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Familienbande… 29. August, 2009

Posted by Rika in familie.
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„Familienbande“

– ein Wort, das mehr als eine Deutung zulässt und sicherlich bei jedem Menschen ganz unterschiedliche Assoziationen auslöst, je nach Zeit und Situation angenehme wie unangenehme, heitere wie traurige, liebsame und solche, die man lieber in die allerhinterste Ecke seines Gedächtnisses schieben möchte.

Mal kommen einem die „Bande“ wie die zarten Verbindungen der Liebe vor oder wie  starke Taue, an denen man Halt findet, mal wie die berühmte lange Leine, an der man sich irgendwie   durchs Leben „geführt“ fühlt und manchmal wird die Leine kurz und kürzer, wird fast zum Knebel.

Eines unserer Kinder war in seinen Kindergartentagen mal der „Chef“ einer „Coolen Bande“, wie sie sich selbst nannte, immer irgendwelche Streiche und Unternehmungen im Schilde führend  –   „Bande“  als Gruppe, die wie Pech und Schwefel zusammenhält, aber nicht nur und nicht  immer die lautersten Absichten verfolgt… (Im Kindergarten mag das noch angehen  😉  ! )

Der Familienclan als kriminelle Bande,   durchaus weiter verbreitet als es einem gut erzogenen Mitteleuropäer vorstellbar erscheint, soll hier nicht näher betrachtet werden.

Fast jeder kennt die „Bande“ in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und Ausprägungen. Mit Ausnahme der „Bande“, die nichts Gutes im Schilde führt, ich auch.

Gestern, bei der Trauerfeier für meinen verstorbenen Vater, habe ich meine Groß-Familienbande in ihrer allerbesten und schönsten Form erlebt:

Menschen, die mich kennen, die ich kenne, die mir seit Kindertagen vertraut sind, vor denen ich keine Rolle spielen muss, die einfach wissen wer und auch wie ich bin und die mir Halt geben und Sicherheit, die meine Erinnerungen teilen und / oder ergänzen, die einfach da sind, weil sie meine Familie sind! Die noch lebenden Schwestern meiner verstorbenen Mutter, der Onkel – als einziger aus der älteren Generation, der nun von den Männern noch da ist, die Schwester unseres Vaters starb schon vor vielen Jahren, ihr Mann im letzten Jahr  -, meine Cousins und Cousinen, mit denen mich viel mehr verbindet, als es auf den ersten Blick erscheint.

Mein Bruder natürlich, der wie ich nun „elternlos“ ist, der nächste leibliche Verwandte, den ich auf dieser Welt habe. Kein anderer Mensch teilt so viele  Erinnerungen an unsere Eltern mit mir, wie er. Und obschon er fast 3 1/2 Jahre jünger ist als ich,   „kennt“ er sich in meiner Kindheit besser aus als alle anderen – hat er doch den Alltag mit mir und den Eltern geteilt, Tag für Tag, Jahr um Jahr. Und so denken wir  an Mutter und Vater, erinnern uns an viele Begebenheiten und fühlen uns nahe und vertraut. Eingeschlossen in dieses Vertrautsein ist seine Familie, seine Frau, die Kinder, meine Nichte und die Neffen.

Selbstverständlich ist meine eigene Familie in die „Familienbande“ verwoben, mein Mann, unsere Kinder, Schwiegertochter…

Es ist einfach gut,  FAMILIE  ZU  HABEN !

Danke an meine Familie – die kleine wie die große – für die starken und zarten  Bande der Liebe, für den sicheren Halt, für Hilfe und Rat, für die Unterstützung in Wort und Tat und Gebet.

Meine liebe Mischpoke, ich weiß, was ich an dir habe!

.

– und für alle, die es noch nicht wissen, aber gerne den Dingen auf den Grund gehen, „Mischpoke“ ist dem Jiddischen entnommen, das wiederum im Hebräischen verwurzelt ist und heißt nichts anderes als Familie –  MISCHPACHAH

Mein Vater 23. August, 2009

Posted by Rika in familie.
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Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht. Jesaja 12,2

Ein langes Leben

Höhen und Tiefen

Verzweifelung und Freude

Schmerz und Glück

Lieben und geliebt sein

Arbeit und Entspannung

Alltage und Sonntage

Vater und Großvater

Bruder und Freund

„Ich weiß mich in des HERRN Hand. Er wird mich nicht verlassen.“

So hat er gelebt und so ist er heimgegangen in GOTTES Frieden und Herrlichkeit.

DSCI0218

Dankbar sind wir für sein Leben,

dankbar, dass er sein langes Leiden nun hinter sich gelassen hat,

traurig, dass wir ihn in dieser Welt nicht mehr bei uns haben

und doch voller Vertrauen und Hoffnung auf die Ewigkeit GOTTES

Jesus sagt:

Noch ein Kleines, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber sehet mich:  Weil ich  lebe, werdet auch ihr  leben. Johannes 14, 19

Elberfelder Bibelausgabe  von 1927

Kinder sind unsere Zukunft … 9. August, 2009

Posted by Rika in islam.
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Das  wissen wir alle, darauf vertrauen alle, deshalb werden  Kinder „in Liebe und  mit allen Mitteln erzogen …“, Ironie aus.

Ich habe in verschiedenen Beiträgen auf Missstände hingewiesen, mit und in denen Kinder in Deutschland leben müssen. Es stimmt mich wütend und traurig, ich fühle mich hilflos und ohnmächtig wenn ich sehe und miterlebe wie Kindern die Zukunft schwer gemacht oder genommen wird.

Heute entsetzt mich ein Beitrag, den ich aus dem Blogger-Netz gefischt habe. Ich werde mich jeglichen Kommentars enthalten, weil ich eben um die Missstände in unserer schönen bundesrepublikanischen „deutschen“  Wirklichkeit weiß und es schon deshalb keinen Grund gibt, mit Häme auf  diejenigen zu reagieren, deren Integration immer wieder eingefordert und auch gefördert wird. Integration wie wir sie verstehen, wünschen und fördern, die Eigenverantwortung,  emanzipatorisches und selbstständiges Denken, Religionsfreiheit und Entscheidungsfreiheit beinhaltet,  ist  mühsam  und  kann eigentlich  kaum, besser gesagt, gar nicht  gelingen, wenn muslimische Eltern dem folgen, was  auf der Seite „ummahat salafiyat Islam 4Kids“ empfohlen wird:

Wenn ein Kind nicht beten will, soll es mit Druck und Schlägen gefügig gemacht werden,  ZITAT:

Frage: Was muss eine Familie tun, deren Kind nicht mehr betet?

Antwort:

Wenn sie ein Kind haben, das nicht betet, so ist es verpflichtend sie zum beten zu zwingen, sei es durch Reden oder Befehlen, oder durch schlagen, nach den Worten des Propheten, salla Lahu alyhi wa salam:

Und schlage sie, wenn sie es noch nicht in dem Alter von 10 tun

Fals das schlagen nichts bringt, dann sollt…

http://www.ummahatsalafiyat.wordpress.com/2009/08/09/kind-betet-nicht/

Der vollständige Beitrag findet sich hier, weitere Ratschläge liest man hier.

Bleibt nur inständig zu hoffen, dass es sich bei diesem „Erziehungsratgeber“ um pure Satire handelt, ansonsten müsste man die Jugendämter einschalten, weil offen zur Misshandlung von Kindern aufgefordert wird!

—————————— dies war der ursprüngliche Beitrag ——————————-

—   —-   —-   —-   —-   —-   —-   —-   —-   —-   —-   —-   —-   —-   ——

ICH HABE EINE ÄUSSERST MERKWÜRDIGE ERFAHRUNG GEMACHT:

Per E-Mail wurde ich aufgefordert, den Text zu löschen, da das Zitat eine Verletzung des Copyrights darstelle. Ich kam der Aufforderung nach.

Dummerweise habe ich den verlinkten Text des Beitrags „Wenn ein Kind nicht beten will“  sofort und brav gelöscht, ohne nochmals den gesetzten Link aufzurufen.

Wundersamer Weise  fand sich bei Anklicken des Link  dort für eine kurze Zeit nach dem Löschen aber nicht mehr der ursprünglich von mir kritisierte  „Rat“, das Kind zu schlagen, wenn es das Gebet verweigert, sondern eine lange Litanei mehr oder weniger verständlicher, aber sicher pädagogisch wertvoller Aussagen  ….  offenbar eine Sure aus dem Koran…

Das veranlasste mich zu diesem Kommentar:

„Gut finde ich, dass Kinder nun nicht mehr geschlagen werden sollen, aber ich möchte nicht wissen, wie die korankonforme Praxis wirklich aussieht … wenn ich mir so einige meiner Schüler betrachte, die mehr Schläge als freundliche Worte kriegen…“


Ich stellte daraufhin ein zweites Zitat ein mit der Bemerkung:

Copyright hin oder her, auch dieser Text zeigt, wes Geistes Kind die Ratschläge der Weisen sind, ZITAT:

Die Religion beschimpfen

August 9, 2009 von ummkhadidja

Frage : Verehrter Schaykh, was ist das Urteil über Kinder, die die Religion beschimpfen

Antwort:

Ihr solltet wissen, daß die Kinder von dem Schreiben der Feder befreit sind, jedoch solltet ihr es ihnen streng verbieten, sie disziplinieren und züchtigen, …

http://www.ummahatsalafiyat.wordpress.com/2009/08/09/die-religion-beschimpfen/

Prompt folgte wiederum per E-Mail die Aufforderung, den Text zu löschen, was ich auch ursprünglich tat.

Jetzt, nach einiger Überlegung, habe ich den ursprünglichen Zustand wieder hergestellt, weil ich nicht bereit bin, mich den Drohungen der Blogbetreiber des „Islam 4Kids“ zu beugen.

Zu sehr erinnert mich das Verhalten der Blogger an einige meiner Schüler, die ihren Mitschülern Prügel androhen, wenn sie sich nicht fügen.

Meinem Verständnis nach habe ich mit dem  Zitieren der Texte nicht das Urheberrecht verletzt, da ich sie in einen eigenen Textbeitrag eingebunden, sie ordnungsgemäß als Zitat kenntlich gemacht und auf die Quelle verwiesen habe.


Wach auf, der du schläfst! 9. August, 2009

Posted by Rika in aktuell, islam, israel.
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Diese Aufforderung  kam mir in den Sinn als ich heute den Beitrag Mr.  Moe’s  über das Positionspapier las, das auf dem „Parteitag“ der Fatah verabschiedet wurde.

Ja, ja, ich weiß,  dieser Weckruf bezieht sich auf einen Bibelvers aus dem Epheserbrief  (Epheser 5,14),   ich habe aber keineswegs die Absicht, hier eine Predigt zu halten.   (Alternativ hätte ich auch einen nicht mehr zeit- und geistgemäßen  Kampfruf zitieren können,  das schien mir aber vollkommen unangemessen angesichts des Themas.)

Andererseits, wenn ich es mir recht überlege, müsste eigentlich mal  eine laute Busspredigt gehalten werden:

Tut Buße im wahrsten  Sinne des Wortes!

Kehrt um!

Kehrt endlich um von dem Irrweg der Toleranz gegenüber  den als „Friedensengel“ gut getarnten Hasspredigern, Gewalttätern, Terrorristen, den doppelzüngigen Heilsverkündern, den Wölfen im Schafspelz der Religion des Friedens, den Mordschreiern und Anstiftern zu Blutorgien!

Wacht doch endlich auf und begreift, dass mit denen kein Frieden in Israel zu machen ist, heute nicht, morgen nicht, niemals!

Kapiert endlich, dass sie nicht einen Millimeter „heiligen palästinensischen Bodens“ den Juden übrig lassen werden, heute nicht, morgen nicht, niemals!

Seht genau hin und versteht, dass es wirklich und wahrhaft um Israels Existenz geht und hört auf  das Wort „Existenzrecht Israels“ wie eine leere Worthülse gebetsmühlenartig vor euch her zubeten, wenn ihr doch in Wirklichkeit mit  dem Gedanken spielt,  Jerusalem zu teilen und Israel in die Grenzen von 67 zu zwingen,  wenn ihr von den zwei friedlich nebeneinander lebenden Völkern in zwei Staaten faselt und den Kotau vor den Mullahs in Teheran macht,  wenn ihr Fatah, Hisbollah und Hamas für prinzipiell  friedliebende und gottesfürchtige Zeitgenossen haltet, die nur aus Verzweifelung über den jüdischen Staat auf die falsche Spur geraten sind!

Lasst euch nicht länger blenden von den Parolen und den schönen Worten, schaut auf die Taten derjenigen, die seit mehr als 60 Jahren beteuern, sie wollten nichts lieber als im eigenen Staat glücklich sein und die seit über 60 Jahren alles daran setzen dieses Glück mit immer neuen Argumenten zu verhindern!

Glaubt ihnen kein Wort vom Frieden, aber nehmt jedes    dieser    Worte ernst, denn das ist ihr Programm!

Und hört endlich auf, sie für ihr Gejammer großzügig mit vielen, vielen Euros und Dollars zu belohnen!

WACHT ENDLICH AUF!

Ich befürchte allerdings, dass Mr.Moe Recht behält in seiner Annahme, dass die deutschen Medien es weiter tun werden:

Und doch werden deutsche Medien es weiterhin tun:

  • sie werden weiterhin hartnäckig und jeglicher Erfahrung zum Trotz von der „moderaten“ Fatah und dem „gemäßtigen“ Abbas schreiben und sprechen
  • sie werden weiterhin die israelische Siedlungen als größtes Hindernis für einen dauerhaften Frieden ansehen und nicht etwa den massiven Unwillen sowohl der Hamas als auch der Fatah, Israels Existenz anzuerkennen
  • sie werden weiterhin fordern, dass Israel nicht nur mit radikalen Extremisten verhandelt, sondern einseitige Zugeständnisse eingeht, ohne jemals berechtigte Hoffnung auf Gegenleistungen hegen zu dürfen
  • sie werden weiterhin einem US-Präsidenten zujubeln, dessen einseitiger und unnachgiebiger Druck auf Israel die Palästinenser in ihren ohnehin schon kompromisslosen Maximalforderungen noch bestärkt, und der somit (mit-)verantwortlich dafür ist, dass Cäsar eher Gallien erobert, als dass die “gemäßigte” Fataha zu einem Frieden mit Israel bereit ist

Die „Verdienste“ des Henning Mankell … 7. August, 2009

Posted by Rika in israel.
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Zweifellos schreibt Henning Mankell interessante Kriminalromane, das könnte man ihm als Verdienst anrechnen.

Aber nicht die kriminalistisch-literarischen Fähigkeiten sind es , die heute den „gfbv-blog“ zu der Aussage verleiteten, dass Herr Mankell sich verdient gemacht habe, vielmehr ist  die Rede von Mankells Beitrag zu dem „Palästinensischen Literaturfestival“ und seinem „Brief“ den er darüber verfasste und in dem er den Staat Israel auf eine Stufe stellt mit dem (ehemaligen) Apartheidsstaat Südafrika und sich zu der „Hoffnung“ versteigt, dass es mit   Israel bald ein Ende nehmen wird:

Wenn Veränderungen kommen, wird es von dem einzelnen Israeli abhängen, ob er oder sie bereit ist, auf seine Privilegien zu verzichten und in einem palästinensischen Staat zu leben.

Ich muss gestehen, dass mich die politischen Ansichten Henning Mankells bisher weit weniger interessiert haben als seine Krimis, doch was ich in dem kurzen  Text zu lesen bekam, verschlug mir derartig die Sprache, dass ich nach dem ersten Lesen und ungläubiger Zurkenntnisnahme beschloss,  einen Kommentar hier auf himmelunderde zu schreiben, fand dazu aber am Nachmittag keine Zeit und konnte lediglich den Text kopieren, was sich im Nachhinein als weise Voraussicht herausstellte, hatten die Blogger der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ mittlerweile den Eintrag gelöscht, wie ich zu meiner Verwunderung bei „Achgut“  lesen konnte.

Hier der gesamte Blogeintrag der Kümmerer um die bedrohten Völker samt Henning Mankells „Brief“,  mit der passenden Farbe  kenntlich gemacht:

„Ich habe in letzter Zeit mehrere Bücher wie die von Taher ben Jelloun oder jene über den Cyberjihad besprochen, um Brücken zu einem besseren Verstädnis des Nahen Ostens, des Islams zu bauen (Brücke heißt übrigens qantara – der Grund, warum Deutsche Welle und Bundeszentrale für politische Bildung ihren gemeinsamen Internetauftritt so nennen).

Es liegt nahe, dass Kultur und Literatur einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten können. Das ist auch einer der Gründe, warum Regime häufig auch die kulturelle Würde ihrer Minderheiten mißachten – um sie besser assimilieren zu können. Nun hat Henning Mankell sich über seinen Einsatz für Afrika hinaus verdient gemacht: mit einem Beitrag zum Palästinensischen Literaturfestival.

Er weist dabei besonders auf den Versuch des israelischen Militärs hin, genau dieses Literaturfest zum Schweigen zu bringen. Die International Crisis Group weist in ihrer neuesten Studie auf die Rolle der israelischen Siedler hin: http://www.crisisgroup.org/home/index.cfm?id=6228&l=1
Hier Mankells Erfahrungsbericht:

“Von Apartheid gestoppt – Israelisches Militär versuchte das internationale palästinensische Literaturfestival zum Schweigen zu bringen – Von Henning Mankell am 11. Juni 2009 geschrieben:

“Vor gut einer Woche (Anmerkung Redaktion: also Ende Mai) besuchte ich Israel und Palästina. Ich gehörte zu einer Schriftstellerdelegation mit Vertretern aus verschiedenen Kontinenten. Wir sollten an einer palästinensischen literarischen Konferenz teilnehmen. Die Einweihung sollte im Palästinensischen Nationaltheater in Jerusalem stattfinden. Gleich nachdem wir uns versammelt hatten, kam schwer bewaffnetes israelisches Militär und Polizei und teilte uns mit, dass sie uns zu stoppen gedächten. Auf die Frage warum, kam als Antwort: ”Sie sind ein Sicherheitsrisiko.”

Es ist natürlich Nonsens zu behaupten, dass wir in jenem Augenblick eine terroristische Bedrohung für Israel darstellten. Aber gleichzeitig hatten sie ja auch Recht. Sicher stellen wir eine Bedrohung für Israel dar, wenn wir nach Israel kommen und sagen, was wir von der israelischen Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung halten. Es war ja auch nicht merkwürdig, dass ich und Tausende andere damals eine Bedrohung für das Apartheidsystem in Südafrika darstellten. Worte sind gefährlich.

Das waren auch meine Worte, die ich sagte, als es den Veranstaltern gelungen war, die Einweihung in das französische Kulturzentrum zu verlegen, das sich bereitwillig gezeigt hatte:

”Das was wir jetzt erleben, ist eine Wiederholung des verächtlichen Apartheidsystems, das einst die Afrikaner und Farbige als Bürger zweiter Klasse in ihrem eigenen Land behandelte. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Apartheidsystem nicht mehr existiert. Es wurde durch menschliche Kraft auf den Müllhaufen der Geschichte Anfang der 1990-er Jahre geworfen. Es geht eine direkte Linie zwischen Soweto, Sharpeville und dem, was kürzlich in Gaza geschah.”

In den folgenden Tagen besuchten wir Hebron, Bethlehem, Jenin und Ramallah. Wir wanderten einen Tag in den Bergen zusammen mit dem palästinensischen Verfasser Raja Shehadeh, der uns zeigte, wie sich die israelischen Siedlungen ausdehnten, palästinensisches Land konfiszieren, Wege zerstören, neue bauen, die nur von Siedlern benutzt werden dürfen. Schikanen an den verschiedenen Grenzübergängen lagen auf der Hand. Natürlich war es einfacher für meine Frau Eva und mich durchzukommen. Aber jene in unserer Delegation, die syrische Pässe hatten oder deren Herkunft palästinensisch war, wurden desto mehr schikaniert. Bring den Koffer aus dem Bus, pack ihn aus, stell ihn wieder rein, hole ihn wieder heraus ….

Aber selbst in der Hölle gibt es Gradunterschiede. Hebron war am schlimmsten. Inmitten der Stadt mit 40.000 Palästinensern haben 400 Siedler einen Teil des Stadtzentrums beschlagnahmt. Die sind brutal und zögern nicht, ihre palästinensischen Nachbarn zu jeder Tageszeit anzugreifen. Warum ihnen nicht auf den Kopf pissen von hoch gelegenen Fenstern? Wir sahen einen Dokumentarfilm, wo u.a. Siedlerfrauen inklusive deren Kinder palästinensische Frauen treten und schlagen, ohne dass das Militär eingreift. Deshalb gibt es in Hebron Menschen, die im Namen der Solidarität freiwillig palästinensische Kinder zur Schule und zurück begleiten. Diese 400 Siedler werden rund um die Uhr von 1.500 israelischen Soldaten bewacht! Jeder Siedler hat eine permanente Leibwoche von 4-5 Personen bei sich. Die Siedler haben ausserdem das Recht, Waffen zu tragen. Als wir einen der schlimmsten Übergänge direkt in Hebron besuchten, war dort ein Siedler, unerhört aggressiv, der uns filmte. Sobald er das geringste Anzeichen für etwas Palästinensisches entdeckte, ein Armband, eine Anstecknadel, dann rannte er zu den Soldaten und erstattete Bericht.

Aber natürlich war nichts von dem, was wir erlebten, nur annähernd vergleichbar mit der Situation der Palästinenser. Wir trafen sie in Taxis und auf der Strasse, bei Vorlesungen, an der Universität und im Theater. Wir führten Gespräche und hörten, was ihnen zugefügt wird.

Ist es verwunderlich, dass ein Teil von ihnen desperat ist, wenn sie keinerlei Ausweg aus diesem Leben sehen, dass sie sich entscheiden, sich in einen Selbstmordbomber zu verwandeln? Wohl kaum oder? Verwunderlich ist nur, dass es nicht mehr tun.

Die Mauer, die jetzt das Land zerschneidet, wird kurzfristig künftige Attacken verhindern. Aber die Mauer ist ein allzu deutliches Zeichen für die desparate Lage der israelischen Militärmacht. Sie wird am Ende dasselbe Schicksal ereilen wie die Mauer, die Berlin teilte.

Was ich während dieser Reise sah, war völlig eindeutig: der Staat Israel ist in seiner gegenwärtigen Form ohne Zukunft. Jene, die eine Zwei-Staaten-Lösung vertreten, denken ausserdem falsch.

1948, als ich geboren wurde, erklärte Israel seine Unabhängigkeit auf besetztem Gebiet. Es gibt keinerlei Gründe dafür, dass dies eine völkerrechtlich legitime Handlung war. Man besetzte ganz einfach palästinensisches Land. Und man fährt fortlaufend fort, diesen Landbesitz zu vergrössern, etwa durch den Krieg 1967 und heute durch die ständige Zunahme an Siedlungen. Hin und wieder wird eine Siedlung abgerissen, um den Schein aufrechtzuerhalten. Aber bald taucht sie woanders wieder auf. Eine Zwei-Staaten-Lösung bedeutet nicht, dass die historische Besatzung aufgehoben wird.

Israel wird es genauso ergehen wie Südafrika unter der Apartheidzeit. Die Frage ist nur, ob die Israelis Vernunft annehmen werden und freiwillig einer Abwicklung des Apartheidstaates zustimmen werden. Oder ob es zwangsweise geschehen wird.

Auch kann niemand sagen, wann es geschieht. Der endgültige Aufruhr wird natürlich von innen kommen. Aber plötzliche Veränderungen in Syrien oder Ägypten werden dazu beitragen können.

Ebenso wichtig ist selbstverständlich, dass die USA es sich bald nicht mehr leisten können, diese abscheuliche Kriegsmaschine zu bezahlen, die Steine werfende Jugendliche von einem normalen Leben in Freiheit fernhält.

Wenn Veränderungen kommen, wird es von dem einzelnen Israeli abhängen, ob er oder sie bereit ist, auf seine Privilegien zu verzichten und in einem palästinensischen Staat zu leben. Ich stiess auf meiner Reise auf keinen Antisemitismus. Hingegen auf einen normalen Hass auf die Besatzer. Es ist wichtig, diese Dinge auseinanderzuhalten.

Den letzten Abend sollten wir in Jerusalem beenden, wo wir angefangen hatten. Aber das Theater war wieder vom Militär geschlossen worden. Es musste woanders vonstattengehen.

Der Staat Israel hat nur eine Niederlage zu erwarten, wie alle Besatzungsmächte.

Die Israelis vernichten Leben. Aber sie können nicht die Träume zerstören. Der Untergang dieses verächtlichen Apartheidsystems ist das einzig denkbare Resultat, da es notwendig ist.

Die Frage lautet also nicht ob, sondern wann es geschieht. Und natürlich auch, auf welche Weise.”

Henning Mankell kennen wir nahezu alle. Der 1948 in Stockholm geborene Theaterregisseur und Schriftsteller wurde durch seine Krimi-Reihe über Kurt Wallander bekannt. Mankell lebt abwechselnd in Schweden und in Maputo (Mosambik), wo er ein Theater leitet. Als Autor hat er mehrere Bücher veröffentlicht, die seine afrikanischen Erfahrungen verarbeiten. Mit Wiedergabe dieses Erfahrungsberichtes möchte ich zum Nachdenken anregen, aber auch einen Beitrag zur Diskussion beitragen – in der Hoffnung, dass über diesen Denkanstoß auch durchaus Sie, liebe Leser, Ihre Meinung beitragen in Form von Kommentaren. Dazu kann ich Ihnen die lesenswerten Beiträge von Frank-Rene Dohmes auf diesem Blog empfehlen, der sich schon mehrfach die dankenswerte Mühe gemacht hat, aktuelle Informationen zu liefern.“

http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/07/30/israels-apartheidspolitik-ein-offener-brief-henning-mankells/

Der „gesellschaft für bedrohte völker Berlin-Bloghat vermutlich im ersten Überschwang zur Rettung des bedrohten Volkes der Palästinenser nicht so genau hingeschaut, was Herr Mankell da im Klartext und unverblümt gesagt hat und erst der eine oder andere dezente Hinweis auf die unverhüllten Hasstiraden gegen den Staat Israel und seine – Mankells –  mehr oder weniger deutlich ausgesprochene Hoffnung auf ein baldiges Ende des jüdischen Staates mögen den Gesellschaftern zu denken gegeben haben… und sie veranlasst haben, den Beitrag zu löschen.

Es wäre ja auch denkbar und nett gewesen, wenn sie sich ihres Auftrags besonnen hätten und aufgrund des Mankell-Textes Israel in die Liste der bedrohten Völker aufgenommen und unter ihren persönlichen Schutz gestellt hätten.  Eine entsprechende Aussage in ihrem Blog wäre doch durchaus angebracht, sieht man mal genauer hin, wer da so alles von den lieben Nachbarn (die Nachbarschaft umfasst die ganze Welt) Israel den Garaus machen möchte und sich dazu immer neue Pläne einfallen lässt, die sich hinter solch „schönen“  Gedankenspielen wie „Zweistaatenlösung“, „Rückkehrrecht für  Palästinenser“, „Zurück zu den Grenzen von 1967“,  „Schluss mit den Siedlungen“ und „Juden raus aus Judäa“ mehr oder weniger elegant verbrämt, verbergen.

Ich spare mir jedoch an dieser Stelle mein ursprüngliches Vorhaben, den Text mit meinen Kommentaren zu versehen um  die unsägliche Haltung Herrn Mankells zu Israel und seiner Bevölkerung deutlich hervor zu heben. Der Text spricht für sich selbst und entlarvt seinen Schreiber als einen  (nein, ich schreibe jetzt nicht das bekannte Adjektiv, das mit a beginnt)  Palästinenserversteher der übelsten Sorte, der ja nun wirklich mit Antisemitismus nichts zu tun hat, sondern   „nur“ den ganz „normalen Hass“ der Palästinenser auf Israel beschreibt …   und der  in der Aussage  gipfelt:

Die Israelis vernichten Leben. Aber sie können nicht die Träume zerstören. Der Untergang dieses verächtlichen Apartheidsystems ist das einzig denkbare Resultat, da es notwendig ist.

Deutlicher kann man es nicht sagen, dass man das Existenzrecht Israels grundsätzlich verneint. So drastisch wollte die Gesellschaft für bedrohte Völker es dann doch nicht sagen und strich verschämt den Mankell aus dem Programm.

Warum der Beitrag dennoch hätte bestehen bleiben sollen begründet „Achgut“.

UPDATE,  08. 08. 09, 13.40h

Die GfbV-Berlin-Blog-Betreiber veröffentlichen heute eine Stellungnahme zu Mankell, die mit folgenden Worten beginnt:

Die Aussagen im offenen Brief des Schriftstellers Henning Mankell zur Lage in Israel und Palästina stehen in eklatantem Widerspruch zur Position der Gesellschaft für bedrohte Völker zu diesem Thema. Dass sein Brief auf diesem Blog veröffentlicht wurde, war ein schwerer Fehler. Dafür entschuldigt sich der Autor und der Vorstand unserer Menschenrechtsorganisation. Unglücklicherweise kursiert der Blogeintrag auf mehreren anderen Blogs und hat zu zahlreichen Kommentaren geführt. Für die Kommentare dankt die GfbV, möchte aber nochmals mit aller Deutlichkeit betonen, dass entgegen der Darstellung auf anderen Blogs, Mankells Position in keinster Weise diejenige der GfbV wiedergibt.

Damit und mit der nachfolgenden Erklärung distanziert sich die GfbV von Mankell und trifft deutliche, wenn auch nicht eindeutige  Aussagen zu Israels Existenzrecht, der Bedrohung durch die feindlichen Nachbarn und die Verantwortung der westlichen Welt für die Sicherung des Friedens:

Frieden im “Heiligen Land”, in Israel und Palästina, der Rückzug der israelischen Truppen (aus den seit 1967 besetzten Gebieten), die gegenseitige Anerkennung sind nur durch eine entschiedene offensive Friedenspolitik des Westens, der USA und Europas möglich. Deshalb sind militärische Sicherheitsgarantien der NATO, der USA und der UN unverzichtbar. Dazu gehört aber auch die Entmilitarisierung eines zukünftigen Staates Palästina. Deutschland ist besonders verpflichtet, die Zerstörung Israels zu verhindern. Jede deutsche Regierung muss sich für die Aufnahme Israels in die Europäische Union einsetzen, sofern eine israelische Regierung dieses eines Tages wünscht.

Hier nachzulesen.

Dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack und ein leichtes Misstrauen meinerseits angesichts der Tatsache, dass der später gestrichene  Beitrag ÜBERHAUPT  veröffentlicht  wurde, muss es doch bei den Verantwortlichen zumindest eine Person geben, die  a) Mankells Position teilt und kommentierend unterstützt und b) befugt ist, solchen Unsinn ungeprüft ins Netz zu stellen.

Dat hälsse ja im Kopp nich aus… 3. August, 2009

Posted by Rika in aktuell, islam.
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… et gibt neuigkeiten vonne dauerempörten, kann’se glauben oder nich.  is villeich auch nur de füllung vonnen sommerloch, egal, jedenfalls hamse ärger auf schlake. nä, nich mit’te spieler …

die auf schalke ham da son lied seit anno dunnemal, sing’se vamutlich inne kneipe oder so oder aufem spielfeld – äh, am spielfeld, weil, die aufem spielfeld solln spieln un nich singn. damals ham’e leute sich noch keine gedanken über de politisch korrekten lieder gemacht und ham manchmal auch ganz schön blödes zeugs gedichtet, muss man’ja zugeben. tät ich auch nich singen, son lied, bin aber auch nich von schalke.

worum et geht? ummen lied, en schalke-lied, wat sag’ich, die hymne vonnen vaein,  irgendwat mit weiß blau und auch wat mit mohamed drin. weiß der kuckuck warum die  wat mit mohamed innen fussballlied anne backe hatten.  hamse abba gemacht, hat sich vamutlich irgendwie toll angehört, inne zwanziger  jahre als’se dat lied gedichtet  un dann inne sechsziger nochma umgeändert ham,  so ub tu date, modern eben, bisken exotisch, is ja auch egal. jedenfalls geht dat nich, kann’se nich machen, mohammed innen fussballlied.  kann’se sagen, „pele issen fussballgott“ oder „gott is schalker“  oder auch vonnen „göttlichen“ spieler xy-dingsbums reden, abba mohammed innen lied von schalke geht nich, weil, is beleidigung von’nen propheten, macht man besser nich, brennen am ende wieda alle möglichen fahnen und son gedöns, weil, wenn man jemanden mit’en propheten beleidigt, darf der fahnen anstecken, tut der auch glatt, echt, eh.  und jez denken’se in schalke, wie’se dat wieder hinkriegen, damit nich auch noch de arena abgefackelt wird, sone fahne kann’se ja vaschmerzen, wat is abba, wenn’se damit noch nich genug entbeleidigt sind, he?

is eigentlich ma wieda n thema für’de islamkonferenz, könn’se en neuen beschluss fassen: der prophet darf nich inne fussballlieder un als wiedagutmachung kriegen alle beleidigten in gelsenkirchn ne dauerfreikarte für de ganze säson auf schalke.

is doch ne gute idee, oda?

un wenn’se mehr wissen wills, kann’se  auch noch lesen, wat liza dazu schreibt, liza is nämlich nich nur nen guta schreiba, is auch noch fussballexperte un hat ahnung vonne politik un so… is abba auch kein schalke-fan, glaub ich … is doch nich so schlimm, oda, ich mein, dass er kein schalker is, hauptsache er hat ahnung vonnen fussball, dat is beim fussball sowieso dat wichtigste, vasteh ich sowieso nich, warum die sich üba son lied…

Vereinslied

Blau und Weiß, wie lieb ich Dich
(Text bearbeitet von Hans J. König / 1963)

Blau und Weiß, wie lieb ich Dich
Blau und Weiß, verlass mich nicht
Blau und Weiß ist ja der Himmel nur
Blau und Weiß ist unsere Fußballgarnitur

Hätten wir ein Königreich
Machten wir es den Schalkern gleich
Alle Mädchen, die so jung und schön
Müssten alle Blau und Weiß spazieren gehn

Mohammed war ein Prophet
Der vom Fußballspielen nichts versteht
Doch aus all der schönen Farbenpracht
Hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht

Tausend Feuer in der Nacht
Haben uns das große Glück gebracht
Tausend Freunde, die zusammenstehn
Dann wird der FC Schalke niemals untergehn.

so aufregen…

Nachtrag:

hab’ich eben noch entdeckt, hätten’se ma besser  ‚auf gehört, wärn’se nämich nich mit’en schlimmen lied mitne ganz, ganz schlimme beleidigung vonnen propheten beleidigt worden …