohn vorgesehen hatten. Auch Jesus selbst bezeichnete seinen Tod in der Bibel als notwendig.“

hier stimmt die „Richtigstellung“ wieder! denn damit wird die ‚Behauptung‘ „Die Juden haben Christus umgebracht“ in der tat richtig gestellt! nicht die juden haben christus umgebracht, der tod und die art des todes jesu gehörte nach Gottes wort zum leben jesu dazu.

der mangelhafte und doch so notwendige hinweis darauf, dass es sich bei „Behauptung“ und „Richtigstellung“ um zwei unterschiedliche kategorien handelt, unter die die jeweiligen aussagen zu den fragen gesammelt werden und die stattdessen erfolgte verknüpfung der antworten beider kategorien zu EINER völlig unlogischen und unsinnigen Aussage, führte zu dem irreführenden schluß, es sei richtig zu behaupten, die juden hätten jesus umgebracht, den schluß, den die rezensentin zum mittelpunkt ihrer kritik machte und vom inhalt her zu recht heftig kritisierte. (ich mache hier darauf aufmerksam, dass es genau diese haltung war, die unlogische aussage in den mittelpunkt der rezension zu stellen, die mich zum nachfragen anregte (frage an Yael nämlich, ob sie die rezension UND die anderen kommentare gelesen habe !!!)

es wäre so einfach gewesen, einen unschönen streit zu vermeiden!

und es ist natürlich völlig klar, dass eine methode zur überwindung des antisemitismus, die solche gravierenden mängel aufweist, nicht zum einsatz kommen darf.

der verlag, der hier ganz entscheidende fehler bei der bearbeitung des materials übersehen hat, muss sich zu recht den vorwurf gefallen lassen, schlampig gearbeitet zu haben und die konsequenzen tragen, indem er das buch vom markt nimmt!

jugendgewalt und wahlkampftaktik 9. Januar, 2008

Posted by Rika in meine persönliche presseschau.
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3 comments

nein,

jugendgewalt eignet sich gar nicht als wahlkampfthema!

sie ist nämlich nicht vorbei wenn der wahlkampf zu ende ist, der erfolg so oder so sicher gestellt und die politiker zu ihren üblichen regierungsgeschäften zurück gekehrt sind und gar nicht mehr daran denken, entsprechend ihrer mit nachdruck und eifer vorgetragenen theorien und vorschlägen für die praxis zu handeln!

nein,

jugendgewalt eignet sich gar nicht als wahlkampfthema!

weil sie als ein seit jahren stetig ansteigendes und zunehmend schwieriger werdendes problem seit ebenso vielen jahren von der politik bestenfalls in sonntagsreden vorkommt – wenn wieder einmal ein besonders krasses beispiel in den medien für aufregung und kasse sorgt – und ansonsten einfach von der öffentlichkeit völlig unbeachtet den überlasteten eltern, erziehern, lehrern, sozialarbeitern, richtern, jugendgerichtshelfern und auffanggruppen überlassen wird – wie auch die opfer von gewalt ja sehr gerne sich selbst überlassen werden … das gilt besonders für die opfer – kinder und frauen – aggressiver, gewalttätiger und / oder bis zur unzurechnungsfähigkeit alkoholisierter männer und erst recht für die opfer der sich als herr über frau und kinder erhaben wissenden „familienoberhäupter“, die das recht zu prügel und gewalt für sich in anspruch nehmen.

nein,

jugendgewalt eignet sich gar nicht als wahlkampfthema!

weil die kommunen aus angeblichem oder tatsächlichem geldmangel die gruppenstärke in den kitas erhöhen, dafür aber erzieherInnen arbeitsverträge zumuten, die einer sozialen erpressung gleichkommen (man muss nehmen, was man kriegen kann, stellen sind rar, da ist es doch besser, einen einjahresvertrag über eine dreiviertel-stelle zu haben als gar keine arbeit!) gleichzeitig aber den druck auf die erzieherInnen erhöhen, indem ihnen noch mehr an förderarbeit aufgetragen wird, ohne sie dafür angemessen zu bezahlen.

nein,

jugendgewalt eignet sich gar nicht als wahlkampfthema!

weil schulen verrotten, mobiliar und einrichtung der klassen eine himmelschreiende schande sind und schon die äußeren bedingungen des systems schule alle halbwegs aufmerksamen und sich um jedes tierbaby im zoo sorgenden menschen zu protestmärschen auf die straßen treiben müßten! weil darüberhinaus die „klassenstärken“ – die rede ist von der anzahl menschen, die eine lerngruppe bilden – drastisch erhöht werden und trotz einer immer größer werdenden anzahl von kindern, die einen erhöhten förderbedarf haben, keine weiteren lehrer eingestellt werden. das gilt im übrigen für nahezu alle schultypen, aber besonders für die schulen, die üblicherweise in den stadtteilen liegen, in denen kein herr koch und keine frau merkel freiwillig wohnung nehmen würden – ich übrigens auch nicht, nur das zur klarstellung – und in denen laut presseberichten selbst polizisten auf streife ein mulmiges gefühl haben.

nein,

jugendgewalt eignet sich gar nicht als wahlkampfthema!

weil schüler auf der strecke bleiben, die durch das raster unseres tollen dreigliedrigen bildungssystems fallen und dann an schulen wie meiner landen – doch, wir geben uns mühe mit ihnen, versuchen sie aufzubauen, achten ihre würde, geben ihnen halt und rat … und sind dennoch so erfolglos, wenn es darum geht, ihnen eine zukunftsperspektive anzubieten. wo sind die arbeitsstellen für junge schulabgänger und wo die für leute ohne abschluß, für kinder, die trotzt aller mühen bestimmte geforderte intellektuelle leistungen nicht erbringen können – ja, die gibt es, auch wenn die meisten politisch klugen und gebildeten leute davon sprechen, dass man mit etwas einsatz alles erreichen könnte. könnte ….

nein,

jugendgewalt eignet sich gar nicht als wahlkampfthema!

weil herr koch und frau merkel und alle anderen klugschei … klugschreiber seit jahren alle probleme in bezug auf soziale notfälle, auf migration, auf fehlende kitas, krabbelstuben, horteinrichtungen, schulen und weiterbildungsangeboten kennen – und nichts tun, sieht man mal vom stellenabbau in jugendämtern, bei der jugendgerichtshilfe, der familienhilfe und ähnlichen nützlichen einrichtungen ab, oder davon, dass der geniale herr koch gerade erst gelder für die ambulante nachsorge junger straftäter gestrichen hat und einrichtungen deshalb nur noch wenige jugendliche betreuen können und außerdem polizeibeamte „abgebaut“ hat … da fragt man sich dann auch, wie das mit der prävention gelingen kann und wie er das eigentlich schaffen will, die straftäter dingfest machen zu lassen ?

nein,

jugendgewalt eignet sich gar nicht als wahlkampfthema!

und doch ist sie da, gibt es sie, leiden menschen an ihren eigenen aggressionen und unter denen der anderen, sind jugendliche orientierungslos oder orientieren sich an vorbildern, die ihnen nicht gut tun. aber das wissen wir doch schon lange, seit jahren schon!

wie lange wollen wir noch zusehen, dass kinder schon in ihren jüngsten jahren auf eine bahn gesetzt werden von eltern, die auch schon keine chance hatten oder solchen, die alle chancen hatten und ihre kinder darüber vergaßen? und wie lange wollen wir es uns noch leisten, mit offenen augen und ohren das desaster zu verfolgen, ohne etwas zu tun?

hier in meinem blog habe ich ganz am anfang mal das lied bettina wegners zitiert: „Sind so kleine Hände … darf man niemals schlagen…!“

„kinder sind unsere zukunft“ heißt es immer wieder. aber nur, wenn wir ihnen eine ermöglichen – im elternhaus, in kindergärten und schulen und wenn wir sie mit liebe und aufmerksamer achtsamkeit ernst nehmen und fördern.

wäre das nicht ein gutes thema für die nächste zeit … und nicht nur im wahlkampf!?

immer wieder… 4. Januar, 2008

Posted by Rika in vermischtes.
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… mal verbringen wir weihnachten nicht zu hause, dann zieht es uns in den schnee und in unsere lieblingsskiregion, an den kronplatz in südtirol. (hier ein blick aus dem „marchnersessel“)

so auch in diesem jahr.

eine woche mit kindern, freunden und verwandten in stefansdorf … nichts als sonne … skifahren … spiele … gespräche … gutes essen … gemeinschaft … erholung pur.

wir haben die tage sehr genossen, auch und gerade weil sie so ganz anders waren, als der alljährliche weihnachtliche rummel zu hause in deutschland.

und um die geburt jesu zu feiern braucht man doch nicht wirklich tannenbaum und kerzen, viel essen und noch mehr geschenke …

wir haben heiligabend lieder gesungen, die weihnachtsgeschichte gelesen und sind in die christmette gegangen (eines muss man den katholiken ja lassen, sie können wunderbar festliches gottesdienste zelebrieren, das geht uns „freikirchlichen“ ja eher völlig ab, obwohl auch wir sehr intensive und schöne gottesdienste feiern, aber eben halt nicht soooo prunk- und prachtvoll!) …

… und waren Gott jeden tag von herzen dankbar  …

vor vierzig jahren … 1. Januar, 2008

Posted by Rika in vermischtes.
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… haben wir uns zum ersten mal gesehen, mein mann und ich…

… bei einer silvesterfreizeit in oberweimar (in der nähe marburgs) für jugendmitarbeiter der evangelisch-freikirchlichen gemeinden in hessen. ein jahr später begegneten wir uns wieder bei der silvesterfreizeit für jugendmitarbeiter, diesmal in schlitz und redeten in der silvesternacht stundenlang bis in den frühen morgen über emanzipation. wieder ein jahr später trafen wir uns im sommer zufällig in meimbressen in der nähe kassels wieder … und verabredeten uns zu einer nachtwanderung … mit mehreren jugendlichen… das nächste treffen fand dann in einem ganz kleinen kreis statt … und zu weihnachten lud er mich zu seiner familie ein.

gestern haben wir darum mit den alten freunden nicht nur einfach silvester gefeiert – ruhig und besinnlich – , sondern auch zurück gesehen auf die zeit …

schöne jahre … anstrengende jahre … gute jahre!

DANKE!

2008 … 1. Januar, 2008

Posted by Rika in meditatives.
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Ich wünsche allen ein gutes und glückliches Jahr 2008 

und den guten Segen Gottes für jeden neuen Tag!

Dietrich Bonhoeffer hat seiner Familie in der Weihnachtszeit 1944 aus dem Gefängnis geschrieben und dabei seine Gedanken und Wünsche in dem inzwischen wohlbekannten Gedicht beschrieben, das heute in vielen Kirchen und Gemeinden gesungen wird und das trotz der anderen Zeit und Umstände, in der und denen wir heute (hier in Deutschland) leben, immer noch Gültigkeit hat:

„Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr. Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Das so zu erfahren ist mein Wunsch für meine Familie, meine Freunde, Nachbarn und Kollegen, für alle Menschen dieser Welt …