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vom verlieren, suchen und finden… 4. Januar, 2010

Posted by Rika in familie.
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Bei uns im Dorf liegt sehr viel Schnee, so viel wie seit 25 Jahren nicht mehr, sagt die Zeitung … und meine mehr gefühlten als bewussten Erinnerungen sagen das auch.

Es sieht wunderschön aus im Gärtchen

und auf der Straße…

und weil der Winterdienst in diesem Jahr dank der Klimaerwärmung gar nicht mit so viel Schnee gerechnet hat und demzufolge vermutlich auch weder genügend große Splitt- noch (oh, bewahre) Salzvorräte angelegt hat und wahrscheinlich auch alle Räumfahrzeuge gerade in der dringenden Inspektion sind, sieht die Straße nicht nur wunderschön aus, sondern ist mit der weißen Pracht auch reichlich bedeckt und unter dem frisch gefallenen wunderschönem Schnee sehr, sehr glatt. Mir macht das ja nichts aus, musste ich doch in meiner Junglehrerinnenzeit in Hessen mit Schnee und BERGEN fertig werden, diese Herausforderungen stellt das flache Land nun mal nicht an seine Bewohner. Dennoch hat der Schnee auch hier seine Tücken, wenn auch ganz andere, als man  im ersten Moment vermutet. (Zum Thema Winterdienst und ungeräumte Straßen in der Region Hannover werde ich dennoch einige Wörtchen reden, später!)

Gestern war die junge Familie zum Kaffeetrinken bei uns – wirklich, unserer Enkel ist das süßeste Baby seit der Erfindung der Babies 😉  (Omas können ganz schön seltsam sein!) – und es war schon ziemlich spät und dunkel als sie sich wieder auf den Heimweg machen wollte. Da noch einige Dinge mitzunehmen waren, beschloss der junge Vater, das Auto vom Straßenrand in den Hof und vor unsere Haustür zu fahren. Doch auf der Straße in der weißen Pracht verlor er erst den Halt – er glitt aus und sürzte in den Schnee – und dann den Ehering! Als er nämlich den Schnee von den Händen schüttelte, rutschte der Ring vom Finger und versank in dem glitzernden Weiß. Nun ist so ein Ring im Schnee nur schwer auszumachen, erst recht, wenn man nicht so genau nachvollziehen kann, wohin das kostbare Stück geflogen war und die Szenerie in der Dunkelheit nur von einer einsam funzelnden Laterne  „beleuchtet“  wird.  Die Familie wurde alarmiert und eine groß angelegte Suchaktion begann. Dumm nur, dass auf der an Sonntagen  meistens menschen- und autoleeren Straße plötzlich ein Auto nach dem anderen aus beiden Richtungen die Unglücksstelle passierte und so mit jedem Reifen   die Spuren im Schnee neu angelegt wurden…

Mittlerweile beteiligten sich auch die Nachbarn an der Suche und ich schickte ein Stoßgebet zum Himmel, wie ich es oft tue, wenn ich gerade wieder mal in größeren oder kleinen Schwierigkeiten stecke: HERR, hilf bitte!

Mein liebster Ehemann hatte inzwischen mit dem Schneeschieber den in Frage kommenden Schnee von der Fahrbahn an den Rand geschoben – um den vorbeifahrenden Autofahrern zu entgehen – und wir wühlten in dem angesammelten Schneehaufen, was uns kalte Hände einbrachte, aber leider nicht den Ring zu Tage förderte.

Nun weiß ich nicht, wie sicher der Herr im Himmel auch für verlorene Schmuckstücke zuständig ist, Fakt ist aber, dass mir eine geradezu geniale Idee kam: Wir luden den schon nicht mehr ganz so strahlend schönen Schnee in Eimer, leerten diese in der Badewanne aus und ließen reichlich warmes Wasser darüber laufen, denn, so dachte ich mir, der Ring MUSSTE in dem Zeug sein, dass der Liebste an den Rand geschoben hatte. Es vergingen etliche Minuten, doch 8 oder 9 Eimerladungen später tönte laut der freudige Ruf hinaus zu den immer noch Suchenden:

„Der Ring ist wieder da!“

Er lag schön und glänzend auf dem Grund der Badewanne.

DANKE  –  allen Helfern und Freunden und natürlich auch an den Adressaten meines Stoßgebets!

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Kommentare»

1. Tety Pöcha - 3. Februar, 2011

Wahrhaftig ein super Post. Ich werde himmelunderde.wordpress.com mehr besuchen 😉

2. Kai - 13. Dezember, 2013

Super Nummer! Im Notfall uns empfehlen 🙂 Metallsucher Schleswig Holstein.


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