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Terror in Jerusalem … 2. Juli, 2008

Posted by Rika in aktuell, islam, israel.
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Spiegel online berichtet:

„Im Zentrum von Jerusalem hat ein Palästinenser mit einem Bulldozer einen vollbesetzten Bus gerammt und ist in eine Menschenmenge gerast. Mindestens vier Personen kamen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Eine weitgehend unbekannte Gruppe bekannte sich sich zu der Attacke. …“

Kann man sich hier bei uns überhaupt vorstellen was es heißt, mit Angst, Verdächtigungen, Misstrauen leben zu müssen?

Was es bedeutet in einem Land zu leben, in dem jederzeit „der Andere“, der mir begegnet hinterrücks und heimtückisch zum Attentäter, zum Mörder, zum „Heiligen Krieger“ werden kann?

Ob als Selbstmordattentäter mit dem Bombengürtel unterwegs, als Messerstecher oder Gewehrschütze oder wie jetzt als Bulldozerfahrer, man sieht es ihnen nicht an, ihr Tot bringendes Vorhaben.

Aber wenn Israel die Grenzen schließt und palästinensische Arbeiter vorübergehend nicht ins Land lässt, weil berechtigte Bedenken bestehen und Erkenntnisse einen Anschlag vermuten lassen oder wieder und wieder Raketen vom Gazastreifen aus auf israelische Städte und Dörfer abgefeuert werden, schreien hier in Deutschland die „Friedliebenden“ und auf „Ausgleich“ (zugunsten der Palästinenser , natürlich) bedachten „Nahostexperten“ auf in heller Empörung: „Israel unterdrückt Palästinenser!“ Und wie schnell ist man bereit, übelste Vergleiche anzuführen, Israel als die „modernen Nazis“ zu bezeichnen und einen „Holocaust an dem palästinensischen Volk“ zu unterstellen!

Und wenn jetzt wieder die Freudenfeiern stattfinden in den palästinensischen Städten und Ortschaften über diesen erfolgreichen Angriff auf das „zionistische Gebilde“ (wie ja die übliche Sprachregelung ist), regen sich dann die gleichen friedliebenden Experten auch auf – über das schamlose und unsägliche Verhalten von Mördern und ihren Komplizen, ihren Mitwissern und Helfern, ihren Befürwortern und Unterstützern und den Geldgebern: den arabischen Brüdern im „Nahen Osten“ ebenso wie dem Herrn des Iran, Ahmadinedschad oder den Finanzministern der Europäischen Union, die gerade mal eben wieder mehr als 150 Millionen Euro locker gemacht haben, um das „Terrorgebilde Palästina“ am Leben zu erhalten?

„Die Mauer muss weg“ brüllen sie, die den Frieden lieben und meinen, solidarisch sein zu müssen, weil ja auch hier einmal eine Mauer stand, die ein Volk teilte. Aber Mauer und Zaun zwischen Israel und dem Westjordanland teilen nicht ein Volk, das zusammengehört. Sie schützen das eine Volk vor dem anderen … die Menschen, die einfach nur in Frieden leben und arbeiten wollen vor denjenigen, die nichts und niemander mehr hassen, als ihre jüdischen Nachbarn … und wie löcherig dieser Schutz trotz allem ist, zeigt ein arabischer Bulldozerfahrer, der in Jerusalem auf einer Baustelle arbeitete, dem man trotz seiner Lebensumstände vertraute – bis er zum Mörder wurde.

Y-net

NACHTRAG:

siehe dazu auch Lilas Anmerkungen.

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Kommentare»

1. grenzgaenge - 2. Juli, 2008

ja, es ist schrecklich und es stellt sich die frtage nach den konsequenzen.

ich habe in meinem blogg ein paar worte darueber verloren.

http://grenzgaenge.wordpress.com/2008/07/02/ein-anschlag-mehr/

http://grenzgaenge.wordpress.com/2008/07/02/nachtrag-2/

traurige gruesse,
der grenzgaenger

2. Rika - 2. Juli, 2008

Die Überlegungen stellen sicher sehr viele Leute an, nur vermute ich, dass das keine wirkliche Lösung ist, weil die Bereitschaft, „die Juden ins Meer zutreiben“ damit wohl eher wachsen als schwächer werden wird.

Aber frag mich nicht nach Lösungsansätzen … ich habe keine … mir schwirrt aber immer Lilas Einstellung im Kopf herum, dass es doch möglich ist, einander als Menschen zu begegnen … in gegenseitiger Achtung … und das es sich lohnen könnte, für diesen Traum zu werben, damit er keine Utopie bleibt…


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