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Na also, Ahmadinedschad kann das gar nicht gesagt haben … 15. Juli, 2008

Posted by Rika in aktuell, islam, israel.
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… dass Israel von der Karte verschwinden soll!

Die „sueddeutsche“ hat ja auch schon gemeint, dass das eine ganz gemeine Unterstellung ist, die man da dem iranischen amtierenden Präsidenten in böswilliger Absicht unterschieben will! Herr A. sagt zwar viel und nicht alles findet im Westen ungeteilte Zustimmung, aber diesen schlimmen Satz hat er wirklich nicht gesagt!

Geht ja gar nicht!

Woher ich das weiß und warum ich mir da ganz sicher bin?

Ganz einfach:

ISRAEL GIBT ES NÄMLICH GAR NICHT!

Stand heute in der Zeitung!

Ergo kann Herr A. auch nicht gesagt haben, dass Israel verschwinden muss. Ist doch logisch, oder?

Nun, da bin ich aber doch beruhigt, dass die Wahrheit noch ans Licht gekommen ist. Nicht auszudenken, dass man einen der angesehensten islamistischen Politiker öffentlich der Volksverhetzung bezichtigen und ihn wohl möglich deshalb als „persona non grata“ behandeln müsste. Nicht auszudenken, wie sich das auf die guten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und dem Iran auswirken würde und am Ende müsste ich glatt 2.30€ oder mehr für einen Liter Benzin bezahlen und im Winter schrecklich frieren, weil ich mir die Heizung nicht mehr leisten könnte …

Nein, ist schon besser, dass sich das nun aufgeklärt hat!

Wie und was denn genau in der Zeitung steht?

Nun ja, es ist nicht gerade auf der Titelseite der HAZ und ich habe es auch nicht bei SPON oder ähnlich wichtigen Magazinen gefunden. Aber auf Seite 2 der HAZ unter „Ausland“ liest man:

„Iran kritisiert Gespräche

Die Annäherung zwischen Syrien und Israel ist nach Ansicht des Iran „unglücklich“ und könnte gravierende Folgen haben. „Wir sagen stets, dass es kein Land Israel in der Region gibt. Dieses Land heißt Palästina“, (Hervorhebung von mir) sagte Hussein Schariatmadari, ein Berater des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei. „Deshalb ist es normal, dass wir Verhandlungen zwischen islamischen Ländern – wie Syrien oder der Türkei – und einem illegitimen, nicht existierenden Staat ablehnen.“ (Hervorhebung von mir) Ein Friedensvertrag mit Israel könne radikale Folgen für das Iranisch-syrische Verhältnis mit sich bringen.“ HAZ vom 15. 08. 2008

Na, das leuchtet mir ein. Ein Friedensvertrag mit einem nicht-existierenden Staat? Das schafft Probleme.

Wenn ich mich – nur mal so als Beispiel – mit einem nicht-existierenden Menschen unterhalte und sogar mit ihm Verträge schließe, könnte mich das ganz leicht nach „Ilten“ bringen – dort ist ein psychiatrisches Krankenhaus, in dem man sicher auch Leute behandelt, die unter Wahnvorstellungen leiden.

Wie bringt man aber einen Staat wie Syrien in „Ilten“ unter?

Eben!!!

Und deshalb ist es doch gut, dass jetzt alles ganz klar ist!

Allerdings, wenn es „Israel“ gar nicht gibt, gegen wen kämpfen dann die Palästinenser?

Und müssten die dann vielleicht nach „Ilten“ …

Ach, nein, ich vergaß … das wird nicht nötig sein …

… schließlich wollen  die Palästinenser schon seit mehr als 60 Jahren  die Juden  ins Meer treiben …

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Kommentare»

1. grenzgaenge - 15. Juli, 2008

liebe rika,

ich kann nur DANKE !!!!! sagen fuer deine wunderbaren beitraege.

weiter so, bitte !

🙂

viele gruesse,
der grenzgaenger

2. Yael - 15. Juli, 2008

Selten so einen Bullshit gelesen. Am Ende will uns das deutsche Volk samt Süddeutsche uns erklären, auch Hitler hatte nie einen Vernichtungswillen geäußert. Es gibt ja keinen schriftlichen Befehl, gell.
So sieht es aber eben aus in Dtl., welches immer wieder meint, seine Vergangenheit bewältigt zu haben (was immer dieser dämliche Begriff bedeuten mag). Trotzdem man ja in den letzten Jahren sich damit vertraut machen konnte, wie sehr, sehr viel Deutsche mit dem Nazismus umgehen, indem der Antisemitismus unter dem Deckmantel der Israelkritik zugenommen hat, ist man doch immer wieder überrascht, wie tief manche noch sinken können. Dieser Journalistin kann man nur für ihre Relativierung gratulieren. Fragt sich bloß wann diese Typen auch noch Hitler reabilitieren werden.
Meine Wut auf diesen dämlichen Deutschen wächst immer mehr.

Lizas Blog hat zu diesem ganzen Thema einen sehr guten und vor allem eindeutigen Beitrag verfasst. Sehr empfehlenswert.

http://www.lizaswelt.net/2008/07/ahmadinedjad-recht-verstanden.html

Ahmadinedjad, recht verstanden

Es war Henryk M. Broder, der Sinn und Unsinn dieser Gespensterdebatte über den Wortlaut von Ahmadinedjads Stellungnahme mit einem historischen Vergleich auf den Punkt brachte: „Der ‚Führerbefehl’ zur Endlösung der Juden- und Zigeunerfrage ist bis heute nicht gefunden worden. [Hitler] hat nur dazu aufgerufen, die Welt von den Juden zu befreien. Von Vernichtung war keine Rede. So wie Ahmadinedjad sich heute eine ‚World without Zionism’ wünscht.“ In der Tat kann es keinerlei Zweifel darüber geben, was letzterer meinte, als er – wörtlich übersetzt – sagte: „Unser teurer Imam [Khomeini] befahl, dass dieses Jerusalem besetzende Regime von den Seiten der Zeit getilgt werden muss. Dies war eine sehr weise Äußerung.“ Doch angesichts der fortgesetzten internationalen Relativierungsversuche unternahm Joshua Teitelbaum vom Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA) die Kärrnerarbeit, diese und weitere Äußerungen Ahmadinedjads und anderer Vertreter des Regimes wörtlich zu übersetzen und genau zu analysieren. „Jene, welche sich apologetisch vor die iranische Führung stellen, sollten nicht ohne Widerspruch bleiben, wenn sie auf wissenschaftliche Art versuchen, diese extremen und vorsätzlichen Aufrufe zur Zerstörung Israels zu vernebeln“, schrieb Teitelbaum. „Sprache bedingt Bedeutung“, befand er und resümierte:

„Eine umfassende Analyse dessen, was Ahmadinedjad tatsächlich gesagt hat – und wie es im Iran verstanden wurde – zeigt, dass der iranische Präsident nicht lediglich zum ‚Regimewechsel’ in Jerusalem aufrief, sondern die faktische physische Zerstörung des Staates Israel forderte. Es ist schwierig, ein Land von der Karte zu wischen, ohne dass […] die Bevölkerung zerstört wird. Die iranische Regierung selbst bestärkt dieses Verständnis in der Art und Weise, wie sie diese Parolen auf Plakaten und Werbetafeln bei offiziellen Paraden präsentiert. […] Ahmadinedjads Forderungen sind eindeutig ein Aufruf zum Völkermord – [zur] Zerstörung des jüdischen Staates und seiner Bevölkerung. Eine Analyse des Äußerungskontextes zeigt ohne Zweifel auf, dass, wenn die iranische Führung die Euphemismen ‚zionistisches Regime’ oder ‚das Besatzungsregime in Jerusalem’ verwendet, sie ausschließlich den Staat Israel meint und nicht seine gegenwärtige Regierung. […] Die iranische Führung spricht zudem auch nicht über einen ungesteuerten, natürlichen historischen Prozess, welcher zum Niedergang Israels führen werde. Stattdessen befürwortet sie aktiv die Zerstörung Israels und hat klargestellt, dass sie den Willen und auch die Mittel hat, dies umzusetzen.“

Die Feinde des jüdischen Staates werden sich von Teitelbaums Ausführungen gewiss nicht überzeugen lassen, dazu sind sie ideologisch viel zu verbohrt. Allen anderen jedoch – insbesondere denjenigen deutschen Medien, die den Kotau vor einer Sekte von Israelhassern vollzogen haben – sei die gründliche Lektüre des „Plädoyers gegen apologetische Kampagnen zur Entschuldung des Aufrufs zum Völkermord“ empfohlen. Zuerst in englischer Sprache erschienen, liegt der Beitrag nun auf der Website des JCPA auch in deutscher Übersetzung vor.

3. germanpsycho - 16. Juli, 2008

Eben! Hitler war nämlich auch kein Antisemit. Er hat ja gar nicht gesagt, daß die Juden vergast gehören. Er sprach lediglich von der Endlösung. Da können wir ja jetzt ganz beruhigt sein:

Einen zweiten Holocaust kann es aus zwei Gründen nicht geben: Erstens, weil es ja den ersten gar nicht gegeben hat und zweitens, weil Israel gar nicht existiert.

Wie schön, wenn man der Realität einfach durch Verweigerung derselben entfliegen kann. Die einzigen, die das nicht können, sind die Israelis. Aber – die gibt es ja glücklicherweise nicht.

http://germanpsycho.wordpress.com/2008/07/15/der-endwitz/


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