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Gartenarbeit und Küche putzen macht mehr Spaß … 22. November, 2008

Posted by Rika in familie.
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… als das Spiel zwischen der Frankfurter Eintracht  und Hannover 96 anzuschauen!

Jedenfalls ist das der Eindruck, den ich gerade ganz aktuell gewonnen habe.

Denn während 5/6 meiner Familie samt Freundin des Ältesten in einer gemütlichen hannöverschen Kneipe dem Sieg „unserer“ Mannschaft entgegenfieberten, erledigte ich die letzten Aufräumarbeiten im Gärtchen nach der heutigen Baumschnittaktion und beseitigte die Spuren, die die „Gärtner“ in Küche, Flur und Wohnzimmer hinterlassen hatten!

Ja, und hörte dabei Radio – NDR Bundesligakonferenz ….

Was ich da hörte war überhaupt nicht lustig – für Hannover!

Es ist natürlich toll, dass der ehemalige Trainer der 96er, Ralf Rangnick, mit seinen Hoffenheimer Fussballverrückten wieder einen Sieg errungen hat, leider aber auch ganz blöd, dass die Bayern gewonnen haben und  den Wolfsburger gönne ich den Sieg  nun gar nicht …

…. aber HANNOVER!!!

Grausam, grausam, grausam!

Eine kurze telefonische Verständigung mit meinen Fußballfans ergab dann auch den trüben Eindruck, dass ICH  mit meiner Gartenaufräum- und Wohnungsputzaktion die definitiv unterhaltsamere und weitaus befriedigendere Samstagnachmittagbeschäftigung hatte!

Gärtchen hübsch anzusehen, Küche und Wohnzimmer adrett wie eh und je … nur mein Rücken, der fühlt sich jetzt so an, wie es den Fans und Spielern von Hannover 96 geht … gaaaaanz beschi bescheiden!

Einen schönen Gruß von hier aus an die Frankfurter Verwandtschaft! Glückwunsch zum grandiosen Sieg!

Tommi, du warst hoffentlich nicht im Stadion …

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Diamantene Hochzeit … 14. November, 2008

Posted by Rika in familie.
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… und mehr als 60 (gemeinsame) Jahre …

Es wird berichtet, dass eines schönen Sonntages ein junger Mann von gerade mal 17 Jahren in der Versammlung der Brüdergemeinde in einem sauerländischen Städtchen an der Lenne ein junges Mädchen sah, das gerade mit der älteren Schwester den Raum betrat, um wie alle anderen Anwesenden am nachmittäglichen Gottesdienst teilzunehmen. Es sei sogleich um ihn geschehen gewesen, wird weiter berichtet, er habe auf der Stelle beschlossen, dass dieses anmutige und bezaubernde Wesen, dessen Namen er nicht kannte und von dem er nicht mehr wusste, als das es sehr schön war, dass dieses junge Mädchen also seine Frau werden müsste, was heißt müsste, werden wird!

Wie es der Zufall wollte, war es ausgerechnet der Bruder der jungen Schönen, den der verliebte Jüngling, der als Gast in der Gemeinde weilte, gefragt hatte, ob er das hübsche junge Mädchen dort in der Bank kenne. „Selbstverständlich!“, war die prompte Antwort, „Das ist meine Schwester!“

Und obwohl der junge Mann nicht auf der Suche nach einem neuen Freund war, erkannte er mit sicherem Instinkt, dass eine Freundschaft zu dem netten jungen Mann neben ihm nur von Vorteil sein könnte. Nach dem Gottesdienst, von dem vermutet werden kann, dass er mit keinem Lied und keinem Wort Eindruck auf den jungen Mann gemacht hatte, verabredete man sich zu einem Spaziergang – es war damals, so erzählte man mir, durchaus üblich, dass sich die hoffnungsvolle Jugend in Wald und Flur und frischer Luft an und bei Spaziergängen ergötzte. Dem jungen Mädchen, erst 15 Jahre jung, blieb der neue Freund des Bruders natürlich nicht lange verborgen, es machte aber keine Anstalten, den unbekannten Jüngling kennen lernen zu wollen, im Gegenteil, es ging ihm gezielt aus dem Weg!

Und so begann ein langer und listenreicher Werbefeldzug des Jungen Mannes um die, die er zu seiner Herzdame und späteren Ehefrau erkoren hatte.

Was sich so romantisch-unschuldig anhört, fiel jedoch in die alles andere als romantische und unschuldige Zeit der ersten Kriegsmonate und Jahre des zweiten Weltkriegs, den der junge Mann alsbald als Soldat erlebte und das junge Fräulein im Büro.

Die Verlobung

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fiel in die Zeit, als sich nicht nur die Niederlage der Deutschen bei Stalingrad abzeichnete ( Silvester 42/43) sondern die Sinnlosigkeit und Grausamkeit des ganzen Krieges immer deutlicher wurde und der Schrecken auch immer näher an die Kleinstadt im Sauerland rückte und der junge Mann nur noch äußerst selten Urlaub bekam, um seine Liebste zu sehen – und schließlich ab 44 gar nicht mehr – und die Liebste immer öfter vom Büro in den nahen Bunker fliehen musste und ihre Nächte mit der ganzen Familie und der übrigen Hausgemeinschaft überwiegend im Luftschutzkeller verbrachte.

Man schrieb sich lange Briefe und endlich war der Krieg vorbei.

In Italien wurde der junge Mann als Soldat von englischen Truppen gefangen genommen und als Kriegsgefangener nach Ägypten verfrachtet, in ein PoW-Camp in der Nähe des Suez-Kanals. Er gehörte zu den privilegierten Gefangenen, die sich nach den ersten schwierigen Monaten mit sinnvollen Tätigkeiten die langsam verrinnende Zeit vertreiben durften und begann ein Studium an der eigens gegründeten theologischen Schule.

In der fernen Heimat hungerte die Braut und mit ihr die ganze Familie und Millionen andere Leute auch. Man ging auf Hamsterfahrt und sammelte Bucheckern, kochte selbst aus Kartoffelschalen die leckersten Gerichte und war ansonsten schlank, sehr schlank!

Und schrieb wieder! Viele, viele Briefe gingen hin und her zwischen dem Lager im sonnigen Ägypten und der Stadt im deutschen Nachkriegsalltag.

Und endlich, mit dem vorletzten Transport, der das Lager am großen Bittersee verließ, machte sich der junge Mann auf den Weg in die beinahe fremd gewordene Heimat, auf den Weg zu seiner Familie und zu seiner Braut.

Im Oktober 1948 kam er zu Hause an, am 13. November wurde Hochzeit gefeiert!

Ein Jahr später im Oktober wurde ich geboren. Drei Jahre und vier Monate später, im Februar, mein Bruder.

60 Jahre – leben, lieben, arbeiten, feiern, streiten, beten, hoffen, glauben, leiden, freuen seither, Jahre, über die ich an anderer Stelle das eine oder andere berichten werde.

60 Jahre unter GOTTES Segen!


Herzlichen Glückwunsch, liebe Eltern!


60 Jahre … Und sagt Gott Dank allezeit für ALLES!

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Gedenken … 9. November, 2008

Posted by Rika in Allgemein.
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Hannover, Rote Reihe …

Antisemitismus – „Der Bundestag wolle beschließen …“ 8. November, 2008

Posted by Rika in Allgemein.
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heißt es in dem Entwurf …

(… und der Vollständigkeit halber will ich es hier berichten, habe ich doch schon in vorhergehenden Beiträgen einige Worte dazu verloren…)

und dann folgt, was der Bundestag beschließend feststellt – wohlwollend oder kritisierend -, begrüßt, mit Sorge betrachtet und schließlich beschließend empfiehlt.

Dem Bundestag, so ist bei „Mut gegen rechte Gewalt“ zu lesen, liegen zwei vollkommen gleich lautende Anträge vor.

Der eine Antrag wird von den – sagen wir mal – etablierten Parteien eingebracht, als da sind (in alphabetischer Reihenfolge) „Bündnis 90/Die Grünen“, CDU/CSU, FDP, SPD.

Der andere Antrag wird von der Partei eingebracht, die sich „Die Linke“ nennt und im wesentlichen aus den Altgenossen der SED, frustrierten ehemaligen Parteimitgliedern der SPD, Oskar-Anhängern und Gysi-Fans besteht. „Die Linke“ hat überdies eine Presseerklärung anlässlich des 70. Jahrestages der Novemberpogrome von 1938 herausgebracht, die sich lang und breit darüber auslässt, welch ehrenhafte Position die Linke im Kampf gegen Faschismus und Rassismus bezieht und dann am Ende doch noch die Katze aus dem berühmten Sack lässt:

„DIE LINKE begrüßt ausdrücklich, dass es in Deutschland wieder ein sich entwickelndes jüdisches Leben und eine ausstrahlende jüdische Kultur gibt. Und sie bekräftigt in diesem Zusammenhang nochmals: „Die Haltung gegenüber Israel ist insofern eindeutig, als wir alle das Existenzrecht Israels bestätigen, als wir alle die besondere historische Verantwortung der Deutschen gegenüber Jüdinnen und Juden akzeptieren, als wir alle wissen, dass Geschichte immer wieder der Aufarbeitung bedarf. Andererseits gibt es Kritik an Israel, weil die Rechte der Palästinenserinnen und Palästinenser nach wie vor nicht durchgesetzt sind.“ (Gregor Gysi, 3. November 2008)“

Und da wird schon deutlich, warum die vom Katzentisch und die Etablierten nicht unbedingt gemeinsam erklären möchten, welche Lehren man aus den Erfahrungen des November 38, aus den diesen voraus gegangenen Veränderungen in Verordnungen und Gesetzgebung und erst recht aus den auf die Novemberpogrome folgenden „Aktionen“, dem Beschluss der „Wannsee-Konferenz“ und deren Umsetzung in Massenmorden ziehen wollte und will!

Heißt es doch in der Erklärung ausdrücklich:

„Neue Formen des Antisemitismus treten zunehmend in der islamistischen Gedankenwelt auf. Dieser arabische und islamische Antisemitismus ist eine globale Gefahr.“

Da macht es schon Sinn für die Linke, in der Presseerklärung diesen Satz durch die Kritik an Israel zu relativieren um die (arabischen / iranischen) Freunde nicht zu vergnatzen und hervor zu heben und zu beklagen, dass die Rechte der Palästinenserinnen noch nicht durchgesetzt sind …

Ich wage ja zu behaupten, dass die „Rechte der Palästinenserinnen“ unter Hamas und Hisbollah überhaupt gar keine Chance haben … aber auf dem Auge ist nicht nur „die Linke“ blind!

Gravierender aber als die noch nicht durchgesetzten“Rechte der Palästinenserinnen und Palästinenser“ zu beklagen, ist die völlige Ignoranz der Linkspartei hinsichtlich der massiven Bedrohung, der Israel permanent ausgesetzt ist und die ganz offen von arabisch/iranischen Offiziellen artikuliert wird.

Leider lassen aber auch alle anderen Parteien (trotz der vollmundigen Erklärung) ein entschlossenes Handeln gegen die unverhohlene iranisch-muslimische Absicht, Israel zu vernichten, vermissen – wie Stephan Grigat beklagt.

Wenn sich das Gewissen … 3. November, 2008

Posted by Rika in aktuell.
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… nach monatelanger Unterdrückung vehement zu Wort meldet und sich weder durch den ebenso lang währenden Gruppenzwang, noch durch die Lockungen der Macht zurückdrängen lässt in die letzten Winkel der leidenden sozialdemokratischen Seele und plötzlich und unvorhersehbar, eigenständig und nur sich selbst genug, handelt und zu neualten Ufern aufbricht, ist das dann Mut der Verzweifelung, späte Rache, Charakterlosigkeit, Wortbruch oder Standhaftigkeit?

Je nach Lastigkeit der Lager – von eher rechts über mittig bis mehr links – wird man sie einsortieren in die oben genannten Schubladen, die Genossinnen und den Genossen der SPD in Hessen, die heute todesmutig ankündigten, nie und nimmer morgen Frau Ypsilanti mit der Linkspartei zur Ministerpräsidentin machen zu wollen.

Man habe ja schon immer Bedenken geäußert, ist zu hören, man sei mit denselben nicht ernst genommen worden, wird geklagt, man sei ja nur beleidigt, weil der Scheer… wird der Vorwurf erhoben, man könne doch nicht einen Tag vorher die Brocken hinschmeißen, wird heftig kritisiert, obwohl doch das Wahlvolk angeblich so begeistert sei von der Vorstellung, dass durch die rot-rot-grüne Hessenpolitik die Zukunft himmelrosagrün sein wird. „Zu spät, zu spät geoutet“ schreien die einen, „gerade noch rechtzeitig“ meinen mit einem Seufzer der Erleichterung die anderen.

Es wird viel geboten auf der Bühne!

Die arme Andrea, sie hatte sich doch so sehr angestrengt, den Roland in die Wüste zu schicken, kann sie nun vergessen… Und der Jürgen, der Verräter, wird nie, nie wieder ein Bein an die SPD-Erde kriegen, die Dagmar schon grad gar nicht, weil die ja mit ihrer Bockigkeit die anderen erst auf den Geschmack gebracht hat, obwohl man heute hört, die Dagmar sei aus dem Schneider, weil sie ja von Anfang an so standhaft ihre gegebenen Wahlversprechen verteidigte. Aus der Partei ausgeschlossen gehören sie, ja wohl, fordern die zum Wechsel wild entschlossenen und der Münte merkt wieder einmal, dass SPD-Vorsitzender das schönste Amt nach „Papst“ ist.

Der Roland benimmt sich großmütig, man habe wirklich keinen Grund zur Häme, ließ er verlauten. Gar keinen! Und unter der Hand wird gemunkelt, dass er ganz, ganz vorsichtig mit spitzfindigen und schadenfrohen Bemerkungen sein muss, weil er ja vielleicht, vielleicht doch noch mit den Stimmen der SPD zum MP gewählt werden und einer großen Koalition vorstehen könnte für den Rest der Legislaturperiode (aber da müsste die Andrea abtreten und das will sie ganz und gar nicht) – es könnten aber auch Neuwahlen herauskommen, am Ende dieses Possenspiels, das man uns als verantwortungsvolle Politik verkaufen möchte. Ob der FDP diese Aussicht gefällt? Und wer profitiert am Ende davon?

Und was meint das Wahlvolk zu alledem?

Das konnte ich in der Kürze der Zeit nicht eruieren, die Fraport-Aktien sollen aber schon mächtig in die Höhe geschossen sein, meinten die im Fernsehen! Es geht also weiter aufwärts in Hessen – nach dem Niedergang der Andrea Ypsilanti …

Dabei hätten die Hessen in der Tat eine viel bessere Politik verdient …

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Die SPD, denke ich, hätte es schaffen können für eine bessere Politik in Hessen einzustehen – wenn sich das Gewissen schon sehr viel früher so vehement gemeldet hätte, das Gewissen der Frau Ypsilanti nämlich, die den Wählern ein Versprechen gegeben hatte und dann wortbrüchig wurde, die Probleme damit aber der Frau Metzger in die Schuhe schieben wollte …

… und mit ihrem Poker um die Macht nicht nur in Hessen und nicht nur Vertrauen, sondern ALLES verspielt hat …