jump to navigation

PUNSCH … 13. Dezember, 2008

Posted by Rika in aus küche und keller, familie.
Tags:
trackback

…   Winter- Weihnachtspunsch …

…  auch zum Verzehr (als Getränk!)  in der Adventszeit geeignet!

Nachdem  ja nun hier schon vom Punsch und seinen diversen klebenden und haarfestigenden  Qualitäten die Rede war,  fehlt eigentlich nur noch das Rezept zu diesem  Wundertrunk.  Aber dazu muss ich etwas ausholen:

Früher  – nein, nun kommt nicht die bekannte Weisheit, dass früher alles besser war, aber anders war früher vieles  nun doch -, früher ( die Rede ist von einer Zeit vor ca 8 -15 Jahren) also gab es einen sehr feinen Früchtetee einer bekannten Tee-Gesellschaft aus Bremen, den man, weil „lose“ im Beutel angeboten,  wunderbar einfach dosieren konnte, vor allem war er aber weder aromatisiert noch parfümiert sondern pure Natur zu erschwinglichen Preisen und im ganz normalen Handel erhältlich. Früher habe ich für den Punsch  diesen Tee zubereitet, mit Zimt,  Nelken, Piment und Ingwer verfeinert und mit einem gleichen Anteil Orangensaft ergänzt. Fertig war der Punsch!

Doch eines Tages gab es diesen Tee nicht mehr, dafür brachten die blaugeben Schweden einen Weihnachtstee auf den Markt, auch lose im Beutel und schon mit allen weihnachtlichen Gewürzen versehen. Für meinen Geschmack hatte er eine etwas zu aufdringliche Kardamom-Ingwer-Note, war aber ansonsten ganz brauchbar und als kräftiger Sud mit dem gleichen Anteil Orangensaft (SAFT, keinen  Nektar!) ergab das einen wunderbaren Punsch.

In diesem Jahr hielt ich vergeblich nach dem weihnachtlichen Schweden Ausschau! Nicht mehr im Handel.

Den teuren losen Tee aus dem gesundheitsbewussten Haus oder Naturkostladen konnte und wollte ich uns (der Schule und mir) nicht leisten.

Zum Glück hat die bekannte Bremer Tee-Gesellschaft ihren Früchtetee wieder auf den Markt gebracht, allerdings nicht „lose“,  sondern in diesen hübschen Portionsbeuteln … naja…

Für den Punsch

bereite man einen kräftigen Tee aus eben jener Früchteteemischung –  der Tee muss tief dunkelrot sein! –  und füge pro Liter Tee einen Portionsbeutel (für LITER) der ebenfalls im Handel erhältlichen Gewürzmischung hinzu, die den Glühwein zum GLÜHwein macht (Achtung, es gibt Tassenportionen und Literportionen, unbedingt beachten!) und mische zum Sud den gleichen Anteil erhitzten Orangensaft (der Saft darf nicht kochen, sollte aber gut heiß sein!), manche Menschen können auf Zucker nicht verzichten … das Süßen bleibt dann diesen Menschen überlassen.

Ein wunderbar Seele und Leib wärmendes Getränk, das man unproblematisch mit der ganzen Familie vom Baby bis zur Urgroßmutter genießen kann!

Für diejenigen unter uns, die aber unter Punsch einen Trank verstehen, der  zusätzlich die Sinne verwirrt und das Hirn umnebelt,  kann ich ein wunderbares Rezept empfehlen, dabei werden alle flüssigen Zutaten zu gleichen Teilen verwandt, ob das Maß nun  Fingerhut oder Fass sei!

Ich lernte dieses herrliche Gebräu kennen nachdem wir im Oktober vor 30 Jahren von Göttingen nach Hannover gezogen und in einem Mehrfamilienhaus gelandet waren, die Betonung liegt auf  mehr Familien !!! Es war das beste, was uns damals passieren konnte, hatten doch alle 8 Familien dieser Hausgemeinschaft Kinder, davon 4 Familien – uns mitgerechnet  –  mit Kleinkindern und Säuglingen  [unser (erstes)  Kind war beim Einzug drei Wochen alt!],  die sich gegenseitig einluden, halfen, unterstützten und mit Babysitterdiensten das Leben erleichterten!

Wir wurden alle drei zum Nikolaustag eingeladen und für die „Großen“ gab es

Nikolauspunsch

Man nehme zu gleichen Teilen einen guten trockenen Rotwein, einen nicht minder guten trockenen Weißwein, Ananassaft, einen halben Anteil Orangensaft und einen Spritzer Zitronensaft, lasse alles miteinander in einem ausreichend großen Topf heiß werden (nicht kochen!) und gebe nach Geschmack Ingwer (gehackt), Zimt (in Stangenform) und Nelken hinzu (man kann auch die Beutelchen s.o. nehmen …)

Allerdings ist an dieser Stelle eine kleine WARNUNG angebracht:

Der Nikolauspunsch ist süffig-verführerisch und  kann schon bei übermäßigem Genuß halluzinatorische Effekte hervorrufen, wie sie von dem bekannten Herrn mit den „drei fff “  – ja, genau der! – berichtet werden …

Übrigens kann man den Nikolauspunsch  auch an allen anderen kühlen Winterabenden genießen … sofern man Muße und Zeit hat und am nächsten Tag zur Not auch gaaaanz lange schlafen kann … wie gesagt, Herr Pfeiffer lässt grüßen  …

Advertisements

Kommentare»

No comments yet — be the first.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: