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aufzählen … 12. Juli, 2009

Posted by Rika in familie.
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Alle  die verpassten Daten, Ereignisse und Themen für einen Blogeintrag in epischer Breite nachzuholen, käme in der Länge der Diplomarbeit gleich, an der meine Studententochter zur Zeit schreibt… das aber machte Arbeit und zur Arbeit habe ich nun gar keine Lust, sind doch seit gefühlten 6 – 8 Wochen Ferien und in den Ferien arbeite ich nicht, da gehe ich nur meinen Gelüsten nach und erledige so nebenbei die Notwendigkeiten des Alltags, die ja auch in den Ferien im täglichen Trott zu bewältigen sind.

Dass das Schuljahrsende aber erst zwei  und eine halbe Woche zurückliegt, die gefühlte Zeit aber schon so viel länger währt, mag an dem ungeheuer vielfältig schönen und intensiven Urlaub in Portugal liegen, den wir bei mit unserem jüngsten Studentenkind zunächst in Lissabon – dort studiert er im Rahmen des Erasmus-Programms – und dann im Süden Portugals an der Algarve verbrachten und erlebten. Dazu schreibe ich noch ausführlich und in einem eigenen Beitrag.

Den medienwirksamen Ereignissen der letzten Wochen werde ich keine neuerliche Aufmerksamkeit schenken – die sind ausführlich beschrieben, besungen, kritisiert und beweint worden und außerdem rege ich mich bei einigen Themen so sehr auf (das merkt man dann auch meinem mitunter einseitig-bissigen Schreibstil an), dass die ganze schöne Speicherenergie, die ja bis zum Ruhestand irgendwie reichen sollte, mit einem Mal verbraucht wäre. Also kein Iran, kein China, kein Gipfel, kein Barak und auch kein Papst, Frau Merkel nicht und auch nicht die Herren und Damen der SPD, die doch so verzweifelt um den Klassenerhalt kämpfen (hätte sich Hannover 96 so ins Zeug gelegt, wären sie glatt noch Meister geworden!) und doch nur sehr trübe Aussichten auf Erfolg haben…

Eine Hochzeit haben wir gefeiert – ein Hoch auf das junge Paar, möge es glücklich bleiben solange das Leben währt und Gottes Segen mit ihm sein!

Gefeiert haben wir auch mit Freunden, einem nicht mehr ganz jungen Ehepaar,  das zusammen 140 Lebensjahre der unendlichen Statistik über Lebensalter und die damit verbundene Diskussion über Rentenhöhe und -einstiegsalter beisteuern könnte… wobei die Rente kein Thema war, sondern die Freude darüber, dass es ihnen und uns, ihren Gästen gut geht!

Erleichtert haben wir – Schülerinnen und Schüler, wie Lehrerinnen und Lehrer und alle anderen Mitarbeitern an der Schule – den letzten Schultag gefeiert, wobei vielleicht manchem Schüler nicht nach feiern zu Mute war, entsprach doch das Zeugnis so ganz und gar nicht den Erwartungen, die man in einsichtsvollen Minuten als Perspektive und Zielsetzung für das S-Jahr 08/09 (notwendigerweise) gefasst hatte.

Still und eher behutsam haben wir schließlich in der zurück liegenden Woche den Geburtstag meines Vaters gefeiert, zum ersten Mal seit ich denken kann ohne meine Mutter. Manchmal ruft er nach ihr, um dann – sich der Realität bewusst werdend – ganz still zu werden… Vor einem Jahr, als wir seinen 86. feierten, konnte ich mir nicht vorstellen, dass die Mutter vor ihm gehen würde. Sie war trotz ihres schwachen Herzens so unglaublich lebendig, während der Vater schon am Lebensende angekommen zu sein schien …

Über Kinder würde ich gern müsste ich schreiben, Schüler, die ohne jede Perspektive ins Leben entlassen werden, ins Nichts und darüber, was das mit den geänderten Gesetzen zum Zwecke der Einsparung von sozialen Leistungen zu tun hat, von mangelnder Beratung durch die Arbeitsämter (nennt man die noch so?) und von der Gleichgültigkeit vieler Eltern, die schon die eigene Gegenwart und  Zukunft versoffen haben und weiter versaufen und sich einen Dreck kümmern um die, die ihnen anvertraut waren als wichtigste Aufgabe ihres Lebens! Auch das ein Thema, das mir keine Ruhe lässt und mich wütend und traurig zugleich macht und ohnmächtig und hoffnungslos!  Ich werde darüber schreiben, aber nicht heute…

Und dann gibt es noch das Gärtchen, die Blumen, Fische und Vögel, die einen Blog-Beitrag wert wären und die vielen schönen und manchmal auch nicht so schönen Belanglosigkeiten, die auch zum Leben gehören …

Später … later !

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Beim Rückflug von Lisboa nach Deutschland habe ich aus dem Flugzeug ein „Vorbeifahrbild“ gemacht – eigentlich ein Drüberfliegbild …

„Über den Wolken …“ sang Reinhard May vor mehr als 30 Jahren … „mag die Freiheit wohl grenzenlos sein…“

Im Flugzeug selbst ist die Freiheit allerdings arg begrenzt und auch das mit den Sorgen und Ängsten trifft es nicht so wirklich, aber viele der ungeheuer wichtigen Dinge werden in ihrer Bedeutung reduziert, wenn man genügend großen Abstand nimmt …

DSCI0520.

So hat mir der Urlaub  gut getan, hat mir geholfen, den „Sicherheitsabstand“ wieder neu zu finden, der notwendig ist, um nicht in den Problemen der kleinen, ganz privaten und der großen Welt unter zu gehen …

Danke Dir,  Tobias, Du hast uns so gut beraten,  es waren  schöne Tage mit Dir und eine wunderbare Zeit !

(Bericht folgt, später … !)

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