jump to navigation

so einen merkwürdigen geburtstag … 13. Oktober, 2008

Posted by Rika in familie.
Tags:
trackback

habe ich noch nie verlebt!

meine mutter liegt schon seit einiger zeit im krankenhaus – sie war im badezimmer unglücklich gestürzt und hatte sich dabei nicht nur einen wirklich riesigen bluterguss im knie zugezogen, sondern auch einen bänderabriß, der zur folge hat, dass sie ohne operation niemals mehr gehen kann. die operation ist nicht ohne risiko, weil meine mutter schwer herzkrank ist und das geschwächte herz die üblichen strapazen einer op nicht mehr ohne weitere probleme bewältigen kann. diese operation war nun im zweiten anlauf (trotz unserer angemeldeten bedenken!!!) just an meinem geburtstag angesetzt. (die bedenken galten wirklich nicht dem datum, sondern den medizinischen tatsachen, die mein medizinprofessorbruder im fernen hessenland zum glück mit den behandelnden ärzten per telefon beredet und mir erläutert hatte!)

als ich gegen mittag von der schule aus in der klinik anrief, teilte man mir mit, meine mutter sei noch im op und ich möge doch gegen 16.00h noch einmal anrufen.

angst und empörung machten sich breit.

a) wenn die op schon frühzeitig angesetzt war, was ist dann passiert, dass die mutter immer noch im op ist?

b) und wenn sie nicht seit dem frühen morgen im op ist, wie kann man eine 84jährige frau erst am späten vormittag operieren … (wer je eine op über sich ergehen lassen musste, weiß, warum ich sauer war!)

ein weiterer anruf gegen 14.30h ergab, dass zumindest meine angst unnötig war, da meine mutter GAR NICHT operiert worden war!   der kardiologe hatte befunden, dass das herz im gegenwärtigen zustand zu schwach sei, man daher nicht operieren könne und zunächst herz stärkende maßnahmen ergreifen wolle – wie auch immer die aussehen mögen …   die empörung blieb noch eine weile bestehen, nun aber nicht wegen des vermuteten späten vormittagtermins, sondern wegen des hin und her! wie kann man einer alten dame zumuten, mit der ganzen aufregung und angst vor einer op in die nacht zu gehen, um dann am späten morgen zu sagen, „nein, wir haben es uns anders überlegt!“?

trotz dieser etwas indifferenten kranken(haus)geschichte meiner mutter und der damit ebenso indifferenten eigenen gefühlslage, wollte ich wie geplant mit dem liebsten und den kindern (samt anhang), die (noch) in erträglicher entfernung zur mütterlichen behausung wohnen oder gerade zuhause weilen, ein bisschen feiern …

… gegen 17.00h meinte der liebste gatte, er wolle haferschleim essen und kamillentee trinken, denn leichte schmerzen im oberbauch hatten sich seit dem frühen nachmittag bemerkbar gemacht und da er diese anzeichen bereits aus sehr unangenehmer und noch nicht lange zurück liegender erfahrung kannte, wollte er vorbeugend tätig werden …

ich kochte ( haferschleim und tee für den liebsten und leckereien für den rest der familie), der liebste musste sich ins bett legen …

die kinder kamen, wir aßen genüßlich, dem liebsten erging es schlecht und schlechter …

schließlich brachten wir ihn in das vom leibarzt empfohlene krankenhaus … er wurde gründlich untersucht und da behalten …

und dort ist er immer noch! die ärzte rätseln und geben sich mühe, den ursachen der schmerzen auf die spur zu kommen…

er liegt im stockwerk über der mutter … praktisch, oder?

wäre mein vater auch noch im krankenhaus ….

aber so pendel ich zwischen vater im altenheim und mutter im krankenhaus, dem liebstem gatten und unserem schönen zuhause … und könnte glatt die krise kriegen und angst und was weiß ich noch …

die studententochter ist zum glück da und pendelt mit und der älteste und seine liebste auch …

doch eigentlich wollte ich mit dem allerliebsten gatten an der nordsee urlaub machen, weil wir ja seit freitagmittag herbstferien haben in niedersachsen, könnte mir die gute luft in spieka um die nase wehen lassen und zur ruhe kommen und überhaupt …

… aber leider habe ich nicht die leiseste ahnung, wie das alles weitergehen wird …

dabei war es ein wunderbar schöner tag … goldener oktober … herbstliebe!

Advertisements

Kommentare»

1. Julia - 13. Oktober, 2008

Liebe Rika,

nachträglich alles Liebe zum Geburtstag, und deinen beiden Kranken gute Besserung !

Liebe Grüße
Julia

2. Rika - 16. Oktober, 2008

DANKE,
liebe Julia!

Meine Mutter soll nun morgen (16.10) operiert werden – der zweite Termin wurde abermals verschoben …
meinem Mann geht es etwas besser, aber die Ursache der Schmerzen ist nach wie vor unklar!

hoffen und beten …
wünsche Dir alles Liebe!

3. politikpest - 21. Oktober, 2008

Sorry, ist Blödsinn.

„sondern auch einen bänderabriß, der zur folge hat, dass sie ohne operation niemals mehr gehen kann“

Bin über 40 und laufe unversichert mit einem Kreuzbandriss in der Gegend herum. 200 m gehen alle mal. Dann, hinfallen, aufstehen und weiter geht es.

4. Rika - 21. Oktober, 2008

Nix Blödsinn,

„Zur operativen Wiederherstellung der zerrissenen oder ausgerissenen Quadrizepssehne gibt es keine Alternative;“ ( http://www.springerlink.com/content/b7920h2v16775804/ )

aber Danke für das Mitgefühl und die vielen guten Wünsche zur Genesung ….

5. Rika - 24. Oktober, 2008

Nachtrag zum Krankenstand:

Mein Mann ist wieder zu Hause, die Untersuchungen haben KEINE Besorgnis erregende Tatbestände zu Tage gefördert – GOTT sei Dank! Es ist aber weiterhin unklar, was die Schmerzen ausgelöst hat.

Meine Mutter hat die OP gut überstanden und hat schon die ersten Gehversuche unternommen – erstaunlich, wie ich finde! Auch dafür sei GOTT gedankt!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: