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Immer wieder Lila … 30. Januar, 2009

Posted by Rika in israel.
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es ist mir ja schon beinahe unangenehm, mich immer wieder auf Lila zu beziehen oder sie zu zitieren …

geradewegs so, als gäbe es für mich gar keine anderen Quellen…

Mhhh, so ein bisschen stimmt das ja auch – die „news“letters from rungholt sind mir eben sehr wichtig , gleichzeitig sehr informativ und persönlich – fast schon intim – was den Blick in die israelische Gesellschaft angeht. Und damit jedenfalls für mich weitaus wesentlicher als die immer gleich lautenden Offenbarungen der Nahost-Korrespondenten und Kriegberichterstatter .   Vielleicht auch deshalb, weil ich Lila immer authentisch und als eigenständig erlebe in ihren Ansichten sowohl wie in ihren Analysen,  und bei aller Solidarität mit „ihren Leuten“, die in allen ihren Berichten zum Ausdruck kommt,  immer auch eine kritische Distanz spürbar wird, die nötig ist, um bei aller subjektiven Betroffenheit dennoch objektiv bleiben und schreiben zu können. Das kann nicht jeder!

Und außerdem hat sie eine „Superschreibe“, wenn ich das mal so salopp sagen darf, die ich einfach auch gerne lese!

Lila hat den Brief eines Soldaten eingestellt, der in Gaza gekämpft hat und sich nun mit Empathie und gleichzeitiger analytischer Sachlichkeit an die Bewohner des Hauses richtet, in dem er einige Tage während des Krieges verbracht hat…

Ich weiß von früheren Besuchen in Israel und aus Gesprächen mit Freunden dort, dass viele sich in diesem Brief in ihrer ethisch-moralischen Haltung wiederfinden werden… Statt der fürchterlichen Polemik deutscher Journalisten sollten die Zeitungen diesen Brief exemplarisch für die Gefühle und Gedanken vieler Israelis veröffentlichen …

dem „gedenken“ sollte das DENKEN folgen … 28. Januar, 2009

Posted by Rika in aktuell.
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Das Denken DARÜBER nämlich, wie und wo die Basis für den millionenfachen Mord an den Juden bis heute ungehindert fortleben kann in einer modern-aktualisierten  Form des Antisemitismus, wie wir es in den letzten Wochen mit zunehmender Irriation zur Kenntnis nehmen MÜSSEN!

Es macht doch gar keinen Sinn, Gedenkveranstaltungen zum Holocaust zu besuchen oder auszurichten, wenn mit einer selten da gewesenen und unverhohlenen Offenheit dem Antisemitismus in Deutschland und Europa das Wort geredet – zumindest aber gestattet –  wird, sei es, dass man zum Boykott israelischer Waren aufruft oder sogar zum Boykott jüdischer Geschäfte, in Schweden eine Gedenkveranstaltung absagt mit der Begründung, angesichts des Gazakonflikts sei so etwas unangemessen oder dass man den Straftaten der  „Tötet- die -Juden- Brüller“ bei den letzten „Friedensdemonstrationen“ überall in Deutschland keine Anklage oder gar Verurteilung folgen lässt – jedenfalls habe ich darüber (noch)  nicht gelesen und man in den Medien und der dort geführten  politischen Diskussion geradezu billigend in Kauf nimmt, dass mit der Verurteilung israelischer Politik (über die man durchaus diskutieren könnte) die Gleichmachung von „Israel=Juden=böse=ist zu bekämpfen“   einhergeht, OHNE DASS DIES EINE DEUTLICHE DISTANZIERUNG POLITISCHER INSTANZEN von dieser unseriösen Form des Umgangs mit Nachrichten und Kommentaren nach sich zieht.

Man lässt sie –  die neunmalklugen und politisch ach so versierten Journalisten und solche, die sich dafür halten – gewähren ohne jeden Skrupel und ohne jegliche Bedenken, noch schlimmer, man verwundert sich darüber, warum Vertreter des Zentralrates der Juden der öffentlichen Gedenkveranstaltung fern blieben und schiebt sie zu allem Überfluss in die Schmollecke, ohne auch nur die Bereitschaft erkennen zu lassen, über die Gründe für das Fernbleiben nachdenken zu wollen.

Der Antisemitismus unserer Tage ist virulenter als wir es je befürchten konnten und viel zu viele sind dafür absolut blind und taub – ich will ihnen nicht unterstellen, dass sie mit böser Absicht blind und taub sind, kann mich aber eines  Verdachts nicht erwehren!

DARUM:

Für alle, die gar nicht wissen, was „moderner“ Antisemitismus ist und wie er sich HEUTE WIEDER  gesellschaftsfähig unter dasVolk mischt, hier eine gute Zusammenfassung, die ich allen Lesern empfehlen möchte.

gedenke … 27. Januar, 2009

Posted by Rika in aktuell.
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27. Januar 1945

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Sehnsucht … 26. Januar, 2009

Posted by Rika in familie.
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Wenn der Liebste in diesen Tagen morgens  aus dem Fenster schaut, sieht seine Welt so aus

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Der Pichlerhof  in Stefansdorf in Südtirol ist schon seit Jahren unsere „Erste Adresse“ wenn es zum Skifahren in die Berge geht … kein Fünfsternehotel, aber ein Wohlfühlhaus ganz besonderer Art und der Blick aus dem Fenster Richtung Ahrntal gehört zum Wohlfühlen dazu! (hinter dem kleinen Berg gleich da vorne liegt  – etwas weiter unten im Tal – Bruneck, die wunderschöne alte Stadt im Pustertal …)

Seit Samstag ist er unterwegs mit Schwager,  Sohn und Sohnesfreundin …

Ich habe gestern ganz vergessen zu fragen, ob die Tonihütte noch steht, unsere „Erste Anlaufstelle“ für die kleine Mahlzeit zwischendurch, für Klönschnack auf dem Balkon, Kaminwurzen und Gerstelsuppe, Radler, Spaghetti , Apfelstrudel und Cappuccino …

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Der Toni hat nämlich seine Hütte verkauft,   an ihrer Stelle soll ein Skihotel errichtet werden …

Das mag ich mir gar nicht vorstellen, dann wird es vorbei sein mit der Hüttenidylle,   mit  Fernblick,  Winterzauber

und dem friedvollem Trubel auf dem Balkon, vorbei mit Tonis Schmankerln …

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Tonis Balkon verschneit und der Piz da Peres im Nebel …

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im wärmenden Sonnenschein …

Seit 35 Jahren fahren wir am Kronplatz Ski, seit etwa 25 Jahren treffen wir uns Mittags beim Toni!

Langweilig?

Nein, gar nicht!

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Am späten Nachmittag  fast im letzten Licht abfahren…

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und abends nach einer guten Mahlzeit gemütlich am Kamin entspannen … oder eine Runde Doppelkopf spielen …

Sehnsucht …

nach dem Liebsten natürlich …

Eine neue Synagoge in Hannover! 25. Januar, 2009

Posted by Rika in judentum.
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Die mit 600 Mitgliedern größte Liberale Jüdische Gemeinde Deutschlands hat in Hannover in einer ehemaligen Kirche die neue „Etz Chaim“-Synagoge eröffnet. Das umgebaute Gotteshaus wurde mit der Einbringung der Torarollen und der Ernennung von Rabbiner Gabor Lengyel seiner Bestimmung übergeben. An dem Festakt nahmen …

Es ist ein großes Ereignis für die noch junge liberale jüdische Gemeinde, aber auch für die Stadt Hannover und die ganze Region …

Das Judentum sei erneut in Deutschland angekommen, sagte der Rektor des für die Rabbinerausbildung in Deutschland zuständigen Abraham Geiger Kollegs, Prof. Walter Homolka. Die Eröffnung der Synagoge zeige, „dass auf zerstörtem Boden etwas wachsen kann“. Gemeindemitglied Ingrid Willing gedachte der in der Nazizeit getöteten Juden. „Eure Kinder und Enkel geben das weiter, wofür ihr gestorben seid“, erklärte sie.

… und  ein Zeichen der Hoffnung …     BARUCH HASCHEM

Den Bericht gibt es hier.

Beleidigte Muslime … 24. Januar, 2009

Posted by Rika in islam.
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Es ist eine zu erwartende Reaktion:

Muslime in Hannover reagieren beleidigt,  empfinden die Äußerung von Frau Käßmann zur Frage nach der Umwidmung von Kirchengebäuden in Moscheen als  „abwertend gegenüber den Muslimen“ wie die HAZ heute in der Fortsetzung des gestrigen Berichts schreibt.

Und es ist eine inzwischen allzu bekannte Reaktion, sofort die eigenen „muslimischen“ Befindlichkeiten in den VFordergrund zu stellen und die Äußerung, die die Bischöfin  im Hinblick auf die Befindlichkeiten der Christen gemacht hat, die ihre Kirche, aus welchen Gründen auch immer aufgeben müssen , nicht einmal dahingehend zu überdenken, was es für gläubige Christen bedeutet, ein Gotteshaus schließen zu müssen. Gläubige beten in Kirchen, werden getauft, gesegnet, getröstet, erfahren Gottes Nähe und Liebe  im Abendmahl und in der Predigt, erleben  Gemeinschaft der Gläubigen untereinander und in der Anbetung Gottes auch mit Gott selbst – nach der Verheißung Jesu:

„Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte!“ Matthäus 18,20

Eine Kirche ist eben kein x-beliebiges Gebäude, es bietet den Raum für die Begegnung mit GOTT.

Bevor Muslime mit dem Generalvorwurf, sie seien hier in Hannover/Deutschland eine unterdrückte, nicht  respektierte und ausgegrenzte Minderheit auf die Feststellung reagieren, dass für Christen die Umwidmung eines Kirchengebäudes in eine Moschee problematisch sei, wäre es doch angebracht gewesen einfach mal nachzufragen warum das so ist!

Welches Gottesverständnis und welches Gottesbild haben Christen und worin unterscheidet es sich von dem, was „wir“ (Christen) wahrnehmen an islamischem Gottesverständis – und kann man überhaupt darüber reden?

Über den „Gott der Christen“ wird in unserer aufgeklärten Gesellschaft in jeder nur erdenklichen Weise geredet, er wird infrage gestellt, er wird verleugnet, negiert, der Lächerlichkeit preisgegeben in öffentlichen Debatten – und oft genug diejenigen, die an ihn glauben gleich mit verhöhnt und verunglimpft. Man könnte das zu Recht beklagen als Verunglimpfung christlicher Werte, wäre es nicht  gleichzeitig ein Ausdruck unserer Religions- und Gewissensfreiheit, die aufzugeben zugunsten einer starren Religionsausübung oder einer dogmatischen Grundsatzentscheidung, die nicht nur verbindlich für die Gläubigen wäre, sondern gleichsam für alle dem christlichen Kulturkreis angehörenden Menschen,  doch nicht wirklich in Frage kommt!

Die weltumspannenden Proteste muslimischer Menschen (die selbst die Mohammed-Karikaturen niemals zu Gesicht bekamen)  gegen die karikierende Darstellung des Propheten – und es ist NUR ein Prophet, nicht Allah selbst -, die wütenden Reaktionen auf die Rede des Papstes, der Aufruhr und die Todesdrohungen gegen Islamkritiker, das alles macht doch deutlich, dass man die „Religion des Islam“, den Islam selbst nicht so zur Diskussion stellen kann, wie es (seit Jahrhunderten) mit dem Christentum möglich ist und auch geschieht.

Christen, so lesen wir in Zeitungen und sehen es in Dokumentationen, werden in den Ländern mit islamischer Staatsreligion nicht nur an der Ausübung ihrer Religion behindert, sondern nicht selten  mit dem Tode bedroht, wenn sie sich privat und in ihren Häusern zum Bibelstudium und Gebet treffen! Kirchen dürfen in diesen Ländern nicht gebaut werden, christliche Einrichtungen werden angegriffen, Kirchengebäude zerstört.

Die Türkei, in der einst die ersten frühchristlichen Gemeinden entstanden, und aus der die überwiegende Mehrheit der Muslime in Hannover stammt, geht  repressiv mit christlichen Einrichtungen um und behindert christliches Leben, trotz der staatlich zugesagten Religionsfreiheit. Und da beschweren  sich Muslime, wenn Christen Probleme damit haben, dass ihre Kirche zu einer Moschee werden soll?

Wieweit sind wir davon entfernt, gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung aufzubringen!

Muslime in Deutschland genießen alle religiösen Freiheiten, die sie zur Ausübung ihrer Religion brauchen, aber sie sind offenbar nicht in der Lage, die hier mehrheitlich lebenden Christen in ihrer religiösen Würde wahrzunehmen und zu achten, sonst käme vor der Empörung der Versuch zu verstehen und statt eines öffentlich werbewirksamen Auftritts der Dialog.

Dass sich die Politiker einmischen in den Streit, wie heute die HAZ berichtet, ist ebenfalls „normal“, müssen sie sich doch ständig als tolerante und auf Ausgleich bedachte Demokraten profilieren – und verlieren dabei nicht selten ihr Profil!

Es ist klar, dass der SPD-Mann Kirci „Brüskierung der Muslime“ schreit und es ist vielleicht dann doch nicht so überraschend, welche Meinung der CDU-Mann Töpfer in dieser Sache vertritt:

„Die Abwägung von Für und Wider hat nichts mit einer Brüskierung der Muslime zu tun“, sagt Toepffer. „Sie ist nur ein Minimum an Respekt gegenüber der von der Kirchenschließung betroffenen Gemeinde.“

Den ganzen Artikel in der HAZ gibt es hier.

Was tun mit leeren Kirchen? 23. Januar, 2009

Posted by Rika in islam.
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Es ist ja kein Geheimnis, dass den Kirchen – besonders der Evangelischen Kirche – in Deutschland die Gläubigen weglaufen, wobei man wohl richtiger sagen muss, dass es nicht die „Gläubigen“ sind, die die Kirchen verlassen, sondern die Leute, die irgendwann als Kind getauft und so in die Reihen der „Gläubigen“ aufgenommen wurden, selbst aber weder mit Gott, noch mit Glaube und schon gar nicht mit Kirche etwas am Hut haben und deshalb auch – groß und erwachsen geworden – auf das Zahlen der Kirchensteuer verzichten wollen und ihren Austritt erklären.

Die „Kirche“ schrumpft, nur noch wenige Menschen finden sich zum Gottesdienst ein, das Gemeindeleben kommt nahezu zum Erliegen, die finanziellen Belastungen können nicht mehr getragen werden und man macht aus der Not eine Tugend und schließt benachbarte Kirchengemeinden zu einer neuen Gemeinde zusammen.  Damit stellt sich unweigerlich die Frage, was nun mit dem leerstehenden und nicht mehr benötigten Gebäude zu tun sei.

In Hannover hat es in den vergangenen Jahren mehrere solcher „Fusionen“ gegeben – und seither stehen Kirchengebäude leer oder wurden einem neuen Zweck zugeführt.

Idealer Weise wird aus einer Kirche ein neues  „sakrales“  Zentrum.

So geschehen beispielsweise mit der Kirche, also dem Gebäude,  in Hannover Leinhausen, die / das  von der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover aufgekauft und umfangreich umgebaut wurde.

An diesem Wochenende (Sonntag) wird das neue Gemeindezentrum der Liberalen Jüdischen Gemeinde seiner Bestimmung übergeben.

Die Umwandlung einer evangelischen Kirche in ein jüdisches Gemeindzentrum fand in Hannover großen Zuspruch.

Heute nun steht in der Zeitung unter der Überschrift  „Muslime verärgert über Bischöfin Margot Käßmann„,  dass die Nutzung einer ehemaligen Kirche als Moschee von Frau Käßmann ziemlich kategorisch abgelehnt wird. Begreiflicherweise stößt das bei den Muslimen in Hannover laut des Zeitungsberichtes auf Unverständnis.  „Die Äußerungen stellten eine ‚Brüskierung der Muslime n Deutschland dar‘, sagt Avni Altiner, Vorsitzender der hannoverschen Moscheegemeinde Jama’at un-Nur.'“ so die HAZ.

Käßmann hatte am Dienstag auf einem Architekturforum in Hannover gesagt, man könne mit Kirchen nicht alles machen. Unter Umständen könne es besser sein, sie verfallen zu lassen oder abzureißen, als sie für eine „imageschädigende“ Nachnutzung zu verkaufen. Als Beispiele für unakzeptable Nachnutzungen hatte sie die Umgestaltung von Gotteshäusern zu Restaurants oder Diskotheken genannt. Auch eine Umnutzung als Moschee schloss sie aus. Als positives Beispiel hob sie dagegen die Umwidmung einer Kirche zu einer Synagoge hervor, wie es mit der Gustav-Adolf-Kirche in Leinhausen geschehen ist.

Auf den ersten Blick mutet dieses „Zweierlei-Maß“  unverständlich an und die Verägerung der Muslime erscheint verständlich. Beim zweiten Blick, der aber dem Leser wohlweißlich vorenthalten wird, gibt es durchaus Gründe die dagegen sprechen, eine Kirche in eine Moschee umzuwidmen. Die liegen im islamischen Selbstverständis, sind aber unter Umständen nicht geeignet,  offen verhandelt zu werden.  Bedeutet doch jede Moschee ein Zeichen der Errichtung eines „islamischen Hoheitsgebietes“ – bezogen auf die religiöse Dimension.  Das klar zu benennen ist jedoch nicht opportun und so belässt es Frau Käßmann bei der Feststellung:

Sie sei nicht grundsätzlich gegen eine Umwidmung zur Moschee, sagte die Bischöfin der HAZ. Allerdings sei es die Position der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), eine Kirche eher verfallen zu lassen als sie einer Nutzung zuzuführen, die mit den religiösen Gefühlen der Gemeinde unverträglich sei. Durch eine Umwidmung in eine Moschee könne genau das aber geschehen – gerade bei Menschen, die in der Kirche geheiratet hätten oder deren Kinder dort getauft worden seien. „Wenn eine Kirchengemeinde sagt, sie sei überzeugt, dass eine Nutzung als Moschee in tiefstem Frieden geschehen kann, bin ich einverstanden“, sagte Käßmann. „Im Moment sehe ich aber nicht, dass das möglich ist.“

Die Frage, ob eine Kirche als Moschee weitergenutzt werden kann, wird in Deutschland nicht generell verneint, es gibt auch einflussreiche Stimmen, die sich für die Nutzung einer Kirche als Moschee aussprechen, wie der HAZ-Artikel weiter ausführt.

Die Präsidentin des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentages, Karin von Welck, hält jeden Abriss einer Kirche für ‚ „eine Kapitulation unserer christlichen Gesellschaft“‚.

Ich denke aber, die  Kapitulation unserer christlichen Gesellschaft ist längst in vollem Gange und hat viel weniger mit dem Abriss von Kirchen zu tun, als vielmehr mit dem Verlust an geistlicher Kraft, Spiritualität, „christlich gelebtem Alltag“ und Glauben.

Diese fortschreitende Kapitulation spüren alle, die sich mit Christsein heute aktiv auseinandersetzen –  und da hilft es auch wenig auf die vielen neu entstehenden freien christlichen Gemeinden hinzuweisen. Die führen im Bewusstsein der Öffentlichkeit doch nur ein absolutes Nischendasein und werden allenfalss von denjenigen wahrgenommen, die sich ohnehin für „Gott und SEINE  Welt“ interessieren.

Ich denke, es ist besser eine Kirche verfallen zu lassen als Mahnung ihres Niedergangs, als sie in  eine Moschee zu verwandeln als Zeichen des Triumphes des Islam über das Christentum.

Das mag provokant klingen – es ist auch so gemeint!

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siehe dazu Seite 68 f  der Handreichung der EKD


Davon konnte man ausgehen … 22. Januar, 2009

Posted by Rika in aktuell, israel.
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und musste man ausgehen, dass diese Sendung bis an die Grenze des Erträglichen gehen würde… und wie sich dann zeigte sogar weit darüber hinaus.

Schon die Ankündigung des Unternehmens hatte mir heftiges Bauchgrimmen verursacht:  Da gab es einerseits diesen bewusst provokanten „Arbeitstitel“ für die Diskussionsrunde  – „Blutige Trümmer in Gaza – wie weit geht unsere Solidarität mit Israel?“

So reißerisch gefragt hatte ich  sehr spontan beim ersten Sehen des Trailers geantwortet : Die ist bei dem doch nicht vorhanden!

Wer von blutigen Trümmern redet und die passenden Bilder dazu zeigt, erzeugt unwillkürlich eine Gegenstimmung zum Krieg. Und wären wir nicht alle Monster, wenn sich nicht ein Gefühl des Mitleids mit den Leidenden und des Abscheus vor den Schrecken des Krieges bei den entsprechenden Bildern  nahezu reflexhaft einstellte.? Mit dieser Titelwahl ist doch längst eine Entscheidung vorprogrammiert, da laufen doch so viele unbewusste Prozesse ab, die das vermeintlich vernünftige Abwägen, das Nachdenken und das Beurteilen einer Situation beeinflussen, ohne dass es dem unvoreingenommenen Zuschauer bewusst wird.

Mit diesem Titel ist doch schon das Urteil gesprochen, steht die Verurteilung Israels fest.  Angesichts dieses Arbeitstitel kann doch kein Mensch mehr eine sachliche und der aufklärenden Erarbeitung dienende Diskussion erwarten!

Der zweite Grund für mein Bauchgrimmen waren die angekündigten Diskussionsteilnehmer. Ich will mich jetzt nicht zu den einzelnen Personen äußern, obgleich ich schon große Lust dazu hätte, etwas über unser aller Nobby, Opelaner ehedem mit Sitzt im Bundestag zu sagen, der vermutlich diese wahrhaft wichtigen und wesentlichen Diskussionen braucht wie der Fisch das Wasser und sicher nicht seine Pension mit zahlreichen Gastauftritten aufbessern muss … ja, seine Rente…! nein, das verkneife ich mir.

Mit dieser Runde kann es nur schaurig werden, war mein zweiter Gedanke.

Nein, hatte ich mir vorgenommen, das mute ich mir nicht zu. Außerdem hatte ich einen Termin in einer ehrenamtlich tätigen Arbeitsgruppe…

Die Diskussion lief noch als ich nach Hause kam, heftig, aggressiv, hart und nicht fair,  wie erwartet. Unerträglich!

Die Sauna war heiß. Die habe ich den Darbietungen unsäglicher Islamwissenschaftler,  fürchterlicher Geschichtskenner und Experten in Schuldzuweisungen der besonderen Art vorgezogen.

Heute habe ich mir die Sendung via Internet zugemutet – nachdem ich kurz bei L & L vorbeigeschaut hatte …

Meine dunklen Vorahnungen sind mehr als bestätigt … und werden eher noch vertieft durch diese Aufbereitung !

„Mutig“  sei der Mann meint Reinhard Mohr und mit dem Mann meint er Herrn Plasberg der hart und fair diskutieren lässt … Was ist eigentlich so mutig, so hart, so fair  daran, blankem Antisemitismus eine Bühne zu bieten, wie das lange nicht geschah?

Man könnte, meint Liza Woody Allen zitierend, den Baseballschläger bevorzugen …

man könnte auch  ganz einfach kotzen!

Oder es dann doch   so trefflich kommentierend formulieren …

ich bin ganz einfach zu dumm … 21. Januar, 2009

Posted by Rika in islam, israel.
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… zu dumm nämlich oder zu naiv, zu unpolitisch oder zu wenig politisch gebildet, um die Festlegung nachvollziehen  zu können, die in  Zeit-online zu lesen ist.  Da hat jemand die Ahnung, die mir so vollkommen abgeht:

Die Palästinenser werden absehbar keinen eigenen Staat bekommen – und der Nahe Osten damit keinen Frieden. Das ist einer der bitteren Schlüsse aus dem Gaza-Krieg

Woher weiß man das so genau?

Gaza wurde „von der  israelischen Armee verwüstet“  und das Westjordanland wird samt den dort lebenden Palästinensern „eingemauert“.     So wird kein Staat.     Kann nicht werden!,  meint Herr Ladurner.  Und er meint auch, dass die Europäer ein gerüttelt Maß Anteil an dem Keinstaat haben, weil   „wir“  nicht genügend dafür gesorgt haben, dass die  „frei gewählte Regierung“  des Keinstaates  –  seit wann haben Keinstaaten eine Regierung oder wozu braucht man eine Regierung, wenn man keinen Staat hat? -,    also, wir haben dafür gesorgt, dass die Regierung des Keinstaates nicht von Israel anerkannt wurde, weil wir einfach nicht genug Druck auf Israel ausgeübt haben. Denn die Israelis haben einfach den Gazastreifen-Keinstaat abgeriegelt, Grenzen dicht, nichts geht mehr!

Deshalb hat dann die Regierung des Keinstaates  Gazastreifen auch Raketen auf den Staat Israel geschossen – und da durfte die Europa-EU vermutlich gar nichts gegen sagen, nehme ich mal an, weil, sie hat ja auch fast gar nichts dagegen gesagt. Wenn ein Keinstaat einen Staat mit Raketen beschießt, jahrelang und fast jeden Tag, dann geht das andere Staaten gar nichts an, jedenfalls habe ich so den Eindruck. Wenn ein Staat, der von einem Keinstaat jahrelang mit Raketen beschossen wird, aber den Keinstaat nach einer entsprechenden Ankündigung seinerseits mit Raketen angreift, ist das schlimm. Ganz schlimm. Und da MUSS die Europa-EU natürlich reagieren und schickt alle wichtigen Leute zu Krisengesprächen. Und da muss man dem (israelischen) Angreifer sagen, dass er das nicht darf, das Angreifen!

Also bis hierher habe ich das ja noch so halbwegs verstanden.

Ich wundere mich aber ein bisschen darüber, dass der Keinstaat-Gazastreifen nicht auch den Staat Ägypten angegriffen hat mit den Raketen. Ich habe nämlich gelesen, dass die Ägypter eine ziemlich hohe und dichte Mauer gebaut haben und auch „Grenze zu und nichts geht mehr“  praktizieren. Weshalb den Leuten im Keinstaat-Gaza ja nichts anderes übrig blieb, als die Tunnel zu graben, die in Ägypten ankommen. Ganz heimlich, natürlich! Das konnte die Regierung von Ägypten nämlich nicht wissen, sonst hätte sie das ja mit mit der“Grenze dicht“ und so gar nicht erst machen müssen oder sie hätte die Tunnelleute bitten müssen, die Tunnel auch dicht zu machen. Hat sie aber nicht!

Die Tunnelleute in Ägypten und die Tunnelleute im Keinstaat-Gaza haben ganz schöne Geschäfte gemacht, steuerfrei natürlich. Vermutlich wurde auch kein Zoll oder so bezahlt – geht ja auch gar nicht bei Keinstaat, der hat ja keinenZoll, oder?

Also ich bin schon ziemlich verwundert.

Ich habe auch gehört, dass die Tunnelleute Waffen und Munition durch die Tunnel von Ägypten in den Keinstaat-Gaza gebracht haben und das die Regierung in Gaza, die Hamas, in den Krankenhäusern und Moscheen prima gut getarnte Waffenlager eingerichtet hat. Es ist Staaten nämlich verboten, im Kriegsfall auf die Krankenhäuser zu schießen, hab ich auch gelesen, und deshalb wären sie bei einem Angriff  durch israelische Feinde natürlich sehr sicher! Und das verstehe ich auch ganz gut.

Aber ein Keinstaat darf sicher seine militärischen Einrichtungen in Schulen und Krankenhäusern unterbringen. Ist ja logisch, weil ein Keinstaat ja keine Bundeswehr hat, z.B. oder wie die ihre Armee nennen würden. Und da haben sie natürlich auch keine militärischen Anlagen, Kasernen oder so,  und MÜSSEN doch ihre Waffen irgendwo lagern, nicht wahr? Vermutlich müssen sie das auch ganz heimlich tun, damit die Europa-EU nicht merkt, dass von den vielen Fördergeldern Waffen und Munition gekauft wird, wo doch eigentlich Schulbücher und so davon finanziert werden sollten!

Nun ja, Schulen, Krankenhäuser und Moscheen sind als Versteck für die Waffen sehr geeignet, weil ja kein Mensch vermuten würde, dass die Kinder, die Kranken und die Betenden Waffen verstecken. Ich meine, Kinder und Kranke würden das sowieso wohl nicht tun, bei den Betenden bin ich mir da nicht so sicher, weil die in ihrer Religion dort im Keinstaat Gaza immer vom „Heiligen Krieg“ was erzählen. Für Kriege braucht man aber Waffen, deshalb ist das vermutlich auch ganz in Ordnung, dass die Waffen in Moscheen eingelagert werden. Da hat man sie dann halt schnell zur Hand.

Was ich aber nun wirklichnicht verstehe ist, wieso ein Keinstaat, der sich wie ein Staat verhält, nicht einfach sagen kann:

ICH BIN DER STAAT!

Nun gut, er wär vermutlich ein bisschen klein, dieser Staat, aber Liechtenstein ist doch auch nicht sehr groß und doch wissen alle Nachbarn des Staates, dass das ein Staat ist und erkennen ihn auch an.

Wenn nun die frei gewählte Regierung des Keinstaat einfach sagen würde,  WIR SIND DER STAAT DER PALÄSTINENSER IN GAZA, würde sich doch eigentlich gar nichts ändern, außer dass die Tunnelbauer vielleicht ihre Tunnel schließen müssten, weil die Grenze zu Ägypten dann offiziell für den Handel geöffnet würde …

Das mit der Steuerfreiheit der Tunnelbauer wär dann natürlich vorbei.

Vermutlich wollen die deshalb keinen Staat.

Obwohl der kluge Herr Ladurner durchblicken lässt, dass Israel ganz allein Schuld ist, dass das immer noch kein Staat ist – und die Europa-Eu natürlich, weil die Israel …

Ich bin einfach zu dumm, um das zu verstehen!

Inside Hamas  – eine Regierung arbeitet …

sonntags am meer … 20. Januar, 2009

Posted by Rika in vermischtes.
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…   am steinhuder meer

bei freunden eingeladen zum mittagessen und meerspaziergang, kaffeetrinken und kartenspiel …

es war noch eis auf dem meer, eine dicke schicht auf der schon in pfützen das wasser stand …

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… und trotz der wolken ein faszinierendes licht über der landschaft

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… diffus und klar zugleich

irritierend schön …

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in hessen wird gewählt an diesem tag – ein desaster sagen die einen, ein großer sieg jubeln die anderen … abends wenn das ergebnis klar ist … man hat es sich denken können … von glaubwürdigkeit wird geredet … von konstanz … von verantwortung, die man deutlicher übernehmen will, auch in berlin … sollen sie reden, die kochs und westerwelles, die münteferings …  frau roth … und auch die linken – wie war noch gleich der name …?

sie werden uns alle ein x für ein u vorzumachen versuchen …   wie aus dem y ein tsg – so heißt in meinem dorf der örtliche sportverein … ich bin nicht mehr 21 – in dem alter durfte ich in hessen zum ersten mal wählen … damals hieß der koch alfred dregger …  damals hatte der koch keine chance.

heute wird primus vereidigt – die zeremonie hat gerade begonnen …

und in amerika ein neuer präsident:   yes, we can

ken!