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Lissabon … Portugal … Urlaub ….. 15. Juli, 2009

Posted by Rika in familie.
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Urlaub! Endlich!

So urlaubsreif wie in diesem Jahr habe ich mich selten gefühlt und so gingen meine Vorstellungen von Urlaub in Portugal vor allem in eine Richtung: Ausruhen, ausruhen, ausruhen! Am besten an einem gemütlichen Plätzchen mit Meerblick, Meer ist für mich nämlich DAS große und entscheidende  Mehr an Entspannung, das erst einen „richtigen“  (Erholungs)Urlaub ausmacht.

Einigermaßen müde kamen wir in Lissabon nach einer im Verhältnis zur eigentlichen Flugzeit doch langen  Reise an: das  frühe Aufstehen   zu Hause  – um 7.25 h ging der Flieger von Hannover aus -,  das Umsteigen in Paris, verbunden mit langer Wartezeit von 3 1/2 Stunden, das alles  hatte uns ein bisschen geschlaucht, umso schöner und belebender war das Wiedersehen mit Tobias, der ja schon seit Anfang Februar in Lissabon ist.

Vom Flughafen aus ging es mit dem Shuttle-Bus ins Zentrum der Altstadt und ein paar weitere Meter zu Fuß zu unserem Quartier, das Tobias für uns ausgesucht und gebucht hatte, einem wunderbaren Hostel in der Baixa (Lissabons Unterstadt), in dem er selbst während der ersten drei Wochen in Lissabon und in der Phase der Wohnungssuche gewohnt hatte.

Wer jung oder noch einigermaßen jung geblieben ist,  Lust auf viele nette junge Leute aus der ganzen Welt hat und mühelos per Treppe den Höhenunterschied von insgesamt 5 möglichen altbauhohen Etagen bewältigen kann, dem sei das  „living-lounge-hostel“ empfohlen: Inspirierendes Design, witziges Details, eine unglaublich nette Crew und blinkende Sauberkeit dank der unermüdlich wischenden und säubernden freundlichen Damen an der Wischfront, nicht zu vergessen die schmackhaften Abendmahlzeiten, die man – sofern man sich dazu im Laufe des jeweiligen Nachmittags angemeldet hat –  in lebhafter Runde einnehmen und genießen kann…  sehr empfehlenswert!

Nach Einchecken im  „llh“ und kurzer Pause wanderten wir durch enge Gassen und über zahlreiche Treppen ins „Bairro Alto“, dem Altstadtviertel in dem Tobias wohnt …

… mit einer kurzen Verschnaufspause an einem der schönsten Aussichtspunkte Lissabons, dem „Miradouro San Pedro de Alcantara,   der einen wunderbaren Blick über einen Teil der Altstadt bietet,  bis in „seine“ Gasse …

DSCI0018…   der Hauseingang in der „RUA DOS MOUROS“ …

Irgendwie hatte ich von Lissabon nicht wirklich die Vorstellung von einer Stadt, die gleich Rom auf sieben Hügeln gebaut ist… trotz Reiseführer, wohlgemerkt, von dem ich es doch hätte wissen können.   Vermutlich prägt die eigene Umwelt nicht unerheblich das Bewusstsein hinsichtlich der (unbewussten)  Erwartungen an eine Umgebung!  Jedenfalls brachten mich das Auf und Ab der Lissaboner Straßen und Treppen ganz schön ins Schwitzen – bin halt nichts Gutes gewohnt und dem Sport ziemlich entwöhnt…   Das soll sich natürlich ändern, muss es auch, weil ich ja im Winter wieder Skifahren will….!

Wir hätten statt der Treppen und Gassen auch den berühmten „Elevador de Santa Justa“ nehmen können, der den Höhenunterschied von der Baixa über den  Chiado ins Bairo Alto in kurzer senkrechter Fahrt mühelos überwindet, aber wir wollten unsere Erfahrungen  nicht über das „Erfahren“  mit Hilfe eines Aufzugs machen (meine männlichen Familienmitglieder und Begleiter jedenfalls nicht…), und so blieben auch mir nur die Treppen, um auf die obere Plattform des Elevadors zu gelangen…

DSCI0012

…   von der aus man einen schönen Blick auf Altstadt und Tejo hat!

(Von dort aus ging es weiter über den Miradouro zu Tobias Wohnung (s.o.))

Ja, die Wohnung … sie ist wirklich sehr klein   und sein Zimmer winzig, so dass der Satz: „Raum ist in der kleinsten Hütte“, der ja auch besagt, dass immer irgendwie doch mehr Platz ist, als man braucht, eine Ergänzung erfahren müsste: „für mich“, denn  sein Zimmer bietet neben Bett, kleinem Schreibtisch samt Stuhl und den hängenden ikea’schen Aufbewahrungsboxen kaum Platz um  eine Iso-Matte auszulegen … 😉  geschweige denn den  schon etwas älteren elterlichen Herrschaften  als Herberge zu dienen  und so kann ich Tobias leise Neidgefühle gut nachvollziehen, aber auch, dass er sich sehr wohl fühlt dort oben über den Dächern. Daniels Zimmer ist noch winziger als Tobias und auch das Wohnzimmer ist mehr ein Zimmerchen und alles hat den unverwechselbaren Charme studentischen Lebens …  das weckt in mir leise Erinnerungen und auch so etwas wie ein  ganz klein bisschen  Neid… absurd, ich weiß!  (Neben den leisen Wehmuts- und Neidgefühlen, die mich angesichts der Studentenbude beschlichen, empfand und empfinde  ich Stolz auf meinen Sohn! Du kriegst es gut geregelt, Tobias!)

Reise, Treppensteigen und durch enge Gassen laufen macht hungrig.  Wir hatten keine Vorbestellung für das Hostel-Abendessen abgegeben. An diesem ersten Abend sollten wir nach Tobias Vorschlag in einem der typischen Straßenrestaurants essen. Man muss sich das ungefähr so vorstellen:

Tagsüber ist eine schmale Treppen-Straßen-Gasse einfach nur ein Verkehrsweg für Fußgänger (in den treppenlosen Gassen oftmals  auch Einbahn- „Straße“  für Autos!) und nichts deutet dem Ahnungslosen an, dass er dort ab ca 18.00h im Freien sitzen, essen, klönen und das Leben genießen kann; einzig die in stärker abfallenden Gässchen seitlich angebrachten, fast waagerechten Minipodeste könnten Vermutungen darüber erlauben, dass diese nicht zum Abstellen  der Einkaufstasche während einer kurzen Rast gedacht sind…

Und so saßen wir dann in einer schmalen Treppenstraße mit Blick auf das auf dem gegenüberliegenden Berg trutzende  „Castelo de Sao Jorge“

DSCI0024

in der schon kühler werdenden  Abendluft,  tranken Bier und Wein,

DSCI0025

und aßen – ebenfalls auf Empfehlung – Bacalhau in einer der 365 verschiedenen Zubereitungsarten … 😉   die  laut Reiseführer die portugiesische Küche zu bieten hat. Eine gute Entscheidung, wie sich beim Essen herausstellte. Nie hätte ich gedacht, dass etwas, das einen so wenig Appetit anregenden Namen wie „Stockfisch“ hat, so lecker sein könnte. Übrigens haben wir noch etliche Male und auch im Hostel Bacalhau gegessen, ich könnte glatt alle 365 Varianten ausprobieren…

Wir klönten und erzählten bis es schließlich ganz dunkel war und wir den Weg zum Hostel antraten…  in unser sehr spezielles  „Fado-Zimmer“ …

(Alle Zimmer des Hostels tragen  entsprechend ihrer Gestaltung Titel  – wie Kunstwerke, als die sie ja auch betrachtet werden können!  „Unser“ Zimmer war  der berühmten portugiesischen Fado-Sägerin Amalia Rodrigues gewidmet…)

-kleine  Pause, Bericht wird fortgesetzt!

Und zwar hier: Lissabon – Portugal Teil II

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Kommentare»

1. grenzgaenge - 15. Juli, 2009

hi rika,

das ist wirklich ein eindrucksvoller reisebericht. man bekommt direkt reiselust 🙂

herzliche gruesse,
der grenzgaenger

2. Ellen - 30. September, 2009

Hallo, schöner Bericht, mit viel Herz geschrieben!

Ich werde ihn mal in unserem Portugalforum verlinken, interessiert bestimmt einige,

Ellen

3. Reisebericht Lissabon - Das PortugalForum - das Original - 30. September, 2009

[…] […]

4. Rika - 30. September, 2009

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