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An die Fahne … fertig … los! 15. September, 2009

Posted by Rika in islam, israel.
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Etwas anderes will mir überhaupt nicht einfallen…

angesichts der Berichte über  den  –    willkürlichen nach Recht und Ordnung angemessenen  –  Umgang mit  Fahnen.  Fahnen sind geeignet, Emotionen zu wecken  und leider nicht nur positive, nein, im  schlimmsten Fall sind sie in der Lage,  den Volkszorn zu entfachen und  stellen damit eine Gefahr für die öffentliche Ordnung dar.

Wobei es wichtig ist zu sagen, dass Fahne nicht gleich Fahne ist.

Seit der Weltmeisterschaft werden ja neben den Schützenvereinsfahnen und Karnevalswimpeln auch wieder Deutschlandfähnchen bei Straßenfesten und Umzügen aller Art gezeigt. Das ist nun kein Problem mehr, im Gegenteil, es wird als Fortschritt    „auf dem Weg zur Normalität im Umgang mit nationalen Regungen“  (Identität, Stolz usw.)   angesehen.

Auch die Fahne des Propheten und die Fahnen  der Länder, in denen die Nachkommen des Propheten die Religion des Friedens  durch öffentliches Auspeitschen von Hosenträgerinnen oder durch das Steinigen von vermeintlichen Ehebrecherinnen oder durch das Aufknüpfen von Homosexuellen an Baukränen eindrucksvoll praktizieren, können problemlos und begleitet von Friedensgesängen  wie  –   „Israel,  Kindermörder!“,  „Tot den Juden!“ und „Wir sind das Volk!“ – äh, nein, da habe ich etwas verwechselt! Entschuldigung! – durch deutsche Städte getragen werden.

Aber seit dem Ende der Nazizeit schickt es sich einfach nicht, den „Judenstern“ in der Öffentlichkeit zu zeigen, schließlich wissen wir doch alle, dass das eine ungeheure Diskriminierung der damals hier lebenden Juden darstellte und zudem gefährlich war  (für die Juden),   konnten sie doch so von ihren Häschern mühelos erkannt und gehascht werden… die Folgen kennen wir auch.  Und deshalb kommt es gar nicht gut, wenn heutzutage der Judenstern (Davidstern oder „Schild Davids“)     –  wenn auch in etwas anderer Farbgebung als damals – wieder in der Öffentlichkeit gezeigt wird – außer bei Gedenkfeiern, an denen wir uns des Verbrechens an den Juden erinnern oder bei  öffentlichen politischen oder sportlichen Ereignissen (Weltmeisterschaft, Staatsbesuch,  wobei man ja sagen muss, dass wir hier in Deutschland noch die Spieler und Sportler des Landes mit der nicht so gern gesehenen Fahne öffentlich auftreten lassen, in Schweden ist man da schon weiter, dort werden die Sportler unter der Ausschluss  der Öffentlichkeit zum Wettkampf gebeten!)

Aber bei Straßenfesten oder Friedensdemonstrationen so riesengroße Fahnen  –  das geht ja nun gleich gar nicht! Schließlich leben wir in einer weltoffenen und menschenfreundlichen Demokratie und nehmen Rücksicht auf die Gefühle aller Bewohner dieses schönen Landes.

Nun ja, und da könnte  ja diese Fahne die Anhänger der Religion des Friedens bis aufs Blut reizen  (und ein paar von denen von Gestern wohl gleich mit!) und das stellt ja dann ein öffentliches Ärgernis dar und eine Zuwiderhandlung gegen die öffentliche Ordnung.

Mensch, das muss man doch einsehen!

Und wer  sich eine Ordnungswidrigkeit zu schulden kommen lässt, muss mit einer Ordnungsstrafe rechnen, so geschehen einer jungen Frau, die ein Bussgeld bezahlen soll, weil sie mit einer

ISRAEL – FAHNE

den Israel – Hassern tapferen Kämpfern  „für Frieden und Freiheit in Palästina“ ihre Sympathie für das weltoffene, menschenfreundliche, demokratische, prosperierende  und von den arabischen Nachbarn ständig bedrohte Land  entgegengehalten  und damit aufrührerisch tätig war. Nein, sie hat nicht in Palästina ihre Sympathie mit einer Israel-Fahne  zum Ausdruck gebracht, da habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt – in Bochum war das, hier bei uns!

Auch die Sache in Duisburg muss hier noch einmal erwähnt werden.

Ist doch alles inzwischen hinlänglich bekannt!

Aber die Leute wollen ja einfach nicht aus ihren den Fehlern der anderen lernen. Nein, sie müssen ihre eigenen Fehler machen und mit einer

JERUSALEM – FAHNE

durch Berlin spazieren.

Geht nicht, geht gar nicht!

Und während überall die Schönheit der arabischen Schrift auf Schildern, Fahnen und Plakaten als Bereicherung für unser ästhetisches Empfinden gilt (unabhängig davon, wie wenig ästhetisch der Inhalt auch immer sein mag), sind hebräische Buchstaben Ausbund des aufrührerisch Bösen, und demzufolge ebenfalls verboten! Das gilt selbstverständlich auch für israelisch-hebräische Musik,  arabisch-palästinensische Lieder dienen der Völkerverständigung!

Das kann man  – wunderbar zusammengefasst – alles noch mal bei Liza nachlesen – nur für den Fall, dass man nicht mehr oder noch nicht so ganz im Bilde ist.

Bleibt mir nur, noch einmal zu bekräftigen:

…  an  DIE  Fahne … fertig …  los!

Israelfahne


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Kommentare»

1. Julia - 16. September, 2009

toller Beitrag, merci! Woher bekomm ich eine Israelflaffe?

2. Julia - 16. September, 2009

ähhh, Flagge natürlich

3. Rika - 16. September, 2009

Hier kann man z.B. Israelfahnen oder Fähnchen bestellen:
http://www.doronia-shop.de/index.php/cPath/87_103_213

Ich habe gute Erfahrungen mit Doronia gemacht – http://www.doronia-shop.de/

4. Yael - 17. September, 2009

Julia, lass dir doch eine in Israel kaufen und zuschicken (Vivi z.B.), das ist billiger als bei Doronia, wo der Mindestverkaufswert 25 Euro beträgt. In Israel sind sie auch billiger.

5. Rika - 17. September, 2009

Yael,
das ist natürlich ein guter Tipp (wenn auch nur für Insider) … stimmt schon, wohl dem, der eine nette „Bezugsquelle“ in Israel selbst hat!
Vielleicht hätte Vivi gar Lust auf ein kleines Flaggen-Export-Geschäft 🙂 …
In größeren Städten mit aktiven jüdischen Gemeinden gibt es vermutlich auch Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, alle anderen Leute, die hin und wieder israelische Dinge kaufen möchten, sind trotz mancher Auflagen aber mit dem Versandhandel gut bedient!
Und vielleicht gibt es die Flaggen ja auch in ganz normalen Sammelsuriumgeschäften.

Meine Israel-Fähnchen stammen übrigens auch aus Israel – mein Sohn brachte sie nach seinem Volontariat mit … er hatte sich zum JOM HAAZMAUT massenhaft mit ihnen eingedeckt und ist heute noch begeistert von der wunderbaren Stimmung an diesem Tag!

6. Julia - 17. September, 2009

Superidee, Yael!

7. yael1 - 22. September, 2009

Dokumentation eines Schreibens des Berliner Polizeipräsidenten Dieter Glietsch an die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Sehr geehrte Frau Süsskind,

für das Gespräch, das ich am 17. September 2009 mit Ihnen und weiteren Vertretern der Jüdischen Gemeinde zu Berlin über Ihre Erfahrungen mit der Polizei während der Kundgebung „Protest gegen den Al-Quds-Tag“ am 12. September 2009 führen konnte, darf ich Ihnen noch einmal herzlich danken. Es hat mir geholfen, die mir in den vergangenen Tagen bekannt gewordene Kritik an den polizeilichen Maßnahmen heute in einem intensiven Gespräch gemeinsam mit dem für den Einsatz verantwortlichen Polizeiführer zu bewerten.

Ohne auf alle Einzelheiten einzugehen, kann ich das Ergebnis wie folgt zusammenfassen:

Die Kritik ist berechtigt. In dem Bestreben, in beiden Aufzügen möglichst alles zu unterbinden, was auf der jeweils anderen Seite als Provokation empfunden werden oder zur Emotionalisierung beitragen könnte, hat die Polizei zu stark in das Recht der Kundgebungsteilnehmer auf Versammlungsfreiheit eingegriffen.

Beschränkende Verfügungen oder Absprachen mit Versammlungsleitern, die die Verwendung nichtdeutscher Sprachen bei Versammlungen reglementieren, werden der Bedeutung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit für den freiheitlichen Rechtsstaat nicht gerecht. Deshalb werden entsprechende Verfügungen oder Absprachen in Zukunft unterbleiben.

Die Sicherstellung von Transparenten und Fahnen mit englischer bzw. hebräischer Beschriftung hätte nicht erfolgen dürfen.

Es tut mir leid, dass bei den Kundgebungsteilnehmern der Eindruck entstanden ist, die Polizei messe mit zweierlei Maß und schreite gegen Regelverstöße in dem Aufzug „Jerusalem-Quds-Tag“ nicht konsequent ein. Das mir übergebene Bildmaterial hat mich veranlasst, Strafermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz (Ordner mit Hisbollah-T-Shirt) und wegen Verstoßes gegen § 86a StGB (Zeigen des Hitlergrußes) einleiten zu lassen. Ich gehe davon aus, dass diese Sachverhalte von den eingesetzten Beamten nicht wahrgenommen wurden.

http://www.lizaswelt.net/2009/09/verpolizeihung.html


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