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Antisemitismus – „Der Bundestag wolle beschließen …“ 8. November, 2008

Posted by Rika in Allgemein.
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heißt es in dem Entwurf …

(… und der Vollständigkeit halber will ich es hier berichten, habe ich doch schon in vorhergehenden Beiträgen einige Worte dazu verloren…)

und dann folgt, was der Bundestag beschließend feststellt – wohlwollend oder kritisierend -, begrüßt, mit Sorge betrachtet und schließlich beschließend empfiehlt.

Dem Bundestag, so ist bei „Mut gegen rechte Gewalt“ zu lesen, liegen zwei vollkommen gleich lautende Anträge vor.

Der eine Antrag wird von den – sagen wir mal – etablierten Parteien eingebracht, als da sind (in alphabetischer Reihenfolge) „Bündnis 90/Die Grünen“, CDU/CSU, FDP, SPD.

Der andere Antrag wird von der Partei eingebracht, die sich „Die Linke“ nennt und im wesentlichen aus den Altgenossen der SED, frustrierten ehemaligen Parteimitgliedern der SPD, Oskar-Anhängern und Gysi-Fans besteht. „Die Linke“ hat überdies eine Presseerklärung anlässlich des 70. Jahrestages der Novemberpogrome von 1938 herausgebracht, die sich lang und breit darüber auslässt, welch ehrenhafte Position die Linke im Kampf gegen Faschismus und Rassismus bezieht und dann am Ende doch noch die Katze aus dem berühmten Sack lässt:

„DIE LINKE begrüßt ausdrücklich, dass es in Deutschland wieder ein sich entwickelndes jüdisches Leben und eine ausstrahlende jüdische Kultur gibt. Und sie bekräftigt in diesem Zusammenhang nochmals: „Die Haltung gegenüber Israel ist insofern eindeutig, als wir alle das Existenzrecht Israels bestätigen, als wir alle die besondere historische Verantwortung der Deutschen gegenüber Jüdinnen und Juden akzeptieren, als wir alle wissen, dass Geschichte immer wieder der Aufarbeitung bedarf. Andererseits gibt es Kritik an Israel, weil die Rechte der Palästinenserinnen und Palästinenser nach wie vor nicht durchgesetzt sind.“ (Gregor Gysi, 3. November 2008)“

Und da wird schon deutlich, warum die vom Katzentisch und die Etablierten nicht unbedingt gemeinsam erklären möchten, welche Lehren man aus den Erfahrungen des November 38, aus den diesen voraus gegangenen Veränderungen in Verordnungen und Gesetzgebung und erst recht aus den auf die Novemberpogrome folgenden „Aktionen“, dem Beschluss der „Wannsee-Konferenz“ und deren Umsetzung in Massenmorden ziehen wollte und will!

Heißt es doch in der Erklärung ausdrücklich:

„Neue Formen des Antisemitismus treten zunehmend in der islamistischen Gedankenwelt auf. Dieser arabische und islamische Antisemitismus ist eine globale Gefahr.“

Da macht es schon Sinn für die Linke, in der Presseerklärung diesen Satz durch die Kritik an Israel zu relativieren um die (arabischen / iranischen) Freunde nicht zu vergnatzen und hervor zu heben und zu beklagen, dass die Rechte der Palästinenserinnen noch nicht durchgesetzt sind …

Ich wage ja zu behaupten, dass die „Rechte der Palästinenserinnen“ unter Hamas und Hisbollah überhaupt gar keine Chance haben … aber auf dem Auge ist nicht nur „die Linke“ blind!

Gravierender aber als die noch nicht durchgesetzten“Rechte der Palästinenserinnen und Palästinenser“ zu beklagen, ist die völlige Ignoranz der Linkspartei hinsichtlich der massiven Bedrohung, der Israel permanent ausgesetzt ist und die ganz offen von arabisch/iranischen Offiziellen artikuliert wird.

Leider lassen aber auch alle anderen Parteien (trotz der vollmundigen Erklärung) ein entschlossenes Handeln gegen die unverhohlene iranisch-muslimische Absicht, Israel zu vernichten, vermissen – wie Stephan Grigat beklagt.

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Kommentare»

1. curioustraveller - 8. November, 2008

Vor kurzem grub die Sendung „report“ zu Tage, dass im Jom-Kippur-Krieg militärisches Personal der Nationalen Volksarmee der DDR auf syrischer Seite am Waffengang gegen Israel beteiligt war. Was lernen wir daraus mit Blick auf o.g. Erklärung? Die Linke bleibt sich treu…

2. curioustraveller - 8. November, 2008

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