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Eine Frau an der Spitze … 28. Oktober, 2009

Posted by Rika in Allgemein.
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…  der evangelischen Kirche!

Heute wurde Margot Käßmann mit großer Mehrheit zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt,  132 von 142 Stimmen fielen auf die Bischöfin der Landeskirche Hannover, der größten Landeskirche in Deutschland, 4 Personen enthielten sich der Stimme, 5 Menschen stimmten mit Nein, eine Stimme war ungültig.

Bei allem Respekt für Frau Merkel, die ja auch heute (wieder) gewählt wurde, ich halte die Wahl Margot Käßmanns zur Ratsvorsitzenden der EKD für wesentlich bedeutsamer für und in unserer Gesellschaft als die Wiederwahl der Kanzlerin.

Zeigt diese Wahl doch, dass die Kirche die gesellschaftlichen Bedingungen und Herausforderungen unserer Zeit nicht nur zur Kenntnis nimmt, sondern sich ihrer annimmt und sich ihnen stellt.

Die Kirche macht neben allen administrativen Notwendigkeiten auch deutlich, dass sie das  Evangelium von Jesus Christus mitten in die Gegenwart holt,   Jesus selbst, der in der Hinwendung zu dem Einzelnen  die Liebe Gottes zu den Menschen  als das Wesentliche jeglicher Gottesbeziehung sichtbar gemacht hat, indem er  Menschen nahe ist, ihre Schwächen und Schwachheiten kennt und trägt, Sünden vergibt und Verletzungen heilt.

Das lange Zeit als unumstößlich geltende Wort des Apostel Paulus: „Das Weib schweige in der Gemeinde!“ wie Luther den Text aus 1.Korinther 14, 34 übersetzt,  wird nicht länger als genereller  Maulkorb für Frauen verstanden, sondern in den Kontext der damaligen Zeit gestellt, den Paulus kurz anklingen lässt:  „Wie es in allen Gemeinden der Heiligen ist, sollen die Frauen in den Gemeinden schweigen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie es auch das Gesetz sagt.“ Damit ist vermutlich  nicht nur  das „Gesetz des Mose“, also die Thora  gemeint (die Elberfelder Bibel gibt hier den Verweis auf 1. Mose 3, 16 an) , denn die Korinther waren überwiegend  „Heidenchristen“, sondern auch das weltliche / politische Gesetz.

Und wie die politischen Bedingungen unserer Zeit Frauen Redefreiheit und die Übernahme von öffentlicher Verantwortung zugestehen (s. Kanzlerin und Ministerinnen), sollten auch die religiösen Belange von Frauen wahrgenommen werden.  In unserer Zeit heute, in der die Auseinandersetzung um die Rechte der Frauen auf dem Hintergrund religiöser Bestimmungen wieder neu geführt wird, ist es ein mutiges Zeichen der Kirche, die Ebenbürtigkeit von Mann und Frau auch und gerade in geistlichen Kontexten durch die Wahl der Bischöfin zu betonen.

Wer die Berichterstattung über die Synode in Ulm verfolgt hat, wird sicher auch mit Erstaunen gelesen haben, dass die männlichen Bewerber ihr untadeliges Familienleben als Qualitätsmerkmal für das höchste Amt der evangelischen Kirche hervorhoben. (Sie mögen damit auf die biblischen Empfehlungen für Amtsinhaber in den Gemeinden hingewiesen haben, wie wir sie etwa im 1. Timotheus-Brief lesen  – 1.Tim. 3 , 1 ff)  Margot Käßmann, geschieden nach 26 Ehejahren,  schien diesem Merkmal nicht zu entsprechen. Aber vielleicht   steht sie gerade deshalb exemplarisch für die „Mühseligen und Beladenen“, die Jesus auffordert, zu ihm zu kommen, um „Erquickung“ zu erfahren.  Dieses „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid“ hat die Kirche lange Zeit  vernachlässigt, zwar hat sie sich in ihrem diakonischen Engagement um die gekümmert, die am Rand stehen, hat Not gelindert und zur Lebensbewältigung geholfen, aber in der Kirche selbst, in den Gremien und Arbeitskreisen  waren doch eher die propperen und integeren Persönlichkeiten gefragt, die etwas hermachen konnten. (Es ist noch gar nicht so lange her, dass Scheidung als ein so großer Makel angesehen wurde, dass man Geschiedenen die Mitarbeit in den Gemeinden verweigerte und auch andere „Randgruppenvertreter“ praktisch in den Mitarbeitergruppen der Kirche nicht vorkamen – Ex-Gefangene, Ex-Junkies, ganz zu schweigen von „akut am Rand stehenden“  Christen, die es ja gibt…) Vielleicht, so ist meine Hoffnung für die Kirche, nimmt  die Kirche auch in ihren verschiedenen institutionellen Gruppierungen wieder  die Menschen mit all ihren menschlichen Unzulänglichkeiten und Bedürftigkeiten in ihre Mitte.  Wir müssen doch keine Vorzeigechristen oder gar Heilige sein, um Wort Gottes heute in unserer Gesellschaft lebendig werden zu lassen.

Unsere Gemeinden  leben nicht von den wenigen nahezu perfekten Supermännern und Frauen, sondern von allen denjenigen, die sich – so wie sie sind – in  Gesellschaft und Gemeinde einbringen.  Dass Frau Käßmann aber auch alle Merkmale einer Superfrau aufweist, ist für ihre Wahl  – und für ihre zukünftige Arbeit – sicher ein wesentlicher und grundsätzlich positiver Aspekt!

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Da dräut nicht nur schlechtes Wetter … 24. Oktober, 2009

Posted by Rika in aktuell.
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… wenn Stuttgart heute hier

DSCI0456

verliert!

Aber soll 96 nur mit Rücksicht auf den lieben Herrn Babbel auf einen Heimsieg verzichten?

Noch ist die Sache zwar nicht entschieden, steht es im Niedersachsenstadion in der Finanzdienstleister-Arena  0 :  0 (warum heutzutage die Stadien alle nach irgendwelchen Wirtschaftsunternehmen benannt werden…. gefällt mir nicht, gar nicht!)

Herr Babbel mag noch hoffen …

Hannover liegt vorn! 1 : 0  … sag ich doch, wir machen das!

… Halbzeit-Pause…

… übrigens ist das Gewässer im Vordergrund des Bildes der Maschsee –     Hannovers    „Stadtsee“   im wahrsten Sinne des Wortes, kann man doch in wenigen Minuten zu Fuß Innenstadt und Einkaufszentrum erreichen …  und weil er so schön zentral liegt und außerdem von bequemen Rad- und Fußwegen umgeben ist, eignet er sich auch ganz hervorragend für Sonntagsspaziergänge, tägliche Joggingrunden um den See, Inline-Fahrvergnügen, Radrennen, Hundeausführroute und was weiß ich noch. Natürlich kann man ihn auch befahren, mit Ruder-,  Tret- und Drachenbooten, Kanus und eleganten Segeljollen… oder mit einem der Ausflugsschiffe der Hannoverschen Flotte – allerdings nur in den Sommermonaten. Im Winter ist er ab und zu begehbar, wenn die Klimaerwärmung vorübergehend mal aussetzt und wir – wie in diesem Jahr – über mehrere Tage knackigen Frost haben… Hach, ich freu mich schon auf den Winter und den zugefrorenen Maschsee

Halbzeit-Pause vorbei

immer noch führt Hannover 96  1:0

Dass die Münchener es gegen Frankfurt nicht gebacken kriegen, freut mich für die Frankfurter Verwandtschaft – hoffentlich bleibt es so oder besser noch, legt Frankfurt noch einen vor!

Noch ein Wort zu Robert, Robert Enke!  Es ist natürlich gut, dass Fromlowitz das Tor so hübsch sauber hält … hoffe, dass es so bleibt! …  aber eigentlich wünsche ich dem Robert doch die NR. 1 in der Nationalmannschaft, aber dafür müsste er mal wieder spielen, gut spielen, sehr gut spielen, denn Adler hat eine ziemlich gute Figur gemacht in den letzten Spielen … das muss man ihm lassen, auch wenn ich ja lieber „denRobert“ im Tor hätte …

76.  …  die Roten liegen noch in Führung…

… aber dem Ticker nach zu urteilen, ist das nicht so selbstverständlich … sie müssen ganz schön aufpassen…

hab ich schon gesagt, dass ich mir Fußball gar nicht ansehen kann, weil ich sonst einen Herzkasper kriege? Da finde ich den Liveticker geradezu genial, ich bin informiert, ohne mich einer akuten Herzinfarktgefahr ausetzen zu müssen, nachher werde ich mir dann alles in der Zusammenfassung ganz entspannt und gemütlich ansehen …

… in der Münchener Arena steht es  1 : 1  das ist besser als eine Bayernführung …

und bei uns ist gleich Schluss…

…  immer noch  1 : 0 , aber 4  – in Worten  VIER  –   Minuten Nachspielzeit … puhhhh

… Lehmann meckert, sagt der Liveticker, und dafür siehr er Rot, der Lehmann, nicht der Ticker!

Schluss … Aus … Ende!

Das war knapp!

Hannover gewinnt … und was wird nun aus Herrn Babbel?

So wie es aussieht, kann sich die Frankfurter Verwandtschaft über ein Unentschieden gegen die Bayern freuen … oder sollten sie sich ärgern, weil es auch ganz anders hätte kommen können?

och nööööö …    Manno ….   Mensch-Meier …. haben die Bayern doch noch das Last-Minute-Tor geschossen, wie ich gerade mit einem Blick auf die Tabelle zur Kenntnis nehmen musste! Blöd, sehr, sehr blöd!  Tommi, immerhin kannst Du Dich über den Hannover Sieg freuen! Deine Brüder werden die Niederlage der Frankfurter zähneknirschend verschmerzen müssen …

Ich gehe jetzt in meine Küche und backe Kuchen…

Pfoten weg! 19. Oktober, 2009

Posted by Rika in Allgemein.
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…  von den Sachen mit der Pfote …

Ab und zu schau ich mal bei der Frau Mutti rein und lasse mich von ihren herrlichen Geschichten über „die hinreißenden Bestien“,  den besten Vater überhaupt, von lädierten Knien und sonstigen Wehwehchen und  diversen Erlebnissen in der „Grünen Villa“ samt Hof und Garten zum Schmunzeln und Lachen bringen und, nicht zu vergessen, zum Staunen über  ihre grandiosen Kollektionen an Taschen, Röcken und selbst fabrizierten  Schnickeldie.

Doch just diese kreativen Produkte aus dem Nähzimmer könnten Frau Mutti Ungemach einbringen, nicht etwa, weil enttäuschte Taschenkäuferinnen sich über aufgehende Nähte (könnte ja auch mal vorkommen) beschweren oder die Schnickeldie beim Waschen plötzlich die Farbe verlieren und Frau Mutti das doch hätte wissen und mitteilen können (diese Vermutungen entspringen allein meiner überbordenden Phanatasie…  😉 ), nein herzig allerliebste Stickmotive rufen die „Wächter der Rechte“  auf den Plan.

Es gibt nämlich eine große Firma, die auch kreative und nützliche Sachen – Klamotten – herstellt und diese mit einem netten Logo versieht, das sie der Natur abgeluchst hat, wobei es nicht der Luchs ist, der dem Logo Pate gestanden hat  sondern sein Vetter Isegrim, gemeinhin auch  als Wolf bekannt. Nun hat die große Firma aber nicht den ganzen Isegrim zum Logo erkoren, sondern lediglich dessen Fuß-, respektive Pfotenabdruck. Und weil ja heute kein oder fast kein  Mensch mehr die Pfadfinderfähigkeiten der Indianer, Trapper oder sibirischen Wolfsjäger hat und somit nicht so sicher sein kann, ob ein Pfotenabdruck wirklich ein WOLFSpfotenabdruck ist, sagt die große Firma mit dem Wolfspfotenabdrucklogo, dass sie vorsichtshalber auf alle Pfotenabdrücke dieser Welt  URHEBERrechte erhebt und niemand sonst Pfoten oder Pfötchen gestickt, gedruckt oder gemalt auf Textilien gleich welcher Art verwenden darf, weil, es könnte ja sein, dass jemand, der eine Katzenpfote auf seinen Pulli stickt, der großen Firma mit der Wolfspfote Konkurrenz machen will und wohlmöglich Kunden täuschen und „für sich gewinnen“ will.

Nun gibt es ja das Problem, dass in China nahezu alles nachgemacht wird und die Weltwirtschaft damit nahezu in den Ruin getrieben wird. So könnte ich ja noch verstehen, dass Jacken und Mützen aus fast gleichen Stoffen und mit dem Wolfspfotenlogo in Nachahmerfirmen in China und anderswo hergestellt, eine ernsthafte wirtschaftliche Notsiuation für die Wolfspfotenlogofirma bedeutet.

Aber doch nicht Frau Mutti   und ihre selbst genähten textilen Kreationen aus Stoffen, die doch recht häufig dem blau-gelben Nicht-nur-Möbel-Haus entstammen und mit den Wolfspfotenlogofirmastoffen keinerlei Ähnlichkeiten aufweisen, dafür aber unter Umständen  mit entzückenden  Katzen- oder  Hundepfotenmustern gepimt sind, wie Frau Mutti das zu nennen pflegt.  Nä, nä, nä – ich meine: nein, nein, nein! Und auch nicht all die vielen Leute, die einfach aus Lust an der Freude nähen, sticken, stricken, malen, basteln und Kekse backen!

Aber vielleicht wissen die Wolfspfotenlogobenutzer nicht einmal, dass es hier in Deutschland ganz superschlaue Anwälte gibt, die es sich zur selbstgestellten Aufgabe gemacht haben, über die Logos aller möglichen Firmen zu wachen und bei Missbrauchsverdacht sofort mit einem Abmahnverfahren drohen und damit einen schönen Batzen Geld verdienen…

Das müsste man mal genauer hinterfragen, aber leider hab ich leider keine Zeit… vielleicht demnächst, wenn ich in Rente gehe…

Aber bis dahin, Leute, Pfoten weg von den Sachen mit den Pfoten!

.

Und wie Frau Mutti schon mitteilte, auch  Spon hat sich der Sache angenommen… ob’s was nützt?

Hoffentlich – denn letztlich können  wir gut informierten

V E R B R A U C H E R

durch unser Kaufverhalten eine Änderung der sehr umstrittenen Vorgehensweise herbeiführen. Nicht nur in diesem Fall!

vom wunder des lebens… 18. Oktober, 2009

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es ist ein so alltägliches wie beinahe  selbstverständliches ereignis, jeden von uns hat es bereits ganz persönlich betroffen und einigen  von uns widerfährt es ein zweites, drittes, viertes mal in direkter beteiligung: das wunder der geburt.

und ein wunder ist es immer wieder, wenn aus der vereinigung zweier menschen neues leben wird, zellen sich teilen, differenzieren, wachsen und so im laufe etlicher monate ein neuer mensch heranwächst im schutz des mütterlichen uterus und dann endlich  –   zumeist sehnsüchtig-ungeduldig und vielleicht auch etwas ungeduldig-ängstlich  erwartet  –  geboren wird.

dieses wunder des lebens, des werdens und  endlich auch des geboren werdens hat unsere familie in diesem jahr der abschiede begleitet –  in hoffnungsfroher erwartung und spannung.

und so danke ich GOTT mit glücklichem herzen und in großer dankbarkeit für das wunder des lebens:

unser erstes enkelkind ist geboren worden.

seine eltern sind glücklich und dankbar für ein wunderbares kind, zart und klein und ganz lebendig und gesund (und wunder-, wunderschön  … ganz bestimmt das schönste kind der welt…).  wir freuen uns mit ihnen und sind froh, dass mutter und kind wohlauf sind – was immer als eine große selbstverständlichkeit verstanden wird und doch nicht so selbstverständlich ist.

nie zuvor war mir tod und leben, sterben und geboren werden so als unauflösliche „einheit des lebens“ bewusst wie in diesem jahr.  der beginn des sterbens unserer mutter war gleichzeitig der beginn des neuen lebens und als wir unseren vater zu grabe trugen, war das neue leben schon lebensfähig, an meinen 60.  geburtstag vor einer woche  vollendete sich das leben meiner tante und wir haben sie beerdigt am tag nach der geburt des kleinen enkelsohns … beginn, fülle und vollendung des lebens.

SAGT GOTT DANK ALLEZEIT FÜR ALLES!  Epheser 5,20

ein schwieriges jahr der abschiede… 12. Oktober, 2009

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„dies ist für dich ein jahr des abschied nehmens“, meinte meine schwägerin als ich ihr am telefon erzählte, dass meine tante gestorben sei.

meine tante die so untrennbar zu meinem leben gehörte, dass ich mir gar nicht vorstellen konnte, sie würde eines tages nicht mehr da sein. im januar wäre sie 94 geworden und irgendwie glaubte ich mit nahezu kindlicher einfalt, sie würde 100 und noch älter.

sie war eine institution in unserer familie.

die älteste schwester meiner mutter, selbst ledig und kinderlos, war für mich und alle ihre nichten und neffen so etwas wie die gute seele der familie. mir war sie enge vertraute in schwierigen zeiten und für meine kinder eine zusätzliche oma, die wunderbare geburtstagsbriefe schrieb – so zuverlässig, liebevoll und anteilnehmend. und obwohl sie zuletzt nicht mehr gut sehen konnte und ihre schrift zittrig geworden, waren ihre gedanken noch klar und aktuell und ihre worte voller kraft, so  dass wir es als herben verlust empfanden, als in diesem jahr erstmalig die briefe ausblieben.

ihr nahezu unerschütterliche glaube an Gott, der auch in ihren schweren zeiten trotz mancher zweifel tragfähig blieb, ihr klares bekenntnis zu christus und ihr nie nachlassendes gebet für ihre neffen und nichten und deren kinder und großkinder vor allem – neben den fürbitten für gemeinde und welt – war immer vorbild und ansporn für mich (manchmal auch reibung und grund für oppositionelles aufbegehren!).

an meinem geburtstag ist sie gestorben –  ein onkel rief uns am tag darauf an, er hatte unsere kleine familienfeier nicht stören wollen.

wir werden sie in dieser woche beerdigen

nach mutter und vater nun auch sie, die mir so viel gegeben und bedeutet hat.

ich danke ihr für ihre liebe und danke Gott für ihr leben.

Der Friedensnobelpreis auf Kredit … 11. Oktober, 2009

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… oder    mehr    „Messias“   (-Erwartung)   geht nicht!

Nicht, dass der so Geadelte den Preis, den er sozusagen „auf Pump“ zugesprochen bekam, (für sich) je eingefordert hätte.

Nein, man kann sie ihm nun wirklich nicht anlasten, diese Preisvergabe für charismatisches Auftreten und/oder  das ebenso nichtssagende wie weltweit mit großer Resonanz aufgenommen „Yes, we can“, für  bislang erbrachte präsidiale  Leistungen und  (noch nicht vollbrachte)  Taten, die aber – und davon muss das Komitee ja wohl ausgehen – ganz gewiss auf die spektakulären Reden und Absichtserklärungen folgen werden!

Und so werden wir vermutlich staunend erleben, dass weltweit  Atomwaffen abgerüstet werden – ja, ganz bestimmt auch in Pakistan  – und keine neuen Vernichtungswaffen produziert werden – nein, auch nicht im Iran! Die USA werden ihre Schurkenstaatenliste neu überdenken und die bisherigen Verdächtigen aus der Verbrecherkartei streichen, die monotheistischen Religionen werden in Frieden und Eintracht ihren Glaubensgrundsätzen gemäß leben und niemand wird darin jeweils eine Bedrohung für das eigene Leben, den eigenen Staat oder die freundlichen Nachbarn jenseits der Grenze  sehen, selbstverständlich werden auch alle nicht-monotheistischen Religionen, einschließlich der gängigen Ideologien nur noch zur Bereicherung der globalen kulturellen Vielfalt beitragen, totalitäre und diktatorische Systeme werden durch einfühlsam-eindringliche Gespräche mit den bekannten Diktatoren und Herrschern gewaltfrei zu wundervollen Lebensräumen demokratisch-freiheitlichen menschlichen Miteinanders (yes, we can!), Hunger und Not wird nicht mehr sein und die Menschen werden endlich glücklich miteinander leben …wahrhaft paradiesische Aussichten!

„Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“  So endeten die Märchen meistens, die mir erzählt wurden als ich noch ein kleines Mädchen war.

Doch ich bin kein kleines Mädchen mehr. Und  auch die diesjährige Verleihung des Friedensnobelpreises ist alles andere als märchenhaft.

Denn wie düster muss es um eine Welt bestellt sein, in der sich niemand finden lässt, der ein preiswürdiges Friedenswerk vorzuweisen hat; wie traurig die Vorstellung, dass es keinen Menschen gibt,  der seine Visionen von Frieden in der Welt bereits in die Tat umgesetzt hat, wie desillusionierend die Tatsache dass sich niemand ausmachen lässt, der  sich bereits mit aller Kraft für  Frieden unter den Menschen, für mehr Menschenrechte, mehr Menschenwürde, für ein Mehr an Sicherheit und weniger Hunger, Ungerechtigkeit und Krieg eingesetzt hätte, als es der amerikanische Präsident in seinen Reden verspricht.

Es scheint, als habe man eine Utopie von Frieden ausgezeichnet und als wisse man allzu genau, dass nichts und niemand jemals dieser Utopie entsprechen wird, dass im Gegenteil die Realität immer mehr dem Gegenpol von Frieden  entspricht und die Erlösungsbedürftigkeit der Welt immer stärker zutage tritt und Menschheit wie Schöpfung sehnsuchtsvoll wartend der Ankunft des Messias  entgegensehen.

Aber das ist nicht Obama –  wenngleich er mit seinen Reden Hoffnungen geweckt und Erwartungen erzeugt hat, und so scheint die Vergabe des Friedensnobelpreises  denn eher Rechnung  als Preis  zu sein, so verheißungsvoll wie die ungedeckten Kredite von Lehman Brothers oder der Hypo-Real-Estate, ganz dem Zeitgeist von Heute verpflichtet, passend irgendwie … Leben auf Pump und Flucht in unerfüllte Träume…

Ein hervorragender Vortrag – und was „DIE ZEIT“ daraus macht… 7. Oktober, 2009

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Anlässlich des Jubiläums  der „Barmer Theologische Erklärung“ von 1934 hat Dr. Michael Bertrams,  Richter des Verfassungsgerichts in NRW,   einen sehr differenzierten Vortrag gehalten, der sich  mit der gegenwärtigen Bedeutung der „Barmer Erklärung“  für die gesellschaftliche Relevanz der christlichen Kirchen in Deutschland befasst.

Dr. Bertrams beschäftigt sich in seinem Vortrag in erster Linie mit dem Verhältnis von Kirche und Staat in Bezug auf die „Barmer Erklärung“ und liefert dazu eine Fülle interessanter Informationen, die sowohl den historischen Zusammenhang betreffen, als auch die juristischen Aspekte gerade  für interessierte Laien verdeutlichen – dabei weist er ausdrücklich auch auf Positionen hin, die seiner eigenen widersprechenden.  Er greift dabei (natürlich) vor allem die juristischen Aspekte auf, die  sowohl das Kirchenrecht – als innerkirchliche Rechtsgrundlage – wie das Staatskirchenrecht betreffen.

Da das Staatskirchenrecht aber nicht nur die rechtlichen Grundlagen zwischen  den (christlichen) Kirchen und dem Staat regelt, sondern ausdrücklich alle Religionsgemeinschaften betrifft, die als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“  in Kooperation und „Partnerschaft“   zum Staat in einer Rechts-Beziehung stehen (Herr Bertrams nennt neben den Neu-Apostolischen Christen auch die Jüdischen Gemeinden als Beispiel für die genannten Körperschaften),  wird auch kurz auf die Notwendigkeit hingewiesen, die verfassungsgemäße Beziehung islamischer Gemeinden zu Staat und Gesellschaft in der gegenwärtigen Diskussion stärker zu beachten.

Herr Bertrams tut das in einer – wie ich finde – wohl überlegten und ausgewogenen Argumentation, verhehlt dabei allerdings nicht, dass er seine Zweifel habe, ob die Grundlage für eine allgemeine Anerkennung muslimischer Gemeinden als Körperschaft des öffentlichen Rechts zum gegenwärtigen Zeitpunkt wirklich gegeben  sei.  Dies macht er aber nicht aus irgendwelchen dubiosen Bauchgefühlen heraus  (wie es mir passieren könnte 😉  ) sondern führt nachvollziehbare Argumente an.

Sein Anliegen  – so wie ich es verstanden habe – ist in diesem Vortrag aber nicht die Auseinandersetzung der Kirche mit dem Islam, sondern die  bewusste Auseinandersetzung der Kirche mit ihrem gesellschaftlichen Auftrag einerseits und der Rückbesinnung auf die  „Basics“ andererseits, auf das was sie ausmacht und worauf sie sich gründet als  Zentrum  christlichen Glaubens.

Er fasst  so zusammen:

IV. Schluss
Das in der Barmer Erklärung vom 31. Mai 1934 thematisierte Spannungsverhältnis
zwischen Kirche und Staat war geprägt von der Auseinandersetzung mit den
Deutschen Christen und ihrer Anpassung an einen verbrecherischen Staat. Bei dem
Spannungsverhältnis zwischen Kirche und Staat geht es heute um die Positionierung
der Kirche im freiheitlichen Rechtsstaat des Grundgesetzes, um die Positionierung in
einer pluralen Gesellschaft. Wie schwierig diese Positionierung ist, zeigt nicht zuletzt
die Auseinandersetzung mit dem Islam, der seinen Frieden mit dem Verfassungsstaat
noch nicht geschlossen hat. In dieser -zunehmend an Bedeutung gewinnenden -Auseinandersetzung laufen die Kirchen meines Erachtens Gefahr, ihr unverwechselbares Profil und damit zugleich ihre Überzeugungskraft zu verlieren.

Ich sehe diese Gefahr zum einen, weil es die Kirchen – in den Worten von Josef Isensee
– mit ihre Neigung zur Säkularisierung häufig übertreiben. Die Kirchen formulieren
mit anderen Worten gerade nicht mit Entschiedenheit diejenigen Zumutungen
an die Adresse des Staates, die der Indikativ des Evangeliums im Sinne Eberhard
Jüngels eigentlich erwarten lässt. …

Und schließt mit den Worten:

Will sich die Kirche in der pluralen Gesellschaft nicht aufgeben, muss sie ihre ureigene
Botschaft klar formulieren und mit Anspruch auf Verbindlichkeit glaubhaft
vertreten. Sie muss mit anderen Worten zu jener Entschiedenheit zurückkehren, mit
der die Verfasser der Barmer Theologischen Erklärung im Jahre 1934 auf das Evangelium
verwiesen haben.

Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich spätestens mit dieser Bemerkung den mir
einleitend selbst verordneten Standpunkt des Juristen verlassen habe. Aber so viel
persönliches Bekenntnis musste sein.

Nachlesen kann man den Vortrag hier:

Der Vortrag wird zwar auch in dem Artikel der Zeit als Quelle benannt, aber ganz offensichtlich war der kritische Kommentator nicht in der Lage, die Rede Sinn entnehmend zu lesen, anders kann ich es mir nicht erklären, dass er den Kontext der beanstandeten Äußerungen so völlig außer Acht lässt und bei seiner Betrachtung die Priorität  den wenigen, dem Islam geltenden Sätzen zukommen lässt und  dabei vor allem  die Position   der  seiner Meinung nach  zu Unrecht kritisierten Muslime vertritt und  (wohl) deshalb den Referenten so heftig attackiert.   Wobei ich den Tenor sehr viel spannender finde, den nämlich Herr Bertram  – nach meiner Ansicht – auf das Verhältnis der (christlichen) Kirchen zu Staat, Verfassung und gesellschaftlicher Entwicklung  legt und damit  (mehr oder weniger)  die  Legitimierung der Kirche als gesellschaftliche Größe im Deutschland nach der Jahrtausendwende  in einer zunehmend säkularen Gesellschaft darstellt, bzw. den Anstoß dazu gibt, diese Diskussion INNERHALB der Kirche verstärkt zu wagen.

Die polemische Aufbereitung und Anklage der Zeit findet sich hier

Passend zu den Erkenntnissen des Herrn Sarrazin… 7. Oktober, 2009

Posted by Rika in islam.
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… aber nicht so provozierend formuliert heißt es heute in der HAZ:

„Stadt kämpft gegen Zwangsheirat  – 41 Betroffene meldeten sich 2008 in hannoverschen Beratungsstellen/ Viele Jugendliche“

Und dann erfährt der gar nicht staunende Leser, dass sich 40 „Frauen“ und ein Mann hilfesuchend an die Beratungsstellen gewandt haben, die (vermutlich von ihren Eltern, darüber schweigt sich das Blatt aus) gegen ihren Willen  den Bund der Ehe eingehen sollten. Wobei vierzehn „Frauen“ zwischen 14 und 16 Jahre alt waren und zwei zwischen 13 und 15 Jahren.

12 Personen waren immerhin schon älter als 25 – und ich mag mir nicht vorstellen, wie groß der Druck gewesen sein muss, dass sich erwachsene Menschen, die eigentlich selbstbestimmt leben können müssten, einer Beratungsstelle anvertrauen, weil sie selbst keinen Ausweg aus der Zwangssituation wussten.

In Niedersachsen meldeten sich im vergangenen Jahr 111 Frauen und 13 Männer (ohne Altersangabe!) und bis September dieses Jahres 124 Personen.

Und es verwundert auch nicht weiter, dass die Betroffenen aus der Türkei, dem Libanon, dem Irak, aus Syrien und dem ehemaligen Jugoslawien kommen – wobei es vermutlich rassistisch ist wenn ich spekuliere, dass es der moslemische Teil Jugoslawiens ist, aus dem die  Eheerzwinger stammen.

In leicht geänderter Ausgabe lässt sich der Bericht auch online nachlesen.

Interessant ist die Stellungnahme  des Migrationsexperten der hannoverschen Rats-SPD, Herrn Alptekin Kirci,  zu dem Problem. Wörtlich heißt es von ihm (in der Printausgabe) auf die Bitte, die Zahlen zu bewerten:

Ich finde sie erschreckend hoch. Damit hatte ich nicht gerechnet. aber sie sind Ausdruck einer über lange Jahre vernachlässigten Integrationspolitik, die für den Staat jahrzehntelang keine Thema war. (Hervorhebung von mir)

Genosse Migrations-Experte hat keine Ahnung, was unter den Migranten in seiner Stadt vor sich geht! Prima! Wozu ist der Mensch Migrationsexperte seiner Fraktion?  Und weil er so ahnungslos ist, macht er auch gleich den Schuldigen aus: Der Staat hat versagt. Toll!

Und gefragt, wie man seiner Meinung nach mit dem Problem „Zwangsehen“ umgehen solle, antwortet er:

Weil es hier unter uns passiert, muss das Thema in der gesamten Gesellschaft diskutiert werden, ohne die betroffenen Familien zu stigmatisieren. Vor allem in Schulen sollte intensiv darüber gesprochen werden, um die Mädchen zu bestärken. Zwangsehen haben im Osten der Türkei und in vielen islamistischen Gesellschaften eine lange Tradition. Es handelt sich aber um die Verletzung der Menschenwürde, und es ist eine Straftat. (Hervorhebungen von mir)

Die Türkei und islamistische Gesellschaften  begehen –  gut, dass das mal gesagt wird – Menschenrechtsverletzungen. Wobei es der Experte vermeidet, genauer zu definieren, was „islamistische Gesellschaften“ sind, aber bei dieser Aussage sicher sein kann, dass er damit breite Zustimmung findet;  „islamistisch“, das wissen wir alle, ist schlimm, hat aber zum Glück mit Islam gar nichts zu tun.

Natürlich sollen die betroffenen Familien nicht stigmatisiert werden, es reicht ja, wenn die betroffenen Frauen traumatisiert werden. Wobei der Experte eben auch nicht mitteilt, wie er in diesem Zusammenhang „stigmatisieren“ verstanden wissen will, meint er damit,  dass die Gefahr besteht, dass die Gruppe der Ehe-Erzwinger gesellschaftlich ausgegrenzt werden indem man einfach nur sagt, dass Zwangsheirat in Deutschland gar nicht gut ankommt und die Verheiratung minderjähriger Kinder als Kindesmissbrauch strafrechtlich geahndet werden kann? Und wie soll man es seiner Meinung nach dann thematisieren?

Herr Kirci nimmt auch zu der Frage Stellung, ob in der türkischen Gemeinde Niedersachsen, deren Vorsitzender er ist, Zwangsverheiratungen ein Thema sei. Seine Antwort:

Bisher noch nicht, obgleich Zwangsehen von allen türkischen Gemeinden verurteilt werden. Auch hier muss das Thema intensiv diskutiert werden. (Hervorhebung von mir)

Nö, „das“ ist kein Thema in den türkischen Gemeinden, aber wie tröstend zu wissen, dass sie Zwangsehen verurteilen.

Und vermutlich warten sie schon lange sehnsüchtig darauf, dass die „Gesamtgesellschaft“ sich des Problems annimmt,  dann kann man zur Not wieder eine Demonstration veranstalten gegen die antitürkischen und  antimuslimischen Gruppierungen und Stimmungen in der deutschen Gesellschaft.

Auch so lassen sich die Probleme lösen!

Wenn man laut genug „Nazi, Rassist“  schreit, wird kein  Mensch mehr etwas gegen Zwangsverheiratungen aus religiösen Gründen sagen und vermutlich wird es über kurz oder lang  dann auch kein Straftatbestand mehr sein, wenn 13-jährige Mädchen gegen ihren Willen verheiratet werden, bzw. wird es Richterinnen und Richter geben, die die „freie Religionsausübung“   als höheres Gut werten als das Selbstbestimmungsrecht der Frau zu heiraten wen und wann sie will.

Wie das Thema   in der „gesamten Gesellschaft“   diskutiert werden kann und soll, OHNE dass es zu den schon gewohnten Auseinandersetzungen mit muslimischen Verbänden kommt wenn diese in der Kritik stehen und  ihre vermeintlichen  Zuständigkeiten durch deutsches Recht beschnitten sehen, kann ich mir nämlich beim besten Willen nur sehr schwer bis gar nicht vorstellen, eher schon, dass es einen weiteren Fortschritt bei der Integration des Islam in unser Rechtssystem gibt … wenn doch schon die sogenannten Ehrenmorde nicht als Morde verurteilt werden und wenn Bücher darüber gar nicht erst erscheinen, aus Angst des Verlegers er  und seine Familie könnten ins Visier islamischer Bedenkenträger und möglicher Ehrenrächer geraten…

.

Quellenangabe für die Zitate:  HAZ, Stadt & Land, Seite 15 –  Mittwoch, 7. Oktober 2009 – Nr. 233

Erhebung, auf die sich der HAZ-Bericht bezieht – es lohnt sich, die einzelnen Punkte genauer anzuschauen. Leider habe ich zu wenig Zeit, um sie im Einzelnen zu kommentieren.

Hinweis auf Jerusalem… 6. Oktober, 2009

Posted by Rika in israel.
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…   in den Schriften der Antike als Zeugnis dafür, dass Jerusalem nicht nur schon immer das religiöse Zentrum der Juden war sondern  bis zur Zerstörung durch die Römer  ebenso die politische Hauptstadt.

Es ist leider notwendig, das  ins Bewusstsein der heutigen (grün-links-politischen)  Generation zu rufen, die unter dem Einfluss arabischer Propaganda meint, Jerusalem hätte mit Juden so viel zu tun, wie Äpfel mit Pflaumensaft, will sagen, es hätte „erst“ durch die heutigen Israelis eine Umetikettierung der eigentlich „rein arabisch-moslemischen“ Stadt  stattgefunden und Juden würden das heutige Jerusalem zu Unrecht okkupieren.

Heplev macht in einem Beitrag auf die  entsprechende Untersuchung aufmerksam und weil man alles so gut dort nachlesen kann, erspare ich mir einen eigenen ausführlichen Bericht, sondern weise lediglich darauf hin, dass ich den Bericht selbst mit eigenem Link in meine Blogliste aufgenommen habe, sozusagen dauerhaft lesbar!

Der Kopf muss rollen … 3. Oktober, 2009

Posted by Rika in Allgemein.
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Diesmal hat er sich wohl zu weit aus dem Fenster gelehnt, waren seine Äußerungen vollkommen unzumutbar, wobei schon die Frage erlaubt sein sollte, wem man was zumuten MUSS …
Und natürlich sind die üblichen „Dauerempörten“ mächtig, mächtig empört…

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,652637,00.html

Die Medien berichten „objektiv“ über die, die Sarrazins Kopf fordern:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,653015,00.html

http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/427/489810/text/
(Wobei ich es bei diesem Beitrag besonders interessant finde, WO er geschrieben wurde…

http://www.focus.de/politik/deutschland/thilo-sarrazin-bundesbank-praesident-legt-ruecktritt-nahe_aid_441393.html
Türken, Araber und Herr Weber sind „auf der Palme“!

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EE12AC65EB377461DA5F4E94ABF63EB22~ATpl~Ecommon~Scontent.html
„türkenkritische Äußerungen“ sollte man in Deutschland nicht machen, wenn einem sein Arbeitsplatz lieb ist.
Dann schon eher den Papst oder ähnliche integere Menschen durch Kritik beleidigen, der/die   hält/halten  dann auch „die zweite Backe (Wange) hin“. …

Herr Weber hat Angst vor der Rache der Beleidigten:
http://www.welt.de/wirtschaft/article4721027/Bundesbanker-braucht-Bodyguard-wegen-Sarrazin.html

Noch irgendwelche Fragen oder Unklarheiten?
Nein?

Doch: „Wolle mer se reinlasse?

Nein?
Nein!

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nach-denklich:

Vermutlich ist die Abhängigkeit Deutschland vom Wohlwollen der Herren über Öl und „Kohle“ viel, viel  größer, als Ottilie-Normalbürgerin sich vorstellen mag. Und deshalb muss jede noch so winzige Kritik an den hier lebenden Vettern und Cousinen der wohlhabenden arabischen Freunde unterbleiben, brächte sie doch das wohl ausgewogene System der Banken und Wirtschaftsunternehmen in Unordnung, VW, Deutsche Bank, Porsche und was weiß ich noch wer ist doch längst schon durch Petrodollars korrumpierbar geworden. Da schweigt man lieber zu Menschenrechtsverletzungen und  Missständen in den Herkunftsländern unserer tüchtigen Migranten und kehrt alles unter den großen Teppich, was nur irgendwie den Anschein erwecken könnte, man habe etwas auszusetzen an den lieben Mitbürgern und Freunden, die uns beim Aufbau West so hilfreich unter die Arme gegriffen, ja, die ganze Arbeit praktisch allein geleistet  haben … jedenfalls ist das das Märchen, das man sich in muslimisch-türkischen Elternhäusern  wohl erzählt, wenn ich dem glauben kann, was mir meine Schüler so berichten…

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Und leider haben die „deutschen“ Armen hierzulande keine Lobby!

Über die Notwendigkeit von Suppenküchen und Tafeln regt sich niemand auf, und keiner der Schreibhälse hat auch je nur eine Taste bewegt, um den Missständen in Obdachlosenheimen, schimmeligen Schlichtwohnungen, abbruchreifen Mietskasernen, in herunter gekommenen Stadtvierteln und nur noch museumstauglichen Plattenbauten (die gibts nicht nur im Osten!) ein energisches:

So nicht!

entgegen zu schreiben! Sicher, ab und zu regt sich mal der eine oder andere auf, wenn das romantische Bild vom schönen Leben in prähistorischen Gebäuden ins Wanken gerät oder wenn wieder mal ein „Kevin“ Opfer des Jugendamtes geworden ist, aber ansonsten kann man, wenn nicht gerade Wahlkampf ist, doch richtig gut mit den Unannehmlichkeiten der Sozialschwachen leben.

Und hätte Herr Sarrazin statt von Türken und Arabern,  von Leuten (so einheimisch deutsch  wie du und ich)  geredet, wäre kein Mensch auf die Palme gegangen, weil doch jeder, aber auch wirklich jeder von uns weiß oder doch wenigsten wissen müsste, dass zwischen dem, was der Sozialstaat will und dem, wie Menschen wirklich leben MÜSSEN, unüberwindliche Differenzen bestehen, wahre Abgründe von Problemen und zum Himmel schreiende Schrecklichkeiten und das vieles von dem was Herr Sarrazin in seinen provokanten Sprüchen von sich gegeben hat, absolut den traurigen Tatsachen entspricht!

Kümmert’s irgendwen?

Und dann sei auch noch die Frage erlaubt, wieso weder Italiener noch Spanier, weder Ex-Jugoslawen noch Vietnamesen, die ja auch in Deutschland als „Gäste“ tätig waren, auch nur annähernd so große Probleme bereiten, wie die netten Menschen aus der Türkei, dem Libanon, Albanien oder aus welchem Land auch immer, in dem die Fahne des Propheten munter im Wind  flattert!

Und was ist so verwerflich an dem Satz

„Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.“

dass man deshalb einen Mann derartig bedrängt, seinen Hut zu nehmen?

Wegen der „Kopftuchmädchen“ ? Das ist allerdings nicht fein formuliert, aber sonst?

Gehen denn die Schreiberlinge nicht auf die Straße und hören einfach nur mal hin, was da so geredet wird über „Scheißdeutschland“ und „Scheißdeutsche“?

Mir kommt die Galle hoch, wenn ich noch länger darüber „nach-denke“ … es gruselt mich, wie man einfach weghört und dann, wenn es angebracht erscheint, umso lauter schreit…  und dass die SPD und die Gewerkschaften mit ins „Rübe-ab-Gebrüll“ einstimmen, macht die Sache nur noch schlimmer…

aber Guido und Angie werden es vermutlich bald richten, es müssen vorher nur noch alle Sarrazins der Republik mundtot gemacht werden.