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Purim in Malmö … 9. März, 2009

Posted by Rika in israel, judentum.
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Zu den festlichen Tagen  im jüdischen Jahreslauf gehört Purim, das Fest, an dem Juden in aller Welt sich an ein lange zurück liegendes Ereignis im damaligen Persien erinnern:  Haman, einer der hohen Beamten des persichen Königs, plante, die Juden an einem festgesetzten Tag zu vernichten und sich das Hab und Gut der Getöteten anzueignen. Durch weise Voraussicht Mordechais und die mutige Tat der Königin Ester wurde der böse Plan zunichte gemacht und die mörderische Idee fiel auf Haman zurück, er war es, der am Ende den Tod so hinnehmen musste, wie er ihn den Juden zugedacht hatte.

Nachlesen kann man die Geschichte im Buch „Ester“ der Heiligen Schrift –  es gehört übrigens neben dem „Hohen Lied“  zu den beiden Büchern der Bibel, in denen „G’tt“ nicht vorkommt, jedenfalls nicht  „aktiv“  in der erzählten Handlung oder in Form irgendeiner schriftlichen Aussage. Es ist aber vermutlich nicht falsch anzunehmen, dass G’tt auch ohne ausdrücklichen Hinweis auf ihn handelte…    (Aus Respekt vor den jüdischen Lesern schreibe ich in diesem speziellen Post G’tt nicht in der sonst üblichen Schreibweise der Christen aus.)

Nachlesen kann man die erzählte Kurzform der Ester-Geschichte  hier –  und viele weitere Informationen rund um das Purim-Fest finden sich auf den Seiten von Hagalil.

Wieso ich aber meinen Artikel mit „Purim in Malmö“ überschrieben habe?

Nun, das ist  ganz einfach. In der „Megilath Ester“, also der Buchrolle Ester, geht es ja unter anderem darum, dass sich jemand ausgesprochen niederträchtig und gemein den Juden gegenüber verhalten hat und am Ende seine Niedertracht auf ihn selbst zurück fällt.

In Malmö nun fand in diesen Tagen ein höchst weltliches und keineswegs religiöses  Ereignis statt,  ein sportliches noch dazu: Im Rahmen des Davis-Cups wurde die Begegnung zwischen der Tennismannschaft aus Schweden und der aus Israel ausgetragen. Schon seit Wochen – genauer gesagt seit dem Gazakrieg – kam es in Malmö zu Demonstrationen gegen dieses Spiel und der Bürgermeister dieser hübschen schwedischen Stadt hatte einen großen Anteil daran, dass sich eine aufgebrachte Menge gegen das Spiel und die Teilnahme israelischer Sportler zu einer gewaltsamen Demonstration aufmachten.

Die Schweden verloren das Spiel.

Die zeitliche Nähe von Tennismatch und Purim einerseits und ein Blogeintrag der lieben Mischpoke aus Schweden andererseits   verlockten mich dazu,   den bösen  Haman, seine üblen Machenschaften und sein unrühmliches Ende mit dem Ausgang des Tennismatches zugunsten Israels zu vergleichen …

Man darf solche Vergleiche nicht anstellen?

Vielleicht nicht …

Trotzdem:

PURIM SAMEACH!

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