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Punktsieg für die Hamas? 31. Mai, 2010

Posted by Rika in israel.
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Nein!

Und nochmals NEIN!

Seht genau hin!

Selbst wenn die Medien heute alle von einer verhängnisvollen Aktion der Israelis reden, vom Imageschaden, der entstanden ist, wenn die Regierungen Europas deutliche Worte der Verurteilung finden und eine lückenlose Aufklärung fordern, sollte doch nicht aus den Augen verloren werden, dass das gesamte Unternehmen eine gezielte Provokation und Propagandaaktion derjenigen war und ist, die den Staat Israel selbst angreifen, seine Legitimation hinterfragen, ja,  die Existenz eines jüdischen Staates im Nahen Osten selbst grundsätzlich in Abrede stellen.

Die Hamas und ihre Verbündeten, die sich selbst als „Friedensaktivisten“ an dem Coup beteiligten und selbstredend auch in Deutschland und nicht nur in grünen und linken Lagern zu finden sind, haben im Augenblick das Medieninteresse auf ihrer Seite. Zu verlockend ist es, Israel wieder einmal den schwarzen Peter zuzuschieben, es als den bösen Buben darzustellen, der den Weltfrieden stört. Das verkleistert offenbar vielen Menschen und leider auch den Journalisten und Politikern, die es besser wissen könnten, ja, müssten, nicht nur die Augen, sondern offensichtlich auch die Hirne. Wären sie sonst so schnell zu einseitigen Stellungnahmen und Verurteilungen bereit, angesichts der erklärten Ziele der Hamas, Israel von der Landkarte tilgen zu wollen?

Und hätte  die politische Klasse, die jetzt sich aufplusternd gegen Israel wendet, nicht die gleichen Vorahnungen haben können wie ich, Rika, dass nämlich der Flottenverband der Friedensaktivisten zu einem schweren Konflikt zwischen Israel und den Seefahrern führen würde?

Und hätte man sie, die Gutmenschen wie die Terroristen an Bord der Schiffe, nicht dringend, dringend auf politischem Weg davon abhalten müssen, ihren Feldzug gegen Israel fortzusetzen, jedenfalls in öffentlichen Statements gegen das Unterfangen?

Hätte man nicht Druck auf die Türkei und auf Griechenland ausüben müssen, sich nicht an der Aktion zu beteiligen, weil es doch allen völlig klar war, dass Israel die Seeblockade vor Gaza nicht lockern würde und auch nicht lockern kann wegen der unübersehbaren Gefahr der illegalen Waffenlieferungen für die terroristische Hamas?

Hat Frau Merkel in dieser  Sache irgendetwas unternommen oder auch nur ansatzweise die Organisatoren  kritisch hinterfragt?

Mitnichten, nichts war zu vernehmen, jedenfalls nicht öffentlich!

Die, die auf den Schiffen waren, wussten genau, worauf sie sich einlassen, oder ist irgendjemand so naiv zu glauben, dass die Aktivisten  an einem friedlichen Ausgang ihrer Friedensfahrt wirklich interessiert waren?

Denn wären sie es gewesen, wäre es ihnen wirklich um das Wohl der Bewohner Gazas gegangen, hätten sie dann nicht auf das israelische Angebot eingehen und ihre Ladung in Aschdod löschen lassen?

Sie alle wussten, dass sich Israel gegen die Blockadebrecher wehren würde.

Nein, sie alle wollten die Konfrontation!

Sie alle wollten Israel ganz, ganz alt aussehen lassen.

DAS ist ihnen gelungen.

DAS und die schlichte Tatsache, dass man den billig in Kauf genommenen Tod der „Kämpfer für den Frieden“ nicht ihnen, den Provokateuren in die Schuhe schieben würde, sondern Israel, dem bösen, zionistischen Gebilde, das mit allen Mitteln bekämpft werden darf, ohne dass man auch nur das leiseste Unrechtsbewusstsein in der eigenen Gutmenschenseele zur Kenntnis nehmen müsste.

Ich will nicht davon reden, dass der Gazastreifen auch von Ägypten aus unerreichbar ist, nicht davon, dass täglich aus dem Gazastreifen Raketen auf Südisrael geschossen werden, nicht davon, dass nur dank der Aufmerksamkeit israelischer Sicherheitskräfte Woche für Woche mögliche Attentate verhindert werden, nicht davon, dass die Hamas vom Iran mit Waffen bestens versorgt wird (dürch das gut ausgebaute Tunnelsystem, für das es nie an Baumaterial fehlt!), nicht davon, dass die Hisbollah im Libanon gewaltig aufrüstet.

Ich will auch nicht davon reden, dass die Bewohner Gazas mit Milliarden Euros und Dollars subventioniert und dadurch dem vielbeschworenen Genozid immer wieder entkommen, auch nicht davon, dass Lebensmittel und Hilfsgüter Woche für Woche die Grenze zum Gazastreifen von Israel aus passieren, nicht davon, dass humanitäre Hilfe von israelischen Ärzten und Krankenhäusern geleistet wird und Woche für Woche Patienten aus Gaza in Israel versorgt werden.

Geschenkt.

Davon will ich nicht reden.

Ich will auf ein paar „Nebensächlichkeiten“ aufmerksam machen, die den Friedliebenden immer leicht entgehen …

…  so  eine kleine Notiz weiterreichen, die ich neulich bei Israelnetz fand:

Hinsichtlich eines möglichen Waffenstillstandes mit Israel wies der Salafiten-Führer darauf hin, dass „Palästina ein Erbe des Islam ist“. Damit gehöre es allen Muslimen und nicht nur den Palästinensern. Daher habe auch kein Palästinenser das Recht, im Namen „Palästinas“ zu sprechen. „Jeder der eine Waffenruhe mit Israel hält, bevor die heiligen Stätten befreit wurden, die Besatzung beendet wurde und die Gefangenen freigelassen wurden, ist ein Beschützer des Feindes und unterstützt die Israelis und die Christen.“

Das buchen vermutlich viele unter „Hunde die bellen, beißen nicht“ ab, will man weder wahr haben noch ernst nehmen, lass sie reden, was geht es uns an!

…  genauso wenig reden Friedensaktivisten über diesen Tatbestand:

GAZA (inn) – Maskierte Unbekannte haben am Sonntag ein Sommerlager für Kinder des UN-Hilfswerkes für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) angegriffen. In einem Brief bezeichneten sie das Ferienlager als unmoralisch und drohten damit, UN-Mitarbeiter zu ermorden, falls die Vereinten Nationen ihre Aktivitäten für die Kinder nicht einstellten.

Wie UNRWA-Leiter John Ging laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ mitteilte, fesselten die Angreifer einen Wächter am Eingang des Lagers. Dann zündeten sie Zelte an und verwüsteten Sanitäreinrichtungen. Dem Wärter übergaben sie einen an die UN adressierten Umschlag. Dieser enthielt drei Patronen und ein Schreiben, in dem sie damit drohten, Ging und andere UN-Mitarbeiter zu ermorden, falls die UN ihre Sommerlager nicht einstellten.

Das passt nicht ins Bild der Not mildern wollenden  Friedenstruppe, palästinensische Kinder könnten ein Sommerlager besuchen, so katastrophal ist die Lage in Gaza!!! Aber natürlich werden die Friedensschiffer Verständnis dafür haben, dass man palästinensische Kinder nicht der westlichen Dekadenz aussetzen kann und sie darum besser ein Trainingscamp der Hamas besuchen …

… die Doppelzüngigkeit der Westjordanlandregierung, vertreten durch den ehrenwerten Herrn Abbas will auch nicht so ganz zur friedlichen Seefahrt passen, jammert Herr Abbas doch über diese Situation:

„Wir, das palästinensische Volk, sind wie ein entführtes Flugzeug. Die Entscheidungsbefugnis ist nicht in unseren Händen, sondern vielmehr in den Händen der Iraner. Aus diesem Grund ist die Einheit des palästinensischen Volkes entführt, so, wie auch ein Flugzeug entführt ist“, sagte Abbas laut der Tageszeitung „Jediot Aharonot“.

… auch diese Lage ist verzweifelt und dort könnten die Seefahrer mit ihren Schiffen vielleicht wirklich echte Not lindern:

GAZA / ABU DHABI (inn) – Etwa 200 Palästinenser aus dem Gazastreifen sitzen auf einer iranischen Insel fest. Die Behörden haben ihnen die Einreise in die Vereinigten Arabischen Emirate verweigert, obwohl viele der Palästinenser bei einer Firma in dem Staatenbündnis am Persischen Golf angestellt sind.  …

In den Emiraten dürfen Palästinenser keinen Grundbesitz besitzen. Sie haben begrenzten Zugang zu staatlichen Schulen und zur Gesundheitsversorgung. Die Gestrandeten aus dem Gazastreifen haben an Präsident Mahmud Abbas und an den Premier im Westjordanland, Salam Fajjad, appelliert. Sie haben sie aufgefordert, sich einzuschalten und ihnen die Rückkehr zu ermöglichen. Die Botschaft in Abu Dhabi habe ihnen nicht helfen können.

Die arabischen Brüder im reichen, ach, so sehr reichen Land der Ölscheichs wollen die arabischen Brüder  aus dem Mutterland des palästinensischen Terrors einfach nicht aufnehmen. Könnte da nicht die Türkei hilfreich einspringen, statt Schiffe in Richtung Gaza als Blockadebrecher auf den Weg zu schicken?

Natürlich könnte ich die Liste dieser kleinen Randnotizen beliebig lang fortsetzen, aber wer will das schon alles lesen!?

Was diese Auflistung soll?

Sie soll zeigen, dass selbst einfach gestrickte Menschen wie ich es bin, die Möglichkeit haben, Informationen zu erfassen, die noch andere Interpretationen zulassen als das ewig gleiche Lied,  Israel sei DAS Hindernis für den Frieden in der Welt und speziell im Nahen Osten.

Es mag nach einem Punktsieg für die Hamas aussehen – für diese Runde! Ich bin kein Fan von Boxkämpfen, weiß aber immerhin, dass ein Kampf über alle Runden geht, sofern nicht einer der beiden zuvor k.o. geht oder es zum technischen k.o. kommt.

Ich will nicht hoffen, dass es über die ganz Distanz geht – schon aus Gründen der Lebensqualität für die vom Terror schikanierten und vom Iran bedrohten Bewohner des Staates Israel und seiner arabisch-palästinensischen Nachbarn.

Ich hoffe darauf, dass die Vernunft über die Unvernunft aller friedensaktiven Terrorversteher siegt!

(Und vielleicht gelingt es Israel, eine bessere PR-Abteilung zu etablieren, es gibt doch nicht nur senitimentale Gründe Israel zu lieben, sondern viele tolle Errungenschaften, die die Welt bereichern, ohne dass die Welt das bisher groß zur Kenntnis nimmt!)

NACHTRAG:

Nach allen Informationen, die ich online gelesen habe, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es vor allem türkische Aktivisten waren, die gewaltsam gegen die israelischen Marinesoldaten vorgegangen sind und damit den gewalttätigen Ausgang des Konflikts und die lzu beklagenden Toten zu verantworten haben.

Betrachtet man die Entwicklung der türkischen Politik der letzten Monate, kann man den Gedanken doch nicht ganz beiseite schieben, dass die Gaza-Attacke eine von der türkischen Regierung stillschweigend mitgetragene Aktion war, um nun auch ganz offiziell gegen Israel radikal Stellung zu beziehen und es nicht nur bei einem verbalen Schlagabtausch zu belassen.

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Watt is…?! 31. Mai, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Ich war in den zurück liegenden Tagen  in Odiles neuer Behausung ziemlich beschäftigt mit höchst praktischen Problemlösungen … und habe von dort aus einen  Abstecher an die Nordseeküste unternommen …

„Wat sonst noch so is“  und war im Hier und Jetzt der realen und der Bloggerwelt  – ich werd mich schlau machen, versprochen!

Odiles neuer Wirkungsbereich:

Ist sie nicht die Anmut selbst?

Das hanseatische Wetter scheint ihr gut zu  bekommen … ! Die mächtigen Bäume in der Nachbarschaft sind ihr vielleicht ein Ansporn zu eigener Größe, wobei damit NICHT die erreichte Höhe oder der Umfang des Stamms gemeint sein kann, denn dann müsste sie in einem Garten um Asyl bitten  … ich denke eher an ein „größeres Mehr“ an Blättern und „Kätzchen“ im nächsten Jahr …

Habe ich schon mal gesagt, dass ich das Meer und das Watt besonders liebe?

Watt is   …

Pfingstausflug… 23. Mai, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.
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Ausflug der Familie Blässhuhn auf dem Blauen See…

… die Eltern mit den Jungen*

… das gut getarnte Nest im Schilf …

… und vielleicht gelingt es mir ja irgendwann einmal, die Fotos so zu bearbeiten, dass man auch wirklich etwas erkennen kann …

Ich muss nicht erwähnen, dass nicht nur die Blässhühner einen Ausflug machten … auch wir waren mit den Rädern unterwegs, sonst hätten wir Familie Blässhuhn verpasst!

Wer sich dafür interessiert, was es neben dem (in diesem Jahr  schönen)  Ausflugswetter mit Pfingsten auf sich hat, möge  hier und auch  hier und hier nachlesen.

Ich möchte zu den Texten lediglich ergänzen, dass die Menschen, die sich laut Neuem Testament in Jerusalem aufhielten als das Pfingstwunder geschah, mit großer Wahrscheinlichkeit jüdische Pilger waren, die anläßlich des „Wochenfestes„, also zu Schawuot in Jerusalem weilten. Und deshalb ist es auch kein „Zufall“, dass zwischen Ostern und Pfingsten der gleiche zeitliche Abstand besteht wie zwischen den jüdischen Festen Pessach und Schawuot, gehen Christen doch davon aus, dass Jesus vor Pessach gekreuzigt wurde (Karfreitag)  und „am dritten Tag“ auferstand, was wir mit dem Osterfest feiern.

Gesegnete Pfingsten allen, die das Fest feiern …

und CHAG SAMEACH   nachträglich für die, die Schawuot feierten …

Odile muss mit … 20. Mai, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Odile

Warum ein kleines, aber hübsches Weidenbäumchen  „Odile“  heißt, ist eine ganz eigene Geschichte, die ich vielleicht – so ich Zeit und Lust habe – später erzählen werde.

Odile hielt Einzug in unsere Familie an dem Tag, an dem die liebste Tochter 18 Jahre alt wurde. Ihre Freundinnen und Freunde, die die „ganz eigene“ Geschichte  kannten, schenkten sie der Lieblingstochter  zur Volljährigkeit. Seitdem wuchs Odile und auch die liebste Tochter entwickelte sich prächtig, machte Abitur, absolvierte ein ZfG-Jahr (Zeit-für-Gott-Jahr), dem freiwilligen sozialen Jahr vergleichbar, begann ihr Studium, schloß es erfolgreich ab und begann ihre Berufstätigkeit in einer großen norddeutschen Stadt. (Ich schrieb darüber)

Im Vergleich zur Berufsfindung war die Wohnungsfindung in der großen norddeutschen Stadt ein äußerst kompliziertes und schwieriges Unterfangen, weil nicht nur die Vorstellungen der Tochter, sondern auch die unbedingt notwendigen Voraussetzungen und Bedingungen an Standort und Verkehrsanbindung irgendwie an die Gegebenheiten und Angebote  der örtlichen Imobilienindustrie  angepasst, bzw. mit ihnen in Deckung gebracht werden  mussten.

Einige Wochen, man kann fast sagen Monate, verbrachte die Lieblingstochter auf Sofas und Notbetten in den Wohnzimmern lieber Freundinnen und Freunde – wofür wir alle sehr dankbar waren und sind!

Danke an alle Bett-zur-Verfügung-Steller!!! (und die mit dem Bett verbundene Infrastruktur in Form von Bad, Waschmaschine, Essenbereitung usw., usw.!!!)

Doch endlich, nach langem Suchen, fand sich eine Wohnung, die die wichtigsten Voraussetzungen erfüllt:

Man kann sich in ihr wohl fühlen,

sie liegt in einem angenehmen Viertel,

sie ist (vor allen Dingen!!!!) bezahlbar,

die U-Bahn fährt prakatisch fast am Keller vorbei und die Treppe hinunter (zur U-Bahn)  ist in nur 3 Minuten zu Fuß zu erreichen,

das Berufsleben ist von dort gut zu organisieren!

Einziger Wermutstropfen: es gibt statt der sehnlichst erwünschten Badewanne nur eine Dusche und die ist klein!

Aber einen Balkon gibt es.

Und dieser Balkon ist eine sehr wesentliche Voraussetzung für die Unterbringung kleiner Weiden, die zwar am liebsten   in Gärten und Gärtchen wachsen und leben, aber auch in großen Töpfen wunderbar  gedeihen.

Und so kam es also, dass nicht nur die liebste Tochter hier mit Sack und Pack   (bis auf ein paar Sächelchen, Bücher, Kleider, die jetzt nicht gerade gebraucht werden und viel nostalgisches Gedöns) auszog, sondern die inzwischen bei uns via Topf im Gärtchen  gut verwurzelte Odile gleich mit.

Liebste Tochter und Odile haben den Umzug gut überstanden.

Odile trotzt auf dem kleinen Balkon dem stürmischen hanseatischen Wetter und die Tochter in der Wohnung dem Chaos, das so ein Umzug zunächst erst mal mit sich bringt.  Die Wohnung sieht zum Glück schon wohnlich aus und ist in allen Funktionen nutzbar und der Balkon dank Odile schon eine Wohlfühloase für gestresste berufstätige Großstadtmenschen.

Danke an alle Helferinnen und Helfer und an den himmlischen Vater, der neben dem irdischen  so gut für die Tochter sorgt!

Ein Bild von Odile auf dem Balkon wird beizeiten nachgereicht!

Bleibt noch nachzutragen, dass auch ich den Umzug gut überstanden habe – Mütter müssen einfach mithelfen   (zu meinem Glück hatte die liebste Tochter nichts dagegen!!!) – und nun wieder zu Hause bin.

Wer malt den schönsten Propheten 11. Mai, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen, islam.
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Habe ich Angst – und wenn ja, vor wem oder was?

Flüchte ich mich in Ausreden?

Und könnte ich  mein Zögern  „Achtung vor den Andersgläubigen“ nennen?  Oder konkret auch,  Achtung vor mir bekannten Muslimen, deren Gefühle ich nicht verletzen will? Und würde es ihre religiösen Gefühle verletzen oder doch mehr ihre Gefühle von Vertrauen und Freundlichkeit mir gegenüber?

Das geht mir auch durch den Kopf während ich überlege, ob ich es wagen soll, eine Kampagne anzuzetteln, die die Blogger, die sich mit den diversen Aspekten des großen Themas „Islam“ beschäftigen, dazu aufruft, den „schönsten“  Propheten zu malen. Und noch während ich das schreibe stockt der eilige Fingerfluss auf der Tastatur. Warum schreibe  ich nicht gleich „Mohammed“?  Bin ich schon infiziert mit dem Virus der Bedenkenträgerei? Was wäre wenn und darf man das und kann man das machen und was könnte mir, Rika, ganz persönlich passieren, wenn ich so einen Aufruf in die Welt setze?

Was aber ist meine eigentliche Motivation?

Angeregt – das ist sicher – wurde ich aktuell durch eine Nachricht bei weltonline, die besagt, dass der schwedische Künstler Lars Viks bei einer Attacke  während einer Vorlesung angegriffen und verletzt wurde. Lars Viks hatte vor Jahren in einer Karrikatur Mohammed als Hund dargestellt und erhält seit der Zeit Morddrohungen.

Ganz ähnlich ergeht es einem anderen bekannten Zeichner, der es gewagt hat, ein Phantasiebild des  großen Propheten mit Bombenturban zu zeigen.

Es ist sicher nicht die feine englische Art, eine historische Person als Hund darzustellen.   Und Bombenturbane sind wenig schmeichelhaft,   allerdings ist ihre Darstellung  ein nicht unbegründeter  Hinweis auf die blutige Spur des Terrors, die einige fanatische  Anhänger des Propheten zu ziehen belieben.

Andererseits ist es heutzutage auch ganz schick, christliche Persönlichkeiten zu karikieren, christliche Symbole zu verhohnepipeln oder   „zweckentfremdet“   zu missbrauchen,  indem man beispielsweise die  Kreuzigungsszene mit einem Frosch oder  Schwein nachstellt.   Gern wird  Jesus wahlweise als Frauen- oder Männerliebling kolpotiert und ansonsten sich herzlich wenig um Hölle, Tod und Teufel gekümmert.

Gibt es einen hör- und sichtbaren Sturm der Entrüstung der  Christen, werden Morddrohungen ausgesprochen und sogar in die Tat umgesetzt? Und würde man nicht, gäbe es tatsächlich eine Welle der Empörung, diese wieder als Zeichen fundamentalistischer Verbohrtheit und Borniertheit öffentlich geißeln?

Ganz anders, aber nicht weniger schockierend im Ergebnis,  ist die Plakataktion, die ein „Freund des palästinensischen Volkes“   am Hohen Dom zu Köln veranstaltet: das eindeutig antisemitische Motiv eines ein Plästinenser-Kind verspeisenden Juden wird selbst von der Staatsanwaltschaft der Stadt Köln als politische Aktion und Zeichen der Solidarität mit dem Freiheitskampf besagter Palästinenser gegen Israel angesehen und erfüllt darum nicht den Straftatbestand antisemitischer Volksverhetzung.

Gibt es einen hör- und sichtbaren Sturm der Entrüstung der Juden, werden Morddrohungen ausgesprochen und sogar in die Tat umgesetzt und müssen die Kölner „Freiheit-für Palästina-Kämpfer“ um ihr Leben fürchten oder werden sie unter Polizeischutz gestellt?

Ist es nicht vielmehr so, dass jüdische Einrichtungen immer noch oder schon wieder von der Polizei geschützt werden MÜSSEN – und nicht mehr „NUR“ der neuen Nazis wegen?

Und ich? Was mache ich?

Verteidige ich die Freiheit der Kunst oder der Meinungsmache oder der Gedanken oder der Religion oder meine ganz private Freiheit, das zu sagen, zu schreiben und zu malen, was ich will?

Oder will ich mein Mütchen kühlen zu Lasten anderer, zeigen, wie toll und unerschrocken ich bin und das ich mich einsetze für meine Überzeugungen und die Werte, die mir wichtig sind? Bin ich inzwischen vollkommen ins Lager der Islamophoben gewechselt – und will es nur nicht wahrhaben?

Und was ist  ein höherer Wert, die Eigenheiten einer Religion zu achten oder für die Freiheit einzutreten, ausnahmslos  jede Religion auf den Prüfstand zu stellen, einschließlich ihrer wichtigsten Protagonisten und das auch mit manchmal äußerst provokanten Mitteln der Kunst, der Satire, des Films oder einfach nur durch eine gut recherchierte Story in der Zeitung?

Im Nachdenken darüber fiel mir  die Aktion ein, mit der  vor allem junge Christen mehr Achtsamkeit im Umgang mit Problemen, Fragen oder Schwierigkeiten einüben wollten, gerade im Hinblick auf die Grundlagen christlichen Glaubens:   WwJd –  What would Jesus do?

Und auch:

„Du sollst dir kein Bildnis machen“

Es ist das Gebot, das uns davor schützen soll, uns unsere eigenen Bilder  und  Vorstellungen von Gott zu machen und ihn auf diese unsere Vorstellungen festzulegen. Aber auch die im Judentum  immer noch geübte Praxis , keinerlei bildliche Darstellungen Gottes anzufertigen, geht auf das Gebot zurück.

Auch die meisten der freikirchlichen Gemeinden halten sich  an das „du sollst dir kein Bildnis machen“, man wird z.B.  in Baptistengemeinden keine Heiligenbilder  – wie in der katholischen Kirche üblich –  oder Darstellungen Gottes oder Jesu finden. (Allerdings finden sich z.B. oftmals in  Kinderbibeln oder zusammenfassenden Erzählungen  biblischer Geschichten auch bildliche Darstellungen von Jesus und von vielen “ biblischen Persönlichkeiten“, bspw. Abraham, Isaak und Jakob, Mose und Aaron, David und Jonathan, Ruth, Jona [der mit dem Fisch], um nur einige zu nennen  und aus dem Neuen Testament Darstellungen der Jünger und Apostel, der Maria oder des blinden Bartimäus z.B.)

Aus dieser  Tradition heraus  und verbunden mit einer gottesfürchtigen Haltung kann ich  Muslime sogar verstehen, die das Bilderverbot ernst nehmen,  aber dass sie es so vehement verteidigen, dass sie dafür zum Mord aufrufen und auch einen Mord begehen würden, das sprengt jeglichen Rahmen von Verständnis oder Zugeständnis.  Der Zorn und die Gewalt, mit der sie gegen diejenigen vorgehen, die sich nicht an das Verbot halten,  hat meiner Ansicht nach wenig oder  nichts mit Gottes Geboten,  Gottesfurcht oder Gottesverehrung zu tun.

Und schon gar nicht, wenn es sich um das Bildnis eines Menschen handelt, denn nichts anderes war Mohammed. Mensch! Es war nicht  Gott, nicht Gott gleich, nicht einmal ein Engel. Und glaubt man den Überlieferungen, war er auch ein ziemlich übler Zeitgenosse und gewalttätiger Mensch.   Warum sollte man so einen ganz normalen Menschen im Zeitalter der Bilder und Filme nicht symbolisch darstellen, malen oder zeichnen, werden doch im Islam auch andere „großartige“  wie  normale Menschen auf Fotos verewigt und veröffentlicht:  Mullahs, Scheichs, Präsidenten – solche, die sich dafür halten, wie der verstorbenen Chef der PLO, der wenig ehrenwerte Arafat  und auch solche von aussgesprochenen Terrorstaaten   -,     Kinder in Kampfanzügen der Hamas und so große Persönlichkeiten wie der Hisbollah-FÜHRER Nasrallah oder der Präsident des Iran, Mr. Ahamadinedschad.

WwJd?   What would Jesus do?

Er würde vermutlich nicht zu einem Mohammed-Malwettbewerb aufrufen. Er würde vielleicht, wie er es so häufig gemacht hat, sich Zeit nehmen und mit den Leuten reden, ihnen erklären, dass das Bilderverbot seine Berechtigung hat, aber es nicht angeht, das Verbot mit Hilfe von Mord und Morddrohungen durchzusetzen.

Das Neue Testament berichtet in einer Geschichte von einem besonderen Bildnis.   Das Bildnis zierte die (staatlichen) Münzen der damaligen Zeit und Jesus wurde gefragt, ob man mit so einer Münze die Tempelsteuer entrichten könnte. Wir können davon ausgehen, dass die Münze den Kopf des regierenden römischen Herrschers zeigte und  ganz sicher  war es für ihn, Jesus, wie für alle  Juden seiner Zeit, undenkbar, ausgerechnet  mit so  einer  Münze im Tempel von Jerusalem die übliche Tempelsteuer zu entrichten.

„Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist!“  so übersetzte Luther einst die berühmten Worte Jesu an diejenigen, die ihn gefragt hatten.  (Nachzulesen im Matthäus-Evangelium, Kap. 22,15 -22)

Ich maße mir nicht an, Jesu damalige Worte auf die Gegenwart zu münzen oder ihm Aussagen in den Mund zu legen, die er so nicht getroffen hat.

Aber ich könnte  – durch den biblischen Bericht angeregt  –  an die Adresse der Muslime gerichtet sagen:  In euren Moscheen könnt ihr es so halten, wie es das Verbot besagt und ihr könnt auch eure Kinder dazu anhalten, das Bilderverbot zu befolgen.  Aber im christlich geprägten Europa gelten (vor allem außerhalb der Moscheen)  die Gesetze des Staates in dem ihr lebt. Und in einem nichtmuslimischen Staat ist die Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit ein hohes Gut, das auch ihr zu achten habt, selbst wenn es eure religiösen Vorstellungen berührt.

Niemand zwingt euch, das Bilderverbot zu missachten, aber zwingt niemanden der Andersgläubigen  unter euer Gesetz des Korans!     Das gilt auch für alle, die über Inhalte des Koran frei und öffentlich diskutieren wollen und es gilt auch für Filmschaffende und Künstler, Schriftsteller und Karikaturisten und sogar für Leute, die  sich einfach nur  die Freiheit nehmen wollen, ein Bild zu kritzeln …

Zu einem  Malwettbewerb werde ich nicht aufrufen, weil ich die Gefühle muslimischer Menschen achten will.

Aber ich will die Freiheit verteidigen, einen Malwettbewerb ausrufen zu können !

Mutige Frauen… 11. Mai, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen, islam.
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Wenn Frauen entgegen der ausdrücklichen Ablehnung durch die oberste Behörde Sport treiben, dann ist das in einer Gesellschaft, in der Abweichungen von den religiös-fundamentalistischen Ansichten der herrschenden Gotteskrieger drastisch bestraft werden, äußerst mutig!

GAZA (inn) – Etwa 40 Frauen haben am Samstag an einem Leichtathletikwettbewerb im Gazastreifen teilgenommen. Sie trugen weite Trainingsanzüge und Kopftücher. Die in dem Küstenstreifen herrschende Hamas lehnt den Frauensport ab, weil dabei zu viel vom Körper sichtbar werde.

Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, hatten das Palästinensische Olympische Komitee und ortsansässige UN-Vertreter die ungewöhnliche Sportveranstaltung organisiert. Die Teilnehmerinnen waren Studentinnen oder Amateursportlerinnen. Sie liefen 100, 400 und 1.500 Meter. Zudem gab es einen Wettkampf im Weitsprung. Manche Teilnehmerinnen waren barfuß.
Von: E. Hausen

Der Bericht über dieses emanzipatorisch wichtige Ereignis findet sich bei israelnetz, die Hervorhebung ist von mir.

Hut ab also vor den Frauen, die mit Kopftuch und in langen  Schlotterhosen Leichtathletikwettkämpfe austragen, laufen und springen.

Nebenbei:

Wie nebensächlich  und harmlos klingt es doch, wenn plötzlich aus dem ansonsten  als „Palästinenserstaat“ bezeichneten Gebiet ein   „Küstenstreifen“   wird, und aus der alles beherrschenden Terrororganisation lediglich eine „herrschende Hamas“, die wohl nur aus rein optischen Gründen    („zuviel vom Körper sichtbar werde“)  den Frauensport ablehnt, mit der Stärkung der Frauen und ihrem Selbstvewusstsein hat die Ablehnung ganz sicher nichts zu tun…

Übrigens ist es nicht nur „im Küstenstreifen“ für Frauen schwierig, Sport zu treiben, generell haben Frauen, die der Kultur des Propheten angehören, einen schweren Stand – nicht nur im Sport. Siehe dazu diesen Bericht.

Das war allerdings im guten alten Europa auch nicht viel anders als vor gut  eineinhalb Jahrhunderten  auch hier die Frauen entgegen der herrschenden Ansicht, Frauen seien nicht für den Sport geeignet,   in Sportvereine gingen! Interessante Berichte  dazu finden sich hier,   hier und hier

Sport als Körperertüchtigung, wie  zunächst von  „Turnvater Jahn“ propagiert und vorangetrieben, war  generell (zunächst) nicht zweckfrei, sondern diente in erster Linie der Vorbereitung der Männer auf die „Vaterlandsverteidigung“, zu der  Frauen ohnehin nicht zugelassen waren.  Die Erkenntnis, dass Sport sich positiv auf Gesundheit und Gesellschaft auswirkt, hat sich  erst nach und nach durchgesetzt.  Sport aus reiner Lust an der Freude ist eigentlich ein Luxus, den sich erst die heute lebenden  Generationen  leisten und leisten können!

In diesem Sinne:

Hoffen wir also auf die Lernfähigkeit der „herrschenden Hamas“ und ihrer weltweit im Geiste herrschenden Brüder zugunsten der Frauen …

Beinahe schon amerikanische Verhältnisse… 10. Mai, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Die Wahl in NRW hat vor allen Dingen eines gezeigt:

Die Leute haben keine Lust mehr auf politischen Firlefanz, der von den etablierten Parteien so eindrucksvoll dargeboten wird.  Eine neuerlich  schwache Wahlbeteiligung macht doch deutlich, wie wenig Vertrauen die Wähler darin setzen, mit ihrer Stimme wirklich etwas bewirken zu können, denn am Ende, das wird sich auch jetzt wieder herausstellen, machen die Damen und Herren Parteipolitiker doch wieder, was sie wollen.

Herr Rüttgers meint gar, er stehe nun in der besonderen Verantwortung, die Stabilität in NRW zu erhalten, und das, nachdem er mit seiner CDU  10,1 % weniger Stimmen bekommen hat als bei der letzten Wahl. Wie viel Verantwortung man Herrn Rüttgers zutraut, könnte er unschwer an den Umfragen ablesen, die gestern in der Wahlberichterstattung zum Besten gegeben wurden,   nicht einmal die Hälfte der Befragten traut ihm zu, für irgendetwas Verantwortung tragen zu können.

Auch das Ergebnis für die CDU  in Höhe von 34,6%  ist ja nicht wirklich ein Vertrauensbeweis, noch dazu  wenn man bedenkt, dass die Wahlbeteiligung  59,3 % betragen hat. So kann man es jedenfalls in der Pressemitteilung lesen, die das Innenministerium des Landes NRW ausgegeben hat. Das heißt ja konkret, dass nicht 34 % der Wahlberechtigten Rüttgers und Co.  gewählt haben, sondern nur 20,5 %, wie Herr Miersch berechnet hat. Nachzulesen bei achgut.

Für die anderen Parteien gelten selbstredend die gleichen „wahren“ Verhältnisse,   hier zitiert aus achgut:

CDU 20,5 (34,6) Prozent
SPD 20,5 (34,5) Prozent
Grüne 7,2 (12,1) Prozent
FDP 4,0 (6,7) Prozent
Linke 3,3 (5,6) Prozent
Andere 6,5 (3,9) Prozent
Nichtwähler 40,7 (0,0) Prozent

Natürlich machen auch alle anderen Parteien ihre Ansprüche, zum Wohle der Menschen des Landes NRW regieren zu wollen,  zu müssen, deutlich, wobei die Vertreter der FDP auffallend kleinlaut sind, obwohl sie ja, wie Herr Westerwelle am Wahlabend anmerkte, „leichte Gewinne zu verzeichnen haben“.

Gell, so machat Demokratie richtig Spaß!

Man geht zur Wahl – jedenfalls als ordentlicher Demokrat – und dann beginnt das eigentliche Spiel:  Kungelei, Trickserei, Rechenexempel um die Macht, Spekulationen und Lügengeschichten, warum man doch mit den jeweils „denen“ zusammenarbeiten könnte und /oder wird,

– obwohl die „weder koalitions- noch regierungsfähig sind“

– obwohl Ampel gar nicht geht

– obwohl Jamaika ausgeschlossen ist

– obwohl Große Koalition so was von out ist

– obwohl

– obwohl

– obwohl …

DAS  ist zwar legitim und ganz sicher auch  irgendwie  demokratisch, aber gar nicht gut für die Demokratie, besser gesagt für  das zukünftige Wahlverhalten, weil, siehe oben, ganz egal was man wählt, am Ende machen es die Parteien unter sich aus. Das ist jedenfalls der Eindruck, den Lieschen Müller gewinnt, wenn sie Radio hört, am Fernsehen die Sondersendungen verfolgt und in der Zeitung oder im Internet die klugen Berichte und Kommentare liest.

Herr Rüttgers sollte seinen Posten räumen, Frau Kraft nicht ganz so laute Töne spucken, die Grünen auf dem Teppich bleiben, die FDP Asche auf ihr von Steuern beschwertes Haupt streuen und die Linken sich daran erinnern, dass wir Deutschen zwar vor 65 Jahren vom Naziterror befreit wurden,  die DDR-Bürger  aber erst vor 20 Jahren  den Klauen der Stasispitzel und SED-Kader entkamen. (Vielleicht fällt es ja auch den Wählern der Linken ein, warum man   eine Partei wählen sollte, die immer noch oder schon wieder  die gleichen großen „sozialistischen Ziele“ anstrebt, die der   real existierende Sozialismus der DDR nicht nur nicht erreicht, sondern für Staat und Bürger  ad absurdum geführt hat?)

Und die Regierungsbildung?

Vielleicht sollten die Verantwortlichen es einfach mal mit einem gemeinsamen Gespräch zur Krisenbewältigung  versuchen  … und wenn gar nichts mehr geht zur Not auch am runden Tisch …   mit Würfeln …

Und beim nächsten Mal gehen alle zur Wahl, verstanden?!!!

Bundesligafinale… 8. Mai, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Noch eine Stunde bis zum Anpfiff des letzten Bundesligaspieltages!

Der familiäre Fanclub des Heimatvereins rüstet sich zur mentalen Unterstüzung der abstiegsgefährdeten Mannschaft von Hannover 96.   „Noch“ stehen wir auf Platz 15 – weiter nach oben wird es nicht gehen, weil Freiburg uneinholbar auf dem sicheren 14. Platz steht  -, aber abwärts könnte es noch gehen, wenn „wir“ nämlich verlieren gegen Bochum.

Ein Unentschieden würde uns vor dem absoluten Aus retten, wenn Nürnberg auch nur unentschieden spielen oder aber, im Falle eines (Nürnberger) Sieges, nicht wegen des besseren Torverhältnisses doch noch  den Relegationsplatz erreichen könnte…

Also die Sache ist klar, Hannover gewinnt, Nürnberg und Bochum verlieren, rein sicherheitshalber!

14.54h

Der Fanclub ist inzwischen unterwegs zur Stammkneipe in der Südstadt, in der man – bei diesem miesen Wetter nicht ganz unbedeutend – trocken und warm per Riesenbildschirm das Geschehen auf dem Platz in Bochum verfolgen kann. Außerdem bangt und hofft es sich in großer Runde viel besser als zuhause am Radio.

Ich werde mich ans Bügelbrett begeben,  spannende Fußballspiele im Stadion oder am Fernseher sind ganz, ganz schlecht für mein Herz.

Ab und zu werde ich via Internet den aktuellen Tabellenplatz erkunden und ansonsten völlig harmlosen Reportagen im Radio lauschen…

15.00h

Ich sollte vielleicht noch zur besseren Information und im eigenen Interesse  der Leser einen diskreten Hinweis auf die Sicherheitsbemühungen in und um Hannover machen:  Den Bahnhof sollte man großräumig meiden – jedenfalls so kurz nach Abpfiff des Spiels und vermutlich wäre es auch besser, bis dahin alle Einkäufe in der Stadt getätigt zu haben, man weiß ja nie, was aus Freude oder Frust so alles geschehen kann…

15.32h

Das Spiel läuft und noch steht es unentschieden…

ich geh dann mal wieder bügeln…

15.39h

Es kann doch kein Mensch in Ruhe bügeln, wenn man immer an das blöde Fußballspiel denken muss…

steht aber immer noch 0 : 0

15.41h

Dat gibts ja nich!

96 führt!

Weiter so!!!

15.53h

Ein Blick auf die Blitztabelle:  immer noch 0 : 1 bei Bochum : Hannover

In meinem Lieblingssender spielen sie irgendwelche blöde Popmusik – ganz gegen die sonstigen Sendergewohnheiten  – und ich habe nachgedacht: Freiburg kann noch auf 15 „rutschen“, siehe aktueller Stand, aaber eben nicht mehr auf 16!

Hannover gegenwärtig auf 14, das hat was!

15.56h

Mensch Meier!

Ich kann nicht so schnell schreiben, wie 96  Tore schießt!!!

0 : 2 steht es in Bochum

da können die jetzt ruhig ihre Popliedchen spielen, ich lasse das Bügeleisen qualmen und singe selber – die Nachbarn hören hoffentlich nicht zu!

16.06h

Einen Bettbezug und ein paar Minuten später steht es immer noch 0 : 2

Übrigens:  Mein Bügeleisen qualmt  nicht, wie ich irrtümlich schrieb, es dampft! Dieses Fußballspiel macht mich ganz kirre! (Schreibt man das so?)

Zwischen Köln und Nürnberg ist es ruhig, 0 : 0

So kann es bleiben!

16.15h

In Bochum 0 : 3 !!!

Hab’s gerade in der NDR-Bundesligakonferenz gehört!  Dachte mir nämlich, dass ich es bei einer 2 : 0 Führung für Hannover ruhig riskieren könnte, die Radioreportage zu verfolgen!

Freut mich für meinen Fanclub in der Kneipe! Für 96 natürlich auch!

Es bügelt sich übrigens sehr beschwingt bei diesem Spielstand!

Jetzt erst mal Halbzeit…

16.40h

zeigt meine PC-Uhr an und die Spiele gehen weiter.

Dass Bayern München Meister wird, steht ja schon seit dem letzten Wochenende fest – Respekt! (Ich mag es ihnen nicht so recht gönnen, muss aber eingestehen, dass sie eine gute Show und spannende Aufholjagd hingelegt haben!)

Freiburg liegt hinten, das ändert aber nichts am endgültigen Klassenerhalt  – endgültig  in dieser Saison, natürlich.

Mein Bügeleisen ruft und die Bundesligakonferenz! (Der Liveticker im Internet hat einen kleinen eingebauten Verzögerungsfaktor!)

16.52h

immer noch der gleiche Spielstand in Bochum und langsam stellt sich das Gefühl ein, dass Hannover es geschafft hat – ich verzichte auf den Konjunktiv!!!

Was war das für eine Saison.

Wie bitter und tragisch der Tod des beliebtesten 96-Spielers  : Robert Enke.

Was war das für ein fürchterlicher Schock für die Mannschaft und wie lange haben sie gebraucht, wieder Tritt zu fassen im eiskalten und knallharten Geschäft der „schönsten Nebensache der Welt“! Fußball ist doch schon lange kein „Spiel“ mehr, es ist härtester Kommerz!

17.03h

Hannover führt nach wie vor!

Für einen Teil des  „familiären Fanclubs“ in der Kneipe  ist aber noch ein weiteres Spiel interessant:  Zwischen  Bremen und Hamburg steht es 1 : 0!  Seit gut zwei Monaten arbeitet die „ehemalige“   Studenten-Tochter   nach erfolgreichem Studien-Abschluß   in der Hansestadt an der Elbe, zuvor studierte sie in der Nähe der Hansestadt an der Weser und viele ihrer Freundinnen und Freunde sind Werder-Fans!  Da kann man schon in Loyalitätskonflikte geraten …

Und was wird erst werden, wenn in der nächsten Saison  Pauli gegen den HSV spielt???

17.13h

Hannover und Freiburg haben den Tabellenplatz getauscht, da Freiburg schon vor einigen Minuten gegen Dortmund in Führung ging. Das kann dem Klopp doch gar nicht gefallen!

17.16h

Bremen :  Hamburg   1 : 1

Da wird meine Schwiegertochter traurig sein, sie ist Werder-Fan und hätte sich sicher über einen Sieg der Bremer gefreut!

In Nürnberg steht es  1 : 0 ! Wie gut, dass Hannover in Bochum immer noch führt!

17.20h

Die NDR-Schlußkonferenz läuft noch, in einigen Stadien lwird noch gespielt!

HANNOVER  96 HAT ES GESCHAFFT!!!

Mein Herz hat es auch überstanden, das Bügeleisen ist inzwischen kalt …

Ich werde jetzt ein Herrenhäuser auf den Sieg der „Roten“ trinken!

Nachtrag zum Mitlesen aus  anderer Perspektive.

NACHTRAG II  An der gleichen Stelle, an der im November die Kerzen für den toten Robert Enke brannten, wird jetzt eine Spontanfeier zum Klassenerhalt stattfinden…

Robert Enke, immer lebendig in den Herzen„!

Das Bild ist dem Artikel der HAZ entnommen „Hannover 96 besiegt Bochum mit 3 : 0“

Mailand… 7. Mai, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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… oder auch:

Für alle, die sich nach Sonne sehnen!

Mit dem Fahrrad sind wir in den Mai geradelt…  am Tag der Arbeit, durch die Feldmark, an Wiesen vorbei, durch kleine Wäldchen und mooriges  Brachland…  Schön war’s und warm.

Jetzt rieselt draußen der Regen und es ist kalt, drinnen wärmt die Heizung  und auf meinem Bett liegt wieder eine dicke Decke!

Er könnte eigentlich schon jetzt kommen, der Sommer!

Die den Frieden lieben… 5. Mai, 2010

Posted by Rika in islam.
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Der folgende Text wurde  von helplev eingestellt und ist zur Weiterverbreitung empfohlen:

Ein Holocaust-Überlebender und der Islam

Dies ist eine der besten Erklärungen der Situation mit dem muslimischen Terror, dich ich je gelesen habe. Die Hinweise zur Geschichte sind genau und klar. Der Text ist nicht lang; er ist einfach zu verstehen und sehr lesenswert. Geschrieben hat den Text Paul E. Marek aus Kanada (der Blog, auf dem der Text erschien, ist inzwischen leider nicht mehr existent, aber er steht auch bei Arutz-7 unter dem Titel “Warum die friedlichle Mehrheit irrelevant ist”).

Wie ein Holocaust-Überlebender den Islam siehtEin Mann, dessen Familie vor dem Zweiten Weltkrieg zur deutschen Aristokratie gehörte, war Besitzer großer Industriefirmen und Ländereien. Seine Antwort auf die Frage, wie viele Deutsche echte Nazis waren, kann eine Anleitung für unsere Haltung zu Fanatismus sein. „Sehr wenige waren echte Nazis“, sagte er. „Aber viele freuten sich über die Rückkehr deutschen Stolzes. Und viele weitere waren einfach zu beschäftigt, um sich darum zu kümmern. Ich war einer von denen, die nur dachten, die Nazis seien ein Haufen Deppen. Die Mehrheit lehnte sich also zurück und ließ alles geschehen. Bevor wir wussten, wie uns geschah, gehörten wir ihnen; wir hatten die Kontrolle verloren und das Ende der Welt war gekommen. Meine Familie verlor alles. Ich endete in einem Konzentrationslager und die Alliierten zerstörten meine Fabriken.“

Uns wird immer wieder von „Experten“ und „Fernseh-Talkern“ gesagt, der Islam sei die Religion des Friedens und die überwiegende Mehrheit der Muslime wolle einfach nur in Frieden leben. Obwohl diese untaugliche Annahme wahr sein könnte, ist sie völlig irrelevant. Sie ist bedeutungsloser Fussel, der dafür sorgen soll, dass wir uns besser fühlen und irgendwie das Gespenst von im Namen des Islam über den Globus tobenden Fanatiker abschwächen soll.

Fakt ist, dass die Fanatiker zu diesem Zeitpunkt der Geschichte den Islam beherrschen. Es sind die Fanatiker, die marschieren. Es sind die Fanatiker, die jeden der weltweit derzeit 50 akuten Kriege führen. Es sind die Fanatiker, die überall in Afrika systematisch Christen oder Stämme abschlachten und Stück für Stück auf dem gesamten Kontinent mit einer islamischen Welle die Macht ergreifen. Es sind die Fanatiker, die bomben, enthaupten, morden und ehrenmorden. Es sind die Fanatiker, die eine Moschee nach der anderen übernehmen. Es sind die Fanatiker, die eifrig die Steinigung und das Erhängen von Vergewaltigungsopfern und Homosexuellen verbreiten. Es sind die Fanatiker, die ihre Jugend das Töten lehren und Selbstmordbomber zu werden.

Die harte, quantifizierbare Tatsache ist: Die friedliche Mehrheit, die „schweigende Mehrheit“ ist eingeschüchtert und irrelevant.

Das kommunistische Russland setzte sich aus Russen zusammen, die einfach in Frieden leben wollten; doch die russischen Kommunisten waren für die Ermordung von rund 20 Millionen Menschen verantwortlich. Die friedliche Mehrheit war irrelevant. Chinas riesige Bevölkerung war ebenfalls friedfertig, aber die chinesischen Kommunisten schafften es gigantische 70 Millionen Menschen umzubringen.

Der Durchschnitts-Japaner vor dem Zweiten Weltkrieg war kein kriegslüsterner Sadist. Aber Japan ermordete und schlachtete in einer Tötungsorgie sich durch Südost-Asien, zu der die systematische Ermordung von 12 Millionen chinesischen Zivilisten gehörte, die zum größten Teil mit Schwert, Schaufel und Bayonett getötet wurden.

Und wer kann Ruanda vergessen, das in Metzelei zusammenbrach. Könnte man nicht sagen, dass die Mehrheit der Ruaner „friedliebend“ war?

Die Lektionen der Geschichte sind oft unglaublich einfach und unverblümt, doch bei aller Macht der Vernunft verpassen wir oft die grundlegendsten und unkompliziertesten Dinge:

Friedliebende Muslime sind durch ihr Schweigen irrelevant gemacht worden.

Friedliebende Muslime werden zu unseren Feinden werden, wenn sie nicht den Mund aufmachen; denn wie mein Freund aus Deutschland werden sie eines Tages aufwachen und feststellen, dass sie den Fanatikern gehören und das Ende ihrer Welt begonnen hat.

Friedliebende Deutsche, Japaner, Chinesen, Russen, Ruander, Serben, Afghanen, Iraker, Palästinenser, Somalis, Nigerianer, Algerier und viele andere sind gestorben, weil die friedliebende Mehrheit den Mund nicht aufmachte, bis es zu spät war. Was uns angeht, die wir das alles sich entfalten sehen, so dürfen wir unsere Aufmerksamkeit nur der einen Gruppe widmen, die zählt – den Fanatikern, die unsere Lebensordnung bedrohen.

Ein Letztes: Jeder, der daran zweifelt, dass dies eine ernste Frage ist und diese E-Mail löscht ohne sie weiterzuleiten, trägt zur Passivität bei, die es dem Problem erlaubt sich auszubreiten. Also erweitern Sie ihren Horizont ein wenig und leiten Sie sie weiter und weiter und weiter! Hoffen wir, dass Tausende, weltweit, dies lesen und darüber nachdenken und es weiterleiten – bevor es zu spät ist.