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Der Text der Schande unserer Volksvertreter… 5. Juli, 2010

Posted by Rika in islam, israel.
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… findet sich HIER

Das ist die bis zur Lektorierung vorläufige Fassung der gemeinsamen Beschlussvorlage der im Bundestag vertretenen Parteien, über die EINMÜTIG – EINSTIMMIG und zustimmend abgestimmt wurde!

Ein Dokument der Schande!

Unterzeichnet von Dr. Kauder, Dr. Friedrich und Fraktion  (CDU/CSU), Dr. Steinmeier und Fraktion (SPD), Frau Homburger und Fraktion (FDP), Frau Künast, Herrn Trittin und Fraktion (Grüne)

Dass sie sich nicht schämen, diese Damen und Herren angesichts ihres  (will man es  aus Höflichkeit nicht „widerwärtig“ nennen, so muss man doch sagen)  unangemessen-realitätsfernem, bar jeder Vernunft und ohne politischen Sachverstand  erscheinenden  Tuns,  in welchem  sie sich mit diesem Text, der zwar auch einige  feigenblattartige, „ausgewogen“ erscheinende Passagen hat, von Israel distanzieren und der islamistischen Hamas in die Hände spielen – sehr zur Freude aller,

die hierzulande ein besonderes Verständnis für die Belange der Palästinenser aufbringen und

schon mal gerne „Juden raus“ rufen,

die Vergleiche anstellen zwischen Hitlers Nazi-Deutschland und der israelischen Politik unter Netanjahu,

die Gaza für ein KZ halten und die stetig wachsende Bevölkerung des Gazastreifens zu einem Genozid erklären,

die die Sicherheitsvorkehrungen gerne mit   „der Mauer“ und dem antiimperialistischen Schutzwall der DDR gleichsetzen,

die israelische Fahnen aus Fenstern entfernen lassen, weil sie den Volkszorn der Friedensreligionsanhänger befördern könnten und

israelische Fahnen auf Kundgebungen verbrennen und dabei „Tod den Juden“ brüllen,

die Steine auf jüdische Tänzer während eines „Festes der Nationen“ werfen,

die gerne jüngste Hamasaktivisten-Kinder  mit Dschihad-Kostümierung samt Sprengstoffgürtel bei „Friedenskundgebungen“ präsentieren,

die aber keinen Aufstand anzetteln, wenn israelische Zivilisten von eben jenen  vorbildernden Selbstmordattentätern in den Tod gerissen werden…

WEM sind unsere Volksvertreter  etwas   schuldig  und WAS schulden sie wem, dass sie sich geschlossen auf die Seite derjenigen stellen, die den Terror unterstützen und denen in die Hände arbeiten, die nach wie vor der Charta der Hamas nicht abgeschworen haben? Dass sie aus Torheit handelten  oder gar aus  antijüdischen und/oder antiisraelischen  Haltungen will ich einfach mal nicht annehmen … obwohl sich diese Vermutung mehr als nur aufdrängt.

……………………….

Einen (weiteren) Kommentar zu der Beschlussfassung gibt Ulrich Sahm, aus dessen Bericht ich auch den Hinweis auf den Text der Beschlussfassung übernommen habe.

Wie immer sehr lesenswert die Gedanken bei  Lizas Welt zum gleichen Thema!

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Kommentare»

1. Bernd Dahlenburg - 5. Juli, 2010

Ich hatte mir schon in den letzten Monaten die Frage gestellt, ob ich aus CSU und DIG austreten sollte.

Langsam nehmen meine Vorstellungen Konturen an und verdichten sich zu einer Entscheidung.

Am besten ist es wohl, nirgendwo organisiert zu sein, weil „Dabei sein“ oder „irgendetwas bewegen“ aufgrund gefestigter und erstarrter (Vereins-) Strukturen kaum Ergebnisse zeitigen kann. Als Christ und Evang. Theologe fühle ich mich auch zusehends sabotiert in meinem Wunsch, etwas für Israel zu tun, weil ich überall auf Widerstand stoße, selbst in meiner Landeskirche und den evang. Bildungseinrichtungen (seit Jahren schon; darüber könnte ich mich endlos auslassen. Selbst mit unserem Landesbischof hatte ich mich seit 2006 erfolglos angelegt, obwohl ich sehr höflich agierte).

Ich kann die Begegnungen mit meinen Glaubensgeschwistern in der EKD (ich bin Lutheraner) nicht mehr zählen, in denen selbst nach Gottesdiensten über Juden hergezogen wurde. Und das so schäbig und hässlich, dass ich beinahe an meiner Kirche verzweifelt wäre. Ich werde aber nicht austreten, weil ich glaube, dass man „Unruhestifter“ wie mich braucht. Aus meiner Familie kann ich auch nicht „austreten“.

Was mich aber auch bei manchen Freikirchlern stört:

Sie engagieren sich zwar vehement für Israel, geben indirekt aber auch zu erkennen, dass sich die Juden zu bekehren hätten. Also ein mehr oder weniger aggressiver Missionsansatz.

Unausstehlich.

Ich denke, dass man Jesus Christus anderen Menschen nur nahebringen kann, wenn man sich an ihn hält, sonst nicht. Dabei ist überzeugendes Vorleben angesagt und nicht Mission über den Umweg „Liebe zu Israel“.

Ich habe mich schon des Öfteren mit einem Bloggerfreund unterhalten, der von dir, liebe Rika, oft zu Recht lobend zitiert wird. Er ist Atheist.

Und ich stimme mit ihm zu 100% überein::

Eine bedingungslose Bereitschaft, sich für Israels Existenzsrecht einzusetzen, darf nicht davon abhängen, ob man als Christ besondere Sympathien für Juden entwickelt, weil sie unsere Geschwister sind: Nein, sie muss davon ausgehen, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, Israels Existenzsrecht anzuerkennen. Viele Christen haben das noch nicht begriffen, weil sie völlig unqualifizierte Korrelationen zur Bibel herstellen.

Mitchristen, die das nicht begriffen haben, müssen noch sehr viel lernen.

Beste Grüße
Bernd

2. Rika - 6. Juli, 2010

@ Bernd,
„Eine bedingungslose Bereitschaft, sich für Israels Existenzsrecht einzusetzen, darf nicht davon abhängen, ob man als Christ besondere Sympathien für Juden entwickelt, weil sie unsere Geschwister sind: Nein, sie muss davon ausgehen, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, Israels Existenzsrecht anzuerkennen.“

Meine 100% Zustimmung!

Wenn ich in Bezug auf Israel auch von meinem Christsein rede, dann nicht, um Juden zu missionieren – das liegt mir sehr, sehr fern und lehne ich auch aus theologischen Gründen (Römerbrief) total ab! Und darin liege ich überkreuz mit manchen freikirchlichen „Würdenträgern“!

Mein Israelbild- und Engagement gründet sich vor allem in der direkten Begegnung mit Land und Leuten. Der ersten Reise ging allerdings eine sehr lange Phase der Auseinandersetzung mit dem Holocaust voraus und der Frage, die ich an mich stellte, wie ich so wie ich bin und OHNE die Kenntnisse, die ich heute habe, damals gehandelt hätte.
Ich kann mich schnell für etwas begeistern und auch ziemlich strikt sein in meinen Ansichten und so lebe ich seither mit der Erkenntnis, dass ich vielleicht auch eine glühende Anhängerin des Nazi-Regimes hätte sein können – je nachdem mit wem ich es zu tun gehabt hätte als junges Mädchen aber auch eine sehr entschiedene Gegnerin, wobei ich das Letztere eben aufgrund meines Christsein eher annehme.
Meine frommen Großväter wollten „Gottes Augapfel nicht antasten“, sie waren überzeugt, dass es falsch war, was man mit den Juden in ihrer Stadt machte, aber sie hatten leider auch nicht den Mut, öffentlich sehr entschieden gegen die Nazis zu sein. Die Gemeinde, der sie angehörten, war unter ziemlich starkem Druck und wurde offensiv von den staatlichen Stellen kontrolliert…
es war das klassische „Bangemachen“, Einschüchtern, Mundtotmachen …
Meine Tante blieb aber trotz der „Hausbesuche“ durch die Parteileute als Angestellte in einem „jüdischen Geschäft“ bis dieses kurz vor dem Krieg endgültig enteignet wurde …

xxxxxxxxxxxxxxxx
@ Bernd: „Ich denke, dass man Jesus Christus anderen Menschen nur nahebringen kann, wenn man sich an ihn hält,“
Zustimmung!
Aber das ist für mich zZt in eine ziemliche Herausforderung. Du hast sicher auch meine negative Einstellung zum Islam mitbekommen, wobei ich unterscheide zwischen der doktrinären Ideologie „Islam“, gegen die ich mich vehement wende und den muslimischen Menschen, die ich persönlich kenne. Was heißt in dieser Situation sich „an Christus halten“? Jedem seinen Glauben und die eigene Erkenntnis überlassen? Oder eben doch Stellung beziehen? „What would Jesus do?“ I don’t know… immerhin hat er viele Stunden damit zugebracht, mit Menschen über „die Schrift“ zu reden und ihnene das „Wort“ auszulegen…
Und was ist, wenn ich völlig falsch liege mit meiner Grundannahme, dass der Islam eine menschenverachtende Ideologie und mitnichten eine von „Gott zum Leben“ inspirierte Religion ist?
Die kirchlichen Theologen halten sich da ziemlich zurück und lassen einen theologisch ungebildeten Laien ziemlich allein…

3. Rika - 6. Juli, 2010

Ergänzung:
@ Die kirchlichen Theologen halten sich da ziemlich zurück und lassen einen theologisch ungebildeten Laien ziemlich allein…

Das ist jedenfalls mein Eindruck, den ich aus den wenigen öffentlichen Diskussionen zum Thema Islam-Koran gewinne.
Ein Pastor, den ich direkt ansprach, versuchte durch theologische Feinheiten einer direkten und klaren Antwort aus dem Weg zu gehen, etwa in der Art: Gott offenbart sich den Menschen eben unterschiedlich,je nach Land und Kultur …

Na fein! Und was fängt ein armes Christenkind damit an, das durch das NT geprägt ist und von „Weg, Wahrheit und Leben“ gehört hat, von der Gottessohnschaft Jesu und seiner Wiederkunft überzeugt ist ? Wie kann man es vereinbaren, dass Gott sich (nach dem Glauben der Christen) in seinem Wort – also der Bibel Hebräische Bibel + NT – offenbart hat, es sich dann aber wohl gut 600 Jahre später anders überlegt und via Gabriel und Mohamed seinen nun neuerlichen Willen kundtut, der in vielen Punkten doch so sehr von dem abweicht, was noch ein paar Jahrhunderte, -tausende vorher hindurch angesagt war.
Ich weiß natürlich, dass es alle möglichen theologischen Instrumente gibt, die die einfache Botschaft des Evangeliums leicht relativieren, aber mir ist damit leider gar nicht geholfen!
Ich hätte es gerne ein bisschen konkreter, aber leider gar nicht in der Weise, dass man Christus immer mehr „entchristlicht“ und vermenschlicht, sprich: „Er war ein toller Mann, der dann auch konsequenterweise für seine tolle Meinung gestorben ist. Mit uns Menschen, mit mir und Gott hat das nichts, bzw. nur soviel zu tun, dass er ein gutes Vorbild für sozialpädagogisch handelnde und friedliebende Menschen abgibt.“ Das aber scheint genau die Formel zu sein, mit der man Jesus heute ansieht und ihn damit auch islamkompatibel zu machen versucht…

4. Rucki - 7. Juli, 2010

Jeder der über seinen Glauben und über seine persönlichen Überzeugungen spricht, „missioniert“ auch. Das Freikirchler sehr überzeugt von ihrem persönlichen Glauben sprechen, macht sie noch nicht zu aggressiven Missionaren. Mir sind überzeugte Christen allemal lieber als linke Wischi-waschi-Theologen der steuerfinanzierten protestantischen Systemkirche, der ich mal noch angehöre.

Es mag auch Hardcore-Missionare in Freikirchen geben, ich prsönlich kenne jedoch keine, die Freikirchler die ich kenne sind ausschließlich angenehme, aufgeschlossene und gute Gesprächspartner, mit sehr überzeugten christlichen Glauben. Sie sind allesamt Freunde Israels, wissen sehr wohl, dass es uns als Christen nicht zusteht, den Juden vorzuschreiben was sie Glauben sollen. Mir sagte mal ein Freikirchler:
„Die Judenmission“ ist Aufgabe der Juden selbst, es gibt ja Juden die Christen sind.“ Dagegen habe ich nichts einzuwenden. Das für gläubige Christen Israel ein besonderes Land ist versteht sich von selbst, aber wie dieser Blog hier beweist, können Christen auch mit ganz weltlichen Argumenten „Pro Israel“ sein.

5. julia - 9. Juli, 2010

Rucki, nein, es gibt keine Juden, die Christen sind. Entweder-oder, beides geht nicht.

6. yael1 - 11. Juli, 2010

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