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Henning Mankells Verdienste – Teil II 20. September, 2009

Posted by Rika in Allgemein.
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Die Stadt Osnabrück verleiht den gut dotierten „Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis“ an den Schriftsteller Henning Mankell, der sich in besonderer Weise um Afrika verdient gemacht hat. Laudator ist der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Herr Prof. Dr. Horst Köhler.

Unbestreitbar ist sicherlich, dass Herr Mankell durch sein schriftstellerisches Engagement das Augenmerk seiner Fangemeinde (auch) auf die Probleme Afrikas gelenkt hat, die, wie Herr Prof. Köhler in seiner Laudatio anmerkt, in einem engen Zusammenhang stehen von Armut, Rohstoffausbeutung und unfairen Handelsbedingungen, für die wir die Verantwortung tragen.

Es gebe einen Zusammenhang zwischen Armut, Rohstoffausbeutung, Wassernot und unfairen Handelsbedingungen. Der Schriftstelle zeige «konkret auch die Fäden der Ausbeutung, deren Ende zu uns selber führen. Er hält uns damit den Spiegel vor Augen.»Mit Blick auf die Flüchtlinge, die übers Mittelmeer nach Europa kommen, sagte Köhler: «Die Grenzen Europas dagegen abzuriegeln, ist weder politisch noch moralisch eine Lösung. Es müssen vielmehr die Bedingungen dafür geschaffen werden, dass die Menschen in Afrika bleiben können.»

http://www.netzeitung.de/kultur/1467099.html

Nahezu gleichlautende Berichte finden sich u.a. hier, hier, hier und hier auch

…  was zu der Vermutung Anlass gibt, dass die entsprechenden „Organe“ die Pressemitteilung der Preisverleiher wortwörtlich übernommen haben.  Eine – wie auch immer geartete oder gar kritische – Nachfrage zu Herrn Mankell ist demzufolge nicht zu erwarten, schon gar nicht ein Hinweis auf seine deutlich antisemitische, antiisraelische Polemik, die unlängst publik wurde. Ich schrieb darüber.

Selbstverständlich nimmt H. Mankell die Preisverleihung auch zu einer deutlichen Stellungnahme gegen die Kriege in Irak und Afghanistan wahr und greift in dem Zusammenhang das Thema „Terror“  auf.  Terror, meint Herr Mankell, sei nicht „mit eigenem Terror“ beizukommen…

Kritisch ging Mankell auf die Kriege im Irak und in Afghanistan ein. Es gebe zwar gerechte Kriege, das gelte aber nicht für die Kriege in diesen beiden Ländern. «In meinen Augen sind beide Kriege Angriffskriege und damit ungerechte Kriege. Man kann dem Terror nicht mit eigenem Terror beikommen», sagte er unter dem Beifall der 390 geladenen Gäste in der Osnabrücker Marienkirche. «Ich bin der festen Überzeugung, dass in beiden Fällen ein intensiver, nie nachlassender Dialog das zum Erfolg führende Instrument hätte sein können – und sein kann», sagte er.

http://www.netzeitung.de/kultur/1467099.html

Ja, gewiss, ein intensiver, nie nachlassender Dialog mit Herrn S. Hussein oder den (moderaten) Taliban hätte allen diktatorischen Grausamkeiten und jeglichem terroristischen Treiben ein Ende bereitet, wie ja auch der intensive Dialog mit Herrn  Ahmadinedschad  im  Iran dazu führt oder irgendwann führen wird, dass Herr A. davon ablassen wird, Israel von der Landkarte tilgen zu wollen oder den Holocaust zu leugnen oder die atomaren Spielchen weiter zu betreiben (die natürlich nur der Energieversorgung des ölarmen Landes dienen).  Ziemlich erfolgversprechend sind auch die intensiven und nie nachlassenden Gespräche mit den Freiheitskämpfern der Hamas und Hisbollah, die jährlich viele, viele Dollars und Euros von den arabischen Freunden ebenso wie von der Weltgemeinschaft und der EU dafür kassieren, dass sie Israel den Kampf angesagt haben und ebenso aussichtsreich sind die nie nachlassenden intensiven Dialoge mit den  afrikanischen Staaten, die sich dem Frieden, der Völkerverständigung und dem Wohl ihrer Bevölkerung verpflichtet haben; als leuchtende Beispiele für den Erfolg dieser nie nachlassenden Bemühungen  mögen der Sudan und Somalia gelten, Eritrea, Libyen und sein Präsidente Kommandante Terroriste, Niger, Kongo , Mocambique und … und … und …   Obwohl, das ist ja unsere Verantwortung, die Fäden laufen bei uns zusammen, meint Herr Köhler.

„Im Westen nichts Neues“, meinte einst ErichMaria Remarque. Wie Recht er doch hatte … auch wenn der Kontext damals   ein ganz klein wenig anders gewesen sein mag …

„Der Westen“   ist verantwortlich für das Leid der Welt und das Staatsoberhaupt eines der einflussreichsten westlichen Staaten applaudiert einem Juden-/ISRAEL- hassenden -verachtenden  „Terrorversteher“.

Bravo!

Aber vermutlich hat er wieder einmal nicht gewusst, wen er ehrt …

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Kommentare»

1. Markus - 20. September, 2009

Sehr guter und eindeutiger Beitrag von Dir – wenn ich das sagen darf 🙂
Man kann sich wirklich nur an den Kopf schlagen, was hier in unserem Lande passiert und wie die Wahrheit verdreht und totgeschwiegen wird. Und das von Herrn Köhler, den ich lange Zeit für einen fähigen Mann – auch weil er gläubiger Christ ist – gehalten habe.

2. Rika - 22. September, 2009

Bei Liza kann man einen wunderbaren Text zum gleichen unsäglichen Thema lesen … :
Laudator? Si!
@ „Bundespräsident Horst Köhler wusste ganz genau, auf wen er da am vergangenen Freitag seine Laudatio hielt: „Den meisten ist er als Autor seiner millionenfach verkauften Kriminalromane …“
weiterlesen hier:
http://www.lizaswelt.net/2009/09/laudator-si.html


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