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Würdelos und Menschen verachtend zynisch … 16. Juli, 2008

Posted by Rika in aktuell, islam, israel.
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… „zelebrierte“ die Hisbollah heute den „Austausch“ an der libanesisch-israelischen Grenze.

Zwei von der Hisbollah entführte und getötete israelische Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev wurden gegen Mörder und Terroristen ausgetauscht.

Es steht mir nicht zu darüber zu urteilen, ob es ein „faires“ Abkommen war, auf das sich die israelische Regierung eingelassen hat oder ob der Preis zu hoch ist, der dafür erbracht werden musste, die toten Soldaten heim zu holen. Es beeindruckt mich, dass Israel selbst seinen Toten treu bleibt und das Versprechen einlöst, sie nach Hause zu holen. Vor Jahren hatte mir ein israelischer Freund erzählt, wie wichtig für ihn, wie für die meisten Soldaten diese Zusicherung ist, unter allen nur denkbaren Umständen heim geholt zu werden, nicht in den Händen der Terrorbanden bleiben zu müssen …

Umso entsetzlicher die Siegesfeiern der Hisbollah, die nachträglich noch die Würde der Getöteten besudeln!

Ich empfinde großes Mitleid mit den Familien der Ermordeten, der Soldaten, wie derjenigen, die durch die nun frei gepressten Mörder umkamen.

Ulrich Sahm beschreibt das Geschehen:

Während die israelische Seite des Grenzübergangs in Rosch Hanikra zum militärischen Sperrgebiet erklärt und völlig abgeschirmt worden war, entstand auf der libanesischen Seite plötzlich Bewegung. Ein Vertreter des IKRK sprach vor laufenden Kameras mit Vertretern der Hisbollah und dem libanesischen Geheimdienstchef. Und dann erschienen Herren im dunklen Anzug und mit Sonnenbrille. Sie trugen zwei lackierte schwarze Kästen und stellten sie vor einer Bühne mit Orchester auf den Boden. Die Bühne stand schon bereit für die Siegesfeiern der Hisbollah, in Erwartung der Freilassung fünf lebender Gefangene aus israelischen Gefängnissen. Unter ihnen ist auf der Druse Samir Kuntar, der vor dreißig Jahren mit äußerster Brutalität bei einem Terroranschlag in Naharija eigenhändig eine ganze israelische Familie auslöschte. Kuntar war in Israel zum Symbol des Terrors geworden, wegen der langen Haftzeit aber im Libanon zum Symbol des Widerstandes gegen Israel.

So wurde die Mitteilung vom Tod der Soldaten Udi Goldwasser und Eldad Regev Teil einer zynischen psychologischen Kriegsführung der Hisbollah gegen Israel. „Die Familien brachen zusammen. Sie hatten nicht mit soviel zusätzlicher Grausamkeit gerechnet“, sagt ein Angehöriger wenige Minuten, nachdem per Fernsehen die Gewissheit um den Tod der Soldaten übermittelt worden ist. …“

Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen, außer der nüchternen und zugleich schmerzhaft-realistischen Einschätzung, dass sich die Hisbollah und mit ihr die sie tragenden islamischen Parteien und Staaten selbst demaskieren als ein zutiefst menschenfeindliches System, das keinerlei Achtung und Respekt vor der Würde eines Menschen hat, weder im Leben, noch im Tod…

Aber was kann man von den Anhängern einer religiösen Ideologie erwarten, die skrupellos Frauen und Kinder zu menschlichen Schutzschildern erniedrigen, junge Menschen als lebende Bomben in den Tod schicken … und die sich nicht nur nicht schämen, sondern das alles ausdrücklich und im Namen „Allahs des Barmherzigen“ tun.

—–

Nachtrag:

Lila schreibt und berichtet nüchtern-sachlich kommentierend, mitfühlend und sehr persönlich: hier und hier und hier

Niemand kann sich angesichts der „Glückwünsche“ auch nur die leisesten Illusionen über die Bereitschaft der „palästinensischen Regierenden“ machen, ernsthaft an einem friedlichen Zusammenleben mit Israel interessiert zu sein und daran zu arbeiten … NIEMAND

Sie – die Vertreter der vermeintlichen Interessen des palästinensischen Volkes und die Repräsentanten der unter der iranischen Fuchtel agierenden „Staaten“ – verdienen nichts anderes als die Verachtung aller zivilisierten Gesellschaften!

Aber dazu wird es wohl nicht kommen … zu groß ist die Abhängigkeit der westlichen Industrienationen vom Erdöl und damit auch die Erpressbarkeit durch die iranisch-arabische Allianz der Ölförderländer … Menschenrechte hin oder her!

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Kommentare»

1. Yael - 20. Juli, 2008

Noch eine kleine Anmerkung: wie du weißt wird im Judentum auf eine jüdische Beerdigung großen Wert gelegt. Tote Soldaten heim zu holen, ist daher für Israel sehr wichtig.


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