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Die Liebeserklärung libanesischer Frauen… 3. Mai, 2010

Posted by Rika in islam.
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… sei der Tschador,  meint die Frau Putz.

Damit wir das aber nicht falsch verstehen und an Liebesgeflüster und Techtelmechtel denken, ergänzt die Frau Putz ihre Aussage sogleich mit dem klarstellenden Zusatz:

Für Menschen in Nahost sind sie ein klar erkennbares persönliches Statement. Dass sich immer mehr Libanesinnen entschließen, sich im konservativen Teheraner Look zu kleiden, ist eine Art Liebeserklärung an Iran – und ein Indiz für den wachsenden Einfluss, den die Islamische Republik Iran auf die Schiiten im Libanon ausübt.

Gut, dass das mal so deutlich gesagt wird: Wachsender Einfluss der Islamischen Republik Iran auf die Schiiten im Libanon.

Dass die Schiiten im Libanon sich der ständigen Unterstüztzung der „Islamischen Republik Iran“  bei ihrer Wiederbewaffnung erfreuen (entgegen der getroffenen Sicherheitsvereinbarungen und trotz und unter den Augen der UN-Blauhelme), ist ja mittlerweile auch bis in unsere Informationsgesellschaft vorgedrungen. Die Hisbollah – das ist der bewaffnete  Arm der friedliebenden „Islamischen Republik Iran“  im unmittelbaren Grenzbereich zu Israel, dem „zionistischen Gebilde, das nach Worten des Herrn Ahmadinedschad aus den Geschichtsbüchern getilgt werden soll  – verfügt nach Zeitungsaussagen über mehr  Waffen als so mancher Staat,  den „Staat Libanon“ eingeschlossen, gesponsert vom großen Bruder in Teheran.

Da wollen die (schiitischen)  Frauen im Libanon natürlich nicht hinten anstehen. Die Männer kümmern sich um die modernsten Waffen, die Frauen liebäugeln mit der neuesten Mode aus Teheran, hübsche, schwarze Ganzkörperumhüllungen, zeitlos, formlos, gesichtslos, geschmacklos!    Westliche Mode,  Jeans, kurze Röcke, T-Shirts und knappe Oberteile, bunte Outfits als Zeichen ungehemmter Lebensfreude ?  Nein, Danke! Der Teufel trägt bekanntlich Prada!

Sie könnte ja zudem und  zu leicht den Verdacht erregen, NICHT mit den Lehren des großen Ajatollah Chomeini  in Einklang zu sein. Der Druck sich alles westlich Anmutende zu versagen, muss inzwischen riesengroß sein. Aber das sagt die Frau Putz nicht.

Sie beschreibt freundlich-neutral und selbstverstädlich  objektiv-kritiklos   den wachsenden Einfluss Teherans auf nahezu alle Bereiche der libanesischen Gesellschaft  – und deutet dabei immerhin an, dass die Sunniten und  Christen im Libanon das mit ebenso wachsender Sorge betrachten:

Die Fraternisierung zwischen Teheran und Süd-Beirut beschränkte sich in der Vergangenheit aufs Politisch-Religiöse. Die persische und arabische Lebensart seien sich zu fremd, als dass der Einfluss Teherans auch auf die Kultur des Libanon durchschlagen würde, hieß es lange. Nun schlagen andersgläubige Libanesen, allen voran Sunniten und Christen Alarm, die sich vom rasanten Bevölkerungswachstum der Schiiten unter Druck gesetzt sehen. „Wir sehen dieses langsame Einsickern iranischer Kultur mit größter Sorge“, sagt ein Beiruter Analyst, der seinen Namen nicht veröffentlicht sehen will – das Thema sei zu „sensibel und gefährlich“. „Iran ist dabei, das Land kulturell zu teilen“, so der Beobachter.

„Kulturell zu teilen“  sagt der anonyme Analyst und meint doch vor allen Dingen, die radikal-islamistische Gehirnwäsche  bei den  bisher moderaten Muslimen anzuwenden und das Land in einen Gottesstaat iranischen Zuschnitts umzubauen. Dabei macht sich der Iran in der Tat zunächst die „Kultur“ zunutze.

Das „Iranische Kultur-Komitee“, eine Art persische Variante des deutschen Goethe-Instituts, betreibt in Beirut eine seiner größten Niederlassungen weltweit – in einem Land mit gerade mal vier Millionen Einwohnern.Instituts-Leiter Abolfazl Salehinia begreift seine Arbeit als Beitrag zum Kulturkampf Nahost gegen West, für den der Libanon traditionell als Schlachtfeld herhalten müsse. „Der Westen attackiert Iran auf der ganzen Welt. Im Libanon starten wir unsere Gegenoffensive“, so Salehinia. Die Erfolge seien beachtlich. „Das hier ist fruchtbarer Boden für uns, wegen der Schiiten.“ Literatur-Festivals, Märkte für iranisches Kunsthandwerk oder Teppiche, der jährliche Zyklus iranischer Filme in Beiruts Art-House-Kino: alle hätten sie enormen Zulauf. „Das Interesse wächst Tag für Tag, wir können dabei zuschauen.“

Zweifellos gehört auch die Herstellung iranisch korrekter Frauenoberbekleidung zu „iranischem Kunsthandwerk“  und der Tschador ist nicht nur ein kulturell wertvolles Bekleidungsstück, es ist darüberhinaus  ein Zeichen der Solidarität  mit  der „Achse Beirut – Teheran“,  das meint jedenfalls Frau Saad Ghorayeb, die ein Buch geschrieben hat mit dem Titel  „Hisbollah: Politik und Religion“.

So gesehen haben die Belgier schon mal vorgesorgt, Solidaritätsadressen in Form von Burkas soll es in Belgien für Teheran und schiitische Ajatollahs, islamistische Taliban und ihre frommen Kampfgefährten in aller Welt nicht geben!

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