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Der Friedensnobelpreis auf Kredit … 11. Oktober, 2009

Posted by Rika in Allgemein.
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… oder    mehr    „Messias“   (-Erwartung)   geht nicht!

Nicht, dass der so Geadelte den Preis, den er sozusagen „auf Pump“ zugesprochen bekam, (für sich) je eingefordert hätte.

Nein, man kann sie ihm nun wirklich nicht anlasten, diese Preisvergabe für charismatisches Auftreten und/oder  das ebenso nichtssagende wie weltweit mit großer Resonanz aufgenommen „Yes, we can“, für  bislang erbrachte präsidiale  Leistungen und  (noch nicht vollbrachte)  Taten, die aber – und davon muss das Komitee ja wohl ausgehen – ganz gewiss auf die spektakulären Reden und Absichtserklärungen folgen werden!

Und so werden wir vermutlich staunend erleben, dass weltweit  Atomwaffen abgerüstet werden – ja, ganz bestimmt auch in Pakistan  – und keine neuen Vernichtungswaffen produziert werden – nein, auch nicht im Iran! Die USA werden ihre Schurkenstaatenliste neu überdenken und die bisherigen Verdächtigen aus der Verbrecherkartei streichen, die monotheistischen Religionen werden in Frieden und Eintracht ihren Glaubensgrundsätzen gemäß leben und niemand wird darin jeweils eine Bedrohung für das eigene Leben, den eigenen Staat oder die freundlichen Nachbarn jenseits der Grenze  sehen, selbstverständlich werden auch alle nicht-monotheistischen Religionen, einschließlich der gängigen Ideologien nur noch zur Bereicherung der globalen kulturellen Vielfalt beitragen, totalitäre und diktatorische Systeme werden durch einfühlsam-eindringliche Gespräche mit den bekannten Diktatoren und Herrschern gewaltfrei zu wundervollen Lebensräumen demokratisch-freiheitlichen menschlichen Miteinanders (yes, we can!), Hunger und Not wird nicht mehr sein und die Menschen werden endlich glücklich miteinander leben …wahrhaft paradiesische Aussichten!

„Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“  So endeten die Märchen meistens, die mir erzählt wurden als ich noch ein kleines Mädchen war.

Doch ich bin kein kleines Mädchen mehr. Und  auch die diesjährige Verleihung des Friedensnobelpreises ist alles andere als märchenhaft.

Denn wie düster muss es um eine Welt bestellt sein, in der sich niemand finden lässt, der ein preiswürdiges Friedenswerk vorzuweisen hat; wie traurig die Vorstellung, dass es keinen Menschen gibt,  der seine Visionen von Frieden in der Welt bereits in die Tat umgesetzt hat, wie desillusionierend die Tatsache dass sich niemand ausmachen lässt, der  sich bereits mit aller Kraft für  Frieden unter den Menschen, für mehr Menschenrechte, mehr Menschenwürde, für ein Mehr an Sicherheit und weniger Hunger, Ungerechtigkeit und Krieg eingesetzt hätte, als es der amerikanische Präsident in seinen Reden verspricht.

Es scheint, als habe man eine Utopie von Frieden ausgezeichnet und als wisse man allzu genau, dass nichts und niemand jemals dieser Utopie entsprechen wird, dass im Gegenteil die Realität immer mehr dem Gegenpol von Frieden  entspricht und die Erlösungsbedürftigkeit der Welt immer stärker zutage tritt und Menschheit wie Schöpfung sehnsuchtsvoll wartend der Ankunft des Messias  entgegensehen.

Aber das ist nicht Obama –  wenngleich er mit seinen Reden Hoffnungen geweckt und Erwartungen erzeugt hat, und so scheint die Vergabe des Friedensnobelpreises  denn eher Rechnung  als Preis  zu sein, so verheißungsvoll wie die ungedeckten Kredite von Lehman Brothers oder der Hypo-Real-Estate, ganz dem Zeitgeist von Heute verpflichtet, passend irgendwie … Leben auf Pump und Flucht in unerfüllte Träume…

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Kommentare»

1. theolounge - 14. Oktober, 2009

Hallo Rika,

Du hattest mir ja gestern oder vorgestern mal wieder gewisse Dinge unterstellt.
Du kannst dazu mal auch jüdische Stimmen lesen:

„Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“
http://theoloungordpress.com20091014juedischexstimmexfuerxgerechtenxfriedenxinxnahost

(link von mir passiv gestzt. wer will, kann ihn ergockeln. rika)

2. theolounge - 14. Oktober, 2009

Eigentlich lieber diesen Text, damit Du nicht denkst, ich würde wieder irgendwas einseitig darstellen wollen:

http://www.x.atTextex2008ErklaerxEJJPAxxxpdfx

(Das ist der Originaltext der „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ )

Zu Infos über diese Organisation kannst Du auf den ersten von mir angegebenen Link klicken.

Ich wäre Dir dankbar, wenn Du mir nicht mir diese Unterstellungen machen würdest, wie die letzten Tage. Christlich ist das auch nicht gerade.

(link von mir passiv gesetzt. wer will, kann ihn ja ergockeln!)

Rika - 14. Oktober, 2009

Hallo Marc,

ich habe mir lange überlegt ob ich deine Kommentare freigeben soll, da sie ja nicht hierher zu mir, sondern drüben zu dir gehören und es eigentlich nicht üblich ist, eine Diskussion, die einer der Diskutanten – in diesem Fall ich – aus schwerwiegenden Gründen verlassen hat, in den Blog des Diskussionspartners zu verlegen.

Ich will aber die Gelegenheit nutzen, dir nochmals in aller Deutlichkeit zu sagen, warum ich drüben auf der theolounge nicht mehr mit dir zum Thema Israel diskutieren will und werde:

1.)
Die Erfahrung aus zahlreichen ähnlichen Diskussionen wie der, die drüben bei dir läuft, zeigt mir, dass du nicht Willens und in der Lage bist, eine andere Meinung außer deiner eigenen einfach stehen zu lassen. Die Art, wie du dein Thema und die Diskussion von dir zu mir „exportierst“, verbunden mit dem unausgesprochenen „aber ich habe doch Recht mit meiner Argumentation“, der Hinweis auf die Links, die mir zeigen sollen, wie sehr du Recht hast, dass alles macht mir deutlich, dass eine Auseinandersetzung mit dir für mich keinen mehr Sinn ergibt. (Ich bin im übrigen mit der von dir angegebenen „Argumentationshilfe“ durchaus vertraut, mache mir aber die Einstellungen und Einschätzungen nicht zu eigen und zwinge dir im Gegenzug auch nicht meine Meinung auf!)
Das allein ist aber nicht der entscheidende Punkt für meinen Gesprächsabbruch! Wesentlicher und weitaus wichtiger als deine Rechthaberei, die ich ja noch irgendwie mit „pädagogischer Kompetenz“ verkraften könnte, ist aber die INHALTLICHE Auseinandersetzung zum Thema Israel / Judentum, die du nicht nur selbst durch deine Beiträge anregst – was ich über einen langen Zeitraum inzwischen mit zunehmendem Unbehagen verfolge – sondern auch noch in den Kommentaren zu einer unerträglichen antisemitischen Hetze ausarten lässt. Damit bin ich bei
2.)
Du verbreitest in deinen eigenen Artikeln antisemitisches Gedankengut, wie es schlimmer kaum sein könnte, verbrämst es aber mit dem Hinweis auf „Gerechtigkeit“, Menschenrechte, Verantwortung für die Schwachen (die für dich ausschließlich die Palästinenser sind) und ziehst zu deiner eigenen Rechtfertigung immer wieder Artikel zweifelhafter Autoren und Gruppen herbei (s.o.). Es mag sein, dass dir zunächst gar nicht bewusst war, wie sehr deine Argumentation antisemitische Positionen und Polemiken bedienen, aber inzwischen haben dich so viele Leute darauf aufmerksam gemacht, dass sich heutzutage „moderner Antisemitismus“ im Gewand des Antizionismus und der Kritik an Israel tarnt, dass man dir Naivität nicht länger zugute halten kann.
Ich habe dich einen Antisemiten genannt, was du als Beleidigung aufgefasst und prompt in meinem Kommentar entsprechend gestrichen hast.
Darum will ich das hier gerne noch einmal wiederholen: Ich halte dich aufgrund deiner Beiträge und Kommentare für antisemitisch.

3.)
Ich habe die Diskussion in deinem Blog verlassen, weil der Kommentator „Leuchtfeuer“ Kommentare der übelsten Sorte von sich gegeben hat. Ich habe das bei dir drüben benannt und begründet, ich will mich hier nicht wiederholen.
Du hast als verantwortlicher Blogbetreiber diesen zum Himmel stinkenden antisemitischen Dreck zugelassen, ihn weder korrigiert, noch den Kommentator auf seine widerwärtigen Sätze hingewiesen, im Gegenteil: Du hast entschuldigend weitere Links angegeben, aus denen der Herr der Finsternis, der sich aber „Leuchtfeuer“ nennt, vermutlich zitiert haben soll.
Ich wiederhole darum an dieser Stelle ausdrücklich, dass ich die Beiträge des Leuchtfeuers als Ausbund allerschlimmster antisemitischen Propaganda betrachte und ihn selbst für einen üblen Antisemiten halte – wie ich auch dich des Antisemitismus bezichtige, weil du diesem Herrn Unterstützung bei seinem abscheulichen Tun gewährst.

Ich wiederhole hiermit, dass ich nicht mehr mit dir und / oder auf deinem Blog zum Thema Israel diskutieren werde, weil ich Menschen wie dir weder Gelegenheit noch Raum bieten will, in einer vermeintlichen Diskussion/einem Gespräch mit mir ihr unausgegorenes Geschwafel unters Volk zu bringen.

Du wirst hier nicht antworten können – das Leuchtfeuer ebenso wenig.

Ich wünsche dir Einsicht in dein Verhalten und Erleuchtung für dein Denken.

3. Rika - 14. Oktober, 2009

Wer sich nicht nur bei den „Friedensaktivisten-Israel“ dort wie hier informieren möchte und auch in der Lage ist, vom antizionistischen Mainstream abweichende Gedanken zuzulassen, dem sei ein Kommentar zu Mr. Goldstone empfohlen, der bei „Lizas Welt“ zu lesen ist:
http://www.lizaswelt.net/2009/10/goldstone-und-seine-willigen-helfer.html

4. Yael - 14. Oktober, 2009

Danke Rika, mehr muss man zu diesen unsäglichen Menschen und dem Blog nicht sagen. Füchterlich, dass solche Antisemiten auch noch annehmen, sie könnten einen interreligiösen Dialog führen. Der dort verbreitete Antisemitismus, die Anmaßung, er sorge sich um das Ansehen der jüdischen Religion (unfassbar) und die Arroganz und Ignoranz sind nicht im mindesten zu akzeptieren.
Er soll sich lieber um sein Ansehen Gedanken machen und wie abstoßend er als bekennender Christ auf andere wirkt.

Hier wieder einmal was antisemitisch ist und was man davon genau dort zu lesen bekam:

Eine Arbeits-Definition von Antisemitismus
nach der European Union Agency for Fundamental Rights (ehemals EUMC)* (Januar 28, 2005)

Der Sinn dieses Dokuments ist eine praktische Anleitung für das Identifizieren, das Sammeln von Angaben und die Unterstützung der Umsetzung und Durchsetzung von Gesetzen, die vom Antisemitismus handeln.

Antisemitismus ist eine gewisse Vorstellung zu Juden, die als Hass gegen Juden ausgedrückt werden kann.

Rhetorische und physische Ausbrüche von Antisemitismus sind gegen Juden und nicht-jüdische Individuen gerichtet, und/oder gegen ihr Eigentum oder gegen Institutionen jüdischer Gemeinden und religiöse Einrichtungen.

Zusätzlich können solche Ausbrüche auch den Staat Israel zum Ziel haben, wenn er als jüdisches Kollektiv gesehen wird.

Antisemitismus beschuldigt Juden oft, mit Verschwörungen der Menschheit schaden zu wollen. Oft werden Juden für alles verantwortlich gemacht, “was falsch läuft”. Das wird in Worten, schriftlich, visuell und mit Taten ausgedrückt. Verwendet werden finstere Stereotypen und negative Charakterzüge.

Zeitgenössische Beispiele von Antisemitismus im öffentlichen Leben, in den Medien, Schulen, am Arbeitsplatz und im religiösen Bereich können folgende Elemente enthalten, unter Berücksichtigung des Kontextes. Die Liste ist allerdings nicht vollständig:

* m Namen einer radikalen Ideologie oder einer extremistischen religiösen Sicht aufrufen, helfen oder rechtfertigen, Juden zu töten oder ihnen zu schaden.
* Das Äußern verlogener, entmenschlichender, dämonisierender oder stereotyper Vorurteile über Juden, wie etwa die Macht der Juden als Kollektiv, der Mythos einer jüdischen Weltverschwörung oder Behauptungen über jüdische Kontrolle der Medien, der Wirtschaft, der Regierung oder anderer gesellschaftlicher Einrichtungen.
* Juden als Volk zu beschuldigen, oder Juden für reale oder vermeintliche Vergehen einzelner jüdischer Personen oder Gruppen verantwortlich zu machen oder gar wegen Vergehen zu beschuldigen, die Nichtjuden begangen haben.
* Die Tatsache, den Umfang, die Mechanismen (etwa die Gaskammern) oder die Absicht des Völkermords am jüdischen Volk zu verleugnen, der durch die
* Täterschaft des nationalsozialischen Deutschland, seiner Unterstützer oder Komplizen während des Zweiten Weltkriegs begangen wurde. (Holocaust)
* Die Juden als Volk oder Israel als Staat zu verklagen, den Holocaust erfunden oder übertrieben (dargestellt) zu haben.
* Jüdische Bürger zu beschuldigen, zu Israel oder den vermeintlichen weltweiten Prioritäten von Juden loyaler zu sein als den Interessen ihrer eigenen Nationen.

Beispiele, wie sich Anti-Semitismus zum Staat Israel manifestiert in einem umfassenden Kontext:

* Dem jüdischen Volk das Recht auf Selbstbestimmung abzusprechen, etwa durch die Behauptung, der Staat Israel sei ein rassistisches Vorhaben.
* Die Anwendung eines doppelten Standards, indem an Israel Verhaltensansprüche gestellt werden, wie an keine andere demokratische Nation.
* Eine Charakterisierung Israels oder der Israelis unter Verwendung von Symbolen und Bildern des klassischen Antisemitismus wie dem Vorwurf, Juden hätten Jesus getötet oder Blutslegenden.
* Der Vergleich der heutigen Politik Israels mit der Politik der Nazis.
* Juden kollektiv für das Verhalten des Staates Israel verantwortlich zu machen.

Damit sollte das Thema beendet sein, was man dort zu lesen bekommt, spricht für sich selbst.


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