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dem „gedenken“ sollte das DENKEN folgen … 28. Januar, 2009

Posted by Rika in aktuell.
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Das Denken DARÜBER nämlich, wie und wo die Basis für den millionenfachen Mord an den Juden bis heute ungehindert fortleben kann in einer modern-aktualisierten  Form des Antisemitismus, wie wir es in den letzten Wochen mit zunehmender Irriation zur Kenntnis nehmen MÜSSEN!

Es macht doch gar keinen Sinn, Gedenkveranstaltungen zum Holocaust zu besuchen oder auszurichten, wenn mit einer selten da gewesenen und unverhohlenen Offenheit dem Antisemitismus in Deutschland und Europa das Wort geredet – zumindest aber gestattet –  wird, sei es, dass man zum Boykott israelischer Waren aufruft oder sogar zum Boykott jüdischer Geschäfte, in Schweden eine Gedenkveranstaltung absagt mit der Begründung, angesichts des Gazakonflikts sei so etwas unangemessen oder dass man den Straftaten der  „Tötet- die -Juden- Brüller“ bei den letzten „Friedensdemonstrationen“ überall in Deutschland keine Anklage oder gar Verurteilung folgen lässt – jedenfalls habe ich darüber (noch)  nicht gelesen und man in den Medien und der dort geführten  politischen Diskussion geradezu billigend in Kauf nimmt, dass mit der Verurteilung israelischer Politik (über die man durchaus diskutieren könnte) die Gleichmachung von „Israel=Juden=böse=ist zu bekämpfen“   einhergeht, OHNE DASS DIES EINE DEUTLICHE DISTANZIERUNG POLITISCHER INSTANZEN von dieser unseriösen Form des Umgangs mit Nachrichten und Kommentaren nach sich zieht.

Man lässt sie –  die neunmalklugen und politisch ach so versierten Journalisten und solche, die sich dafür halten – gewähren ohne jeden Skrupel und ohne jegliche Bedenken, noch schlimmer, man verwundert sich darüber, warum Vertreter des Zentralrates der Juden der öffentlichen Gedenkveranstaltung fern blieben und schiebt sie zu allem Überfluss in die Schmollecke, ohne auch nur die Bereitschaft erkennen zu lassen, über die Gründe für das Fernbleiben nachdenken zu wollen.

Der Antisemitismus unserer Tage ist virulenter als wir es je befürchten konnten und viel zu viele sind dafür absolut blind und taub – ich will ihnen nicht unterstellen, dass sie mit böser Absicht blind und taub sind, kann mich aber eines  Verdachts nicht erwehren!

DARUM:

Für alle, die gar nicht wissen, was „moderner“ Antisemitismus ist und wie er sich HEUTE WIEDER  gesellschaftsfähig unter dasVolk mischt, hier eine gute Zusammenfassung, die ich allen Lesern empfehlen möchte.

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Kommentare»

1. anonyma - 28. Januar, 2009
2. Rika - 29. Januar, 2009

Dieser beim grenzgaenger gefundene Beitrag passt doch hervorragend!
http://grenzgaenge.wordpress.com/2009/01/27/henryk-broder-zum-27-januar/

Danke Dir dafür, grenzgaenger!

3. curioustraveller - 29. Januar, 2009

Ach ja, Broder ist immer lesenswert, auch wenn man nicht die Gesamtheit seiner Ansichten teilt… Sehr empfehlenswert auch das Buch: „Hurra, wir kapitulieren – von der Lust am Einknicken“. Habe schon lange nicht mehr so beim ersten Lesen gelacht und beim zweiten Lesen nachgedacht…

4. Ein letzter Text zum 27. Januar « grenzgaenge - 29. Januar, 2009

[…] Text zum 27. Januar 29 Januar 2009 at 21:09 | In Fremde Federn | danke an rika fuer diesen post. ich kann dem inhalt nur voll und ganz zustimmen und bin froh darueber das die diskussion ueber den […]


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