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Rot ist schön! 6. September, 2009

Posted by Rika in familie.
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Nein, das soll kein Wahlkampfbeitrag werden …

Weder geht es um politische Ansichten, die man gerne farblich kennzeichnet, noch um die vermeintliche Farbe der Liebe, ja nicht einmal um das Rot an sich.

Eine Notiz bei SPON inspiriert mich zu „Rot ist schön!“

Als mein Zweitgeborener ziemlich haarlos auf die Welt kam, beschäftigte sich meine gute Freundin gerade intensiv mit der Frage, ob sie ihrer Tochter zu Weihnachten ein Haarfärbemittel schenken solle, eine Idee, die ich überhaupt nicht verstehen konnte, hatte doch die Tochter wunderschöne Haare in einer atemberaubend tollen Farbe – meine Freundin fand meinen Enthusiasmus jedoch als gut überspieltes Mitleid!

Und als meinem  Zweitgeborenen der erste zarte Flaum auf dem hübschen Köpfchen wuchs, hielt sie triumphierend ihren Finger unter ein / zwei der feinen Härchen und verkündete: „Der wird ROT!“

Er wurde rot! Löckchen (die sich später zu wilden Wellen auswuchsen) in wunderbar hell schimmerndem Kupfer, im Sommer mit einzelnen blonden Strähnen  gaben dem kleinen Kerl ein unwiderstehlich anmutiges Aussehen.

Auch die Drittgeborene wurde rot! Herrlich kräftig rot glänzende Haare.  (Allerdings dauerte es sehr lange, bis sie sich zu einer prächtigen Mähne auswuchsen.)

Der Viertgeborene  schließlich, wurde ebenfalls rot! Ein feiner Rotton, der in jungen Jahren relativ hell war und erst im Erwachsenenalter  fast wie Mahagoni leuchtet.

Die Kinder haben in ihrer Kindergarten- und Schulzeit sehr unterschiedliche Erfahrungen mit ihren roten Haaren gemacht. Allen begegneten Mitschüler und Kinder, die die roten Haare zum Anlass nahmen, sie zu hänseln oder zu ärgern. Pumuckel, Feuerwehr, Pipi Langstrumpf – das waren die gängigen Vergleiche.  Unsere Tochter wurde eine Zeitlang Ferari genannt – eine nette Anspielung auf Haarfarbe und Temparament, im Kindergarten musste sie sich allerdings anhören (von gleichaltrigen Mädchen), dass man eine wie sie im Mittelalter als Hexe verbrannt hätte… einen ganzen Sommer lang färbte ich mir damals aus Solidarität mit meiner Tochter die Haare ROT!

Inzwischen haben sie natürlich keine Probleme mehr mit Leuten, die rote Haare nicht leiden können oder in ihnen Hexen, Pumuckel oder irgendwelche unheimlichen Figuren vermuten.  Außerdem ist es heutzutage geradezu schick, sich die Haare rot zu färben, besonders bei Frauen, denen der natürliche – wie auch immer geartete – Farbton zugunsten eines mehr und mehr eindeutigen „Grau“ abhanden kommt.

Ich wandel mich auch gerade von einem eher nichtssagenden Aschblond zu einem undefinierbaren Grau mit aschblonden Strähnen …

Die Zeit vergeht und auch (Haar)Farben sind vergänglich!

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die drei nackedeis

Sind  – äh, waren  –   sie nicht bezaubernd, unsere „Roten“?     (Auf der Terrasse des Lieblingsferienhauses vor ca. 20 Jahren)

Und unser Ältester? Der war als Kleinkind leuchtend blond und wurde mit den Jahren immer dunkler. Zur Zeit ist er sehr gespannt, welche Haarfarbe sein Kind haben wird, das seine Frau (hell naturblond) und er im Herbst erwarten …

Rot wäre doch eine schöne Farbe!

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Übrigens verstehe ich nicht, wie man in der Fotoleiste des Spiegelartikels so viele rot gefärbte Leute darstellt, es gibt doch (noch) genug „Naturrote“ in allen Variationen!

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