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Davon konnte man ausgehen … 22. Januar, 2009

Posted by Rika in aktuell, israel.
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und musste man ausgehen, dass diese Sendung bis an die Grenze des Erträglichen gehen würde… und wie sich dann zeigte sogar weit darüber hinaus.

Schon die Ankündigung des Unternehmens hatte mir heftiges Bauchgrimmen verursacht:  Da gab es einerseits diesen bewusst provokanten „Arbeitstitel“ für die Diskussionsrunde  – „Blutige Trümmer in Gaza – wie weit geht unsere Solidarität mit Israel?“

So reißerisch gefragt hatte ich  sehr spontan beim ersten Sehen des Trailers geantwortet : Die ist bei dem doch nicht vorhanden!

Wer von blutigen Trümmern redet und die passenden Bilder dazu zeigt, erzeugt unwillkürlich eine Gegenstimmung zum Krieg. Und wären wir nicht alle Monster, wenn sich nicht ein Gefühl des Mitleids mit den Leidenden und des Abscheus vor den Schrecken des Krieges bei den entsprechenden Bildern  nahezu reflexhaft einstellte.? Mit dieser Titelwahl ist doch längst eine Entscheidung vorprogrammiert, da laufen doch so viele unbewusste Prozesse ab, die das vermeintlich vernünftige Abwägen, das Nachdenken und das Beurteilen einer Situation beeinflussen, ohne dass es dem unvoreingenommenen Zuschauer bewusst wird.

Mit diesem Titel ist doch schon das Urteil gesprochen, steht die Verurteilung Israels fest.  Angesichts dieses Arbeitstitel kann doch kein Mensch mehr eine sachliche und der aufklärenden Erarbeitung dienende Diskussion erwarten!

Der zweite Grund für mein Bauchgrimmen waren die angekündigten Diskussionsteilnehmer. Ich will mich jetzt nicht zu den einzelnen Personen äußern, obgleich ich schon große Lust dazu hätte, etwas über unser aller Nobby, Opelaner ehedem mit Sitzt im Bundestag zu sagen, der vermutlich diese wahrhaft wichtigen und wesentlichen Diskussionen braucht wie der Fisch das Wasser und sicher nicht seine Pension mit zahlreichen Gastauftritten aufbessern muss … ja, seine Rente…! nein, das verkneife ich mir.

Mit dieser Runde kann es nur schaurig werden, war mein zweiter Gedanke.

Nein, hatte ich mir vorgenommen, das mute ich mir nicht zu. Außerdem hatte ich einen Termin in einer ehrenamtlich tätigen Arbeitsgruppe…

Die Diskussion lief noch als ich nach Hause kam, heftig, aggressiv, hart und nicht fair,  wie erwartet. Unerträglich!

Die Sauna war heiß. Die habe ich den Darbietungen unsäglicher Islamwissenschaftler,  fürchterlicher Geschichtskenner und Experten in Schuldzuweisungen der besonderen Art vorgezogen.

Heute habe ich mir die Sendung via Internet zugemutet – nachdem ich kurz bei L & L vorbeigeschaut hatte …

Meine dunklen Vorahnungen sind mehr als bestätigt … und werden eher noch vertieft durch diese Aufbereitung !

„Mutig“  sei der Mann meint Reinhard Mohr und mit dem Mann meint er Herrn Plasberg der hart und fair diskutieren lässt … Was ist eigentlich so mutig, so hart, so fair  daran, blankem Antisemitismus eine Bühne zu bieten, wie das lange nicht geschah?

Man könnte, meint Liza Woody Allen zitierend, den Baseballschläger bevorzugen …

man könnte auch  ganz einfach kotzen!

Oder es dann doch   so trefflich kommentierend formulieren …

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