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… und ob „SIE“ es überhaupt gehört und verstanden haben… 14. Dezember, 2009

Posted by Rika in israel.
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…  „Sie“ nämlich, die immer noch glauben und verkünden, dass der Frieden in Nahost und der ganzen Welt davon abhängt, dass und wie schnell und vollständig die Juden aus dem Westjordanland verschwinden und entsprechend ihre Forderungen an Israel stellen, die Siedlungen zu räumen, den Schutzzaun zu demontieren, Jerusalem zu teilen und nach Möglichkeit darauf zu verzichten, Israel als „jüdischen“ Staat zu bezeichnen?

Haben sie gehört und verstehen sie auch, was die Hamas heute ihrer jubelnden Anhängerschaft anlässlich ihres 22jährigen Gründungstages mitteilte, dass nämlich der Kampf gegen das „Gebilde“ erst aufhören würde, wenn das „Gebilde“ vollständig und für immer verschwunden sei?

Wobei ich es sehr interessant finde, dass zunächst in den  Nachrichten des D-radio Hamas-Führer Hanija zitiert wurde, wobei von „Gebilde“ die Rede war, im Laufe des Tages und in der Internetnotiz dann aber lediglich davon gesprochen wird, dass die Hamas das Existenzrecht Israels nicht anerkennt! Was ist das für eine Organisation***, die ihren Gegner nicht einmal beim Namen nennt, geschweige denn sein Recht auf  Existenz und Namen anerkennt?

Und was sind das für Leute, die immer noch bei Israel die „Schuld“ für den organisierten Terror suchen, der doch nie aufgehört hat seit den ersten Tagen des noch jungen jüdischen Staates?

Wann werden die Kritiker Israels endlich begreifen, dass sie diejenigen stärken und unterstützen, die nichts anderes wollen, als Israel zu vernichten?

Oder ist es das, was sie ganz heimlich auch denken und fordern?

Palästina ungeteilt mit Jerusalem als Hauptstadt, die Rückkehr der „Flüchtlinge“ garantiert und den Juden ein Bleiberecht im Land ihrer Väter  unter dem Dach des Islam und unter der Regierung der friedliebenden und  wohlwollenden Palästinenser?

+

*** Dass die Hamas nicht alleine ist mit ihren Zielsetzungen in Bezug auf Israel verdeutlicht das Manifest der Hisbollah. Eine gute Übersetzung findet sich u.a.  bei Markus – Wahrheitsgraben. Die Zusammenfassung der Ziele der Hisbollah besteht in diesen Sätzen:

Unsere primäre Voraussetzung für unseren Kampf gegen Israel ist, dass das zionistische Gebilde von Anfang an aggressiv ist und auf Gebieten erbaut wurde, die ihren Besitzern entrissen wurden – auf Kosten der Rechte der muslimischen Bevölkerung. Deshalb wird unser Kampf erst enden, wenn die Existenz dieses Gebildes ausgelöscht ist. Wir erkennen keinen Vertrag mit ihm an, keinen Waffenstillstand und kein Friedensabkommen, ob einzeln oder konsolidiert.

Wir verurteilen alle Pläne für Verhandlungen mit Israel aufs schärfste und betrachten alle Verhandlungsführer als Feinde, weil solche Verhandlungen nichts anderes sind als die Anerkennung der Legitimität der zionistischen Besetzung Palästinas. Deshalb lehnen wir die Camp-David-Abkommen, die Vorschläge des Königs Fahd, den Fez und Reagan-Plan, die Breschnew- und die Französisch-ägyptischen Vorschläge und alle anderen Programme komplett ab, die die Anerkennung (auch die stillschweigende Anerkennung) des zionistischen Gebildes beinhalten.


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Kommentare»

1. sayadin - 17. Dezember, 2009

Alle Muslime sind aufgefordert den iranischen Präsidenten abzumurksen. Jedenfalls ist es das was Mohamed will, und seine Frau.

Alle Christen, Buddhisten und Hinduisten auch. Und die Shintoisten.

Zum Text der Fatwa Surfin bird, version amerikanische armee,
Die Fatwa ist irgendwo auf meinem Blog

PS: Die Juden hat ich ganz vergessen, die auch.

Ach so, noch von Jaques de Molay „Gott will es“

2. Yael - 27. Dezember, 2009

Ganz Palästina
Von Ari Shavit

Die Katze ist aus dem Sack: Palästina, ganz Palästina. Vor hunderttausend Menschen im Stadtzentrum von Gaza erklärte Ismail Haniyeh diese Woche das Ziel der Hamas. Der gemäßigte Ministerpräsident des gemäßigten Flügels der religiösen Palästinenserorganisation verkündete öffentlich, welche Friedenslösung seine Regierung anstrebt.

Nicht die vollständige Befreiung des Gaza-Streifens ist die ultimative Lösung. Auch nicht ein palästinensischer Staat. Die ultimative Lösung ist die Befreiung ganz Palästinas.

Haniyeh sagte dies nicht wortwörtlich, aber seine Worte sind klar. Die Hamas fordert Ramle und Lod, Haifa und Jaffa, Abu Kabir und Sheikh Munis. Sie fordert auch das Land, auf dem dieser Kommentar geschrieben worden ist, und auch das Land, auf dem dieser Kommentar gedruckt wird. Auch den Boden, auf dem die Haaretz-Redaktion steht, und auch den Boden, auf dem die Druckerei der Haaretz steht. Haaretz, das Land, das ganze Land. Großpalästina.

In den vergangenen Jahren haben uns nicht wenige Experten versichert, dass die Hamas es eigentlich gar nicht so meint. Die Hamas mache nur einen auf hart, ihre Ziele seien aber edel: Hudna, grüne Linie, Koexistenz. Leben und leben lassen. Aber keine Botschaft, die irgendein Hamas-Führer irgendeinem Diplomaten hinter verschlossenen Türen übermittelt, hat den gleichen Wert wie die Botschaft, die Haniyeh den Massen übermittelt hat. Was zählt, ist allein, was der palästinensische Führer seinen lauschenden Volksgenossen direkt und offen zu Gehör gebracht hat. Palästina, ganz Palästina. Jedes Stück israelischen Landes, auf dem irgendein israelischer Bürger oder irgendeine israelische Bürgerin lebt. Sein Haus, dein Haus, unser Haus. Der Boden unter unseren Füßen.

Gegen die Hamas steht augenscheinlich Mahmoud Abbas. Vorgestern erzählte Abbas dem Haaretz-Reporter Avi Issacharoff, dass man innerhalb von sechs Monaten zu einem Abkommen gelangen könnte. Ein kleines Problem: Ähnliche Dinge sagte man uns, als 1995 das Beilin-Abu-Mazen-Abkommen formuliert wurde. Ähnliche Dinge sagte man uns 2000 am Vorabend des Camp-David-Abkommens. Ähnliche Dinge versicherte man uns, als 2004 die Genfer Initiative unterzeichnet wurde. Ähnliche Dinge versicherte man uns, als Israel 2007 nach Annapolis ging.

Doch jedes Mal, wenn ein israelischer Führer einen weiteren Schritt auf Abbas zuging, wich dieser aus. Bis heute hat Abbas nicht positiv auf den 100%-Vorschlag reagiert, den ihm der frühere Ministerpräsident Ehud Olmert vor 15 Monaten auf den Tisch gelegt hat.

Man kann verstehen, warum Abbas Binyamin Netanyahu und Avigdor Lieberman misstraut. Nicht zu verstehen ist, warum Abbas wieder und wieder Ehud Barak, Olmert und Yossi Beilin ausgewichen ist. Warum hat der palästinensische Friedensführer niemals einen Friedensvertragsentwurf unterzeichnet und nie einen Friedenskompromiss vorgeschlagen.

Beni Begin behauptet, der Grund hierfür liege darin, dass auch die Fatah auf ihre Weise eine Großpalästina-Bewegung sei. Andere behaupten, der Grund liege darin, dass Abbas ein Flüchtling aus Zfat ist, der niemals auf sein Rückkehrrecht verzichten würde. Manche behaupten, dass Abbas will, aber nicht kann, und manche glauben, dass er kann, aber nicht will.

So oder so, Mahmoud Abbas spielt ein trügerisches Spiel. Seit 21 Jahren spricht er von zwei Staaten, ohne bereit zu sein, den palästinensischen Preis zu zahlen, der für die Zwei-Staaten-Lösung zu entrichten ist.

Die Wahrheit ist hart. Die Besatzung frisst Israel auf. Zerstört seine moralischen, demokratischen und politischen Grundlagen. Sowohl die Hamas als auch die Fatah erschweren eine Beendigung der Besatzung jedoch sehr. Solange die Hamas den Gaza-Streifen beherrscht, sich bis an die Zähne bewaffnet und die Unterstützung eines Drittels der Palästinenser genießt, hat sie ein Vetorecht bei jedem politischen Fortschritt. Solange die Fatah nicht bereit ist, den jüdischen Nationalstaat anzuerkennen und nicht darin einwilligt, dass der palästinensische Staat entmilitarisiert sein wird, gibt es keine Aussicht auf ein Friedensabkommen.

Haniyeh und Abbas treiben Israel auf je eigene Weise in eine Falle. Nur ein Tor könnte glauben, dass weitere Verhandlungen über ein Endstatusabkommen Israel aus der Falle befreien würden. Die Alternative zu einem Endstatusabkommen ist aber nicht die Fortsetzung des Status quo. Die Alternative ist eine israelische Initiative. Der Plan von Shaul Mofaz ist eine Möglichkeit, eine zweite Abkoppelung eine andere.

So oder so – Israel muss selbst mit der existentiellen Bedrohung der Besatzung fertig werden. Die Zeit läuft aus, die Zeichen stehen an der Wand. Palästina, sagt die Wand, ganz Palästina.

(Haaretz, 17.12.09)

3. Yael - 27. Dezember, 2009

Jetzt schießen sie auch auf Ägypter.

Gaza: Palästinenser feuern auf ägyptische Bauarbeiter

An der Grenze zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten bei Rafiah ist es in den vergangenen Tagen zu wiederholten Übergriffen bewaffneter Palästinenser gekommen. Darüber berichteten am Donnerstag ägyptische Medien.

Den Berichten zufolge wurden ägyptische Arbeiter, die an der Grenze am Bau einer Sicherheitsmauer aus Stahl zugange sind, unter Beschuss genommen. Ob es dabei Verletzte gab, ist nicht klar.

Ägypten hat sich zum Ausbau seiner Grenzanlagen entschieden und baut nun an einem Stahlwall, der bis zu 30 Meter tief in die Erde gelassen werden soll. Damit möchte die Arabische Republik gegen den andauernden Waffenschmuggel in den Gaza-Streifen vorgehen. Allein am Mittwoch legten ägyptische Sicherheitskräfte zehn Schmuggeltunnel frei.

(Yedioth Ahronot, 17.12.09)

4. Schul - 27. Dezember, 2009

Yedioth Ahronot

Ägyptischer Geheimdienstchef: Hamas will keine Versöhnung

In Ägypten verliert man allmählich die Geduld mit der Hamas. Der Chef des ägyptischen Geheimdienstes, Omar Suleiman, kritisierte die palästinensische Terrororganisation jüngst dahingehend, dass sie sich nicht an Vereinbarungen halte und insgesamt keine Versöhnung mit der Fatah anstrebe, die mit Präsident Mahmoud Abbas im Westjordanland regiert.

Suleiman betonte, das von Ägypten präsentierte Abkommen zur Versöhnung zwischen den beiden palästinensischen Fraktionen werde nicht zurückgenommen. Anders als die Fatah, die den Versöhnungsvertrag im Oktober einseitig unterzeichnet hat, steht die Zustimmung der Hamas noch aus.

Das Resümee Suleimans fällt vernichtend aus: „Die Hamas ist nicht daran interessiert, das Zerwürfnis [mit der Fatah] zu beenden. Sie haben Gefallen daran, eine fiktive Obrigkeit in Gaza zu schaffen, und sie wollen auch das Westjordanland beherrschen.“

5. sayadin - 28. Dezember, 2009

Na ja, haben sie es anders verdient?
Es gibt zwei Wege, die aus der Hölle führen, Phantasie oder Schmerz.
Und so wie es aussieht haben sie noch nicht genug gelitten, sonst hätten sie mal das andere probiert.


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