jump to navigation

es war einmal … 4. März, 2009

Posted by Rika in islam.
Tags: ,
trackback

Am 3. März 1924 verkündete die türkische Nationalversammlung in Ankara die Abschaffung des Kalifats. Mustafa Kemal, genannt Atatürk, war der Überzeugung, dass alleine die Verfassung, nicht der Koran, Grundlage für eine Regierung sein könne, die im Namen des Volkes handelt.

So beginnt das „Kalenderblatt“ für den 3. März   im Deutschlandradio Kultur und erinnert daran, dass ein Mann sich aufmachte, sein rückständiges Land in die Moderne zu führen und die strikte Trennung von Staat und Religion zum  ersten Mal in einem weitgehend  muslimischen Land verbindlich zu machen.

Heute erleben wir, wie diese Trennung sukkzessiv aufgeweicht wird und die religiösen Muslime nicht nur in der Türkei selbst mit Macht großen Einfluss auf staatliche Belange nehmen, sondern auch versuchen, das Leben der im Ausland wohnenden Türken, ja, sogar das der Deutschen mit türkischer Abstammung wieder vollständig, d.h. auch in allen (gesellschafts)politisch relevanten Fragen am Koran auszurichten und so durch die Hintertür den Koran erneut zur Grundlage aller Politik zu machen und dies auch in andere, bisher christlich orientierte  Länder zu transportieren …

Die Rückwärtsentwicklung zum neuerlichen muslimischen (Gottes)Staat ist längst in vollem Gange  …  was unter anderem durch so „harmlos“ erscheinende „Neuerungen“ deutlich wird, wie die, über die in dieser Reportage berichtet wird:

Dazu passt  die Nachricht, dass der Burkini inzwischen auch in Berliner Bädern Einzug gehalten hat …

Kämen die Bilder aus Ausstralien und dienten die Ganzkörperbikinis der Abwehr von Hautschäden, könnte man ja noch einiges Verständnis für die Verkleidung aufbringen, die jedoch und vor allem den Sinn hat, Männer nicht in die peinliche Lage zu bringen, angesichts nackter Frauenhaut Lustgefühle zu entwickeln …

Ich reibe mir ab und zu verwundert die Augen, wenn ich Stellungnahmen professioneller Politiker oder politisch Ambitionierter zu Religion und Kirche lese, die die Sozialethik der Christen allesamt als rückständig, frauenfeindlich, undemokratisch und fundamentalistisch verteufeln,  aber keine Probleme damit haben, die „kulturellen“ Besonderheiten der hier lebenden Muslime als schützenswerte Bereicherung zu preisen. Sie wettern gegen die kath. Kirche, die am Zölibat festhält und sich gegen Verhütungsmittel ausspricht und nehmen es klaglos hin, dass muslimische Frauen –  auch in Deutschland  –  Koran konform als Menschen zweiter Klasse behandelt werden und in ihren Freiheiten und Freiräumen ständig beschnitten werden – zum Ruhme des Propheten …

Es war einmal …

… eine streitbare Frau, die sich nicht mit Märchen zufrieden gab und statt „Alice im Wunderland“   zu lesen lieber „Emma“ schrieb und für die Rechte der Frauen stritt …

… ein  Storch, der ein  Kalif  war ….  und der scheint entgegen allen Wissens aufgeklärter Märchenleser, die schon lange nicht mehr an das „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“ glauben, doch irgendwo und wie  überlebt zu haben …

Advertisements

Kommentare»

1. Udo - 5. März, 2009

Solange die Frauen das freiwillig tragen, ist das doch vollkommen in Ordnung…

2. Rika - 5. März, 2009

Ja sicher,
es ist vollkommen in Ordnung, wenn Frauen sich freiwillig unterwerfen, ob ihrem Mann, einem Modediktat oder wem und was auch immer.
Das ist ja nicht der Ansatzpunkt meiner Überlegung …

Hatte mir schon überlegt, die Burkinigeschichte wieder zu löschen, weil sie zu sehr von der eigentlichen Aussage ablenkt, dass nämlich die strikte Trennung von Religion und Staat langsam aufgeweicht wird.

Ich zitiere nochmals die Kernaussage:

„Mustafa Kemal, genannt Atatürk, war der Überzeugung, dass alleine die Verfassung, nicht der Koran, Grundlage für eine Regierung sein könne, die im Namen des Volkes handelt.“

Wenn aber der Koran alternativlos zurGrundlage des gesellschaftlichen Lebens wird, hat das früher oder später Auswirkungen auf die Gesellschaft und damit auch auf die Regierung.

Kannst Du Dir vorstellen, dass man hier in Deutschland die Bibel zur Basis gesellschaftspolitischer Entscheidungen macht?

Da haben ja selbst Theologen ihre Schwierigkeiten mit, wie die Pastorin, deren Namen mir grad nicht einfällt sehr deutlich macht, die sich über den Zuwachs der „gefährlichen“ Evangelikalen im Bereich der württembergischen Landeskirche bitter beklagt!
Wieviel mehr würden sich Leute, die keinerlei christlich-religiösen Hintergrund haben, darüber aufregen, wenn die Bibel zum Fundament 😉 der Politik würde …

… da wäre das Tragen eines Bikinis oder eines Ganzkörperbadeanzuges noch das allerharmloseste Problem, über das man entscheiden müsste … ganz freiwillig, natürlich!
🙂
😦

NACHTRAG:
Den kommentierenden Bericht über die Pastorin habe ich hier http://wahrheitgraben.wordpress.com/2009/03/03/evangelikale-von-linker-pastorin-unter-beschuss/ wieder gefunden!
Danke!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: