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familiengeschichte(n) … 21. April, 2008

Posted by Rika in familie.
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… als zeitenspiegel ….

70 ist er geworden … der „brudercousin“ des liebsten …

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!

gefeiert haben wir … klar ! … mit gutem essen und trinken in angenehmer atmosphäre und wunderschöner umgebung …

und geredet … erzählt … berichtet … erinnert …

zu stalins zeiten geboren – da war der vater schon tot, gemordet als klassenfeind … einfach so … kein grund … kein prozess … reine willkür … die mutter und ihre familie hatte schon die vertreibung von haus und hof erlebt … verschleppung nach sibirien … die unvorstellbar grausamen erfahrungen der jahre im „wald“ … des gulag … vielen erging es so unter „väterchen“ stalin …

die familie sicherte das überleben von mutter und sohn …

kriegszeiten zwischen den fronten – als volksdeutsche in mütterchen russland und stalins großem vaterländischen krieg … flucht nach westen – nach deutschland ins unbekannte vaterland – hitlers großdeutsches reich – untergegangen in tausendjährigem schrecken …

rettung vor dem rücktransport in die sowjetunion … (tausende (volks)deutsche, die im laufe des krieges aus der sowjetunion nach deutschland geflohen waren, wurden – entsprechend den absprachen der siegermächte – nach dem krieg von den alliierten an die sowjets ausgeliefert und in die lager sibiriens verschleppt transportiert!)

schulzeit und studium im nachkriegsdeutschland … liebe … ehe … kinder … enkel … beruf … ehrenamt … erfolg …

familie …

man müsste sie aufschreiben die vielen geschichten, die erlebnisse von verfolgung und rettung … von not und hilfe … von verzweifelung und hoffnung … leid und freude … von der familie, diesem wundersamen organismus … die standhielt und aushielt und lebt !

70 ist er geworden!

ein jahrhundert spiegelt sich in diesem leben …

man müsste es aufschreiben!

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Kommentare»

1. Jutta - 22. April, 2008

ja,
man müsste es aufschreiben.Ich beschäftige mich im Moment ausführlich mit Solschenizyn und seinen Werken.Insbesondere der „Gulag“ hat es mir angetan.Ich habe ein ganz anderes Verhältnis zur russisch-deutschen Geschichte bekommen,z.B. war mir völlig unbekannt-und bleibt mir unbegreiflich-, dass russische Soldaten, die in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten,nach ihrer Heimkehr nach Russland als „Verräter“eingestuft worden und für 10 bis 20 Jahren in den Lagern verschwanden…Auch das Schicksal der Wlasslov-Armee , die von den Alliierten an die Sowjets ausgeliefert und damit dem sicheren Tod ausgeliefert wurden, erweckt doch einige Zweifel an Gerechtigkeit…
Jutta

2. Rika - 26. April, 2008

Jutta,
nicht nur die soldaten wurden nach ihrer heimkehr in lager gesteckt, auch den meisten der von den deutschen zwangsverschleppten russischen zwangsarbeiter in deutschland erging es so. sie wurden unmittelbar nach ihrer befreiung aus den kzs und arbeitslagern an die sowjets übergeben und von diesen nach sibireien verschleppt – viele wurde dort sofort ermordet und noch mehr starben durch die schrecklichen bedingungen in den lagern.

die mitglieder der (groß)familie meines mannes sind Russlanddeutsche – überwiegend aus der gegend um odessa – und alle (bis auf die kinder, die nach dem krieg in deutschland geboren wurden) haben die verschiedenen erscheinungsformen totalitären machtmissbrauchs im eigenen leben und am eigenen leib kennengelernt!


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