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Die humanitäre Hilfe geht weiter… 13. Juli, 2010

Posted by Rika in israel, meine persönliche presseschau.
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Oh, ja,  das ist sehr beruhigend!

Das darbende arabisch-stämmige Volk im Gazastreifen ist nicht vergessen. Die Hilfe naht!

Ein Schiff wird kommen.

Beladen mit Hilfsgütern aller Art nimmt es von Libyen aus zügig Kurs auf die Küste.  Die HAZ schrieb zwar zunächst, dass damit die ägyptische gemeint sei, nur gemeint sein könne, denn es gehe ja um Hilfe und nicht schon wieder um Blockaden, die mit aller Macht gebrochen werden sollen wie unlängst  die von einem türkischen Schiff angeführte Armada so eindrucksvoll propagandistisch vorgeführt hat.  Aber heute war zu lesen, dass der „Kapitän des unter moldawischer Flagge fahrenden Frachters ‚Amal Thea‘, Ajasch Daradschi, […] Berichte zurück [wies], wonach das Schiff die Ladung auf der agyptischen Sinai-Halbinsel löschen werde.“    „Libysches Schiff hält Kurs“  HAZ, 13.7.2010, Seite 4

Es droht also doch eine Wiederholung der Vorgänge auf der Marvi-dingsda.

Lieschen Müller meint zwar, dass Marvi-dingsda eine gezielte  und geschickt eingefädelte taktische Aktion war und die Türkei das Flotten- Manöver vor allen Dingen brauchte  und systematisch nutzte, um den Schwenk in der Außenpolitik weg von Israel und hin zu den islamistischen Mullahs des Iran irgendwie plausibel zu machen. Die Rechnung ist ja auch prompt aufgegangen. Es war doch völlig klar, dass Israel die Seeblockade nicht aufheben und die Flotte nicht in Gaza anlanden lassen würde. Mit den entsprechenden Massnahmen zum Stop der in „friedlicher“  Absicht reisenden friedensaktiven Blockadebrechern musste doch jeder vernünftig denkende Mensch rechnen, zumal die israelische Regierung die Seefahrer zu keiner Zeit im Unklaren darüber gelassen hatte, die Anlandung in Gaza zu verhindern. Und das sollten die türkischen Initiatoren der Blockadeure nicht gewusst haben? Lachhaft.

Nun ist also wieder ein Schiff unterwegs nach Gaza.

Die Israelis werden das Schiff nicht nach Gaza lassen, Libyens Diktator wird seinen großen Auftritt haben und die ungläubig staunende freiwestliche Welt wird sicher nicht ein weiteres  Mal auf das dummdreiste Manöver hereinfallen, sondern ganz sicher Israel in den Rücken stärken fallen und dazu aufrufen, die seltsamen Seemanöver gegen angeblich hilfsbereiter Gaza-Freunde in Zukunft zu unterlassen. (An dieser Stelle kann sich jeder die ihm passende Lesart aussuchen. Viel Vergnügen beim Herausfinden der „optimalen Nachricht“!)

Die deutsche Fregatte (kreuzt sie noch im schönen Mittelmleer?), die den Waffenschmuggel an die Hisbollah unterbinden sollte, wird sich an dem Aufbringen der unter falscher Solidaritätsflagge segelnden Kriegstreiber aus Libyen beteiligen und so der Welt deutlich machen, dass der Westen uneingeschränkt solidarisch an der Seite Israels steht – schwimmt!

(Wenn das irgendwie  nach „Traumschiff“ klingt, sind das die Spätfolgen der WM, ich habe doch im Halbfinale  was ganz anderes  statt Fußball gesehen …. )

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Der mutmaßlich neueste Stand der Dinge am 14. 7. 16.10h, soweit ich das internetmäßig erfassen konnte:

(Gehört hatte ich es schon in den Nachrichten auf d-radio gegen 14.00h, fand aber keine Bestätigung im Netzt.)

Das Traumschiff nimmt Kurs auf Ägyptens Hafen Al Arisch …

Israel hat das Kräftemessen auf hoher See offenbar gewonnen. Der Frachter „Al Amal“ habe Fahrt aufgenommen und steuere nun den ägyptischen Hafen Al Arisch an, meldete das israelische Armeeradio. Sollte sich diese Meldung bestätigen, wäre das unter moldawischer Flagge fahrende Schiff den Aufforderungen der israelischen Marine nachgekommen. Bis zu acht Kriegsschiffe hielten sich in den vergangenen Stunden in der Nähe der „Al Amal“ auf.

Aber damit hat die lustige Seefahrt noch lange kein Ende, wie die ARD zuberichten weiß:

Falls die „Al Amal“ nun tatsächlich Ägypten statt Gaza ansteuert, wird Israels Marine aber voraussichtlich schon bald vor einer weiteren Bewährungsprobe stehen. Mehrere Organisationen haben für die nächsten Wochen und Monate Hilfsschiffe angekündigt – mit Kurs auf Gaza.

Darunter ist voraussichtlich auch ein Schiff der tapferen Edith aus der Eifel.  Den Hinweis auf die ungewöhnliche Friedensbringerin verdanke ich  achgut,  wie meistens gut im Bilde und bestens informiert und informierend!

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Kommentare»

1. yael1 - 14. Juli, 2010

Baruch HaSchem kommt es nicht. Die Ägypter müssen sich um diese Bagage kümmern. 😀


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