jump to navigation

Wer war das? 20. April, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
trackback

Es passiert Rätselhaftes im Gärtchen…

Kleiner Einschub:

Das Gärtchen ist frühlingshaft grün, narzissengelb, traubenhyazinthen-, veilchen-, bodendeckerblüten-, blausternchenblau und tulpenbunt. Die Sternmagnolie blüht, der Josterbeerenbusch hat viele, viele Blüten, fast alle Fische haben den strengen Winter überlebt – wir hatten lediglich zwei Opfer zu beklagen, soweit bisher be- und erkannt  –  und im Nistkasten an der Eberesche ist reger Nestbaubetrieb durch zwei hübsche kleine Blaumeisen.

Auch diesmal ist es ein Spatz, der mit seinem Spiegelbild hinten an der Mauer  heftig flirtet – jeden Morgen um die gleiche Zeit, und wir fragen uns schon, wann er denn endlich merkt, dass er sich selbst entgegenflattert und  den Hof macht. Der gleiche Spatz wie im letzten Jahr? Vermutlich ist er ein gefiederter Narziss der Neuzeit, der alljährlich im Frühjahr seine Schönheit bejubelt…

Was uns aber rätselhaft erscheint, ist folgender Tatbestand:

Wie berichtet hat eine süße kleine Maus einen Wettkampf mit der dicken Amsel um das beste Futter im schneekalten Winter ausgetragen und ganz offensichtlich Schnee und Eis und Kälte prima überlebt. Jedenfalls spaziert sie am helllichten Tag über die Terrasse, lässt sich auch von uns nicht stören und bereitet sich ganz offensichtlich darauf vor, demnächst in die Familienvergrößerungsphase einzutreten. Nun ist eine Maus auf der Terrasse (hinten in der Kompostecke treiben sich auch noch zwei, drei Mäuse rum!!!) gut zu verkraften, wenn es aber zur Verheiratung mit einer der Kompostmäuse kommt und dann wohlmöglich viele, viele kleine niedliche Mäuse die Terrasse zu ihrem Tummelplatz machen, ist das doch nicht mehr ganz so niedlich, zumal im Sommer die Tür sehr häufig offen steht und man mit der Mäuseinvasion IM Haus rechnen muss. (Im letzten Jahr habe wir eine besonders vorwitzige, hübsche Maus nur mit List und Tücke aus dem Wohnzimmer vertreiben können….!) Was also tun?

Der Familienrat, hauptsächlich bestehend aus mäuseliebender Tochter,  tierliebender Schwiegertochter und mir, beschloss, die kleine Süße auf keinen Fall zu töten, sondern mit einer „Lebendfalle“ zu fangen und im nahen Wald auszusetzen. Also kaufte der liebste Ehemann eine entsprechende Falle (viel teurer als die „normalen“ mit Tötungsmechanismus…), wählte sehr sorgfältig einen Standplatz aus,  damit nicht die eifrigen Meisen hinein gerieten, sicherte ihn mit schweren Steinen, damit die Falle nicht zufällig vom Wind ausgelöst werden könnte oder von einem „wer-auch-immer-Tierchen“.

Zwei Tage lang stand die Falle unbeweglich und unberührt.

Am dritten Morgen schaute ich von oben aus dem Fenster – die Falle war weg!

Da der liebste Ehemann schon sehr früh das Auto zur Werkstatt bringen musste, war ich ganz sicher, dass er die Falle mit der darin sitzenden Maus schon zum Feld- oder Waldrand gebracht hatte!

„Oh,  hast du die Maus schon weggebracht, wie sah sie denn aus?“ fragte ich anstelle eines freundlichen „Guten Morgen!“

„Ich dachte, du hättest die Falle weggenommen!“ war seine verblüffende Antwort.

„Nein, warum sollte ich?“

Eine ausführliche Begehung des Tatorts und eine erweiterte Suche im Gärtchen ergab keinerlei Hinweise auf die Maus in der Falle. Nichts! Gar nichts!!!

Wer also hat die Falle samt der Maus weggeschleppt?

Eine Katze? Wie sollte sie das anstellen, ohne eine Maulsperre zu kriegen? Ein vierbeiniges anderes Tier, das groß genug und stark genug ist, um mit Falle über die Mauer und/oder die Zäune zu gelangen? In den Nachbargärten fand sich die Falle nämlich auch nicht wieder.

Wir spekulieren, dass es ein Raubvogel gewesen sein muss. Obwohl, der muss ziemlich genau gesucht haben, um die Falle zu entdecken…

Eine vorsichtige Anfrage an den Liebsten, ob er möglicherweise in einem Moment der Unkonzentriertheit die Falle vielleicht an einen anderen Ort…  löste umgehend Empörung aus!

Nun machen wir uns Gedanken wie es Frau Maus ergangen sein mag: Ist sie an einem Herzinfarkt infolge der Stresssituation verstorben oder kläglich in der Falle verhungert oder hat der Dieb eine Möglichkeit gefunden, an das eigentliche Objekt der Begierde zu gelangen?

Wir machen uns heftige Vorwürfe, ehrlich!

Obwohl ja unser eigentliches Ziel erreicht und das Mäuschen nun an einem anderen Ort ist…

Nur eine Lebendfalle werden wir ganz bestimmt nicht mehr aufstellen, der Unsicherheitsfaktor ist zu groß!

Wir vertrauen in Zukunft auf die Katzen im Ort …

Advertisements

Kommentare»

1. Jutta - 24. April, 2010

Ja,ja, die lieben Mäuschen.
Wir hatten auch mal eine „Terrassenmaus“,die verlief sich nie in die geöffnete Wohnzimmertür und begrüßte mich im Winter vor der Vogelfutterstelle.
Von den Lebendfallen halte ich gar nichts mehr,einmal stellten wir eine im GArtenhaus auf,sie füllte sich über Nacht mit vielen Mäuschen, die sich gegenseitig verletzten…..
LG
Jutta

2. Rika - 24. April, 2010

Jutta,
wie schön, wieder mal von Dir zu hören, sprich, zu lesen!

Das Terrassenmäuschen ist nun wirklich verschwunden …
Aber am und im Kompost ist reger Mausebetrieb!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: