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Deutliche Worte… 26. Juni, 2010

Posted by Rika in islam.
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… zu den Steinwürfen in Hannover, aber vermutlich „soziopolitisch“ angreifbar, mir jedoch vollkommen aus dem Herzen gesprochen und geschrieben:

Auf einem Stadtteilfest haben Kinder und Jugendliche, ebenfalls mit Migrationshintergrund, eine Tanzgruppe der liberalen jüdischen Gemeinde mit Steinen beworfen. Angefeuert haben sie sich bei der kriminellen Tat mit antisemitischen Parolen.

Da es sich bei den Tätern nicht um unbelehrbare Deutsche handelt, ist in unserer Öffentlichkeit wieder einmal Verständnis angesagt, zumindest aber herrscht Erklärungsbedarf. Angeblich. Man will in Deutschland einfach nicht verstehen, dass es Angelegenheiten gibt, bei denen es ganz und gar nicht auf das Verständnis ankommt, und auch nicht auf die Erklärung, dass es vielmehr um die Ächtung der Vorkommnisse geht.

(Hervorhebung von mir)  DAS ist genau der entscheidende Punkt, jahrelang ist man Fehlverhalten vermeintlich „pädagogisch“ begegnet, sprich: verbalisieren, reflektieren (die Pädagogen reflektieren!!!),  Verständnis aufbringen für soziokulturelle Gegebenheiten, Entwicklungsdefizite, Rücksichtnahme auf archaisch anmutende kulturelle Eigenheiten, aber kaum jemand sagte laut und deutlich „STOP“, zeigte Grenzen auf und verlangte das konsequente Einhalten der hier geltenden bürgerlich-demokratischen-oder-wie-auch-immer-geheißenen Spielregeln, weil, man wollte es den Migranten leicht machen, hier eine neue Heimat zufinden. Was sich aber zeigte in all den Jahren war und ist, dass gar nicht alle Migranten hier eine neue Heimat finden wollten oder wollen, sondern die Sitten und Gebräuche der Heimat hier implementieren und zwar ohne Wenn und Aber und zu Lasten der gesellschaftlichen Struktur dieses Landes.

Herr Wagner führt weiter aus:

Das wahre Desaster, das uns ins Haus steht, offenbart sich gerade in den diversen, mehr oder weniger hilflosen Erklärungen. So heißt es immer wieder, das Viertel sei ein sozialer Brennpunkt. Was bitte ist ein sozialer Brennpunkt, und vor allem, wie kommt er zustande. Sind es nicht die Bewohner selbst, die diesen ihren Wohnort unbewohnbar machen?

In Deutschland leben ja nicht nur Araber aus dem Libanon und Kurden und Türken aus Anatolien. In Deutschland leben in großer Zahl auch Polen und Italiener. Gibt es ein einziges Beispiel eines Stadtteils, der von Polen oder Italienern zum Brennpunkt gemacht wurde?

(Hervorhebung von mir), nein, das wohl nicht, wenngleich man fairerweise sagen muss, dass in den Mitte 6oer Jahren Italienern noch mit Vorbehalten begegnet wurde und später manche „Spätaussiedler“ mit Skepsis betrachtet und z.B. hier neu eingebürgerte “ Russlandsdeutsche“  unter der Bezeichnung „Russen“, mit der sich bedacht wurden, litten!

Herr Wagner bedient in dem Zusammenhang (zu Recht) einen Begriff, der hier jahrelang, sofern es um das Deutsche ging, verpönt, ja, geradezu geächtet war, wenn er sich zur „Leitkultur“ wie folgt äußert:

Verwahrlosung ergibt sich nicht zwangsläufig aus der sozialen Deklassierung, sondern aus den mentalen Leitlinien. Es ist die islamisch geprägte Leitkultur, die in diesen Familien und Großfamilien die Denkmuster lenkt. Das Problem ist nicht auf fehlende Bildung zurückzuführen, sondern in der Einbettung in eine falsche Tradition zu suchen.

Eine Leitkultur, deren Grundsätze weitgehend der Barbarei zuzurechnen sind, und nicht der Zivilisation, hat die moralische Verwahrlosung zur Folge. Das bezieht sich auf alle Lebensbereiche. Die Steinewerfer sind die Jungen, die im Zeichen von Frauenverachtung zur allgemeinen Gewalttätigkeit erzogen werden. Sie haben die Prügelstrafe auf unseren Schulhöfen eingeführt. Die Religion aber, mit der argumentiert wird, ist nichts weiter ist als eine billige politische Machtideologie einer traditionellen Männergesellschaft. Ihr theologischer Wert tendiert zu Null.

(Hervorhebung von mir)  Es ist dringend  an der Zeit,  diese These laut und öffentlich zu diskutieren, auch wenn man sich gegenwärtig sein muss, dass sie einen Aufschrei sowohl in den islamischen Gemeinden, wie auch bei den Vertretern eines ungebrochenen und unkritischen  Zuspruchs für die bunte Multikultiwelt hervorrufen wird, die ja leider nicht nur aus Eiscafes und Dönerbuden, Zaziki und Sushi besteht!

Es muss aber an dieser Stelle auch gesagt werden, dass ein Christentum, das sich in erster Linie als sozialpolitisches Konzept versteht und nicht mehr vom Geist Jesu getragen und inspiriert ist und aus der spirituellen Kraft einer gelebten Gottesbeziehung lebt, der gleichen Gefahr ideologischer Verblendung ausgesetzt ist – wenn auch mit anderen Vorzeichen und möglichen Folgen. (Wie Christentum/ Christsein durch den bloßen Machtanspruch der Kirche missdeutet, missbraucht und korrumpiert wurde, muss ich nicht eigens erwähnen, die Geschichte ist bekannt!)

Und auch das dürfte Vielen im grün-bunten Spektrum nicht gefallen:

Diese Positionen sind nicht kompatibel mit den Werten unserer Gesellschaft. Das ist die Wahrheit, und aus dieser Wahrheit sind Konsequenzen zu ziehen. Wer sich nicht an die Leitkultur vom Grundgesetz und abendländischer Konvention halten will, der möge dahin zurückkehren, wo er von der Verpflichtung zur Menschenwürde und den Risiken der Freiheit verschont bleibe.

Seinen (Wagners) kritischen Blick auf die Bemühungen zur Eingliederung sollten sich vor allem die zu eigen machen, die zwar nicht selber in den „Brennpunkten“ arbeiten, aber die politisch die entsprechenden Projekte zu verantworten haben:

Es gibt Situationen, in denen mit Entgegenkommen nicht nur nichts zu erreichen, sondern auch so Manches zu verlieren ist. Die Gewaltbereitschaft dieser religiös gesteuerten Jugendlichen lässt sich gewiss nicht durch ein Projekt wie die internationale Stadtteilgärten aus der Welt schaffen. Was internationale Stadtteilgärten sind? Der Name sei Programm, heißt es. Familien aus verschiedenen Ländern aus dem arabischen Raum, ebenso wie aus der Türkei, Afrika und Osteuropa, bauen hier gemeinschaftlich Gemüse, Obst, Kräuter und Blumen an.

Und so schließe ich mich seiner Forderung an, die ich im eigenen Beitrag auch bereits erhoben habe und die da lautet:

Wo Steine geworfen werden, fliegen aber sicher keine Blumen. Wo Steine geworfen werden, sollte man die Polizeimarke zeigen. Und zwar rechtzeitig.

Ausdrücklicher Dank an Herrn Wagner für die klaren Worte, die ich bei achgut entdeckt habe!

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Kommentare»

1. yael1 - 28. Juni, 2010

Kinder unter Hausarrest

Wegen einer Anti-Israel-Demonstration fiel der Mini-Machane aus

Strahlender Sonnenschein, ein laues Lüftchen – das erste Juniwochenende in Duisburg war wie geschaffen für Ausflüge. »Aber wir konnten trotzdem keinen Schabbat-Spaziergang machen«, sagt Gabriel Goldberg, Organisator eines Mini-Machane in der Gemeinde. Denn draußen waren schon andere: Rund 5.000 Menschen kamen vor dem Rathaus der Rhein-Ruhr-Stadt zu einer Anti-Israel-Demonstration zusammen. Das bedeutete für die 45 jüdischen Kinder und Jugendlichen präventiven Hausarrest.

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7662


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