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Im freien Fall … 31. August, 2008

Posted by Rika in familie, Sport.
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Seien es Börsenkurse oder Absatz- und Konjunkturzahlen, die Beliebtheitsgrade von Schauspielern, die Angaben über die Glaubwürdigkeit von Politikern oder das Ansehen bekannter Persönlichkeiten – in Verbindung mit „freiem Fall“ lässt das nichts Gutes ahnen!

Nicht so der „freie Fall“, der gestern auf dem Familienprogramm stand, besser gesagt auf dem des zweiten Sohnes,

der (der Sohn natürlich!) hatte nämlich im vergangenen Jahr von Freunden, Eltern und Geschwistern zum Geburtstag einen Gutschein für einen Tandemsprung geschenkt bekommen, einzulösen binnen eines Jahres – und da demnächst schon wieder Geburtstag ist, war die Frist zur Einlösung des Sprungs beinahe verstrichen. Nicht dass der „Junge“ Angst bekommen hätte (Angst hatte lediglich die Mutter!), nein, es hatte bisher einfach nicht gepasst, mal war das Wetter zu schlecht, mal die Umstände, mal hatte man keine Zeit und mal war niemand da, der als Begleitung den sensationellen Sprung gebührend beachten konnte.

Wie auch immer, gestern war alles nahezu perfekt:

Das Wetter über Kassel-Calden traumhaft schön, die Familie vollzählig versammelt und auch der gute Freund mit von der Partie!

Morgens um 9.00h wollten wir aufbrechen – es wurde ein bisschen später, was sich am Ende sogar auszahlen sollte, verfuhr man doch bei den Fallschirmspringern nach dem Motto, wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Und so hatten wir nicht nur ausreichend genug Zeit, das Prozedere ausführlich zu beobachten, das mit diesen Sprüngen verbunden ist und „uns“ mental auf das Ereignis einzustimmen, auch die äußeren Bedingungen wurden immer besser – die anfänglichen leichten Wolken wurden zu dünnen Schleiern und wichen am Nachmittag einem tiefblauen strahlendem Himmel …

… Fallschirmtandemspringeranfängerherz, was willst du mehr!

Der „Junge“ war voller Vorfreude, die mütterlichen Sorgen verschwanden mit jeder Flugzeugladung an Fallschirmspringern, die an den bunten Schirmen hängend langsam der Erde entgegen gesegelt kamen … es waren viele, viele, bevor der „Junge“ an der Reihe war! So sahen wir freudig erregt und gespannt C.’s Sprung entgegen – der junge Mann, der für ihn als „Tandem“ ausgewählt worden war, stellte sich als weitläufiger Bekannte – weil ehemaliger Schüler der gleichen Schule – der Freundin des „Ältesten“ heraus … die Welt ist einfach klein …

und nachdem der versierte Fallschirmspringer alle Gurte, Haken und Ösen an C.’s Anzug und Gurt überprüft hatte, vergingen die letzten Minuten vor dem Aufruf zum Start damit, sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen – der Familie war es sehr recht, fühlte man sich so doch schon beinahe dazugehörig, zu diesem Fallschirmzirkus …

Dann rollte die Maschine heran, die die Gruppe auf 4000 m Höhe bringen sollte – für den „freien Fall“ nämlich, der ca. eine Minute dauern würde …

Die Tandemspringer, also die (unerfahrenen) „Gäste“, sind an ihren roten Anzügen zu erkennen – rechts ist C. und links neben ihm sein Tandem-Coach!

Durch die lange Beobachtungsphase wussten wir, dass es etwa 15 Minuten dauert, bis das Flugzeug die Höhe erreicht und die ersten Springer absetzt … und es dann etwa 10 bis 15 Minuten dauert, bis aus den winzigen Pünktchen, als die man zuerst die sich öffnenden Schirme sieht, das wunderschöne Schauspiel der vielen farbigen Fallschirme entsteht …. und dann die Menschen erkennt, die daran hängen und sicher zur Erde gleiten …

Und dann standen wir und starrten in den Himmel und warteten darauf, dass aus einem der Pünktchen ein gelb-grüner Schirm würde, an dem, so wussten wir, hing er nämlich, der Held dieses Tages …

UNSER Held!

Hier sollte nun eigentlich so ein Minischnipsel von der Landung aus der Videosequenz meiner Digitalkamera eingebaut werden … aber ich muss erst noch in Erfahrung bringen, wie ich das bewerkstelligen kann …

Das hätte ich ja nun beinahe vergessen zu schreiben:

Der „Held“ war total begeistert und wäre am liebsten gleich noch einmal gesprungen, und selbst ich (nicht mehr der junge Hüpfer …!) könnte es mir doch … noch … vielleicht … mit etwas Mut … vorstellen!

Und auch für uns als „Bodenbegleitpersonal“ war es ein wunderschöner Tag und ein tolles Erleben!

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