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grau in grau … 27. Februar, 2009

Posted by Rika in vermischtes.
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ist es heute schon beinahe den ganzen tag.

es nieselt … und an den zweigen der eberesche, draußen vor meinem fenster, hängen dicke wassertropfen, die sich nach einer weile lösen und langsam wie in zeitlupe zur erde fallen …

das eis auf dem kleinen teich im garten ist endlich geschmolzen und ein einsames schneeglöckchen reckt sich in den trüben tag … hatte ich im herbst nicht ganz viele schneeglöckchenzwiebeln verbuddelt …?

und war es das jetzt…

hier …

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und dort …

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… mit eis und schnee?

ich hätte nichts dagegen …

aus der zeit gefallen … 21. Februar, 2009

Posted by Rika in familie.
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… für tage

„HERR, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden…“ Psalm 90,12

dem sterben begegnen –  nicht dem eigenen

das ruhige und langsame abschiednehmen begleiten –  es dauert noch an

in GOTT geborgen

leben und sterben in SEINER  gegenwart

glaubende   gewissheit  zu IHM zu gehen

in die Herrlichkeit und Ewigkeit GOTTES

und alles tritt dahinter zurück.

Was haben die „Satanischen Verse“ mit dem Papst zu tun…? 15. Februar, 2009

Posted by Rika in islam.
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„Nichts bis wenig“ könnte man als interessierter und aufgeklärter Mitteleuropäer auf diese Frage antworten.

Die „Satanischen Verse“, genauer gesagt der Autor des Romans, Salman Rushdie,  wurden vor 20 Jahren mit einem Bann einer islamischen Autorität belegt, nein, eigentlich mit DEM  Bann DER islamischen Autorität, der Fatwa des Mullah Khomeini nämlich, der das Kunststück fertig brachte, den Schah von Persien zu stürzen und einen islamischen Gottesstaat zu errichten …  ist eine Weile her, ich weiß …

Seit Mullah Khomeini sein Pariser Exil verließ, um im  Iran nach dem Rechten zu sehen und dafür zu sorgen, dass dem Islam (im Iran, doch wie sich schnell zeigte, nicht nur dort!) in ausreichendem Maße Genüge getan wird, stehen die aufgeklärten Gesellschaften des christlichen Abendlandes und ihre Trabanten vor einem unlösbaren Konflikt Rätsel:

„Dürfen wir oder dürfen wir nicht?

Dürfen wir in unserem christlichen Abendland – mit zugegebener Maßen großer jüdischer Tradition – tun und lassen was wir wollen oder dürfen wir nicht?

Respektive dürfen Muslime frei und ohne Selbstbeschränkung im christlichen Abendland erfundene oder tatsächliche Geschichten erzählen, die die moralisch-ethischen Aspekte muslimischen Lebens berühren und dabei islamische Traditionen unter Umständen in zwielichtige Betrachtungen bringen KÖNNTEN  oder dürfen sie nicht?

Muslime dürfen NICHT!  Das ist mittlerweile klar belegt, Zuwiderhandlungen werden mit einer Todesfatwa belegt, wie der Fall Salman Rushdie recht eindrucksvoll belegt!

Dürfen wir (aufgeklärten und christlich-jüdisch  sozialisierten Europäer)  Muslime darin unterstützen, ihre Erzählungen zu veröffentlichen, die die moralisch-ethischen Aspekte muslimischen Lebens berühren und dabei islamische Traditionen unter Umständen in zwielichtige Betrachtungen bringen KÖNNTEN?

Dürfen wir NICHT!

GAR NICHT!

Weil, das bringt auf der Stelle alle muslimische Bürger unseres schönen Europa in einen nicht zu bewältigenden Loyalitätskonflikt – siehe Fatwah -, der die Grenzen der zumutbaren Tolerans für die muslimischen Mitbürger  sprengen KÖNNTE,  dadurch zu  chaotischen Zuständen in den großen europäischen  Städten führen KÖNNTE und damit Instabillität  verursachen KÖNNTE   … und wer möchte das riskieren, stellen  doch beispielsweise  schon so simple Fragen wie gemeinsamer Sportunterricht für Jungen und Mädchen in „Migrationsklassen“ ein riesiges Porblem dar … und das ist doch nun wirklich vergleichsweise harmlos!

Seit Herr Khomeini persönlich die Belange des Islam in Persien – sprich  IRAN –  überwacht hat und seine Anhänger und Nachfolger im Amt des obersten Wächters nach seinem Ableben diese ehrenwerte Aufgabe übernommen und weitergeführt haben, stehen alle ordentlichen Muslime  in der Pflicht, dem Islam weltweit Geltung zu verschaffen und für dessen ordnungsgemäße Umsetzung in allen Belangen des täglichen Lebens zu sorgen. Für die Muslime Europas gilt dies in besonderem Maße, vermutlich, weil Herr Khomeini eine Zeit seines Lebens in Europa verbrachte ….  es kann aber auch mit der glorreichen Vergangenheit im  „Goldenen Zeitalter“ zu tun haben, als Muslime sich via Spanien anschickten,  das christliche Abendland – mit zugegebener Maßen großer jüdischer Tradition – für den Propheten zu gewinnen …

Das christliche Abendland hingegen hat inzwischen gelernt, die christlichen Autoritäten – gleich welcher  Richtung – auf den Prüfstand zu stellen  und zu hinterfragen, ob ein U tatsächlich ein U und nicht etwa ein X sei und Gott das Maß aller Dinge und der Papst unfehlbar!

Päpste erwiesen sich im Lalufe der vielen Jahre seither als Kritik würdig, ja, sogar als Kritik bedürftig, Gott selbst schien nicht unfehlbar und die Religionen  hatten seit den schrecklichen Kriegen im 20. Jahrhundert  als „Angstmacher“ ohnehin ausgedient.

Der Papst in Rom war das geistige Oberhaupt vieler Katholiken und ansonsten ein netter Mann, der alljährlich seinen Segen „Urbi et Orbi“ spendete und den man mit seinen Ansichten zu Schwangerschaftsverhütung, Abtreibung und Homosexualität ohnehin nicht so ganz ernst nahm, wenngleich seine Ansichten schon Ärgernis bedeuteten … und manche Katholiken sich mit dem Gedanken des Kirchenaustritts trugen …  bei den Evangelen war und ist das sowieso noch ein bisschen anders seit Luther und seinen Thesen …  und die feinen Unterschiede in den drei monotheistischen Religionen wurden nicht explizit hervor gehoben oder gar betont … was den  Mullahs genauso recht war wie dem Papst und den vielen evangelischen Denominationen sowieso und auch von den Juden nicht weiter beachtet wurde …

Der Neue in Rom aber war anders. Seine Regensburger Rede machte deutlich, dass er die feinen Unterschiede sehr wohl registrierte … und die Mullahs merkten auf …

Das katholische Profil zu schärfen war das eine Anliegen,  Christus zu verkündigen das andere, wenngleich er das beinahe subversiv betrieb …

Die „SatanischenVerse“ hatten die Grenze der islamischen Toleranz deutlich gemacht – die Mohammed-Karikaturen taten ein Übriges – und die gesamte europäische Öffentlichkeit kuschte vor dieser Grenze.  In der erregten Debatte um die Regensburger Rede wurde öffentliche Rücksichtnahme auf die Gefühle der Muslime eingefordert, aber kaum eine große theologische Kapazität im alten Europa war bereit, sich inhaltlich mit den Aussagen auseienander zu setzen und zu einer  großen öffentlichen Disputatuion zu bitten!  Es scheint mir ein ähnliches Verhalten zu sein wie bei denSatanischen Versen oder den Mohammed-Karikaturen:  kaum ein Verlag war bereit, Buch und / oder Karikaturen zu drucken, die starke  Solidarität mit den Verfemten in Form einer TATkräftigen Unterstützung blieb aus. Lediglich ein lautes Lamento ob man dürfe oder nicht nürfe wurde veranstaltet in den Medien der Zeit!  Die Toleranzschwelle muslimischer Interessenverbände sank damit weiter und nähert sich bedrohlich gegen NULL.

Der „Neue“ im Vatikan jedoch  wurde zum Ventil für nahezu alle religiös geprägten Widerständler. Jegliche  (durchaus berechtigte) Kritik an religiösen Systemen entlud sich an dem „deutschen Papst“ in Rom, seine Fehler wurden öffentlich diskutiert und kritisiert.

Nahezu Lehrbuch mäßig wird der Papst zur öffentlichen Projektionsfläche für fast alle Formen der Kritik an religiösem Leben …

Doch kaum einer der „Papst-und-Kirche-Kritiker“   käme auch nur im Traum auf den Gedanken, in ähnlicher Form islamische Würdenträger und islamisch-religiöse Standpunkte an den Pranger der öffentlichen Kritik zu stellen…  Nicht einmal der „Spiegel“ ansonsten kein Kind von Traurigkeit und erst recht nicht zimperlich im Umgang mit den Größen des öffentlichen Lebens hatte es gewagt, die Karrikaturen nachzudrucken oder  heftig und kritisch Stellung zu nehmen gegen muslimische Traditionen, wie etwa das Verheiraten kleiner Mädchen mit alten Tattergreisen!

Mir  fallen mir auf Anhieb zig Aspekte ein, die ich gerne so öffentllich hinterfragt sehen würde, angefangen bei der Rolle der Frau (wie hacken sie alle auf der kath. Kirche und ihrer „Frauenfeindlichkeit“ herum), dem Ausschalten der eigenen kritischen Vernunft, dem schari’ischen Rechtssystem, der Ungleichbehandlung von Muslimen und Christen in islamisch orientierten Ländern,  Zwangsverheiratung und Heiratsalter, Selbstmordattentaten als Weg ins Paradies  und … und … und…

Ich behaupte völlig ungeschützt und durch keinerlei wissenschaftliche Recherche gestützt, dass wir Europäer  den Islam und seine Vertreter in der öffentlichen Diskussion „mit Toleranz schützen“, weil wir es uns Dank der Aufklärung leisten können den „Papst“  (als Symbol für jedwede und  archaisch geprägte religiöse Autorität) und mit ihm das Christentum in Grund und Boden zu verdammen, ohne Befürchtungen für jenseitige oder gegenwärtige Sanktionen hegen zu müssen.

Wir verkennen aber den Fehler der uns bei dem „ehrenwerten“ Vorgehen unterläuft,  den Islam und seine öffentlichen Vertreter mit unserer mittlerweile erarbeiteten Toleranz zu  „schützen“ und damit zu stärken,  dass nämlich  ein Islam „ohne Aufklärung“ ein absolutes, allumfassendes  und totalitäres System mit   mehr oder weniger großen religiösen Anteilen ist, das uns in unseren Freiheiten des Denkens, des religiösen Lebens und des politischen Handelns  beschneiden und beschränken wird…. Man sehe sich nur die Liste der Fatwas an um schnell fest stellen zu können, wie sehr islamisch-religiöse Vorschriften das ganze Leben bestimmen … sogar solche Fragen wie die, ob ein Moslem Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften zu deren Festen beglückwünschen darf …

Die Fatwa gegen die  „Satanischen Verse“ waren ja nur der Anfang …

der – die – das … wieso – weshalb – warum … 14. Februar, 2009

Posted by Rika in vermischtes.
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durch das vorstellen des neuen blog aus lissabon bin ich so ein wenig ins grübeln gekommen, ob  ich dabei  das richtige genus gewählt habe:

„der“ blog oder „das“ blog ???

und zum ersten mal in meiner blogger-zeit habe ich nachgeschaut mit hilfe der freundlich bunten suchmaschine – und siehe da, laut duden sind beide formen erlaubt.

wobei ich feststellen musste, dass sich eingefleischte „das-blog-verfechter“ vor entsetzen schütteln, wenn jemand wie ich „der blog“ sagt und schreibt und sogar ernsthafte überlegungen darüber anstellen, wegen der duden-duldung der „der-blog-blogger“ sogar ganz auf das bloggen zu verzichten.

so verbissen will ich nicht an die sache heran gehen.

natürlich, wenn man blog von log-buch ableitet, MUSS man das blog sagen. ich käme nie auf die idee, „der buch“ zu schreiben, weder in kombination mit taschen noch mit log.

andererseits bin ich ein ohrenmensch, und so logisch die ableitung für „das“ blog auch immer sein mag, blog klingt einfach nach block und ein block ist natürlich ein „der block“.  darum spricht rein auditiv viel für „der blog“, es klingt vertraut und „richtig“.

einzig wenn ich den begriff samt artikel  so ruhigen auges betrachte, taucht vor meinem inneren auge das log auf, dieses ding, mit dem die seefahrer die geschwindigkeit eines schiffes ermitteln … und da geht „der“ log ja nun gar nicht.

also wie nun, der oder das und wieso, weshalb warum ???

ich finde für mich einen kompromiss – wenn ich den begriff „blog“ ausschreibe und dazu den artikel setze, werde ich hinfort „das“ blog schreiben, wenn ich aber davon erzähle, dass ich schreiberin eines blog bin und notgedrungen in anderen grammatikalischen zusammenhängen nominativ oder akkusativ verwenden muss, werde ich „der“  und „den“ sagen

klingt logisch, oder?

darf ich vorstellen … 14. Februar, 2009

Posted by Rika in familie.
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…   ein neuer blog aus lisboa

Tobias – unser jüngster sohn – ist gut in lissabon gelandet …

er wird dort das sommersemester im rahmen des erasmus-programms  verbringen.

dabei ist es doch noch gar nicht solange her, dass das kerlchen sich aufmachte, die kleine welt in haus und garten zu erobern …

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gut ist ihm das gelungen…

….  und auch die erkundung vieler neuer welten außerhalb der schützenden familie seither!

in portugal beginnt das sommersemester zu meinem erstaunen  schon ganz AKTIV in der kommenden woche … da endet gerade  bei uns hier das wintersemester und die vorlesungsfreie zeit beginnt…

ich wünsche dir eine gute zeit,

Tobias,

viele neue erfahrungen,  begegnungen mit netten und interessanten  menschen,  freude am studium, zeit mit Gott …

in liebe … du weißt schon!

Die seltsame Berichterstattung über ein gefährdetes Kloster in der Türkei… 13. Februar, 2009

Posted by Rika in islam.
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Heute Morgen  in der Printausgabe der HAZ auf Seite 3

Sturm über dem „Berg der Gottesknechte“

Auf Fundamenten einer Moschee errichtet? In der Türkei muss sich eines der weltweit ältesten christlichen Klöster gegen absurde Vorwürfe wehren

Ich rieb mir erstaunt die Augen, las man doch in den letzten Wochen in der Heimatzeitung überwiegend türkisch-freundliche Berichte oder Kommentare, selbst der temperamentvolle Auftritt Erdogans in Davos wurde verständnisvoll kommentierend beschrieben. Und nun dieser Bericht über die Machenschaften in Südostanatolien gegen ein christliches Kloster  – wer hätte das gedacht.

Noch erstaunter war ich allerdings heut Mittag als ich das Internet-Portal der Zeitung aufsuchte und nicht den kleinsten Hinweis auf den lohnenswerten Bericht fand und auch den zweiten Artikel auf der Seite 3 mit der Überschrift:

Keine Freiheit für religiöse Minderheiten

vergeblich suchte. Auch dieser Artikel sehr interessant, beschäftigt er sich doch mit der schwierigen Lage der Christen in der Türkei! (Auf den Artikel gehe ich hier nicht weiter ein!)

Nun denke ich darüber nach, ob man die beiden Berichte „nur“ den gemütvollen Hannoveranern zukommen lassen wollte, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lassen und sich auch nicht so schnell über politische wie sonstige Ungerechtigkeiten der Welt erregen … oder wollte man einen kleinen Ausgleich schaffen zu der Berichterstattung über die etwas brenzligen Aussagen der Bischöfin Käßmann, die sich nicht vorstellen mochte, dass aus einem Kirchengebäude eine Moschee wird. Ich schrieb ja darüber…

Wie auch immer,

beide heute erschienenen Artikel sind äußerst moderat in der Form der Berichterstattung und die Brisanz der Aussagen ist  in behutsamen Formulierungen tolerant-liberal verpackt. Der Frage in der Überschrift „Auf Fundamenten einer Moschee errichtet?“ wird im Artikel selbst nicht  nachgegangen, sondern nur lapidar gesagt:

… über der Abtei mit ihren Mauern und Glockentürmen aus gelbem Sandstein braut sich weitaus Bedrohlicheres zusammen als der Sturm, der an diesem düsteren Februartag über den Südosten der Türkei hinwegfegt.

Denn gleich drei umliegende kurdische Dörfer und dazu noch der türkische Staat machen dem Kloster große Teile seines Landes streitig. Und weitere Vorwürfe stehen im Raum: Die Anklage, das Kloster betreibe unerlaubte Missionstätigkeiten; oder die abstruse Behauptung, Mor Gabriel sei auf einer zerstörten Moschee errichtet worden – dabei stand das Kloster bereits seit 200 Jahren, als Mohammed den Islam begründete.

Es wäre doch gerade an dieser Stelle ein knapper Hinweis auf die Grundsätze des Islam angebracht (wenn schon keine Auseinandersetzung damit erfolgt), behauptet er doch von sich, die letzte und einzige Wahrheit zu sein und bereits von Anbeginn der Schöpfung an zu existieren, selbst wenn die gabriel’schen Einflüsterungen einem listenreichen und grausamen, arabischen Anführer einer kriegerischen Horde erst rund 600 Jahre nach Christi Geburt passiert sein sollen. Dieser Anspruch des Islam auf die letzte verbindliche „Offenbarung und Wahrheit Allahs“ legitimiert auch  die gerichtliche Auseinandersetzung um die Ländereien des Klosters und dessen Fortbestand.

Es gehe um mehr als die Ländereien, glauben denn auch die Geistlichen von Mor Gabriel: Die Existenz eines der letzten christlichen Klöster in der Türkei stehe auf dem Spiel – und damit auch die zukunft der bedrängten syrisch-orthodoxen Gemeinde. „Sie wollen alles: erst unser Land, dann unser Kloster“, sagt der Abt des Klosters, Bischof Thimotheus Samuel Aktas. „Die Muslime und der Staat, sie wollen uns vertreiben.“

Die HAZ schreibt, dass die gerichtliche Auseiandersetzung schon seit Monaten währt … und noch Monate andauern kann.

Denn

„Der Streit um die Grundstücke ist nur ein Vorwand“, sagt Kyriakos Ergün, der Klostervorsteher. „Die syrisch-orthodoxen Christen sollen eingeschüchtert werden.“

In Sorge sind sie ohnehin. Jeder im Kloster denkt an die Ermordung des katholischen Priesters Andrea Santoro 2006 in Trabzon. Und an den furchtbaren Foltertod der drei evangelischen Missionare in Malatya im Jahr darauf.

„Das Kloster ist wie eine Brücke zwischen den syrisch-orthodoxen Christen in der Türkei und in Europa – diese Brücke soll zerstört werden.“ Die drei Dorfvorsteher, die diesen Prozess angestrengt haben, seien nur Randfiguren, glaubt Gamri: Hinter dem Verfahren stehe die islamisch-konservative Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. „Sie will das Erbe von einer der ältesten Kulturen der Welt zerstören.“ Unterdessen ist eine weitere Klage hinzugekommen, abgestrengt diesmal von der Staaatskasse Midyat: Sie beansprucht weitere zwölf Parzellen Klosterland, acht davon sogar innerhalb der Mauern der Abtei. Der Druck wächst.

Warum regt sich darüber hierzulande  niemand öffentlich und laut auf?

Sollte man diesen Druck nicht ganz klar und deutlich machen hier in Deutschland und die „freundschaftlichen Beziehungen“    deutscher Politiker, wie deutscher Geschäftsleute und Touristen nutzen, um das Leben der Christen in der Türkei erträglicher zu machen?

DAS wäre doch auch eine lohnende Beschäftigung für die Türkei-Versteherin Claudia Roth und ihren grünen Freund Cem Özdemir…

Islam  bedeutet Unterwerfung und Frieden, habe ich gelernt!

Vermutlich finden die Christen in der Türkei erst Frieden, wenn sie sich dem Isalm rückhaltlos unterworfen haben …

Und was macht die muslimfreundlichen Toleranten in diesem Land so sicher, dass das nicht auch mit den Christen in Europa passieren könnte …

Obwohl:

In Deutschland  gehören die Muslime zu einer gefährdeten Minderheit, glaubt man einer auf islam.de erschienenen Information, die die Menschenrechtsorganisation vor ihren Karren spannt, da heißt es nämlich:

Amnesty International warf Berlin vor, einen Bericht an den Menschenrechtsrat „geschönt“ zu haben. Der Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Heiner Bielefeldt, sagte: „Es gibt die Tendenz deutscher Selbstgefälligkeit beim Thema Menschenrechte.“ Die UN-Expertin von Amnesty International (ai), Silke Voss-Kyek, warf gar im Deutschlandfunk der Bundesregierung vor, der deutsche Bericht für habe „mit der Realität nichts zu tun“.

So kommt es nicht von ungefähr, dass z.Z. der „Nationale Aktionsplan der Bundesrepublik Deutschland zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und darauf bezogene Intoleranz“ als unzureichend gewertet wird – eine schwere Kritik, die erst kürzlich das Deutsche Institutes für Menschenrechte erhob.

Darin wird z.B. der am schnellsten wachsende Rassismus in unserem Lande: nämlich die Islamfeindlichkeit – erst gar nicht qualifiziert und erwähnt. Bevor das Papier in den Bundestag zur Besprechung gelang haben eine Reihe von Nichtregierungsorganisationen – u.a. der Zentralrat der Muslime in Deutschland – dies auch deutlich kritisiert. (Hervorhebung von mir)


… und da wunder ich mich, dass hier niemand den Christen in der Türkei beistehen will, die ja nur ihr Kloster behalten wollen  –  wo wir hier doch so ein massives Rassismus-  und Verfolgungsproblem haben  und nun auch noch die katholische Kirche von ihrer Position der Versöhnung zwischen den Religionen abrückt … ach und weh!

NACHTRAG:

Was die HAZ nur in der Printausgabe berichtet, kann man hier und hier nachlesen – wortgleich!

Außerdem gibt es weitere Informationen zum „Berg der Gottesknechte“  hier und hier

Der Kölner Stadtanzeiger berichtete bereits im Dezember über den Prozess gegen das Kloster und stellte dabei den deutlichen Bezug zu den Beitrittsverhandlungen der Türkei zur EU her:

Ohnehin steht das Thema Religionsfreiheit auf der Tagesordnung der Beitrittsverhandlungen, die seit Mitte 2006 mit der Türkei geführt werden. In der Türkei, deren Bewohner zu über 99 Prozent Muslime sind, leben etwa 100 000 Christen. Größte Gruppe sind die orthodoxen Armenier. Auch rund 15 000 Katholiken und etwa 3000 Protestanten leben in der Türkei. Ihre Kirchen sind aber weitgehend rechtlos.

EU-Diplomaten in Ankara hegen die vorsichtige Hoffnung, dass die drohende Enteignung des Klosters abgewendet werden kann und warnen davor, die türkische Justiz jetzt mit massiven politischen Interventionen unter Druck zu setzen: „Das könnte in dieser Phase eher kontraproduktiv sein“, meint der Vertreter eines EU-Landes in Ankara – zumal die Klagen selbst nach Einschätzung türkischer Juristen auf eher schwachen Füßen stehen.  (Hervorhebung von mir)

Wie können wir es in Europa und erst recht  in Deutschland wagen, die Türkei unter Druck zu setzen, die doch längst via Ditib massiv in die gesellschaftliche Struktur aller Städte und Gemeinden hinein regiert, in denen eine Moschee, gleichgültig ob in Hinterhöfen oder himmellhochstrebend wie in Duisburg den türkischen Türken und türkischen Deutschen „in diesem unseren Land“ der ehemaligen Kohl’schen Republik  Weg und Richtung weist  –  und mit Hilfe subversiv agierender Verbände sich  anmaßt für alle Migranten in Deutschland zu sprechen und laut und vernehmlich  die Rechte muslimischer Interessengruppen einzuklagen???

Alles, was Muslime unter Druck setzt oder von dem sie sich subjektiv unter Druck gesetzt „fühlen“,  ist kontraproduktiv  für die Angehörigen der Religion des Friedens!

Das ist in Israel/ Palästina  nicht anders als in Ägypten, in der Türkei nicht anders als in Afghanistan, im Iran nicht anders als in Pakistan.

Warum, um alles in der Welt, sollte es ausgerechnet in Europa „anders“ sein?

Selbst in der betulichen hannoverschen Provinz reagieren Muslime auf den leisesten Hauch von Widerstand gegen ihre Vorhaben oder Wünsche allergisch – das zeigte der  Aufschrei angesichts der Kita-Debatte ebenso wie das Protestgeschrei gegen die Meinung der Bischöfin … … …


Keine Sentimentalitäten bei der Abwrackprämie! 12. Februar, 2009

Posted by Rika in familie.
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Leichter gesagt als getan!

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„High Noon“  für meinen Golf III  … das Bild spricht Bände  …    zumindest für die Eingeweihten…   leichter Staub auf der Ablage als Zeichen des gepflegten Verfalls …  242562 zeigt die Kilometerstandangabe des Tacho … ziemlich genau um 12.ooh beim Abwracker auf den Hof gefahren … trauriges Ende einer intensiven „Beziehungskiste“ in mehrfacher Bedeutung des Wortes …

Es ist zwar   „nur“   ein Auto, das ich nach einigen schönen Jahren gedeihlicher  „Zusammenarbeit“ dem Abwracker anheim gebe, aber wie  viel  liegt in diesem „nur“  …

Vor allem und zu allererst ist ein Auto (auch meins)  ein Fortbewegungsmittel und  egal ob groß oder klein,  verbirgt sich hinter diesem einfachen Wort schon eine ganze Welt. Ich kann, sofern ich es will, das Auto betankt und auch ansonsten fahrbereit ist und meine Zeit es erlaubt einfach mal eben meinen Standort verändern (und dennoch an einem vertrauten Platz bleiben, dem hinter dem Steuer nämlich).

„Fortbewegen wann immer man will“ bedeutet darüber hinaus auch so etwas wie einen Hauch von „Freiheit und Unabhängigkeit“…

Sicher, vor allem bewegte ich mich mit dem Auto vom Haus zur Arbeitsstelle und wieder zurück nach Hause, das war überhaupt der   „rein formale“  Grund für die Anschaffung eines Zweitwagens, MEINES WAGENS!  Meine Arbeitstelle mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen bedeutet einen Zeitaufwand von gut 1 3/4 – 2  Stunden pro Weg, mit dem Auto sind es nur sehr knappe 20 Minuten (und wenn ich ordentlich Gas gebe und die A7 nicht gerade voll ausgelastet auch nur 15)    … für eine berufstätige Mutter ist das eine Menge Zeit!

Aber es gibt auch die vielen spontanen „Fortbewegungen“, mal eben hierhin und dorthin,  zum Baumarkt etwa oder zum Blumenhändler, um irgendwelche Zutaten zu kaufen, die ich für eine kreative Idee brauche … Freunde besuchen oder einfach mal ins Grüne fahren …   (Ich weiß, dass das nicht unbedingt ökologisch sinnvoll ist, soviel Benzin zu verplempern und die Umwelt mit stinkenden Abgasen zu belasten, aber nein, KEINE Asche auf mein Haupt! Ich stehe zu meinem Freiheitsdrang per Auto!)

Es gab die vielen Pendelfahrten von mir zu meinen Eltern, die damals vor  knapp 6 Jahren von jetzt auf gleich Hilfe brauchten und in der Kasseler Gegend wohnten, bevor sie hierher in unsere Nähe zogen …

Und vor allem gab es die exzessive Nutzung des Autos durch die „Kinder“. Fahrten zu Freunden und mit Freunden, zu Teeniestunden in der Gemeinde, zu Freizeiten –  hoch beladen mit allen nur möglichen Dingen, die man für solche Unternehmungen benötigt… Transportfahrten für die Studentenkinder ….  Umzüge …   und Großeinkäufe bei einem gewissen Möbelhaus …

Und natürlich die diversen Urlaubsreisen der Kinder oder die gemeinsamen Fahrten der Familie  in den Skiurlaub …  6-Leute-Familien  benötigen nun mal zwei Autos, sofern sie keinen Bus oder einen Siebensitzer fahren …

„Mein Auto“  war kein Statussymbol sondern im besten Sinne ein Gebrauchsgegenstand, dem man mit den Jahren auch den Gebrauch deutlich ansah … der Lack war zwar nicht „ab“, aber stumpf geworden war er schon  und auch von einigen Kratzern durchzogen … vor zwei Jahren wurde die Fahrertür bei (m)einem Unfall ziemlich zerknittert  und weil ich nie einen Schönheitswettbewerb mit dem kleinen Golf gewinnen wollte und die Reparatur einer Tür nicht eben billig ist, blieben diese Knitterfalten bis zuletzt…

Im letzten Sommer die Frage TÜV oder nicht … und dann doch noch einmal eine gute Summe investiert vom Ältesten, der seitdem auch hauptsächlich das Auto fuhr …

Die Abwrackprämie verlockt zum Kauf eines „Neuen“  …

Der Neukauf ist bereits vertraglich geregelt, in den nächsten Tagen wird das neue Auto ausgeliefert, das alte muss gehen …vielmehr fahren …

… und wie um diese Entscheidung zu rechtfertigen oder zu erleichtern war es  zu guter letzt noch in einen leichten Unfall verwickelt …

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… vom ADAC abgeschleppt und bei uns abgestellt …

Gestern habe ich   „ihn “   ganz langsam und vorsichtig zum Abwracker gefahren … sie ging noch, die letzte Fahrt mit ihm …

Heute wurde er auch behördlich still gelegt …

…  drei Tränen habe ich dabei verdrückt, weil, er war eben doch mehr als ein gebrauchsfähiges Fortbewegungsmittel … mein Golf …

Die Probe aufs Exempel … 6. Februar, 2009

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… unfreiwillig zwar und alles andere als angenehm und wie   „es“ letztlich ausgehen wird ist auch noch völlig offen, aber die Probe, ist sie nicht bestanden?

Da geht ein schwedischer Journalist her und macht eine Reportage – in Schweden zunächst – über eine unheimliche Erscheinung in schwedischen Landen. Eine neue Gruppierung tritt auf, mit überaus konservativen Wertvorstellungen und strengen religiösen Regeln. Die Gruppe scheint nicht ganz geheuer und da es auch in anderen europäischen Ländern ähnliche Ableger dieser radikal-katholischen Glaubensgemeinschaft gibt, führt der Weg der Recherche weit aus Schweden hinaus – bis in die tiefe bayrische Provinz (bitte scrollen!)

Ein ehedem der schwedischen (protestantischen) Kirche angehörender Vikar ist zum Katholizismus konvertiert, zu eben diesem radikal-katholischen Zweig, der sich nicht unter die päpstlichen Weisungen beugen will und den modernen Weg der katholischen Kirche, der doch in vielen  Augen nicht modern genug ist, nicht mitgehen will und lieber an alten Riten und alten Dogmen festhalten möchte.

In Bayern soll am Fest „Allerheiligen“ der ehemals schwedisch-protestantische Vikar zum Diakon geweiht werden und der Journalist ist eingeladen oder hat sich eingeladen, so genau weiss ich es nicht, dieses feierliche Ereignis medial aufzubereiten und darüber zu berichten. Der zelebrierende Bischof – zu diesem Zeitpunkt im Zustand der Exkommunikation – ist nicht nur ein Verfechter eines erzkonservativen Katholizismus, es ist darüber hinaus auch ein Mann mit seltsamen politischen Ansichten und einem völlig verfälschten Geschichtsbewusstsein, vor allem in Bezug auf die Judenverfolgung und Judenvernichtung während der Nazidiktatur. Und er macht aus seinen Ansichten dazu auch gar keinen Hehl, wohl wissend, dass er mit seinen Äußerungen in Deutschland eine Straftat begeht, leugnet er doch den Holocaust und verdreht die historischen Tatsachen auf unerträgliche Art und Weise.

Und er weiß was er sagt und was er tut.

Das wird in dem Bericht des schwedischen Reporters deutlich, der nicht nur die Zeremonie filmt, sondern auch mit dem Bischof vor laufender Kamera ins Gespräch kommt. Ein Glücksfall für den Journalisten, hatte er doch schon in früherer Zeit von den kruden Ansichten des geistlichen Herrn gehört und nun die Gelegenheit beim Schopf ergriffen, diesen dazu zu befragen. Bereitwillig und nicht ohne den Hinweis, dass man das in Deutschland ja nicht veröffentlichen dürfe, gibt der Bischof Auskunft über seine Vorstellungen und Ansichten.

Zurück in Schweden stellt der Journalist seine bisherigen Reportageergebnisse zusammen, führt sie einigen Offiziellen vor, die sich empört von der radikal-katholischen Gruppe und ihrem den Holocaust leugnenden Bischof distanzieren. Mehr passiert zunächst nicht.

Im Januar wird bekannt, dass die Exkommunizierten vom amtierenden Papst begnadigt und in den Schoß der Kirche neu aufgenommen werden sollen.  Völlig unabhängig von den Ansichten des Bischofs zu Judentum und Holocaust, die in der öffentlichen Wahrnehmung noch gar nicht angekommen sind,  ist die Pius-Bruderschaft, so die Bezeichnung der radikal-katholischen Gruppe, hierzulande  bei vielen Katholiken  höchst umstritten, weil sie als Hemmnis für die  Öffnung der Kirche zu mehr Liberalismus und in der Anpassung an die Erfordernisse der Neuzeit empfunden wird.

Zeitgleich geht in Schweden die Reportage über den Sender!

Darüber findet sich zunächst nur ein „unscheinbarer“ Bericht in einem deutschen Mainstreammedium, der aber schnell Verbreitung findet …

Und ein Sturm der Entrüstung bricht los.

Völlig zu Recht – was die unhaltbaren Äußerungen des Bischofs betrifft – und mit deutlicher Kritik an der päpstlichen Weisung.

Wie kann der Papst einen Mann begnadigen, der solcherlei Meinungen offen äußert?

Die Diskussion über den Bischof einerseits und das Handeln des Papstes andererseits wird heftig und ohne jede Rücksicht auf die „Heiligkeit“ des heiligen Stuhls ausgetragen – auf allen gesellschaftlichen Ebenen, im Kirchenvolk ebenso wie in den kirchlich gänzlich uninteressierten Kreisen, Politiker melden sich zu Wort und sparen nicht an Kritik, weder am Papst noch an den Strukturen seiner Kirche.

Selten hat es ein so großes öffentliches Aufbegehren gegen eine Entscheidung eines Kirchenfürsten gegeben und selten war dies Aufbegehren so laut und so vernehmlich und so öffentlich.

Wie der Papst letztlich das Dilemma lösen wird, in das ihn vor allem die publik gewordenen Äußerungen des Bischofs gebracht haben, vermag ich nicht zu sagen,

aber „WIR“ haben die Probe aufs Exempel bestanden in diesem Land!

Jedenfalls fast!

„Wir“  streiten nicht nur öffentlich gegen Fehlentscheidungen der Kirche, sondern sagen sogar dem Papst die Meinung und viele seiner Bischöfe gleich mit!

Und wir  weisen alle Christen und alle christlich sozialisierten Nichtmehrchristen und bekenndende Atheisten in ihre Schranken, die es wagen, den Holocaust zu leugnen, zu verharmlosen oder die historischen Tatsachen in Abrede zu stellen.

Jetzt müssen wir  nur noch den Geschäftsleuten klar machen, die mit dem Holocaustleugner im Iran gute und beste Geschäfte machen, dass die gleiche Entschiedenheit, die man dem Papst entgegenbringt, auch den Mullahs und dem finsteren Herrn des Iran entgegen zu setzten ist, wenn die nicht nur den Holocaus leugnen, sondern ganz offen davon reden, „das zionistische Gebilde“ im Land Palästinas von der Landkarte tilgen zu wollen.

Und einigen Hobbypolitikern, Stadträten und den Verantwortlichen bei der Polizei müssten die gleichen Forderungen gestellt werden, sich vehement den Holocaustleugner und Hamas-Sympathisanten entgegen zu stellen, die unter den muslimischen Migranten  und ihren deutschenstämmigen  antizionistischen Mitstreitern  zu finden sind … wie man unlängst in verschiedenen Städten bei den Friedenskundgebungen für Gaza mühelos erleben konnte…

…………………………………………………………………..

Bleibt noch die Frage, wie die Empörung gegen die  Entscheidung des Papstes, die Exkommunikation einiger Bischöfe zurückzunehmen,  ausgefallen wäre, wenn der HOLOCAUSTLEUGNER  nicht unter denjenigen gewesen wäre, die der Papst begnadigte.

So gesehen, war es geradezu ein Glücksfall für die Kirche und auch für unsere demokratische Streitkultur, DASS ES  ÜBERHAUPT ZU DEM EKLAT GEKOMMEN IST,  zeigt sich doch gerade in der öffentlich geführten Debatte, dass es im Christentum von heute keine Tabus und erst recht keine Schonräume oder Schonzeiten  für  „öffentliche Personen“ gibt, nicht einmal für den Papst und dass in  Deutschland keine (christliche) Person des öffentlichen Lebens für Kritik tabu ist!

Bleibt auch noch die Frage, ob die Belange anderer Glaubens- und Religionsgemeinschaften ähnlich leidenschaftlich öffentlich diskutiert und Entscheidungen kritisiert werden können … gab es da nicht vor einiger Zeit einen UN-Antrag,  auf die religiösen Gefühle einer großen Religionsgemeinschaft Rücksicht nehmen zu MÜSSEN und bestimmte kritische Äußerungen nicht tun zu dürfen …?

Diese  Probe aufs Exempel steht noch aus …

… und ich nehme Wetten darüber an, dass sie mit allen Mitteln vermieden wird!

Einsamer alter Mann … 3. Februar, 2009

Posted by Rika in aktuell.
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… möchte man fast mitleidig sagen, wenn man die jüngsten Berichte über den „deutschenPapst“ liest,  über seine Wertschätzung für die Theologie, seine Liebe zu den Büchern, sein emsiges Schaffen an seinem Jesusbuch … und … und … und…

Von Politik verstünde er nichts,  ist zu lesen und wolle er auch nichts verstehen, dafür seien seine Berater und seine „Minister“ zuständig, Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, wie die HAZ in ihrer Printausgabe schreibt.  Auch mit Kirchenpolitik hat er wohl nichts am Hut, sofern damit mehr die Politik und weniger die Kirche gemeint ist. Die Einheit der Kirche sei ihm allerdings äußerst wichtig, geradezu existentiell wichtig. Darum habe er auch die abtrünnigen Pius-Brüder wieder in den Schoss der Kirche aufgenommen – und die liberalen und modernen Glaubensbrüder umso mehr brüskiert.  Dass unter dem Dach der Piusbruderschaft  christlicher Antisemitismus gepredigt wird und ein erklärter Holocaust-Leugner mit zu den Begnadigten gehört, scheint für den Papst weniger wesentlich zu sein wie diese „Einheit der Kirche“!

Darum riskiert er einen totalen Bruch im Dialog mit den Juden und verstört all jene, die gerade von ihm eine deutliche Stellungnahme erwarten. Die sei ja nach Meinung durchaus  „papstkritischer Insiderstimmen in Rom“ klar und deutlich erfolgt, meint die HAZ zu wissen und schreibt: „Benedikts Haltung gegenüber den Juden, sagen sie, sei über jeden Zweifel erhaben.“  Das freilich sieht Frau Merkel anders und verlangt

Benedikt XVI. und der Vatikan müssten „eindeutig klarstellen, dass es keine Leugnung des Holocaust geben darf

So ganz nebenbei vergrätzte er vor einiger Zeit  die Christen, die sich dem lutherischen  und / oder reformatorischen Zweig der Evangelischen zurechnen, indem er ihnen ganz einfach und schnöde das „Kirche sein“ absprach.

Freikirchen sind dann nach dieser Zurechtweisung erst recht keine „Kirche“ – i.S.v.  „Gemeinschaft der Gläubigen in der Nachfolge Jesu“ – und vermutlich nicht einmal Abtrünnige sondern ganz einfach Heiden … nehme ich mal an.

Von Publicrelations will der einsame alte Mann in Rom gar nichts wissen, das Medienzeitalter liegt jenseits seiner Vorstellung und Abseits seines Interesses, so scheint es.

Die Gruppe seiner Vertrauten sei klein, so heißt es und ansonsten gehe der Papst früh zu Bett. Vermutlich liest er keine Tageszeitungen aus Deutschland und sieht auch keine deutschen Fernsehprogramme. (Ob die italiensischen Medien genauso mit ihm ins Gericht gehen wie die hier in Deutschland?)   So gibt es für ihn auch wenig Möglichkeiten Volkes Stimme zu hören, so es ihn denn überhaupt interessierte.

Die HAZ fragt deshalb unter der Rubrik „Blick in die Zeit“  besorgt, ob Benedikt XVI. beratungsresistent sei oder der Welt entrückt und rätselt:“Was treibt den deutschen Papst?“

Ich habe darauf keine Antwort, allenfalls  folge  ich einer vagen Vermutung, gestützt auf das Flüstern in den diversen Blättern, das Raunen allenthalben, die Verknüpfung seiner vermeintlichen Fehltritte in  „Fettnäpfchen“, angefangen bei der Regensburger Rede – die ich immer noch großartig finde – bis zu dieser überaus unglücklichen Begnadigung höchst suspekt erscheinender Männer der Kirche.  Es sei denkbar, meinen die Rauner, das der Papst die Christen hinter sich und unter seinem Hirtenstab sammle  … für die Zeit, in der die Stärke der Kirche und die Einheit der Christen zu einer absoluten Notwendigkeit werden könnte …

Der  Gedanke der Einheit der „Gemeinde Jesu“, unabhängig von allen hierarchischen Strukturen und von dogmatisch begründeten Unterschieden, dieser Gedanke ist es wert weiter bedacht und weiter gebracht zu werden … aber nciht um jeden Preis.

Der Preis, den der Papst zu zahlen bereit schien, ist mir eindeutig zu hoch!

Die Zukunft ist türkisch … 3. Februar, 2009

Posted by Rika in Allgemein.
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… zumindest bei den Handwerksbetrieben, folgt man den begeisterten Berichten mit dem gelungenen Slogan:

„Der Meister der Zukunft ist Türke!“

nachzulesen hier und hier und hier und hier auch! und auch noch in zig weiteren Publikationen.

Nun, da bin ich ja beruhigt, die Zukunft des Handwerks ist gesichert und die Integration ausländischer Jugendlicher in den türkischen Kulturkreis auch … jedenfalls muss man das anhand der Grafik einerseits und der Überschrift des Reports andererseits schlussfolgern!

Allerdings war mein bisheriger Kenntnisstand der, dass die Integration der Migranten in die deutsche Gesellschaft erfolge – mit allen möglichen Folgen für beide, die Migranten und die aufnehmende Gesellschaft.

Ob ich das nun  falsch verstanden habe?