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Von Veränderungen und Gottvertrauen… 10. Februar, 2010

Posted by Rika in familie.
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Im Hause Rika finden große Veränderungen statt.

Zum einen ist nun das eingetreten, was ich schon vor einiger Zeit in meinem „ani“  angekündigt habe: Meine Zeit der Berufstätigkeit ist zu Ende gegangen – dank Altersteilzeit schon vor Erreichen des eigentlichen Rentenalters.  Über meine Empfindungen und Befindlichkeiten nun so plötzlich  😉   mit Fug und Recht zuhause bleiben zu können (in den letzten Wochen vor meiner Verabschiedung in den (Vor)Ruhestand musste ich schon aus gesundheitlichen Gründen passen – und das passte mir eigentlich ganz und gar nicht!!!),  so ganz plötzlich ohne Schule, Schüler, Kollegen den Tagen neue Struktur und Inhalt zu geben, so ganz plötzlich mit meinem Liebsten viel mehr Zeit des Alltags miteinander zu verbringen, darüber werde ich noch berichten. Alle diese Gedanken und Gefühle mischen sich mit dankbarem Zurücksehen, mit  Trauer, Erleichterung, Freude auf das Neue und müssen noch sortiert werden und langsam zu meiner neuen Wirklichkeit werden. Davon also später.

Zum anderen bricht auch für die Ex-Studententochter eine neue Zeit an.

Ende September hatte sie ihre Diplomarbeit abgeschlossen  und kurz vor den Weihnachtsferien das Diplom ausgehändigt bekommen, das ihr den sehr guten Abschluss ihres Studiums bescheinigt.  (Die Dozenten hatten sich reichlich viel Zeit zur Beurteilung gelassen, aber gut Ding will wohl Weile haben!)

Die Diplomarbeit zu schreiben war ein schwieriges Unterfangen, nicht weil Frau Studentin mit dem Thema Mühe gehabt hätte, nein, es waren die äußeren Umstände, die das Arbeiten am Thema so erschwerten. Der Beginn ihrer Arbeit fiel mit dem Sterbeprozeß meiner Mutter zusammen – und A. verbrachte viele Stunden am Bett ihrer sterbenden Großmutter, sang Lieder für sie, betete mit ihr, erzählte ihr von ihrem Studentenleben und war für sie da – und auch für mich.  Dafür bin ich sehr dankbar.  Bevor die Schlussphase der Arbeit begann, wurde immer deutlicher, dass mein Vater sterben würde und wieder verbrachte A. viel Zeit bei ihrem Großvater – eine segensreiche Zeit, die sie – und auch ich – nicht missen möchte, die aber das Arbeiten an der Diplomarbeit erst einmal verzögerte. Und nach dem Tod ihres Großvaters (Ende August) war es zunächst sehr schwer, den Arbeitsrhythmus wieder zu finden, den Faden neu aufzunehmen und die Arbeit konzentriert zu Ende zu bringen.

Nun steht also der Start ins Berufsleben bevor.   A. hatte sich auf eine Stelle beworben, die von der Ausschreibung her ihren Vorstellungen und Neigungen entsprach und war zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden.  In der Nacht vor dem Gespräch konnte ich nicht schlafen, viele Gedanken gingen mir durch den Kopf und irgendwann begann ich für meine Tochter zu beten. Gestern Mittag rief sie an, zuversichtlich, voller Optimismus, sie hatte ein gutes Gefühl und sagte, man wolle sie am nächsten Tag benachrichtigen, ob sie die Stelle bekäme oder nicht. Drei Stunden später rief sie erneut an: „Mutti, stell dir vor, ich habe die Stelle. Gerade hat mich das Büro angerufen, ich soll morgen schon an der  Teamsitzung teilnehmen und werde am Montag anfangen!“  Natürlich freute ich mich mit ihr und war froh und dankbar.

Aber ich war geradezu sprachlos als ich am späten Nachmittag die „Losung“   für den gestrigen Tag wahrnahm, die ich in der Hektik des Morgens noch nicht in Ruhe gelesen hatte:

„Christus spricht: Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn.“ Johannes 14,13

Und ich musste an mein nächtliches Gebet denken und daran,  wie sehr meine Tochter in all den letzten Wochen und Monaten ihr Vertrauen auf Gott gesetzt hatte und voller Zuversicht war, dass  Gott  ihr nahe sein und sie leiten  würde bei den nächsten Schritten ihres Weges…

Sagt Gott Dank alle Zeit für alles!

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