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Der Kopf muss rollen … 3. Oktober, 2009

Posted by Rika in Allgemein.
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Diesmal hat er sich wohl zu weit aus dem Fenster gelehnt, waren seine Äußerungen vollkommen unzumutbar, wobei schon die Frage erlaubt sein sollte, wem man was zumuten MUSS …
Und natürlich sind die üblichen „Dauerempörten“ mächtig, mächtig empört…

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,652637,00.html

Die Medien berichten „objektiv“ über die, die Sarrazins Kopf fordern:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,653015,00.html

http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/427/489810/text/
(Wobei ich es bei diesem Beitrag besonders interessant finde, WO er geschrieben wurde…

http://www.focus.de/politik/deutschland/thilo-sarrazin-bundesbank-praesident-legt-ruecktritt-nahe_aid_441393.html
Türken, Araber und Herr Weber sind „auf der Palme“!

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EE12AC65EB377461DA5F4E94ABF63EB22~ATpl~Ecommon~Scontent.html
„türkenkritische Äußerungen“ sollte man in Deutschland nicht machen, wenn einem sein Arbeitsplatz lieb ist.
Dann schon eher den Papst oder ähnliche integere Menschen durch Kritik beleidigen, der/die   hält/halten  dann auch „die zweite Backe (Wange) hin“. …

Herr Weber hat Angst vor der Rache der Beleidigten:
http://www.welt.de/wirtschaft/article4721027/Bundesbanker-braucht-Bodyguard-wegen-Sarrazin.html

Noch irgendwelche Fragen oder Unklarheiten?
Nein?

Doch: „Wolle mer se reinlasse?

Nein?
Nein!

.

.

nach-denklich:

Vermutlich ist die Abhängigkeit Deutschland vom Wohlwollen der Herren über Öl und „Kohle“ viel, viel  größer, als Ottilie-Normalbürgerin sich vorstellen mag. Und deshalb muss jede noch so winzige Kritik an den hier lebenden Vettern und Cousinen der wohlhabenden arabischen Freunde unterbleiben, brächte sie doch das wohl ausgewogene System der Banken und Wirtschaftsunternehmen in Unordnung, VW, Deutsche Bank, Porsche und was weiß ich noch wer ist doch längst schon durch Petrodollars korrumpierbar geworden. Da schweigt man lieber zu Menschenrechtsverletzungen und  Missständen in den Herkunftsländern unserer tüchtigen Migranten und kehrt alles unter den großen Teppich, was nur irgendwie den Anschein erwecken könnte, man habe etwas auszusetzen an den lieben Mitbürgern und Freunden, die uns beim Aufbau West so hilfreich unter die Arme gegriffen, ja, die ganze Arbeit praktisch allein geleistet  haben … jedenfalls ist das das Märchen, das man sich in muslimisch-türkischen Elternhäusern  wohl erzählt, wenn ich dem glauben kann, was mir meine Schüler so berichten…

.

Und leider haben die „deutschen“ Armen hierzulande keine Lobby!

Über die Notwendigkeit von Suppenküchen und Tafeln regt sich niemand auf, und keiner der Schreibhälse hat auch je nur eine Taste bewegt, um den Missständen in Obdachlosenheimen, schimmeligen Schlichtwohnungen, abbruchreifen Mietskasernen, in herunter gekommenen Stadtvierteln und nur noch museumstauglichen Plattenbauten (die gibts nicht nur im Osten!) ein energisches:

So nicht!

entgegen zu schreiben! Sicher, ab und zu regt sich mal der eine oder andere auf, wenn das romantische Bild vom schönen Leben in prähistorischen Gebäuden ins Wanken gerät oder wenn wieder mal ein „Kevin“ Opfer des Jugendamtes geworden ist, aber ansonsten kann man, wenn nicht gerade Wahlkampf ist, doch richtig gut mit den Unannehmlichkeiten der Sozialschwachen leben.

Und hätte Herr Sarrazin statt von Türken und Arabern,  von Leuten (so einheimisch deutsch  wie du und ich)  geredet, wäre kein Mensch auf die Palme gegangen, weil doch jeder, aber auch wirklich jeder von uns weiß oder doch wenigsten wissen müsste, dass zwischen dem, was der Sozialstaat will und dem, wie Menschen wirklich leben MÜSSEN, unüberwindliche Differenzen bestehen, wahre Abgründe von Problemen und zum Himmel schreiende Schrecklichkeiten und das vieles von dem was Herr Sarrazin in seinen provokanten Sprüchen von sich gegeben hat, absolut den traurigen Tatsachen entspricht!

Kümmert’s irgendwen?

Und dann sei auch noch die Frage erlaubt, wieso weder Italiener noch Spanier, weder Ex-Jugoslawen noch Vietnamesen, die ja auch in Deutschland als „Gäste“ tätig waren, auch nur annähernd so große Probleme bereiten, wie die netten Menschen aus der Türkei, dem Libanon, Albanien oder aus welchem Land auch immer, in dem die Fahne des Propheten munter im Wind  flattert!

Und was ist so verwerflich an dem Satz

„Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.“

dass man deshalb einen Mann derartig bedrängt, seinen Hut zu nehmen?

Wegen der „Kopftuchmädchen“ ? Das ist allerdings nicht fein formuliert, aber sonst?

Gehen denn die Schreiberlinge nicht auf die Straße und hören einfach nur mal hin, was da so geredet wird über „Scheißdeutschland“ und „Scheißdeutsche“?

Mir kommt die Galle hoch, wenn ich noch länger darüber „nach-denke“ … es gruselt mich, wie man einfach weghört und dann, wenn es angebracht erscheint, umso lauter schreit…  und dass die SPD und die Gewerkschaften mit ins „Rübe-ab-Gebrüll“ einstimmen, macht die Sache nur noch schlimmer…

aber Guido und Angie werden es vermutlich bald richten, es müssen vorher nur noch alle Sarrazins der Republik mundtot gemacht werden.

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Kommentare»

1. Friedrich Wester - 3. Oktober, 2009

Dieser Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf.

2. Qwertzy - 4. Oktober, 2009

Wer mit beiden Beinen im Leben steht und die Realitäten so sieht, wie sie wirklich sind, muss Sarrazins recht geben. Aber nachdem sich mittlerweile ja nichtmal mehr jemand traut Ausländer zu sagen, ohne Angst haben zu müssen als Ausländerfeindlich zu gelten, wundert mich das alles nicht mehr. Wir haben ein „Migrantenproblem“ und das nicht zu knapp! Warten wir’s mal ab was da noch draus wird!

3. Perry04 - 4. Oktober, 2009

Interessanter Artikel der WAZ zum Thema – unabhängig davon, ob man Sarrazins Aussagen nun gut heißt oder nicht:
http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/10/4/news-135612913/detail.html
„Die Neigung, im politischen Diskurs nur noch wohltemperierte Meinungen zuzulassen, macht allerdings langsam Sorge.“

4. Rika - 4. Oktober, 2009

Über achgut gibt es „Sarrazin“ in „Teilen“ im Original:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/was_sarrain_gesagt_hat/

und einen lesenswerten Impuls:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_unerhoerte_an_sarrazins_aussagen/

Die „öffentliche Meinung“ sollte man nicht den Journalisten von den großen Blättern und den dicken Lettern überlassen!

5. Rika - 4. Oktober, 2009

Perry,
danke für den Hinweis!

6. Frank Maywald - 31. Oktober, 2009

Vor einiger Zeit habe ich das Buch von Daniel Kredig mit dem Titel „Dekadent und gefährlich“ gelesen, worin er die soziale bwz. gesellschaftliche Funktion von sogenannten „Stereotypen“ analysiert und beschreibt.
Heute scheinen wir, den schrecklichen Erinnerungen von damals entwöhnt, wieder empfänglich zu sein für unqualifizierte Problem- und Schuldzuweisungen.
Die neuzeitliche Krise ist auch eine in den Köpfen der Menschen und so hat jemand wie Thilo Sarrazin auch wieder die Möglichkeit, diverse Randgruppen für das erneute Scheitern in unserer Gesellschaft verantwortlich zu machen.
Wenn man genauer hinschaut und auch zuhört vernimmt man erneut das eklatante moralische Versagen unserer Eliten.
In der „Welt Online“ ( 30.10.2009) gelten Sarrazins Worte als „böse – aber wichtig“. Ist uns also das „böse“ Benennen von Gruppen, die man für das allgemeine Übel in der Gesellschaft verantwortlich zu machen sucht, wieder wichtiger als die simple Analyse unserer gegenwärtigen Probleme.
Endlich sagt mal einer, was alle denken. Er ist wenigstens mutig und aufrichtig zugleich. Warum nicht das benennen, was ja ohnehin schon jeder wusste.
Herr Sarrazin sieht Menschen als das eigentliche Problem , Menschen, die anders sind als er, anders reden, anders denken, anders essen, einfach anders leben.
Er spricht nicht wirklich das an, was uns allen auf den Nägeln brennt . Die Sorgen der Menschen interessieren ihn überhaupt nicht.
Er muss nicht um seinen Arbeitsplatz fürchten, noch hat er schlechte Schulen besucht, auch verdient er gut. Alles, worum er sich keine Sorgen zu machen braucht.
Warum aber stören ihn die Probleme der anderen Menschen?
Warum ringt er um Pauschalierungen, welche die gegenwärtigen Probleme im ganzen zu reduzieren suchen auf die einen großen Übeltäter – die Türken und Hartz-IV-Empfänger?
Weil er sich und seinesgleichen, die bürgerliche Elite , für das von ihnen angerichtete moralische Desaster, genannt die Krise, entlasten will.
Nach langer Zeit kann man ja wieder das versuchen, was ja ohnehin schon immer geplant war, das Ausfindigmachen von Randgruppen, deren Bezeichnung als „…..“, letzlich deren Bekämpfung und Ausmerze. Das ist das Diktum eines Thilo Sarrazin.


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