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Wie soll ich das verstehen? 1. März, 2010

Posted by Rika in israel.
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Es muss am Alter liegen, dass meine kleinen grauen Zellen einfach nicht mehr so gut funktionieren, dass ich auf Anhieb verstehe, was so an Informationen auf mich einstürmt, besser gesagt, was ich an Informationen freiwillig aufnehme, um das mit dem „Stürmen“ etwas zu relativieren!  Schließlich zwingt mich ja niemand, im Israelnetz nach den neuesten Nachrichten und Berichten zu forschen.

Aber das, was ich da heute lesen konnte, gibt mir – neben einiger Empörung, die ich noch verarbeiten muss -,   doch einige Rätsel auf.  Es wird nämlich berichtet, dass in diesen Tagen zum sechsten Mal  weltweit „Israel-Apartheid-Wochen“ begangen werden.   Pro-palästinensische Organisationen wollen damit auf    „die wahre Natur Israels als Apartheidsstaat“ aufmerksam machen.  Die Aktionen finden international an verschiedenen Universitäten statt, in diesem Jahr beteiligen sich schon 40 Unis an der Kampagne, die u.a. zum Ziel hat,  eine „Ausgliederung des jüdischen Staates“ und „Boykotte gegen Israel“ zu erreichen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wollen sie AN Israel Apartheid betreiben – denn nichts anderes kann doch mit „Ausgliederung“ gemeint sein – , um auf die vermeintliche   „Apartheid in Israel“   hinzuweisen.

Das nenne ich den Teufel mit dem Belzebub austreiben zu wollen…

ganz abgesehen davon, ob der Vorwurf, Israel sei ein Apartheidsstaat nun berechtigt ist oder nicht. Immerhin mögen sich die Apartisten an der Geschichte Südafrikas ein Beispiel genommen haben …

Wie wir ja alle wissen, ist Israel rassistisch, undemokratisch, faschistisch und verhindert mit List und Tücke, dass allen seinen Bürgern gleiche Rechte und Freiheiten gewährt werden. Die arabischen und alle nichtjüdischen Bürger sind per Gesetzt Menschen zweiter Klasse, die ein armseliges und erbärmliches Dasein fristen, von allen Segnungen eines modernen Staates wie beispielsweise Wahlrecht,  Gesundheits– und Bildungswesen auf brutale und totale Weise apartiert.  Natürlich MÜSSEN sich die aufgeklärten, freiheitlichen und demokratisch gebildeten palästinensischen Eliten und Organisationen gegen diese mittelalterlich anmutende  Form der Unterdrückung zur Wehr setzen und am besten tut man das, indem man den Bildungseliten in anderen Ländern klar macht, was es mit Israel auf sich hat und welche Machenschaften im jüdischen Staat üblich sind. So ist es nur zu verständlich, dass die Aktionen an berühmten Universitäten stattfinden

In diesem Jahr beteiligen sich an der Kampagne unter anderem die Universitäten in Amsterdam, Tilburg, Bogota, Rom, Pisa, Glasgow, Caracas, Durban, Johannesburg, Ottawa, San Francisco und Melbourne.

und es ist natürlich auch selbstverständlich, dass israelische Staatsbürger über die fürchterliche Apartheid in ihrem Land berichten.

An der Kampagne sind auch Israelis beteiligt. Einer der Redner ist Schir Hever vom Alternativen Informationszentrum in Jerusalem. Er wird in Amsterdam mehrere Vorträge zum Thema „Israels Wirtschaftspolitik als eine Form der Apartheid?“ halten. Der israelische Aktivist Schai Carmeli-Pollak will in Boston seinen Film über die Errichtung der israelischen Sicherheitsanlage und die dagegen gerichteten palästinensischen Proteste zeigen.

Auch der Knessetabgeordnete Dschamal Zahalka von der Balad-Partei nimmt an der anti-israelischen Veranstaltung teil. Der israelische Araber hält Vorträge in einer Kirche in New York sowie an den Universitäten von Ottawa und Montreal

Die „apartierten“   Bürger des Apartheidstaates Israel wollen durch ihre Vorträge vor allem den Rückbau der Sicherheitsanlagen erreichen. Damit könnten dann wieder alle arabischen Bewohner der Westbank ungehindert in israelische Dörfer und Städte gelangen … und einige von ihnen,  besonders freiheitsliebende und mutige Terroristen Kämpfer für den Frieden in Nahost und ein apartes, weil judenfreies Palästina,   mit Hilfe moderner Sprengtechnologie israelische Kinder, Männer und Frauen unmittelbar ins Paradies  – nein, sich selbst ins Paradies und die anderen in den Tod – befördern. Auch eine Form des Apartierens.

Dagegen scheinen die Geistesschaffenden an den  Universitäten aber nichts einzuwenden zu haben …

.

Nachklapp:

Ich gehe davon aus, dass die Teilnehmer an den „Israel-Apartheid-Wochen“  unter „Ausgliedern“  etwas anderes verstehen, als die natürlich „falsch“ übersetzte Forderung Ahmadinedschads,  Israel von der Landkarte  zu radieren oder aus dem Buch der Geschichte zu tilgen. Herr A. aus T. hat ja nur gemeint, dass …ähhh … das zionistische Gebilde keins mehr sein sollte oder so ähnlich. Juden müssten aber wohl aus Palästinensistan irgendwie … ins Meer … verschwinden … oder so…  das mit der Endlösung hatten wir ja schon, das kann Herr A. aus T. (nicht der aus B!)  nicht gemeint haben, weil, man lernt doch aus der Geschichte, oder?

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Kommentare»

1. Markus - 2. März, 2010

So ein Wahnsinn. „Verblendung“, die Unfähigkeit, die einfachsten Wahrheiten zu erkennen. Verführt, verblendet, in sich selbst verliebt, sich selbst der eigene Gott … 😦

2. Rika - 8. März, 2010

Eine – wie ich finde – gute Auseinandersetzung mit der Aktion der „Israel-Apartheid-Wochen“ findet sich hier:
http://lforliberty.wordpress.com/2010/03/08/israeli-apartheid-week/

————-
Die andere Form der “Apartheid”

http://www.israelnetz.com/themen/arabische-welt/artikel-arabische-welt/datum/2010/03/05/gazastreifen-innenministeriums-erlaesst-weitere-verbote/

Männerhände haben an Frauenköpfen nichts verloren … wobei ich mich etwas ratlos frage, welche Frisur ein Friseur für langhaarige, dauerhaft Kopftuch tragende Frauen wohl kreieren, schneiden, fabrizieren würde….


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